Gedanken rund ums Mutter sein

Immer diese Phasen. ..

Mini ist ja mit ihren 2,5 Jahren im besten trotzalter. Juhu Juhu. 😀

Obwohl ich sagen muss, bis vor kurzem hatten wir wirklich eine längere Pause von der phasenzeit. Ich weiß nicht woran es lag. Vl. War sie einfach ausgeglichener, ausgeruhter oder sie hat es schlicht vergessen trotzig zu sein? 😀

Ist ja auch egal. Ich hab es jedenfalls genossen, also echt genossen. Alles war so leicht und das Kleinkind war einfach nur zuckersüß mit ihren goldigen fragen. Wie heisst der und der, war es schön hier und da und pli pla plu. Neuester satz: wir müssen heute schockolade kaufen😂. Das Kind spricht mittlerweile ziemlich viel und zwar in beiden Sprachen.

Aber: leider ist dem Kind wieder eingefallen dass es sich in der trotzphase befindet. Vl. Denkt es sich, jetzt dafür aber so richtig.

Und nun, seit einigen Tagen klappt halt so gar nichts mehr. Das Kind macht so ziemlich jedesmal das Gegenteil von dem was es soll. Es wirft sich auf den Boden, lässt sich hinterherschleifen und fallen, rennt weg (macht ja auch besonders spass wenn man schneller als die Mutter ist oder – Walfisch lässt grüssen) räumt schränke aus oder ärgert den Hund. Wuah. Oder seit neuestem. Lässt sich nicht anziehen, und zieht sich auch nicht selbst an. Heute früh gab es ein riesengeschrei weil ich die schuhbendel die sie wieder aufgemacht hat nicht nochmal gebunden hab. Tsss. Böse Mutter ich.

Aber das eigentliche Drama fing kürzlich mit dem schlafen an. Dabei klappte das so gut. Ein kurzer Film, Bücher zusammen anschauen aufzählen wer nun auch schon alles im Bett ist und gut wars. Klar, das Kind schlief nicht jedesmal sofort in 10 Sekunden ein, aber ein paar Minuten mein kleiner Finger oder der vom Mann und sie schlief.

Und jetzt? Drama Drama Drama. Oder Zirkus. Wie immer man den momentanen Zustand benennen will. Es fing vor kurzem in der creche an. Sie weigerte sich einfach, dort zu schlafen und war wohl auch jedesmal fit, bis sie abgeholt wurde. Dann machte es bäm und die quengelei begann. Weil das Kind nämlich doch müde war. Nicht schön und den nachmittag mit übermüdetem Kind rumzukriegen ist ein ziemlicher eiertanz.

Dafür ging es abends sehr schnell, was durchaus anigenehm war, widerrum😀.

Aber zwischenzeitlich schläft das Kind jetzt doch wieder und was soll ich sagen. Die Abende machen gerade echt keinen Spaß. weil sobald man was von schlafen sagt einem ein entschiedenes neeeeeeeeeein entgegengeschmettert wird. So entschieden das man innerlich schon zu zittern anfängt, sozusagen.😀😱 buhu. Weil man irgendwann einfach seine Ruhe will.
Vor 21 uhr wird das aber Grad nichts mehr. Das Kind klettert aus dem Bett, bleibt nicht liegen und dreht dann erst so richtig auf. Irgendwann kommen dann die Tränen und irgendwann dann doch der schlaf.
Aber eben erst nach so ziemlichen Drama, weil eigentlich will.das.Kind. Ja. Nicht.schlafen. tjaha.

Und ich? Ich bin nicht die perfekte Mutter und auch meine Geduld und mein empathievermögen sind irgendwann aufgebraucht. Ich bin auch sicher keine strenge Mutter, die von einem Kind erwartet das es stets pariert. A.b.e.r. Ein paar Regeln gibt es nun mal und mir auf der Nase rumtanzen lassen will ich mir auch nicht ständig. Eine Regel lautet, dass um 20 uhr Schluss ist. Klar gibt es Ausnahmen, wenn zb. Besuch aus der Heimatstadt da ist. Oder wir spät heimkommen oder dies oder das. Aber an einem normalem tag ist um 20 uhr Schluss aus ende. Weil ich auch noch was von dem abend haben will und ich eine feste Uhrzeit auch wichtig finde.

Ich gebe es auch zu, ich lese keine 1001 Ratgeber und meistens entscheidet mein bauchgefühl. Diesmal läuft es allerdings pädagogisch besonders unwertvoll, würde ich sagen. Vl. Weil diese Erkältung in Kombination mit der Schwangerschaft mich gerade ziemlich fertig macht. Oder so. Ich hab es schon mit Erpressung versucht: wenn du das jetzt machst oder wenn du brav bist darfst du x. Oder y. Oder z. Hilft aber zur Zeit mal gar nix.

Gedroht hab ich auch schon. Wenn du jetzt nicht liegenbleiben zieh ich dich an und bring dich in die CreChe. Erzieherin x wartet da auf alle Kinder die nicht schlafen wollen. Bringt aber auch nix, denn Mini hätte nix dagegen gehabt. Ja ok, gehen wir. Wtf, gibt’s dass denn? 😂😱

Ich bin Mini jetzt gar nicht böse, dass sie gerade so ist wie sie ist. Weil es eben eine phaaaaaaase ist und pli pla plu. Aber ich bin mir auch nicht böse wenn ich manchmal eben nicht die nerven hab und falsch reagier. Weil ich nämlich nicht perfekt bin und sonst ebenso wenig jemand perfekt ist.

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Fremdbetreuung Kinder Frankreich/Deutschland

Man hört ja oft, dass Frankreich Deutschland in Sachen Fremdbetreuung weit voraus ist. Das Mütter schneller und einfacher in den Job zurückkommen und überhaupt, dass die Franzosen den Deutschen in Sachen Kinder weit voraus sind.
Deshalb machen die Franzosen ja dann wohl auch deutlich mehr Kinder. Ooooder?

Ich lebe jetzt schon eine ganze Weile zwischen diesen 2 Kulturen und unterschiedlichen Systemen, und ja, es stimmt.

Die französischen Mütter arbeiten eigentlich (fast) ausnahmslos alle.

Und ich gebe es zu, manchmal bin ich schon ein bisschen neidisch. Denn im Leben französischer Mütter scheint sich (gefühlt) viel weniger geändert zu haben als im Leben der meisten deutschen Mütter. Manchmal, wenn ich die französischen Mütter seh, die ihre Kinder morgens im Businessoutfit in die Creche bringen, perfekt gestylt, das Telefon am Ohr und scheinbar längst wieder im alten Leben angekommen, ja, dann will ich manchmal einen kurzen Moment mit ihnen tauschen. Weil ihr Alltag nicht (vor allem) aus Trotzanfälle, Phasen und Kinderthemen besteht. Und ja, manchmal frage ich mich auch wie sie dass machen, mit dem Vollzeitjob, dem Haushalt, der ja auch irgendwann gemacht werden muss, und dem Kind, dass zumindest Abends, Nachts und am Wochenende zu hause ist.

(Die meisten) französischen Kinder verbringen ihre Tage ab einem Alter von 3 Monaten (oft) ganztägig in der Creche. Manchmal mit einer Eingewöhnung von nur 1 Woche, weil für mehr einfach nicht die Zeit ist. Ganztägig heisst aber nicht von 8-16 Uhr, sondern oft auch von 7:30 bis 18 Uhr oder 18:30. Wenn Kinder krank sind, sind sie trotzdem (oft) in der Creche, einfach weil Ärzte nur sehr ungern krankschreiben. So funktioniert das System nämlich nicht. Für die HFM_Krankheit, Bronchitis oder Mittelohrentzündung oder auch einer Kombination aus mehreren dieser Krankheiten gibt es bspw. keine Krankmeldung, egal wie fertig das Kind ist oder ob es andere anstecken wird. Medikamente werden einfach mit in die Krippe gebracht.

In der französischen Sprache gibt es das Wort „Rabenmutter“ nicht. Keiner wird einer Frau Vorwürfe machen, weil sie ihr Kind ganztägig abgibt und Karriere macht. Keiner spricht darüber, ob es für so kleine Kinder „gut“ ist, so dermassen viel fremdbetreut zu sein, oder ob es (manche) Mütter nicht mehr stresst als dass es ihnen guttut so schnell wieder zurück in den Job zu kommen. So funktioniert eben einfach die Kultur und das System. Eine Frau, die längere Zeit zu Hause bleibt, wird als „nicht normal“ oder „faul“ angesehen. Klar gibt es Ausnahmen, und klar gibt es Mütter, die ihre Kinder länger zu Hause lassen, weil sie es sich leisten können und so wollen, aber im Grossen und Ganzen funktioniert so das System.

Vor kurzem stand ein noch sehr kleines Kind schreiend an der Eingangstür an der Krippe und weinte nach seiner Mutter, morgens um 8. Es tat mir echt leid. Am selben Abend kamen wir nochmal zufällig an der Krippe vorbei, nach 18 Uhr. Da holte der Vater dieses Kind gerade ab.

Und das sind dann wieder die Momente in denen ich kein bisschen mehr neidisch bin, denn das würde ich weder für mich und vor allem nicht für mein Kind wollen. Weil ich einfach finde, dass so kleine Kinder für so viele Stunden am Tag eigentlich nichts in einer Krippe zu suchen haben. Ganz unabhängig davon, wie gut die Krippe ist. Und ich für mich auch noch was von meinem Kind haben will.

Ssw 34

Wow. Irgendwie kaum zu fassen, dass es fast schon das Ende ist.

Manchmal fällt mir ein, dass es wohl die letzte Schwangerschaft ist, und dass ich es doch bitte geniessen soll, aber ich geb es zu – es fällt mir schwer;-) Obwohl es natürlich schön ist, Nr. 2 zu spüren. Er ist auch echt unglaublich aktiv, ich bin gespannt, wie dass dann wird wenn er auf der Welt ist:-)

Jedenfalls: es geht mir deutlich besser als die vorherige Woche, wahrscheinlich einfach weil ich das Tempo heruntergeschraubt hab.
Zwischenzeitlich bin ich einfach ziemlich schwanger und schnell erschöpft.

Wenn ich mich viel bewege, fängt der Bauch ziemlich an zu ziehen und inzwischen drückt es auch ganz schön nach unten, wenn ich laufe. Puh.

Ausserdem hab ich seit einigen Tagen wieder Rückenschmerzen, und irgendwie auch Schmerzen im Schambein. Keine Ahnung ob ich das bei Mini damals auch hatte?! Man vergisst tatsächlich schnell. Irgendwie fühlt es sich seit kurzem auch an, als würde der Bauch irgendwie brennen. Jaaaha, verrückt ich weiss…:-DOOOOO Ich würde ja sagen, ich hab längst Vorsehen, aber auf dem CTG ist nichts zu sehen.

Ansonsten fühl ich mich gerade Walfischen jeder Art sehr nahe. Der Bauch wächst und wächst, und alles wird immer schwerfälliger. Ich komm nur noch seitlich hoch, aufstehen fällt mir generell schwer, ich bin ziemlich kurzatmig und ich seh meine Füsse längst nicht mehr.

Zwischenzeitlich hab ich auch wieder angefangen den Bauch einzucremen und tadaaa, die Schwangerschaftsstreifen sind zurück. Ich hätte es lassen sollen;-) Naja. Ich fühle mich also sowohl Walfischen als auch Zebras sehr nahe.

Schlafen tu ich auch viel schlechter. Ich bin ja ein Rückenschläfer, aber dass geht gar nicht mehr. Seitlich schlafen ist deutlich schwieriger, oder aber ich wach in der Nacht von irgendwelchen Krämpfen im Bein wieder auf, oder ich bin einfach so hellwach, oder ich muss zum Pinkeln, oder ich hab Albträume. Gerade in letzter Zeit waren 2 dabei die echt heftig waren:-O Aber ist halt so.

Ansonsten ist mein Eisenwert aber wieder im Normbereich, dass ist gut. Wenn ich Schwangerschaft 1 in Deutschland mit Schwangerschaft 2 in Frankreich vergleich, kann ich schon echt sagen dass ich in Frankreich deutlich besser betreut bin. Auch wenn es manchmal mit den vielen Kontrollen fast etwas viel ist.

Am Dienstag hab ich ein Beratungstermin beim Frauenarzt. Ich wusste es nicht, aber die Geschichte mit der Komplikation macht mir schon echt zu schaffen. Die Vorstellung, einfach wieder zu warten bis das Kind von alleine kommt macht mir Angst. Es ist nicht die Geburt an sich.

Am Besten wäre es doch einfach, der Kleine hätte es ein bisschen eilig, und kommt einfach 1-2 Wochen im Voraus.

Naja, mal sehen.

Alles in allem bin ich generell froh, wenn mein Bauch wieder mir gehört. Irgendwann mal möchte ich mich gern mal wieder als Frau fühlen, und nicht als Walfisch;-)

Ssw 33

Jahaaa, ihr lest es richtig.

Ssw 33. Der geburtstermin wurde wieder geändert, und zwar auf das ursprüngliche erste Datum.  Der ganze Zirkus war also umsonst.

Ehrlich gesagt, besonders lustig finde ich dass nicht. Mehr vertrauen bekommt man auch nicht unbedingt. Aber – hab ich eine Wahl?  Tssss, weglaufen ist nicht.

Es fühlt sich an wie in Schwangerschaft Nr.  1 gegen ende. Wie eine tickende Zeitbombe,  oder einem ICE der immer schneller wird. Kurz anhalten nicht möglich. Abspringen eh nicht. 😉 irgendwie muss das Kind eben raus.

Ehrlich gesagt fühl ich mich gerade einfach nicht gut. Wie eine aufgequollene sehr müde müde Qualle.

Letzte Woche hatten wir Besuch und obwohl wir eigentlich nicht viel gemacht haben war es wohl doch zu viel.

Ich bekam am Wochenende ziemliches bauchziehen und entdeckte sogar einen tropfen dunkles altes Blut.  Wuah😨😨😨

Ich war hin-und hergerissen ob ich jetzt ins Krankenhaus soll oder nicht, aber letztendlich entschied ich mich dagegen weil das Kind sich nach wie vor ständig bewegte. Puh.

Ich verschlief  fast das ganze Wochenende und leider fühl ich mich heute immer noch ziemlich ausgelaugt.

Das macht mir etwas Angst,  ehrlicherweise. Aber eine Schwangerschaft ist eben kein Spaziergang, und jeder weiß doch das das ende nicht unbedingt spaßig ist.

Jedenfalls: heute war die Hebamme da. Dem Kind geht’s super und auf dem ctg waren nicht mal wehen zu sehen. Soviel dazu dass es schon morgen da ist. Ich hab mir echt Gedanken gemacht.😨

Auch dass mit dem Blut ist nicht schlimm, solang es alt fest und dunkel ist und es nicht dauernd vorkommt. Es darf nur nicht rot und frisch sein, sonst s.o.f.o.r.t. ins kh.

Ansonsten bin ich einfach sehr müde, es zieht und zwickt und zwackt, ich muss dauernd zum pinkeln,  der rücken schmerzt und ich bin ziemlich dünnhäutig😨

Ich fand die Hebamme heute einfach nur schrecklich obwohl eigentlich nett seh überall Feinde und gefühlt überfordert mich gerade a.l.l.e.s. Ausserdem hab ich gerade Heimweh wie seit Monaten nicht. Tsssss.

Vielleicht, wahrscheinlich ist das alles ziemlich normal, aber leicht ist es nicht.

Heute hab ich die Hebamme gefragt wann ich mich denn im kh einschreiben muss und sie voll geschockt,,,wiiiie du bist noch nicht eingeschrieben???

Tsssss.  Bin ich Hellseher?  Hat mir ja keiner gesagt, genauso wenig dass man längst mit einem narkosearzt hätte reden müssen. Bei Mini damals musste man sich 4 Wochen vorher vorstellen, fertig.

Ehrlich gesagt, ein Kind im Ausland auf die Welt zu bringen ist auch nicht gerade zuckerschlecken.

Obwohl ich in dieser Schwangerschaft insgesamt deutlich mehr betreut bin als mit Mini in dtl und ich in das französische System vertrauen hab. Es ist nicht meine Sprache und nicht mein Land. …Bäm.

Aber genug gejammert, dem Kind gehts gut und das ist die hauptsache

Ich will nicht (mehr) nur Mutter sein

Als der Mann und ich uns entschieden haben ein Kind zu bekommen habe ich ziemlich naiv gedacht, dass das Leben mit kind im grossen und ganzen weitergeht wie zuvor, nur halt dann mit Kind😃.

Als Mini dann geboren wurde, haben wir beide sehr schnell festgestellt dass wir uns geirrt haben.😃 und zwar mal so richtig.

Aber: für mich war klar dass mein Kind mit 1 ein paar Stunden am Tag in die Krippe geht und ich wieder arbeite. Was anderes kam mir gar nicht in den Sinn – dem Mann ebenso wenig.

Aber dann zogen wir ins Elsass,  und der Mann hatte plötzlich einen Job mit unberechenbaren Arbeitszeiten und vor allem langen Arbeitstagen, auf den wir aber gerade wirklich angewiesen sind. Diese tatsache lässt sich (gerade) nicht ändern. Kind Wohnung und der ganze Rest hing plötzlich (fast) komplett an mir und so ist es bis heute geblieben.

Mini kam zwar mit 1 1/2 in die Krippe und zwischenzeitlich hab ich auch wieder kurz gearbeitet, aber es war schlicht nicht möglich obwohl es mir wirklich echt gut getan hat, der Job.

Aber mit einem permanent kranken Kind,  nur einem Auto einem Mann der oft mehr abwesend als anwesend ist, und keiner Familie die hätte helfen können, keine Chance.  Vielleicht hätte es sich irgendwie organisieren lassen, aber es hätte sich weder finanziell ausgezahlt noch wäre es sonst in irgendeiner Weise in Relation zu irgendwas gestanden. Mein Kind hätte dann deutlich länger in die Krippe gehen müssen, und ich wäre letztendlich nur von A nach B gehetzt und hätte die eh schon wenigere  Zeit mit meinem Kind gezwungenermaßen auch noch alles zu erledigen was liegen geblieben wäre. Das wollte ich nicht.

Bäm.

Also hörte ich wieder auf zu arbeiten und war wieder „nur“ Mutter.

Zum Glück hab ich im Elsass zwischenzeitlich Freunde gefunden, dafür bin ich echt dankbar, denn mit einem Mann der ständig weg ist wäre das Leben sonst ziemlich  einsam.

Allerdings sind das alles Mütter, bzw. Eltern.

Irgendwie fehlte mir in den letzten 2 Jahren einfach die Energie, zeit und die Kraft dazu auch noch einen „anderen“ Freundeskreis aufzubauen.

Aber vor allem zur zeit merk ich wirklich das mir was fehlt. Versteht mich nicht falsch, ich lieb mein Kind über alles und ich bin gern Mutter.

Aber gerade in letzter zeit merke ich dass mir wirklich was fehlt.

Ich hatte irgendwann mal noch ein eigenes Leben,  eigene Interessen,  andere Sachen  im Kopf und ich hätte dieses Leben bitte gern zurück. 😃 ich bin einfach nicht die Mutter,  die ausschließlich für ihr Kind lebt, im Elternbeirat ist und ehrenamtlich 1001 aufgaben für kita, schule oder sonstwas übernimmt.

Natürlich will ich auch weiterhin die Freunde treffen. Und jetzt Krieg ich vor allem erstmal ein 2. Kind.

A.b.e.r. Ich hab mir trotzdem eine liste gemacht. Ich will wieder ein Stück eigenes Leben zurück. 😃 also echt.

Und ich glaube letztendlich profitieren auch meine ehe und mein Kind davon, weil ich dann nämlich einfach ausgeglichener bin.

Ich weiß dass es nicht leicht wird, sich nochmal ein neues soziales leben aufzubauen, aber auch wenn wir nur noch 2-3 Jahre im Elsass bleiben, es wird sich lohnen. Also hoffentlich☺

 

 

 

 

Wenn man plötzlich an sich selber zweifelt. Erziehung und so…

Es ist noch gar nicht so lange her, dass es einfach lief. Mit Mini und mir. Wir hatten eine echt gute Phase.

Mini war ausgeglichen und fröhlich und einfach gut drauf. Es gab kaum Krisen, kaum Trotzanfälle und keine Dramen. Weder in der Öffentlichkeit noch zuhause. Es wurde kaum gequengelt und ja, es lief einfach. Ich konnte mir plötzlich kaum noch vorstellen, dass es jemals anders war oder wieder werden könnte. Es war einfach schön.

Aber seit einer Woche befinden wir uns im Abwärtsflug. So richtig. Sozusagen abgestürzt von Wolke 7. Von einer Sekunde auf die andere schlug die Stimmung um, und obwohl ich Mini jeden Tag sehe, kommt es mir vor, als lägen plötzlich Welten zwischen uns.

Das Kind ist plötzlich komplett neben der Spur, von der Rolle, oder wie auch immer. In der Krippe ist sie angeblich nach wie vor eines der ausgeglichensten Kinder überhaupt, aber zu Hause merk ich davon nichts mehr. So gar nichts. Das Kind lacht, weint, ist unausstehlich und kaum zu ertragen. Sie führt sich unmöglich auf, überschreitet alle möglichen Grenzen und quengelt beinahe pausenlos. Sie hat angefangen andere Kinder zu schlagen und hat generell gerade keinen Bock mehr andere Kinder oder überhaupt irgendwen zu sehen.

Der Mann ist gerade mehr in der Arbeit als zu Hause. Er verlässt morgens das Haus bevor Mini aufwacht und ist Abends wieder da wenn sie längst schläft.

Und ich? Ich zweifel. An allem, aber vor allem an mir.

Weil ich nämlich nicht weiss, wie ich darauf reagieren soll oder was ich überhaupt darüber denken soll.

Das Kind ist gerade so dermassen aus dem Gleichgewicht und ich schaff es Einfach nicht es wieder gerade zu biegen und sie aufzufangen.

Einerseits sind da viele mögliche Erklärungen und Entschuldigungen die mir für Minis Verhalten einfallen. Es war zu viel die letzten Wochen. Wir machen zu viel, sie sieht zu viele Kinder nach der Krippe und hat allgemein zu wenig Ruhe. Sie ist immer noch nicht wieder ganz gesund. Die Schwangerschaft. Auch wenn Kleinkinder es noch nicht so ganz fassen können, glaube ich doch, das Mini (indirekt) spürt und begreift, dass sich vieles bald ändern wird. Vielleicht schwankt ihre kleine Welt gerade mehr als ich es ahnen kann. Sie sieht ihren Vater kaum. In der Krippe läuft vieles schief. Sie geht trotzdem gern hin, aber irgendwie muss sich das ja bemerkbar machen.

Andrerseits ist Mini nicht das einzige Kind das bald grosse Schwester wird, und dass viel macht. Manche Sachen gehen trotzdem nicht. Und bei allem Verständnis – ich will nicht, dass Mini irgendwann zu einem Kind wird, dass keiner mag, weil es sich unmöglich aufführt.

Das Kind ist  gerade so dermassen aus dem Gleichgewicht und ich schaff es einfach nicht es wieder gerade zu biegen und sie aufzufangen.

Deshalb zweifel ich gerade vor allem an mir selber.  Eigentlich würde ich mir am liebsten gerade einfach nur noch die Decke über den Kopf ziehen.

Die Schwangerschaft, das Kleinkind, und meine ganzen persönlichen Sorgen sind mir gerade zu viel und ich hätte jetzt echt einfach nur gern das ganze Dorf, dass es braucht um ein Kind grosszukriegen.

Hat ja auch keiner gesagt, dass Erziehung immer leicht ist  und Spass macht oder. Aber so schwer. WTF.

 

Kontrolltermin hebamme Ssw. 31?! 😨😨😨

Irgendwie fing der  tag bzw. Die Nacht heute schon ziemlich verkorkst an.

Mini wachte praktisch jede Stunde auf. J.e.d.e. Einmal, als ich wieder so zu ihr schwankte im Dunkeln,  knallte ich mit der Stirn voll gegen ein Regal.  Ich lauf jetzt im einhornstyle Rum.  Chakka😀 und wenn ich zwischenzeitlich denn mal schlief waren es jedesmal Albträume.  Irgendwer sagte es wird Vollmond? ??🌛🌜🌕🌖🌗🌘 würde passen.

Der Tag blieb genauso stressig wie die Nacht,  Mini blieb zu hause weil fertig und irgendwie auch krank und meine einzige pause war ein 30 minutiges Bad kurz vor dem Termin.

Einen Kaffee hab ich auch noch getrunken und ziemlich gestresst kam ich dann letztendlich auch um 17:00 uhr  bei der Hebamme an.

Ich musste dann auch erstmal eine weile warten was mich zusätzlich gestresst hat weil Mini in der zeit von einem Kindermädchen betreut wurde und ich zu einer bestimmten Zeit wieder zu hause sein musste. Wuah.

Der Termin musste dann echt schnell gehen. Keine zeit gross mit der Hebamme zu reden oder das Kind überhaupt  auf dem Bildschirm anzuschauen, weil eben einfach Zeitdruck.  😑 doof.

Ich merk schon seit einer weile dass ich von dem Stress in letzter zeit nicht so ganz runterkomm und heute in der Praxis hab ich mich leider auch nicht mehr zusammengekriegt. 😨

Der Blutdruck war dann auch viel zu hoch. Klar.🤔😉😨 spätestens jetzt behalten die den aber wirklich.gut.im.Auge.  und spätestens jetzt wird der dann auch tatsächlich höher sein. Weil er nämlich niedrig sein m.u.s.s.  jetzt wird das weisskittelsyndrom wieder durchkommen.  Supi.

Die wollte dann auch echt wieder meine brüste sehen, was mich endgültig an Flucht denken ließ.  Mir war eh schon viel zu warm und dann kommt die noch und tastet da Rum. Wuah. Nicht schön.

Zumindest hab ich jetzt ein Rezept wg. Dem eisenproblem. Und in den nächsten 2 Wochen darf ich dann gleich 4 mal kommen, wg. Dem Blutdruck.  Supi😨

Ehrlich gesagt hab ich mich nach diesem Termin heute ein bisschen elend gefühlt. Schlechtes gewissen gegenüber Nr.  2 weil ich heute einfach keine Zeit hatte. Und weil ich meinem Stress so gar nicht im Griff hab zur zeit.

Heute hab ich zum allerersten mal wirklich gedacht dass ich echt froh bin wenn das Kind dann gesund auf der Welt ist und ich nicht mehr ständig zum Arzt oder Hebamme rennen muss. 👻

Oh maaahann.

 

Wenn man sich selber nicht mag…

Hallo Ihr Lieben,

Kennt Ihr es, wenn man sich selber manchmal einfach nicht mag? Wenn man sich nicht ausstehen kann und irgendwie mit sich selbst nicht klarkommt?

Kleinkinder werfen sich dann eben einfach auf den boden, aber ab einem gewissem alter kann man das wohl einfach nicht mehr bringen😜

Heute war so ein tag.

Ich bin schon ziemlich gerädert aufgewacht. Mini hat schon wieder eine mittelohrentzündung und war heute nacht bestimmt 15 mal wach. Und ich mit ihr, gezwungenermassen.👻 aber egal, denn müde bin ich sowieso. Schwangerschaft 2 macht sich gerade nämlich wieder mehr bemerkbar. ☺

Da wir dank dem ohr die letzten tage hauptsächlich zu hause verbracht haben war ich trotz kaffee irgendwie unausgeglichen. Zu hause rumhängen macht mich immer ein bisschen nervös, ich fühl mich dann immer ein bisschen eingesperrt.

Der mann hat die ganze woche viel gearbeitet, auch gestern. Fast den ganzen tag. Heute war also der einzige tag den wir zusammen verbracht haben.

Anstatt das zu geniessen, haben wir irgendwann gestritten. Bzw. Hab ich gestritten👻 ich finde, zumindest tlw. Bin ich auch wirklich im recht. Aber anstatt einfach mal ein konstruktives normales gespräch unter erwachsenen zu führen, hab ich angefangen zu zicken. 👻

Spätestens danach konnte ich mich dann selbst nicht mehr ausstehen. Müde, irgendwie weinerlich, ko unausgeglichen und einfach doof. Wer soll das noch ernstnehmen wenn ich mich selber schon nicht mehr ernstnehmen kann?

Irgendwann waren wir dann trotz ohr in der stadt und letztendlich hab ich  mich auch wieder zusammen gekriegt und der resttag wurde doch noch schön. Ohne dass ich mich auf den boden geworfen hätte😜

Aaaaaber: stolz bin ich wirklich nicht auf mich. Weil ich mich nicht zusammenreissen konnte, weil ich mit einer eigenen müdigkeit und mir selbst nicht klarkam und so unausgeglichen war.

Obwohl es mir so gut geht.

Während die welt teilweise  so schiefgeht.

Heute war ich einfach nur blöd!😞

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kind krank in Frankreich

Mini hat nun die Hand-Mund-Fusskrankheit und mit ihr die halbe Krippe.

Es fing ganz harmlos an. Noch ziemlich verschlafen entdeckte ich, dass Mini einen roten Fleck am Kinn hat und dachte einen kleinen Moment lang, so aus der Ferne, dass es Marmelade waere. Jaaha, ich war wohl noch sehr verschlafen, denn wir hatten noch gar nicht gefruehstueckt und bei uns gibts auch gar keine Marmelade.

Im Bad entdeckte ich weitere rote Punkte, aber ich dachte mir nix grossartig. Punkte halt, irgendein Ausschlag und Mini gings im Grossen und Ganzen blendend.

Direkt an der Tuer der Krippe hing ein Riesenplakat, dass mit Cher Parents begann, aber ich uebersah es. Also echt, ich weiss nicht wie ich so ein Riesenplakat uebersehen konnte. :-O

Jedenfalls dauerte es nicht lange, bis eine der Erzieherinnen zu uns kam und ich erfuhr, dass Minis rote Punkte die Hand-Mund-Fusskrankheit ist und mindestens die Haelfte der Kinder betroffen sind.

Und was heisst dass jetzt genau? fragte ich.

Die Krankheit wird ueber Speichel uebertragen und ist hochansteckend. Erwachsene trifft es aber kaum, ausser sie haben selbst ein schwaches Abwehrsystem. Kinderarzt ist unnoetig, denn der kann eh nix machen. Es gibt kein Medikament und auch keine Creme die die roten Flecken schneller verschwinden laesst. In manchen Faellen kriegen die Kleinen Fieber, sind muede und angeschlagen und essen/trinken nix mehr, wegen Blasen im Mund. Aha.

Dann nehm ich Mini wohl wieder mit, wegen Ansteckungsgefahr fuer die (noch) gesunden Kinder? Unnoetig, meinte die Erzieherin, der Virus ist eh laengst in der Krippe und macht nun die Runde. Und wenn es Mini schlechter gehen sollte, kann sie Dolipran und Mundgel bekommen und dann wird dass schon.

Ich lies Mini also da, ihr gings naemlich echt gut.

Als ich das am selben Abend der Freundin in der Heimatstadt erzaehlte war die ziemlich irritiert. H-F-M Krankheit und Mini in der Creche? I.h.r.e. Tochter musste von Krippe und Kinderarzt aus zu Hause bleiben bis alle Blasen vollstaendig abgeheilt waren, wegen Ansteckung und pliplaplu.

Ja, macht Sinn, irgendwie.

Jedenfalls ist das in Frankreich einfach anders. Kinder „duerfen“ auch krank in die Krippe kommen. Auch noch mit 40 Grad Fieber und ganz offensichtlich echt krank.

Es ist eben einfach so.  Kinder kommen in Frankreich auch meist schon mit 3 Monaten in die Krippe, oftmals den ganzen Tag.

Andere Laender andere Sitten.

Mini jedenfalls hat es ueber Nacht nun wirklich zerbroeselt.Ich hab sie  heute fast den ganzen Vormittag in der Trage durch die Wohnung getragen und sie hat geschlafen. Essen mag sie auch nicht. Heute Abend ist sie dann auch noch frontal gegen den Tisch geknallt und die Nase hat geblutet:-/ Armes Kind, nicht ihr Tag.

Wenn ich nun schon mit einem Job begonnen haette, haette ich ein Problem gehabt.

Morgen wollten wir eigentlich nach Colmar auf den Weihnachtsmarkt, aber dass wird nun auch nix. Schade.

 

 

 

 

 

 

Gender und so

 

Als ich erfahren habe dass wir ein Mädchen bekommen habe ich mich wahnsinnig gefreut.

Von Anfang an und eigentlich auch schon bevor ich auch nur daran dachte jetzt ein Kind haben zu wollen wusste ich dass meine Tochter falls ich jemals eine habe nicht von Kopf bis Fuß in rosa gekleidet werden würde.

Nicht bewusst und auch nicht wegen der zahlreichen Diskussionen die rund um das gender-Thema existieren sondern einfach weil ich halt einfach nicht der rosa Typ bin.

Klar hat auch Mini ein paar rosa Klamotten.  Die meisten vererbt oder geschenkt und manche sogar selbst gekauft. Zu denen die ihre Töchter komplett neutral anziehe  gehör ich dann auch nicht. Es wird angezogen was gerade da ist und gefällt.

Jedenfalls: heute waren der Mann und ich gemeinsam frühstücken. Sogar im Elsass wirds nämlich nun kalt und Mini fehlt noch eine warme Jacke.  In einem Laden entdeckten wir günstige kinderjacken und entschieden uns gleich eine für Mini zu kaufen.

Ich suchte eine Türkise mit Punkten aus. Sie.war. echt.so.Süß.;-)

Ich zeigte sie dem Mann dem normalerweise vollkommen egal ist was das Kind Anhat – Hauptsache es hat was an.

Und was sagt er zu meiner grossen Überraschung: was? Die? Die ist ja für Jungs.

What? Seit wann können Mädchen kein türkis tragen und vor allem seit wann interessiert es dich was für Klamotten Mini so Anhat? 😉

Zu meiner noch größeren Überraschung erzählt er mir dann dass er auch die von einer Freundin selbstgenähte herbstjacke für Mini nicht so toll findet-  weil zu jungenhaft. Und warum , weil da sind ja Tiere drauf? Trotzdem zu jungenhaft, findet der Mann. Eine ältere Dame hat ihn letztens gefragt wie es dem kleinen denn ginge und er hat doch eine Tochter.

Ok  und welche Jacke will er dann kaufen?  Zu meinem Schrecken hält er mir eine lilane vor die Nase.  L.i.l.a. Viel zu lila:-0 aber nix zu machen der Mann möchte diese Jacke für das Kind.

Supi:-0 Mini hat nämlich auch lila Schuhe. Es gab in minis größte nur lila und weil wir keine Lust hatten noch einen anderen laden abzuklappern und Schuhe in diesem Alter ja schnell zu klein sind nahmen wir sie dann halt in lila. Draußen auf der Straße wurde Mini dann prompt von einer Passantin gefragt ob sie denn wegen der Farbe der Schuhe jetzt so heult.;-)

Und nun noch die lila Jacke.  Chakka. Richtig farblich passend. Alles lila. Vielleicht wird Mini bald wieder gefragt ob sie deshalb heult?;-)

Aber wie auch immer. Das Kind hat eine warme Jacke.  Lila halt. Und weil der Mann nicht in 2 monaten eine neue kaufen will hat er sie ein Stück größter genommen. So richtig schön zum reinwachsen.

Und ich kann mich vielleicht schon mal dran gewöhnen? Denn wies halt ist stehen egal was eltern und die gesellschaft tun viele viele viele kleinen Mädchen auf rosa und lila und Pink. In nicht zu ferner Zukunft wird Mini mir wahrscheinlich selbst die entsprechenden klamotten unter die Nase halten.

Aber: zumindest im Moment ist noch alles ui bei Mini.  Autos Baustellen Flugzeuge Pferde Puppen oder auch nur eine Kastanie auf dem boden;-)