Gedanken rund ums Mutter sein

3 Wochen Krippe

Bilanz: sehr gut.

Natuerlich ist (auch) diese Krippe nicht unfehlbar und perfekt, aber welche Krippe ist dass schon. Und welche Eltern sind dass schon?;-)

Eigentlich gibt es bisher nur eine Kleinigkeit die ich nicht so toll fand, naemlich das Mini staendig ohne Pullover im Garten herumturnt. Es ist zwar fuer die Jahreszeit noch echt warm, aber Mini ist eh schon ziemlich verrotzt.

Ansonsten macht auch vor dieser Krippe Personalknappheit nicht Halt. Trotz gutem Ruf fehlt Personal. Die einzig deutsche Erzieherin hat bis zum Monatsende gekuendigt, weil die Arbeitsbedingungen in Frankreich (noch) schlechter sind als in Deutschland und deshalb. Verstaendlich also, aber auch schade dass sie geht.

Ansonsten aber ist die Krippe echt gut. Trotz wenig Personal sind die Kinder viel draussen und toben herum. Es wird viel gesungen und gespielt, und das wichtigste, es ist immer jemand fuer die Kleinen da. Die Leitung mischt sich oft unter Kinder, Eltern und Personal. Das find ich gut. Und: Es gibt einen Koch, der jeden Tag frisch kocht. Was bin ich froh, denn kochen ist echt nicht meine Staerke:-D

Die Bezugserzieherin ist nicht sauer auf mich, gluecklicherweise. Die Arme hat irgendwelchen privaten Stress der nichts mit mir zu tun hat.

Und wie geht es Mini in der Krippe? Der Abschied faellt ihr nach wie vor schwer, aber wenn wir erstmal weg sind laeuft es gut. Manchmal besser, manchmal schlechter, aber alles in allem immer besser. Wenn wir sie abholen, wirkt sie jedesmal echt ausgeglichen und froehlich. Endlich mal mehr Action als zu Hause;-)  Ausserdem isst sie ploetzlich viel besser mit Besteck. Katastrophen nach wie vor nicht ausgeschlossen, aber trotzdem:-D Ich bin echt ueberzeugt, dass ihr die Krippe gut tut.

Und wie geht es den Eltern damit? Super, ehrlicherweise.

Bisher sind es nur 3 Stunden am Tag, aber fuer uns ist es eine Riesenentlastung. Nicht, dass wir in diesen 3 Stunden bisher einfach mal nichts gemacht haetten oder so.  Die Wohnung wurde endlich mal wieder in Schuss gebracht. Es gibt scheinbar endlos viel nachzuholen was in den letzten Monaten liegengeblieben ist. Gestern waren wir dann aber trotzdem Eis essen, nur der Mann und ich. Toll wars, so zu zweit:-D

Und sonst so? Gerade jetzt merk ich mal wieder dass man es (in Deutschland) als Mutter irgendwie sowieso immer falsch macht. Laesst man sein Kind vor dem 3. Lebensjahr nicht fremdbetreuen ist man eine (faule) Glucke, geht es in die Krippe ist man eine Rabenmutter und arbeitet man nur Teilzeit damit das Kind nicht ganztags in der Krippe ist ist man Rabenmutter und faul zugleich:-D Warum dann nicht gleich Vollzeit, nebenbei das Kind selbst betreuen und nachts den Haushalt schmeissen und am besten auch noch makellos ausehen? Also echt – manchmal regt mich dieses Thema auf:-O

Wie schoen dass in Frankreich das Wort Rabenmutter gar nicht erst existiert. Muetter leben hier tatsaechlich anders. Hier ist zwar auch nicht Leben wie Gott in Frankreich, aber zumindest stehen Muetter in Frankreich weit weniger unter Druck.

 

Fertig

Gerade ist der Mann mit Mini unterwegs. Den halben Tag.

Es gibt eigentlich genug fuer mich zu tun. Sachen, die man tun muss und Sachen die man tun will.

Und was mach ich: Nichts:-D Die letzten 2 h hab ich auf dem Sofa verbracht und n.i.c.h.t.s gemacht. So gar nichts. Vom Fernseher berieseln lassen obwohl ich eigentlich noch n.i.e. am Tag gefernseht hab.

Die letzten 5 Tage waren meine Mutter und Bruder  da.Es gab einige Ausfluege, ein Picknick in den Vogesen, viele Stunden im Park, eine Stadtbesichtigung und einen Restaurantbesuch. Schoen wars.

Die Oma war Auch fuer Mini da. Wir sind naemlich eigentilch gerade Auch mitten im Umzug.

Aber Mini haengt gerade so dermassen in der Fremdelphase fest, dass sie sich partout nicht von Oma nehmen liess. Nicht mal 2 Minuten auf den Arm. Vielleicht mal kurz spielen, aber sobald ich mal kurz ums Eck war, zack, aus. Traenen.

Mini war schon immer ein Mamakind, aber zur Zeit ist es extrem. So wirklich extrem, dass es mir (ein bisschen)  Sorgen macht. Nicht nur das Fremdeln, sondern Auch manches Mal Minis Wutanfaelle. Traenen bei (fast) jedem Nein. Kreischen und Schreien ehrlicherweise Auch:-D Der Mann, die Schwaegerin und der Schwager sagten schon mehrmals dass Mini vielleicht den Charakter von der Schwiegermutter geerbt hat, der anderen O.m.a. Ja und jeder der die andere Oma kennt hofft dass das nicht der Fall ist:—D

Und woran liegt es dass Mini so sehr fremdelt und Wutanfaelle dieser Art hat? Oder ist es normal? Grosse Ratlosigkeit.

Oder liegt es vielleicht doch daran dass ich waehrend der Schwangerschaft sehr oft sehr gestresst war? Oder daran dass nach Minis Geburt nicht alles gut war sondern Kinderintensiv, Lebensgefahr und sehr viele Kabel und Schlaeuche. Oder daran dass Mini nicht wie ich und meine Geschwister in einer Grossfamilie aufwaechst und da jeden Tag 1000 Leute sind.

Aber am Ende liegt vielleicht Auch doch nur wieder alles an dieser Phase:-D Man Weiss es nicht. Andere Dinge klappen mit Mini dafuer super. Muss Auch gesagt werden:-D

So oder so ist diese Phase anstrengend. Der Mann und ich streiten gerade vermehrt weil es irgendwie doch an den Nerven zehrt. Abends Fallen wir muede ins Bett. Nichts mit schoenem Abend im Moment:-D  Viele Leute haben uns Hilfe fuer den Umzug angeboten. Ja und was soll ich sagen: es ist nett und ich bin dankbar aber ich hab es trotzdem abgelehnt. Wir bezahlen da jemanden der uns die Sachen von A nach B schleppt und den Schrank wieder aufbaut. Das ist teuer und es ist doof. Aber manchmal muss man Prioritaeten setzen.

Und so sehr ich meine kleine Mini lieb. Ich will wieder ein kleines  Stueck weit ein eigenes Leben zurueck. Alles am Ende eine Frage der Organisation?

 

 

 

Phasenzeit heisst keine Zeit

Ich wuerde gerne ueber so vieles schreiben:

Ueber unseren Kurzurlaub im Jura, Wohnungssuche in Frankreich, boese Gedanken, Familie, Freunde, das Einleben in einer neuen Stadt – aber es geht nicht.

Mini durchlaeuft gerade wieder eine Phase und mit ihr ich:-D O

Mini fremdelt. Aber nicht nur irgendwie mal so, sondern so richtig. Sie mag am liebsten immer auf meinem Arm sein. Oder direkt neben mir auf dem Boden. An manchen Tagen kann ich mich selbst in der Wohnung keine 3 Meter so wirklich weg bewegen ohne dass sie Angst bekommt das ich sie verlasse. Entweder sie faengt an zu weinen oder sie krabbelt hinter mir her und krallt sich an meinem Bein fest.

Letzte Woche waren wir in der Heimatstadt. Alle haben sich auf Mini gefreut, und Mini Auch – allerdings eben nur aus der Ferne:-D Tja was will man machen. Es gab sogar Tage, da wollte sie nicht mal mehr bei ihrem Vater bleiben. Das setzten wir dann aber doch durch.

Mini weint gerade generell wieder mehr. Kriegt manches Mal, nein eigentlich staendig bei einem Nein regelrechte Wutanfaelle.

Ich lieb mein Kind ueber alles, aber was soll ich sagen: Im Moment bin ich ueberfordert. ratlos und ko. Meine Nerven liegen manches Mal schon irgendwie blank.

Ich Weiss manchmal nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Ich will sie ja troesten und ihr Sicherheit geben, denn das scheint sie im Moment wieder sehr zu brauchen. Das mach ich Auch. Aber gleichzeitig, in anderen Situationen bin ich gerade strenger. Ich will mir ja Auch keinen kleinen Tyrann heranziehen, der irgendwann uns und dem gesamten Umfeld auf den Wecker faellt. Damit tut man weder sich noch seinem Kind einem Gefallen.

Bisher hab ich immer auf mein Gefuehl gehoert, aber jetzt gerade? Ganz Ehrlich, mein Gefuehl sagt mir Ich. habe. keine. Ahnung. was hier noch richtig und falsch ist.

Jemand erzaehlte mir allerdings, dass es Studien darueber gibt, dass Muetter immer zu bestimmten Zeiten wegen Hilfe ankommen wuerden. Weil eben letztendlich doch  die meisten Kinderlein bestimmte Phasen durchlaufen, die die Eltern mehr oder weniger ratlos machen. Das spricht ja dann doch dafuer, dass ich nicht die einzige bin die zeitweise mit einem  komischen Gefuehl und vielen Fragezeichen im Kopf herum laeuft. Man muss aber schon sicher sein im Umgang mit seinem Kind kommt dann wieder von vielen Muettern:-D Ein Kind merkt wenn du unsicher bist.

Jahaaaaa. Das Weiss ich Auch. Aber jetzt ist es eben so. Wir muessen irgendwie durch diese  Phase die hoffentlich irgendwann Auch wieder ein Ende hat. Wenn man immer glauben wuerde, was die meisten Muetter sagen waere ich wohl tatsaechlich die einzige die diese Probleme hat:-D Warum Auch immer Muetter immer meinen, sie muessten in irgendeinerweise irgendwas beweisen.

N.a.j.a.

Geburt

Kürzlich traf ich eine Mutter deren Kind erSt vor kurzem auf die WelT kam.

Sie erzählte alle möglichen einzelheiten von der Geburt. Niemand hatte danach gefragt aber macht ja nichts.

Und was soll ich sagen. Heute Nacht träumte ich.

Plötzlich War ich wieder schwanger und es wurde wieder ein Mädchen. 😂

Dieser Traum War dermassen real dass mir wieder alles einfiel. Das Gefühl, so hochschwanger mit einem fertigem Kind im Bauch.  Die Tritte und Bewegungen. Das Gefühl wenn man die Hand auf den bauch legt und das Kind so dermassen deutlich spürt. Die ganzen Begleiterscheinungen die diese schwangerschaftsphaSe sonst noch so mit sich bringt kamen nicht vor in diesem Traum. 😀

Ja und dann musste ich zur Geburt.  Es hörte zum Glück in dem Moment auf in dem ich mich im Krankenhaus auf ein Bett legen sollte. Ich träumte auch nix von Schmerzen sondern nur Neeeeeeiiiiiin ich will jetzt nicht😨😀

Dank diesem Traum spukt mir jetzt das Thema Geburt im Kopf herum.

EigentliCh ist so eine schwangerschaft ja doch eine sehr besondere Zeit im leben. Ebenso wie eine Geburt ein einschneidendes  erlebnis ist.

Aber dann ist das Kind auf der Welt und irgendwie stürzt so viel auf einen ein dass da gar keine zeit mehr ist um darüber nachzudecken was da eigentlich passiert ist Oder sich in irgendeiner Weise großartig davon zu erholen.  Bei mir zumindest War das so.

Klar mit der einen Freundin die ein Kind in minis alter hat haben wir geredet. Wie eine Kuh am haken irgendwie oooooder😀😨

Damit War das Thema durch und hätte ich nicht heute Nacht so real davon geträumt würde ich jetzt sicher nicht darüber schreiben.

Ich hatte Glück obwohl minis Geburt alles andere als leicht War.  Glück mit der Hebamme den Ärzten und dem Krankenhaus.

Es gibt aber auch frauen die nicht so viel Glück hatten und für diese Frauen ist es sicherlich schwer einfach so weiterzumachen und zu funktionieren als ob alles super und normal wäre.

Manche Frauen wollen ihr Kind unbedingt normal auf die Welt bringen und kommen nicht Damit zurecht wenn es am Ende doch ein Kaiserschnitt wird. Ich persönlich dachte immer wenns nicht geht gibts ja zum glück Kaiserschnitt.

Aber letztendlich sind alle Frauen unterschiedlich und alle haben da ein anderes empfinden.

Ich hoffe dass die Frauen denen die Geburt nachhängt an irgendeiner stelle jemand haben mit dem sie darüber reden können. ❤

Creche

Mini ist jetzt 10 Monate alt.

Mit 9 Monaten lernte sie krabbeln. Inzwischen rast sie auf diese Weise durch die ganze Wohnung. ..vorzugsweise immer dahin wo sie gerade nicht hin soll.:-D

Sie fängt an sich überall hochzuzieähen.  Lieblingswörter: da ga und ui. Und wenn man sie schimpft: uiuiuiui und viele Tränen. 😀

Gerade durchläuft Mini auch wieder eine Phase.  Es wird viel weniger gelacht und viel öfter ernst geschaut. Zeitweise hab ich das Gefühl meine Urgroßmutter ist wieder da. Die sah mich manchmal mit dem gleichem strengem Blick an.:-D Mini hängt auch gerade wieder sehr an mir. Papa: cool aber bitte nicht auf den arm nehmen.

Jedenfalls: Mini sollte ab 1. April 3 Tage   / Woche einige Stunden  in die Creche. In der letzten märzwoche meldete sich aber die Leitung.  Ob es okay sei wenn Mini ab 15.4. Kommt. Ein anderes Kind tut sich schwer mit der Eingewöhnung.  Deshalb und pla…und aus 15.4. Wurde nun nächste Woche.

Hmh. Ich finde es gut dass das mit der Eingewöhnung ernst genommen wird. Ist also okay.

Ich hab (noch) keinen Druck weil ich in 2 Wochen wieder anfangen muss zu arbeiten.

Mini kann sich in ruhe eingewöhnen und ich kann mir danach in ruhe einen neuen Job suchen.

Aber was wäre wenn ich bereits einen Job hätte und die creche einfach mal so das Datum um einen knappen Monat verschiebt? Oder der mann nicht genug Geld für uns beide verdienen würde?

Oder ist es in Frankreich einfach tatsächlich so dass die Frauen viel weniger unter Druck geraten? Wenn da kein platz ist kann Frau eben nicht arbeiten. Ist okay. Immerhin steht Frankreich ja auch den ganzen August still, die lieben Kinder haben da nämlich Ferien.  Nix mit arbeiten ganz Frankreich macht Urlaub.

Ticken also einfach die Uhren hier anders?

Das ist das Problem am auswandern…man hat einfach nicht so den Durchblick und das nervt (manchmal).

Oder ist das in Deutschland genauso? Sorry. ..krippenplatz dann erst in 3 Wochen?

Wie dem auch sei: Donnerstag Vorgespräch.  Bin gespannt:-D

 

 

55 Stunden Creche pro Woche

Kuerzlich trafen wir uns mit einem (franzoesischem) Paerchen, dass wir vor einigen Monaten kennengelernt hatten und deren Kind. (ebenfalls fast 8 Monate alt).

Deren Kind ging bereits mit 3 Monaten 40 H / Woche in die Creche.

In Frankreich ist das nicht ungewoehnlich. Das System hier funktioniert ganz anders, Elterngeld in diesem Sinne gibt es nicht und auf diese Weise koennen/duerfen/muessen Muetter schnell zurueck in den Job.

Nach einigen Monaten hier weiss ich aber nun, dass viele Eltern, sofern die Moeglichkeit vorhanden, ihre Kinder laenger zu Hause behalten.

Bei betreffendem Paar besteht die Moeglichkeit ebenso. Der Mutter ist der Job wichtiger, sagt sie. Seit sie nun wieder Vollzeit arbeitet, wird die Kleine morgens um 7:30 Uhr abgegeben und abends um 18:30 abgeholt. Also die Oeffnungszeiten der Creche voll ausgenutzt.

Und wie laeuft dass dann? Morgens schnell aus dem Bett holen, eine Flasche, anziehen. Ab zur Creche. Abends aus der Creche abholen, umziehen, eine Flasche, ab ins Bett erzaehlt die Mutter.

Und der Vater: Meine Eltern haben ein immenses Problem damit dass das Kind in dem Alter schon so viel fremdbetreut wird. Aber ich seh da kein Problem. Da kann sie mit anderen Kindern spielen. Und die Mutter dazu: Ja wofuer gibts denn auch KinderbetreuungLetztens haben wir uns beide einen Tag freigenommen. Das Kind haben wir trotzdem in die Creche gebracht. Mit der Kleinen kann man ja nicht mehr als 3 Geschaefte machen. Sie zuckt die Achseln. Manche schauen uns schon bloed an, weil unser Kind jeden Tag so lang da ist. (in Frankreich)

Aha. Gesagt hab ich nicht viel dazu.  Jeder muss ja fuer sich selbst und fuer sein Kind entscheiden, was das Beste ist, welche Lebensweise am Besten zu der momentanen Lebenssituation passt was moeglich ist und was einem wichtig ist.

Leid getan fuer das Kind hat es mir trotzdem. Ich denke in diesem erstem Lebensjahr braucht ein Kind in erster Linie seine Eltern. Und egal wie gut die Erzieherinnen sein moegen, egal wieviel Muehe sie sich geben, sie koennen einem Kind nie die Liebe entgegenbringen, die es von seinen Eltern bekommen sollte. Sie koennen dem Kind auch nicht die Aufmerksamkeit geben, die es vielleicht braeuchte. Und wenn ich daran denk, dass ich nach 8 Stunden Arbeit schon geschafft bin und  heim will und Ruhe brauch, frag ich mich wie dass alles dann auf das Kind wirken muss.

Dabei bin ich niemand der sein Kind „ueberbehuetet“ oder dafuer bin, dass ein Kind bis zu seinem 3. oder gar 6. Lebensjahr zu Hause sein sollte. Ab April kommt mein eigenes Kind 2 Mal die Woche 3 Stunden in die Creche. Einfach weil wir hier einfach gar keine Familie haben, die mir die Kleine mal kurzzeitig abnehmen koennte.

Ehrlicherweise muss ich auch zugeben, dass ich die Frau in gewisser Weise einen Moment lang ein kleines bisschen beneidet habe. Natuerlich fehlt mir manches Mal die Arbeit, die „Erwachsenenwelt“. Natuerlich ist es auch schoen, schicke Klamotten anzuhaben und nicht den ganzen Tag Gefahr zu laufen, das demnaechst wieder Kinderkotze darauf landet:-D

Aber: mir persoenlich ist es das nicht wert. Ich lieb mein Kind und ich geniess die Zeit mit der Kleinen. (was widerrum nicht heisst dass man den ganzen Tag auf Wolke 7 schwebt:-D Es ist anstrengend, keine Frage. )Aber auch so schoen zu erleben, wie aus einem Neugeborenem langsam ein Kind wird. Mitzubekommen, wie es sich entwickelt. Jeden Tag die Fortschritte, die es macht zu sehen und auch (Hilfe:-O) festzustellen, dass das Kind, das eben noch ein hilfloses Neugeborenes war, ploetzlich Wutanfaelle bekommt, wenn es was nicht darf oder kriegt. 😀

Ich (fuer mich) kann sagen, dass ich kein Kind bekommen hab, um es nach wenigen Wochen den ganzen Tag fremdbetreuen zu lassen. Natuerlich haengt dass immer davon ab, ob man die Moeglichkeit hat, ueberhaupt 1 Jahr zu Hause zu bleiben.

Und natuerlich freu ich mich auch wieder auf die Arbeit. Was mir allerdings gleichzeitig Angst macht, weil ich noch ueberhaupt nicht abschaetzen kann, wie das funktieren soll.

 

Sinnvolles Gestalten der Elternzeit

Jetzt, da S. in der Arbeit ist und ich hier alleine mit meiner Kleinen in Strasbourg, stellt sich mir noch mehr die Frage wie ich meine verbleibende Elternzeit sinnvoll nutzen koennte.

Das eine oder andere Mal kam schon der erste Anflug von Heimweh auf. (Damit war zu rechnen:-O)

In meiner Heimatstadt ist meine ganze Familie, alle meine Freunde. 2 meiner  Freundinnen haben ebenfalls kleine Kinder. Wie schoen waere es gewesen, wenn…😀 Ja ja ja…

Immerhin sind wir einmal im Monat eine ganze Woche in meiner Heimatstadt. Sehen alle meine Freunde, verbringen Zeit mit der Familie und kommen bestimmt jedesmal sehr ko zurueck:-D

Verbleibt die Frage was mit der uebrigen Zeit passieren soll. Mein Plan, schon im Vorfeld eine sozusagen neue  Freundin zu finden, ging ja irgendwie nicht so auf. Wir haben zwar mehrere andere Paare mit kleinen Kindern kennengelernt und man trifft sich ab und an. Aber ab und an ist auch wirklich nur ab und an.

Ich hab auch einige andere Muetter kennengelernt, aber bisher war keine dabei, mit der ich mich gern oefter treffen wuerde und umgekehrt ist es wahrscheinlich genauso.

Ehrlich gesagt haette ich es mir leichter vorgestellt, neue Freunde zu finden obwohl mich alle gewarnt haben.

Warum ist es so schwer neue Freundschaften aufzubauen?

 

 

Zurueck in die Kinderwelt

Eigentlich geht es ja schon waehrend der Schwangerschaft los.

Man blaettert durch Kataloge und geht in Laeden.

Man bestaunt die vielfaeltige Auswahl an Kindertapeten. Tiere, Astronauten, bunte Wiesen, Wolken, Sonnen, Baeume, Herzchen, Dinosaurier uvm.

Das Angebot an Kinderbettwaesche steht dem in nichts nach. Ich entdeckte sogar eine Garnitur Bettwaesche welche mir vor mittlerweile 20!:-O Jahren bereits meine Urgrossmutter geschenkt hatte. Bunte Tiere, blauer Hintergrund. Nur die wirklich immense Leere auf meinem Konto hielt mich davon ab, die Garnitur sofort mitzunehmen. Andernfalls haette ich sie sofort mitgenommen, haette meine Decke damit ueberzogen und mich darunter verkrochen. Beim Anblick dieser Bettwaesche fuehlte ich mich, zumindest kurzzeitig, wieder wie ein kleines glueckliches Kind:-D

 

Man begegnet wieder seinen Helden von frueher: Simba der Loewe, der so tapfer seinen Stamm rettet und den Kampf gegen seinen boesen Onkel aufnimmt, Mogli, der Junge aus dem Dschungel und Balu der Baer, Aladin und Jasmin, Arielle die Meerjungfrau. Zu den alten Helden haben sich inzwischen viele neue Helden dazugesellt: Rio, der lustige blaue Papagei und die Superstars von Cars. Sehr viele dieser neuen Helden kenn ich nicht mal, und wahrscheinlich wuerde ich einige von ihnen auch gar nicht moegen.

Man blaettert durch Kinderbuecher und fuehlt sich selbst wieder wie ein Kind. Es gibt so unendlich tolle Kinderbuecher, ganz zu schweigen von den vielen Maerchen. 20151205_144106_resized

Man entdeckt wieder die Welt der Puzzle und die der Spiele. Man stoesst auf Puppenhaeuser und andere Welten aus Lego oder Playmobil: Ritter und Burgen, Piraten auf einsamen Inseln und raetselhaften Schatzkarten und Safariparks.

Man bestaunt Briobahnen und Kugelbahnen, Seifenblasen, Perlenwebrahmen, Kerzenateliers, Salzkrebschenstationen uvm….

Ploetzlich findet man sich wieder in einer Welt die schon verblasst war.

Meine Tochter ist no
ch zu klein, aber ich freue mich schon ihr eines Tages Buecher vorzulesen und mit ihr zu spielen und ihre leuchtenden Augen zu sehen.

Geht es Euch auch so? 20151205_144057_resized