Monat: Mai 2017

M.ü.d.e. !.!.!.

Schwangerschaft 2 ist so ziemlich anders als Schwangerschaft 1.

In Schwangerschaft 1 hat es mir praktisch ständig, aber wirklich ständig im Bauch gezogen. Manchmal hat es auch gebrannt. Übel war mir eigentlich nie. Nix da oben war empfindlich.

In Schwangerschaft 2 war mir eine ganze Weile ganz schön übel. Das ist jetzt vorbei. Empfindlich ist es immer noch. Ich fühl mich schon jetzt wie ein Walross, aber dafür zieht es mich praktisch nie nie nie im Bauch.

In Schwangerschaft 2 gibt es Tage, da merke ich nix. Also gar nichts. Da mach ich ich mir dann (manchmal)ein bisschen Sorgen, ob es Kind 2 auch gut geht. Aber vielleicht hab ich auch einfach deutlich weniger Zeit darauf zu achten als in Schwangerschaft 1.

Diesmal bin ich mir übrigens ziemlich sicher, dass es Mädchen ist. Keine Ahnung warum. Irgendwer sagte, ein Mädchen nimmt einem die Schönheit und bei einem Jungen wird man schön. Hab ich zumindest mal irgendwo gehört. Schön war ich schon zuvor nicht, aber jetzt?:-) OOO Letztendlich wird es dann wahrscheinlich ein Junge, denn in Schwangerschaft 1 war ich sicher, es wird ein Junge und es wurde ein Mädchen. Aber eigentlich auch egal, Hauptsache gesund.

Was aber wirklich so genau gleich ist in Schwangerschaft 1 und 2: die Stimmungsschwankungen. Der Mann hat sich schon beschwert:-O Ich würde dass nicht unbedingt zugeben, aber ich kann ihn verstehen;-) Er hat es gerade nicht leicht.

Und ich bin so müde. Dauernd und immer. Egal wieviel ich geschlafen hab oder nicht geschlafen hab. Ich bin dauernd einfach kaputt. Ich bin einfach  weniger leistungsfähig. Ich schaff zur Zeit nicht viel. Einiges bleibt liegen, und wenn Abends meine Lieblingsserie läuft wäre ich manchmal am liebsten schon im Bett. Und die läuft echt nicht spät;-) Wuah…

Das so zu akzeptieren ist manchmal ein bisschen schwierig für mich. Wenn ich nichts mach werd ich unausgeglichen und unzufrieden. Immer so rumzuhängen ist manchmal doof. Diese Woche hab ich sogar einige Verabredungen abgesagt, weil einfach zu ko.

Aber das 1. Trimester ist ja eigentlich auch demnächst vorbei.

Kommende Woche ist der 2.  Termin. Ich bin gespannt. Und hoffe in 1. Linie dass mit Kind 2 alles gut ist.

Und klar, Frauenarztbesuche sind für mich immer noch irgendwie schwierig. Ich schätze, in diesem Leben wird sich dass auch nicht mehr ändern. So ist dass halt.

Ich werde mir jedenfalls einen eiskalten Eistee Pfirsich holen. Mit Eiswürfeln. Das wünsche ich mir jetzt schon seit mindestens 3 Tagen;-)

Ich wünsche Euch Allen ein schönes Wochenende.

 

Basel calling

Gestern waren wir in Basel.

Dafür, dass wir nun schon eine ganze Weile hier wohnen und die Schweiz wirklich nicht weit weg ist (Basel 1 h 20), haben wir ganz schön lang gebraucht um es endlich mal nach Basel zu schaffen. Und dass obwohl wir doch eigentlich so reiselustig sind. Werden wir etwa alt?:-O

Na, gestern waren wir jedenfalls endlich da und es wurde ein wirklich schöner Tag, wenn auch irgendwie anstrengender als gedacht.

Es war nämlich ziemlich heiss und Hitze plus Kleinkind plus Schwangerschaft Nr. 2 macht ein bisschen müde;-) Schön wars aber trotzdem.

Wir waren am Münster, haben die Aussicht vom Münster genossen, sind am Barfüsserplatz entlang spaziert, haben den Marktplatz und das Rathaus und die vielen Brunnen bewundert die es in Basel so gibt. Also wir. Mini nutzte die Brunnen vor allem um darauf rumzubalancieren. Klar, oder;-) Und ihre Bewunderung galt eigentlich ausschliesslich den vielen Trams die es in Basel gibt. Mini ist nämlich gerade sehr in love mit diesen Fahrzeugen;-)

Eis gabs natürlich auch und zwar an der Rheinpromenade. Echt schön. Mini durfte da spielen und eigentlich darf man da auch baden, aber irgendwie badete da niemand und deshalb traute sich der Mann dann irgendwie auch nicht.

Irgendwann müssen wir deshalb nochmal nach Basel, der Mann möchte nämlich unbedingt im Rhein baden. Um Strasbourg herum geht dass nämlich leider gar nicht. Viel zu viele Frachter, Kreuzfahrtschiffe und Strömungen und deshalb wegen Lebensgefahr verboten.

Alles in allem ist Basel eine wirklich schöne Stadt. „Meins“ ist es irgendwie trotzdem nicht. Ich mag Städte, in denen es ein bisschen laut und ein bisschen chaotisch ist, in denen Kinder herumrennen und spielen und es einfach lebt.

Basel hat zwar auch ein paar coole Kneipen, Museen sowieso, aber mir persönlich ist es einfach zu leise. Klar, gestern war auch Feiertag, aber trotzdem, es war mir einfach z.u. ruhig, auch für einen Feiertag. Und so unglaublich sauber und geordnet, ein bisschen wie Singapur. Was zweifelsfrei ja eigentlich gut ist, nur eben nicht so meins;-)

Die Umgebung ist jedenfalls echt schön. Irgendwie ist es schon verrückt. Man fährt ein paar Meter und ist in der Schweiz. Dann fährt man nochmal ganz kurz und ist in Deutschland. Und dann fährt man nochmal ganz kurz und ist in Frankreich.

Bevor wir dann nach Hause gefahren sind waren wir noch Pizza essen in Deutschland. Ich hab mich wirklich wirklich wirklich auf eine kalte Cola, eine leckere Pizza und einen guten Salat gefreut. Nur Mini machte dann leider nicht mehr mit. Die Luft war einfach raus und es wurde zu einem echtem Affentanz. Peinlich sag ich nur!

Kaum waren wir zu Hause fiel sie dann aber auch wie ein Stein ins Bett. Ich kurz danach aber auch. Nur der Mann blieb wieder mal viel zu lange wach und sah heute früh trotzdem deutlich ausgeschlafener aus als ich. Grrrrrr…

Schade, dass ich gerade keine Bilder hochladen kann. Basel ist nämlich echt schön.

Euch allen ein tolles Wochenende.

Wenn man plötzlich alles in Frage stellt…

Auswandern ist nicht nur Sonne, Strand, Palmen und Meer. Es bedeutet nicht, dass man den ganzen Tag Cocktails schlurfend in einer Hängematte liegt und sich des Lebens erfreut. Man weiss dass.

Ich wusste es. Naja, gut – eventuell dachte ich es wäre ein bisschen so. Also nicht mit Palmen und allem drum und dran. Aber ich dachte, glaubte, hoffte es wäre irgendwie leichter.

Der Mann und ich waren immer schon viel im Ausland. Monate, Jahre. Es gibt einige Ecken auf der Welt, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Orte in Afrika, Orte in Asien, eine bestimmte Region in Italien und ein bisschen auch Kanada.

Dann zogen wir ins Elsass. Aber nicht weil uns diese Region irgendwie sehr am Herzen lag oder wir schon immer davon geträumt haben, mal im Elsass zu leben. Ehrlich gesagt kannte ich das Elsass kaum. Es war in aller erster Linie eine berufliche Entscheidung die uns hierhergebracht hat. Und klar, das Elsass ist schon toll, wenn einer aus Deutschland kommt und der andere aus Frankreich. Denn keiner muss wirklich auf „sein“ Land verzichten. Man kann einfach hin- und herspringen, in Deutschland zum Einkaufen gehen oder auch in Frankreich. Ganz wie man will. Und auch für Kinder ist dass toll. Sie wachsen einfach in beiden Welten auf.

Die ersten Monate im Elsass waren eine ziemliche Katastrophe. Denn das mit dem Job vom Mann funktionierte nicht so, wie es sollte. Ziemlich viel ging schief, und da standen wir dann. Als frischgebackene Eltern ein Traum;-)

Und auch das mit den neuen Freunden dauerte. Ich dachte nämlich mit kleinem Kind findet man sofort 1001 neue Freunde. Aber nein. Weil ich nämlich nicht die Mutter bin, die Stundenlang in einer Gruppe zusammensitzen und über Stilleinlagen und Co. sprechen kann.

Aber letztlich wandte sich doch alles zum Guten. Der Mann steht beruflich nun sogar besser da als zuvor und wir haben Freunde gefunden. Wir haben uns im Elsass eingelebt. Also alles supi, oder?

Ja. Aber kürzlich passierte es mir trotzdem, dass ich plötzlich alles wieder komplett in Frage stellte. So richtig komplett. Ich wollte zurück in die Heimatstadt, am allerliebsten sofort. Evtl. waren auch ein bisschen meine Hormone daran Schuld:-) Aber letztendlich kennt dieses Gefühl wohl fast jeder, der nicht mehr da lebt wo er herkommt und verwurzelt ist.

Manchmal will man einfach w.e.g.

Die eine Freundin, mit der wir hier sehr viel machen, war den ganzen Monat nicht da. Das war irgendwie doof. Besuch aus der Heimatstadt war da. Wir waren in der Heimatstadt. Und was soll man sagen. Die Freunde aus der Heimatstadt bleiben eben die einen Freunde. Die Heimatstadt bleibt die Heimatstadt.

Und auch wenn ich das Elsass mag und die Vorteile hier wirklich wirklich schätze und eigentlich wirklich zufrieden bin. Elsass ist mir bis heute nicht ans Herz gewachsen. Obwohl Strasbourg eine tolle Stadt ist. Obwohl der Schwarzwald und die Vogesen direkt ums Eck sind und. und. und. Vielleicht mag ich einfach die Alpen lieber. Und den Bayrischen Wald. Vielleicht ist mir das Elsass einfach zu deutsch, zu sauber, zu geordnet und die Dörfer zu herausgeputzt. Die elsässische Kultur interessiert mich einfach nicht. Wuhuuu.

Ich weiss es nicht.

Mittlerweile haben sich meine am liebsten sofort Fluchtgedanken wieder gelegt. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine Hormone wieder im Griff hab;-) Oder dass die eine Freundin wieder da ist. Oder an unserem Bald-Urlaub.

Aber eines ist ganz sicher: wir werden nicht unser ganzes Leben im Elsass verbringen.

Wieder da

Auf meinem Blog ist es in letzter Zeit ganz schön ruhig geworden. Und ich kann nicht mal genau sagen warum:-O Weil ich doch eigentlich so gerne schreibe.

Ich will dass wieder ändern. Weil ich ja wie gesagt so gerne schreibe.

Die letzten Wochen ist auch gar nicht so viel passiert.

Geändert hat sich aber trotzdem was. Ich bin nämlich wieder schwanger. Derzeit in der 8. Woche. Wenn doch hoffentlich alles gut geht, wird Mini im Dezember grosse Schwester und wir zum 2. Mal Eltern. Wir freuen uns sehr, klar.

Eigentlich geht es mir auch ganz gut. Ok, bis vor kurzem war die Übelkeit ein guter Freund und das Sofa zog mich wirklich magisch an, aber so ist dass halt. Schwanger eben. Jetzt ist die Übelkeit weg und ich bin auch weniger müde. Jetzt fühlt es sich einfach nur noch an, wie wenn ich eine grosse Blase im Bauch hätte. So Walfischmässig irgendwie;-)

Die Laune fährt auch ein bisschen Achterbahn. Also eigentlich ziemlich. Darüber freut sich vor allem der Mann;-O)

Ist bei Euch nun auch der Sommer ausgebrochen?

Ich schätze im Elsass wird es bald so richtig heiss. Diese Hitze hier…aber darüber muss ich mal einen Extrabeitrag schreiben:-)

Ich freu mich jedenfalls sehr, weil wir in weniger als 4 Wochen endlich in den Urlaub fahren! Und zwar weder in die Nähe der Heimatstadt noch nach Frankreich sondern in eins meiner Lieblingsländer Italien. Pizza, Pasta, Sonne, Strand, Meer. Juhu.

Ich hoffe sehr es geht Euch allen gut und wünsche Euch eine schöne Zeit.

Unschuldig

Mini hat sich in den letzten Monaten schon sehr verändert.

Manchmal kann man sich schon fragen, wo die Zeit eigentlich hingegangen ist? Gerade hat man noch ein 9 Monate altes Kind, dass gerade sitzen kann und plötzlich hat man ein „echtes“ Kind zu Hause.

Mini spricht mittlerweile unglaublich viel. Für mich zumindest unglaublich. Bestimmt spricht manch anderes Kind noch mehr, aber ich vergleich da nicht.

Jedenfalls spricht sie mittlerweile echt viel. Und sie singt. Teilweise singt sie ganze Liedtexte nach und überrascht mich damit immer wieder.

Aber am meisten überrascht mich manchmal immer wieder, wie unglaublich unschuldig Kinder eigentlich sind.

Gestern war wieder so ein Tag. Wir haben den Nachmittag mit einer Freundin und deren Kind in einem Park verbracht. Mit Eis und allem drum und dran. Es war wirklich ein schöner Nachmittag aber irgendwann wollte ich trotzdem heim.
Das andere Kind blieb aber noch und Minis Bereitschaft zu gehen war bei 0.
Innerlich zitterte ich schon ein bisschen, wegen Trotzphase und Wutanfall und so. Da waren immer noch viele Menschen und wer riskiert schon gern einen Wutanfall in aller Öffentlichkeit? Aber.hilft.ja.nix. Mini durfte dann noch balancieren und dies und dass. Und dann erklärte ich ihr, dass der Park jetzt auch langsam müde wird, die Blumen, der Bach und der Brunnen zum Abendessen gehen und dann alle schlafen. Und auch das andere Kind und alle anderen hier bald heimgehen. Weil der Park und die Blumen und auch die Menschen eben müde sind. Und Mini reagierte sehr verständnisvoll. Nichts mit Wutanfall. Sie verabschiedete sich brav von unseren Freunden und wünschte auch dem ganzem Park, den Blumen, dem Brunnen und den Bäumen eine gute Nacht. Wie höflich ist dass denn.-)

Abends wollte sie unbedingt noch HoppeHoppeReiter spielen. Nach dem 3. Mal wollte ich aber nicht mehr. Ich rechnete mit Protest, aber Nein.

Mini sah mich ganz ernst an und sagte dass HoppeHoppeReiter jetzt auch schläft.

🙂 Was soll man da noch sagen.

Wahlen und so

Frankreich hat bald einen neuen Präsidenten.

Seit langem sind in Frankreich die Wahlen ein grosses Thema und gestern Abend war es soweit: Das letzte TV – Duell live im Fernsehen zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten stand an.

Klar sah es auch der Mann, der sich generell sehr für Politik interessiert an.

Wir schauten es dann zusammen an. Zumindest teilweise. Weil es manchmal doch ein bisschen anstrengend ist, wenn es nicht die eigene Sprache ist und man dann manchmal einfach ein bisschen abschaltet. Und eingeschlafen bin ich auch mal. Aber so ist das eben, dass passiert mir sogar bei Filmen die ich wirklich wirklich spannend finde;-)

Jedenfalls war diese Debatte vom Niveau her wohl kaum höher als es die von Clinton und Trump waren. Irgendwie wirkte das ganze wie ein Hahnenkampf, bei dem sich die beiden Hähne völlig unkontrolliert gegenseitig die Köpfe einschlugen. Klar, da waren 2 „Schiedsrichter“, aber irgendwie taten die nix. Gar nix. Vl. hat es ihnen die Sprache verschlagen? Oder sie waren zu überrascht um einzuschreiten? Oder trauten sich nicht? Oder vielleicht wollten sie einfach zuschauen, welcher Hahn nun zuerst zerstört auf dem Boden lag?.—) Wie traurig ist dass denn bitte?

Aber immerhin ging der Favorit vom Mann, Emmanuel Macron als Sieger aus dieser Debatte, bzw. Schlammschlacht heraus.

Es sieht so aus als würde er nun wohl wirklich Präsident werden.

Und dass ist gut so. Nicht nur weil es schlimm wäre wenn jemand wie LePen an die Macht käme, sondern auch wegen dem Mann.

Der möchte nämlich kein Franzose mehr sein und auswandern wenn LePen gewinnt. Französisch sprechen will er dann auch nicht mehr…und überhaupt:–)

Und dass jetzt wo ich mich gerade hier eingelebt habe.

Juhee.