Monat: November 2017

Geburt und so…

Irgendwann kommt der Punkt x, irgendwann kommt das Kind auf die Welt.

Gefühlt rase ich gerade sehr auf diesen Punkt zu. ICE und so;-)

Klar ist das vor allem schön. Wer will nicht endlich sein Kind auf dem Arm haben, wissen wie es aussieht und.so.weiter.

Aber langsam fange ich auch an mir Gedanken über die Geburt zu machen. Also echt. Zuerst denkt man immer man hat noch ewig zeit, und irgendwie ist jetzt ja auch immer noch ewig, aber trotzdem – ich bin dennoch irgendwie überrumpelt wie gross der Bauch zwischenzeitlich ist und dass es trotzdem nur noch ein paar Wochen sind. 😀 puh.

Aufgrund der ganz persönlichen Vorgeschichte kam früh das Thema Kaiserschnitt auf und irgendwie, als alles noch in weiter Ferne lag war für mich klar: dann wird es wohl eben ein Kaiserschnitt.

Klingt ja auch erstmal einfach. Man weiß den genauen Termin, muss keine angst vor Wiederholung der Vorgeschichte haben und so what. Alles super.

Ich Gehör auch einfach nicht zu den Frauen für die es schrecklich wäre wenn das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt käme. Am ende zählt nämlich nur eines, finde ich: Hauptsache gesund. Ich verstehe diesen Wettbewerb nicht. Warum sollen Frauen die ihr Kind normal auf die Welt gebracht haben,in irgendeiner Weise besser sein als die die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht haben. In Frankreich ist das nicht so, aber in Deutschland dafür umso mehr, finde ich. Was jetzt nicht heisst, dass ich es gut finde wenn Frauen wie bspw. In Brasilien ihr Kind per Kaiserschnitt holen lassen, damit da unten nix weiter wird und so;-) klar sollte ein Kaiserschnitt nur gemacht werden, wenn es wirklich gründe gibt.

Jedenfalls: zwischenzeitlich schaut es so aus, als bräuchte es gar keinen Kaiserschnitt, sollte alles bleiben wie es ist. Aufgrund der vorgeschichte, weil immer noch in meinem kopf, könnte ich dann aber selber entscheiden.

Und genau das stürzt mich nun ein bisschen ins Chaos.
Natürlich weiß ich, was besser wäre, für mich und das Kind. Je näher das Thema Kaiserschnitt rückt, desto mehr schreckt es mich auch ab. Bauch aufschneiden klingt nicht mehr so genial, je näher es rückt. 5 tage kh und danach eingeschränkt und Narbe und plipla klingt auch nicht verlockend. Am ende kommt das Kind in 3 h auf die Welt, alles super und wir können wieder heim, anstatt op gedöns.

generell fand ich Minis Geburt nicht schlimm. Klar, zwischenzeitlich dachte ich ich sterbe, weil keine zeit mehr für pda, aber es stimmt, man vergisst schnell. Ich hatte aber auch Glück mir der Hebamme und der ärztin.

Im Kopf bin ich jetzt aber noch gar nicht darauf eingestellt und da bleibt immer noch die angst, dass es doch wieder zu einer Komplikation kommt.

Wahrscheinlich könnte man auch einfach vorher einleiten, aber zwischenzeitlich hab ich ausreichend horrorgeschichten zu hören bekommen, um auch davor angst zu haben. Danke dafür;-)

Ich hänge gerade ganz schön im gefühlskarussel. 😄

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Auswandern-frust

Das auswandern nicht unbedingt der Traum von Palmen Strand und purem Glück ist hab ich ja schon mal geschrieben.

Das Frankreich nie mein „traumland“ und Elsass erst recht nie meine „traumregion“ war auch.

Dass ich fürs auswandern gemacht bin,  dass dachte ich aber schon.

Dass es Frankreich werden würde, daran dachte ich zwar nie, aber so spielt eben das leben😉

Und was soll ich sagen: der Anfang war wirklich echt hart. Persönliche Probleme,  gerade Mutter geworden und weder den Mut französisch zu sprechen noch ausreichend Wörter. 😉 ich fand Franzosen zum grossen Teil einfach nur doof und wäre oftmals am liebsten unsichtbar geworden😉

Trotz schöner Momente fand ich das erste Jahr wirklich sehr, sehr schwierig.

Weil man niemanden kennt, sich Freundschaften nicht mehr so schnell entwickeln wie zu Studienzeiten und der ganz persönlichen lebensumstände.

Zwischenzeitlich geht es uns hier gut. Wir haben einen neuen Freundeskreis, mein französisch ist deutlich besser und unsere persönliche Situation hat sich geändert.

Trotzdem gibt es immer noch Rückschläge und Frust und Frankreich ist immer noch nicht „mein“ Land.

Heute gab es wieder diese frustsituation. Die Hebamme kam nach hause, der mann war auch da. Ich war müde, angeschlagen, fertig. Das sind tage an denen ich weniger gut französisch sprechen,  mich weniger konzentrieren kann und eher mal nachfragen muss. Und wie es eigentlich auch sonst oft ist, wenn der mann da ist und wir in Frankreich unterwegs sind redete die Hebamme letztendlich fast mehr mit ihm als mit mir. Weil es eben seine Sprache ist und er das System kennt. So ist das fast immer. Umgekehrt, wenn wir in Deutschland unterwegs sind, werd meist ich angesprochen auch wenn es um ihn geht und er wirklich gut deutsch spricht.

An guten Tagen stört mich das nicht, aber heute hat es mich ziemlich gefrustet. Ich bin mir ziemlich blöd vorgekommen und irgendwie doof.

Ausserdem frag ich mich manchmal was der Mann in solchen Situationen von mir hält, ob er denkt ich würde es nicht schaffen in Frankreich und wäre irgendwie zu doof.

Er beteuert zwar immer das Gegenteil,  aber ich komm mir trotzdem manchmal blöd vor so auf ihn angewiesen zu sein. Wegen den französischen papieren und so.

Manchmal komm ich mir einfach unfähig vor. Klar, Rückschläge sind normal und ich weiß auch dass es Jahre dauert, bis man sich wirklich eingefunden hat, aber trotzdem. Es frustriert.

Auch wenn von den vielen deutschen die ich hier kennengelernt hab nur eine perfekt französisch spricht (nach 10 jahren) und sich im französischem System zurechtfindet wie in dtl.

Der Rest ist wie ich. Es läuft aber vieles wird nach wie vor in dtl erledigt. Arztbesuche und der ganze Kram bspw. Geht ja auch im Elsass 😉

An manchen Tagen akzeptier ich das so für mich, aber an manchen stört mich das. Aber umziehen ist ja immer auch mit Rückschlägen und Frust verbunden🤔

 

 

Ssw 33

Jahaaa, ihr lest es richtig.

Ssw 33. Der geburtstermin wurde wieder geändert, und zwar auf das ursprüngliche erste Datum.  Der ganze Zirkus war also umsonst.

Ehrlich gesagt, besonders lustig finde ich dass nicht. Mehr vertrauen bekommt man auch nicht unbedingt. Aber – hab ich eine Wahl?  Tssss, weglaufen ist nicht.

Es fühlt sich an wie in Schwangerschaft Nr.  1 gegen ende. Wie eine tickende Zeitbombe,  oder einem ICE der immer schneller wird. Kurz anhalten nicht möglich. Abspringen eh nicht. 😉 irgendwie muss das Kind eben raus.

Ehrlich gesagt fühl ich mich gerade einfach nicht gut. Wie eine aufgequollene sehr müde müde Qualle.

Letzte Woche hatten wir Besuch und obwohl wir eigentlich nicht viel gemacht haben war es wohl doch zu viel.

Ich bekam am Wochenende ziemliches bauchziehen und entdeckte sogar einen tropfen dunkles altes Blut.  Wuah😨😨😨

Ich war hin-und hergerissen ob ich jetzt ins Krankenhaus soll oder nicht, aber letztendlich entschied ich mich dagegen weil das Kind sich nach wie vor ständig bewegte. Puh.

Ich verschlief  fast das ganze Wochenende und leider fühl ich mich heute immer noch ziemlich ausgelaugt.

Das macht mir etwas Angst,  ehrlicherweise. Aber eine Schwangerschaft ist eben kein Spaziergang, und jeder weiß doch das das ende nicht unbedingt spaßig ist.

Jedenfalls: heute war die Hebamme da. Dem Kind geht’s super und auf dem ctg waren nicht mal wehen zu sehen. Soviel dazu dass es schon morgen da ist. Ich hab mir echt Gedanken gemacht.😨

Auch dass mit dem Blut ist nicht schlimm, solang es alt fest und dunkel ist und es nicht dauernd vorkommt. Es darf nur nicht rot und frisch sein, sonst s.o.f.o.r.t. ins kh.

Ansonsten bin ich einfach sehr müde, es zieht und zwickt und zwackt, ich muss dauernd zum pinkeln,  der rücken schmerzt und ich bin ziemlich dünnhäutig😨

Ich fand die Hebamme heute einfach nur schrecklich obwohl eigentlich nett seh überall Feinde und gefühlt überfordert mich gerade a.l.l.e.s. Ausserdem hab ich gerade Heimweh wie seit Monaten nicht. Tsssss.

Vielleicht, wahrscheinlich ist das alles ziemlich normal, aber leicht ist es nicht.

Heute hab ich die Hebamme gefragt wann ich mich denn im kh einschreiben muss und sie voll geschockt,,,wiiiie du bist noch nicht eingeschrieben???

Tsssss.  Bin ich Hellseher?  Hat mir ja keiner gesagt, genauso wenig dass man längst mit einem narkosearzt hätte reden müssen. Bei Mini damals musste man sich 4 Wochen vorher vorstellen, fertig.

Ehrlich gesagt, ein Kind im Ausland auf die Welt zu bringen ist auch nicht gerade zuckerschlecken.

Obwohl ich in dieser Schwangerschaft insgesamt deutlich mehr betreut bin als mit Mini in dtl und ich in das französische System vertrauen hab. Es ist nicht meine Sprache und nicht mein Land. …Bäm.

Aber genug gejammert, dem Kind gehts gut und das ist die hauptsache