Sorgenkind

Eigentlich wollte ich ja wieder viel mehr schreiben, und dann ja eigentlich auch über Frankreich. Denn eigentlich, ursprünglich wollte ich ja über Frankreich schreiben und nicht über Kinder, zumindest nicht hauptsächlich. Naja;-)

Und auch heute geht es schon wieder nicht um Frankreich, sondern um mein Sorgenkind. Nämlich Mini.

Ja, ich weiss ja, es gibt diese Phasen und manchmal läuft es mit Mini wirklich echt gut. So gut, dass ich absolut nicht mehr verstehen kann, was ich hatte und worüber ich mir Sorgen gemacht habe. Sie kann nämlich wirklich das süsseste Kind überhaupt sein und einfach nur goldige Fragen stellen. Und dann kann das Kind superlieb sein, super mithelfen und alles ist einfach super und Mini ist auch glücklich.

Ja, aber dann kommen wieder die anderen Phasen. Und die können mitunter echt schlimm sein. Das 3-jährige Phasen haben, klar. Geschenkt. Das sie sich manchmal auf den Boden werfen, sie manchmal nicht laufen wollen, schreien wenn es nicht nach ihrem Kopf geht und es Drama geben kann wenn sie nicht genau das anziehen können, was sie wollen. Weil vl. zu kalt oder in der Wäsche oder es halt nicht geht im Winter ohne Socken und ohne Jacke rumzulaufen, dass kennen wohl die allermeisten Eltern.

Aber Mini hat manchmal wirklich schlimme Stimmungsschwankungen und zwar keine die dann gleich wieder Weg gehen. Sie kann tagelang in einem Tief hängen und dann sowas von ekelhaft sein und Gleichzeitig geht es ihr aber auch wirklich nicht gut.

Ich war nett, ich war streng, ich war verständnisvoll, ich war vieles aber irgendwie hilft nichts. Es geht ihr dann einfach nicht gut und sie führt sich unterirdisch auf.
Ich bin da mittlerweile dann ziemlich ratlos und weiss auch gar nicht mehr was ich denken und wie ich mich verhalten soll. Weil ich mir diesen Zustand nicht erklären kann. Bisher dachte ich immer, sowas passiert nur wenn sie nach der Ecole bzw. davor der Creche nicht genug Ruhepausen und Zeit für sich hatte. Diesmal passierte dass aber während der Ferien, die wir uns wirklich sehr erholt haben auch.
Ich weiss nicht mehr, ob das ein Erziehungsproblem oder ein Verhaltensproblem ist oder eben doch noch normal in dem Alter.

Wo bitte ist denn nun die Anleitung? Weil ich mir wirklich Sorgen mach wenn sie so ist. Und gleichzeitig auch tatsächlich echt sehr genervt bin wenn sie sich gegenüber anderen so blöd verhält und dann manchmal vielleicht auch überreagier weil mir die Situation dann zu viel wird.

Ich hab das nun tatsächlich beim Kinderarzt angesprochen und nun…man wird sehen. Die Ärztin hat eigentlich ganz gut reagiert.

Sie hat kein Drama daraus gemacht und auch keins daraus, dass Mini eigentlich komplett durch die U zum 3. Geburtstag gefallen ist, weil sie so dermassen schüchtern ist, dass sie eigentlich gar nichts gesagt hat und die einfachsten Sachen nicht mehr konnte. Mann Mann. Die Ärztin findet dass nicht schlimm, weil Mini halt einfach sensibel und schüchtern ist. Sie war echt lieb zu Mini, dass fand ich schön.

Und sonst meint die Ärztin kann sowas bei 3 jährigen schon mal vorkommen dass sie ihre Emotionen nicht im Griff haben, aber wenn wir wirklich meinen, dass was nicht stimmt, könnten wir zum Kinderpsychologen. Irgendwann. Wenn wir wollen.
Das würde ich dann aber in Deutschland machen, wegen der Sprache.

Ich weiss es gerade nicht. Jetzt hab ich es mir mal von der Seele geschrieben:-O

Ich hoffe allen die das lesen geht es gut.

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4 Kommentare

  1. Tut mir leid, dass es Dir und Mini oftmals so schlecht geht. Meine beiden sind zwar auch nicht immer einfach, vor allem im Doppelpack, aber solche schlechten langen Phasen kenne ich zum Glück nicht. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn der Kinderpsychologe mal drüber schaut, nur zur Sicherheit. Auch meine Tochter wurde mal begutachtet, weil sie sich in der isländischen Kita Sorgen gemacht haben, weil sie nicht mit anderen Kindern spielen wollte, das war aber bei ihr letztlich nur das Sprachproblem. Und bei meinem kleinen Wilden soll auch mal ein Psychologe in die Kita kommen, nicht, weil er jetzt ein riesiges Problem hat, sondern um ihn möglichst in seine richtige liebenswerte Richtung zu lenken, er kann nämlich bei seiner ganzen Wildheit ziemlich empatisch sein und das find ich eine supertolle Eigenschaft, vor allem bei einem Jungen. 🙂 Ich drück die Daumen, dass alles gut wird und dass es Euch beiden bald besser geht.

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    1. Schön mal wieder von dir zu hören.
      Das ist wirklich eine schöne Eigenschaft, die heutzutage vielen leider abgeht. Und schön, dass es bei deiner Tochter dann nur an der Sprache lag…dann ist das ja mittlerweile bestimmt kein Problem mehr. Kinder lernen Sprachen ja echt schnell,,,manchmal könnte ich fast neidisch werden;-)
      Hierzulande ist das mit dem Psychologen ja eher negativ behaftet, oder es kommt mir nur so vor, aber ich sehe das eigentlich eher positiv.
      Heute hat das ganze wieder umgeschlagen, seit heute ist sie wieder super drauf, super lieb, super ausgeglichen und scheint glücklich und wieder mal kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass es gerade noch ganz anders war. Ich weiss auch nicht.
      Ich denk wir warten jetzt mal noch bis Weihnachten und beobachten genau wann und wie das umschlägt und dann soll der Psychologe mal schauen.
      Viele liebe Grüsse nach Island.

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      1. Ja, hier auf Island versucht man, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Das finde ich gut, auch dass hier der Psychologe nicht so negativ besetzt ist, an sich ist er ja ein „Arzt“ wie jeder andere und will nur helfen. Bei den meisten sind es ja auch eher kleinere Probleme, die wenn sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden, ja auch erfolgreich behoben werden können. Mein Sohn z. B. hat doch größere Probleme mit der isländischen Sprache (ist wohl doch nicht so, dass sie Kinder immer ganz spielerisch die Sprache von alleine lernen), d. h. er kann noch nicht so gut darin kommunizieren und somit mit den anderen Kindern nicht wie gewollt spielen (sein Deutsch ist recht gut). So wurde nun für ihn beantragt, dass er eine sprachliche Unterstützung bekommt. Und wenn der Psychologe was beanstanden würde, würde er auch im Kindergarten eine Unterstützung bekommen, man müsste dann also nicht zu zahlreichen Sitzungen gehen, was ich sehr gut finde.

        Euch nochmals alles Gute. Hoffe die gute Phase Deiner Tochter hält nun möglichst lange an.

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      2. Ich finde das auch gut.
        Hierzulande höre ich immer wieder, dass viele Eltern druck bekommen ihr Kind zum Psychologen oder sonst wohin zu schicken und man da wirklich aufpassen muss.
        Ich persönlich hab da bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht und sehe das mit dem Psychologen eher positiv. Weil es ja immer besser ist ein mögliches Problem früher als später zu beheben.

        Ist doch schön dass dein Sohn dann nun Unterstützung bekommt und hoffentlich bald mit den anderen spielen kann ie er will🙂 liebe grüsse

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