Angst

Dauerschleife

Ich bin wieder in der Dauerschleife.

Wieder mal. Und es nervt so.

Mein Kopf hängt wieder fest in dieser Dauerschleife und ich komm da einfach nicht raus. Das ist einfach so blöd. Wieder mal die gleichen Ängste.

Es ist nicht so schlimm wie es schon mal war und ich bin auch nicht total erstarrt, aber trotzdem. Es nervt und es ist nicht schön.

Ich mein, es reicht doch sich Gedanken zu machen, wenn die Situation die mir mal wieder Angst macht, tatsächlich eingetreten ist. Wird sie aber wahrscheinlich hoffentlich nie. Also WTF, bitte hör doch einfach auf dich zu drehen, Kopf. Bitte bitte bitte.

Ich geh ja seit einer Weile zu einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Zuerst dachte ich, dass wäre nur Hokuspokus, aber es hilft. Ich war insgesamt noch gar nicht oft da, aber allein ihr meine Geschichte zu erzählen hat irgendwie schon geholfen.

Nach dem letzten Mal hat es tatsächlich einen Schalter in meinem Kopf umgelegt und seitdem ging es mir tatsächlich viel viel besser. Und um wieviel leistungsfähiger man dann ist, unglaublich.

Nur jetzt bin ich wieder in alte Muster zurückgefallen…graaa.

Angst

Mini hat eine neue Phase.
Angst heisst sie.

Zur Zeit hat das Kind vor vielem angst. Angst vor dem Mann, angst vor der Frau, angst vor spinnen angst vor dem Alleinsein und angst vor der Dunkelheit. Und spätestens seit gestern nun auch Angst zu schlafen.

Mini hat nämlich seit einer Weile öfter Albträume und gestern war es besonders schlimm.

Plötzlich schrie sie wie am Spieß stoooooop und fing an zu heulen. Ich stand senkrecht im Bett. Also echt.

Sie hat irgendwas von einem Löwen geträumt der sie fressen wollte oder so. Ich hab sie dann mit in mein Bett genommen. Sie hat gestern noch am tag immer wieder von diesem blödem Löwen gesprochen, aber das eigentliche Drama begann am abend.

Der Mann war nicht da, und der Punkt wach. Klar. Und Mini war müde, aber wegen dem Löwen. Das Kind hatte Angst, grosse angst. Zuerst wollte sie sich gar nicht ins Bett legen, dann doch aber aalllle lichter mussten an bleiben und die Tür komplett auf, dann sollte ich bleiben und das wollte ich eigentlich auch, aber der Punkt hatte keinen Bock undcwurde quengelig, irgendwann hat Mini dann wieder geheult und ich hätte am allerliebsten einfach mitgeheult weil einfach so müde und es mit dem Punkt zusammen auch nichts war.

Um 21:30 kam endlich der mann hat sich neben Mini grlegt und 2 Minuten später schlief sie dann wie ein Stein.

Was für ein fucking abend nach einem irgendwie verkorkstem tag. Ich war gestern so mit mir selbst beschäftigt und hab eher so funktioniert. Das tat mir leid aber ich bin halt leider nicht perfekt.

Und mit mini ist es gerade wirklich nicht einfach. Sie heult wegen jeder Kleinigkeit. Aber wirklich wegen jeder. Manchmal spielt sie ihre Puppe Würde sie schlagen und heult dann deshalb. Wtf, echt jetzt?

Folgen tut sie auch nur so manchmal wenn sie will und anziehen und ausziehen ist jedes mal ein Riesen Drama. Graaaa.

Ich geb zu dass meine Nerven schon ein bisschen dünn sind, so Mini mäßig. 😐

Sauer auf myself

Ich bin gerade echt böse auf mich selber.

Bis vor kurzem ging es mir so gut. Ich war echt glücklich.

Und dann braucht es nur 2 oder 3 kleine Situationen und ich hänge wieder in diesem Hamsterrad aus blöden Gedanken, angst und mittelschweren panikattacken fest. Am liebsten würde ich einfach meine Sachen packen und abhauen von hier.

Fast meine komplette kraft geht mir dafür flöten. Ich funktionier Grad eher. Ich kümmer mich um die Kinderlein, klar. aber ich bin so halb abwesend. Schlechtes gewissen. Ich denk nur verrückte Sachen anstatt an berufliches zu denken. Ich denk auch nicht an unsere Projekte gerade weil ich mich in diesem HamsterRad befinde.

Und ich weiß ja sogar warum ich so reagier wie ich reagier, aber ich kann den Schalter in meinem Kopf nicht umlegen. Graaa.

Ich bin so sauer auf mich dass ich nicht mal dem Mann gesagt hab warum ich gerade bin wie ich bin.

Er denkt ich bin einfach müde. Und dass bin ich auch. Unsere Nächte sind nämlich gerade grottenschlecht.

Und am tag gibt’s Grad gar keine pausen. Mini ist wieder in was auch immer einer Phase und der eigentlich so pflegeleichte Punkt durchläuft gerade den 12 Wochen Schub.

Er ist mit sich und der Welt unzufrieden schläft in der Nacht schlecht und am Tag kaum und dann auch bloß in der trage. Er will die ganze zeit auf meinen Arm und selbst da ist er frustriert.

Also nix mit decke über den Kopf ziehen gerade.

Gut dass ich jetzt zumindest was tu gegen meine Probleme. Es geht nur einfach nicht so schnell.:-/

Schlaflos

Tssss….3 uhr nachts und ich kann einfach nicht mehr schlafen.

Einerseits voll müde, andrerseits hellwach. Wuah.

Gestern war die Hebamme wieder da.
Auf dem ctg sind jetzt wehen zu sehen. Sie meint das Kind kommt eher, also evtl.

Sie kommt aus Spanien und da spielt man geburtenlotto. Wer am Schluss am nächsten am Termin liegt bekommt die Kohle 😀.

Klar kann sie mir nicht zu 100 Prozent sagen, dass er eher da ist, aber sie meint es halt.

Aber es fühlt sich ja eh an, als würde es wirklich bald losgehen. Was ja auch nix heißen muss, aber trotzdem.

Auf jeden Fall ist Minis Betreuung gesichert. Klar, irgendwas kann letztendlich immer doch noch schiefgehen, aber. Soweit denk ich jetzt mal nicht.

Dieses we jedenfalls werden 3 Taschen gepackt. Eine für mich, eine für Mini, eine für Nr. 2.

Die Wohnung muss auch nochmal durchgeputzt werden und noch ein paar Kleinigkeiten müssen besorgt werden.

Alles gerade ein bisschen unwirklich.

Aber heute vormittag wenn Mini in deren Krippe ist leg ich mich erstmal in die Badewanne und heute abend gehen deren msnn und ich -alleine- Pizza essen. Darauf freue ich mich doch echt sehr.

Ssw 34

Wow. Irgendwie kaum zu fassen, dass es fast schon das Ende ist.

Manchmal fällt mir ein, dass es wohl die letzte Schwangerschaft ist, und dass ich es doch bitte geniessen soll, aber ich geb es zu – es fällt mir schwer;-) Obwohl es natürlich schön ist, Nr. 2 zu spüren. Er ist auch echt unglaublich aktiv, ich bin gespannt, wie dass dann wird wenn er auf der Welt ist:-)

Jedenfalls: es geht mir deutlich besser als die vorherige Woche, wahrscheinlich einfach weil ich das Tempo heruntergeschraubt hab.
Zwischenzeitlich bin ich einfach ziemlich schwanger und schnell erschöpft.

Wenn ich mich viel bewege, fängt der Bauch ziemlich an zu ziehen und inzwischen drückt es auch ganz schön nach unten, wenn ich laufe. Puh.

Ausserdem hab ich seit einigen Tagen wieder Rückenschmerzen, und irgendwie auch Schmerzen im Schambein. Keine Ahnung ob ich das bei Mini damals auch hatte?! Man vergisst tatsächlich schnell. Irgendwie fühlt es sich seit kurzem auch an, als würde der Bauch irgendwie brennen. Jaaaha, verrückt ich weiss…:-DOOOOO Ich würde ja sagen, ich hab längst Vorsehen, aber auf dem CTG ist nichts zu sehen.

Ansonsten fühl ich mich gerade Walfischen jeder Art sehr nahe. Der Bauch wächst und wächst, und alles wird immer schwerfälliger. Ich komm nur noch seitlich hoch, aufstehen fällt mir generell schwer, ich bin ziemlich kurzatmig und ich seh meine Füsse längst nicht mehr.

Zwischenzeitlich hab ich auch wieder angefangen den Bauch einzucremen und tadaaa, die Schwangerschaftsstreifen sind zurück. Ich hätte es lassen sollen;-) Naja. Ich fühle mich also sowohl Walfischen als auch Zebras sehr nahe.

Schlafen tu ich auch viel schlechter. Ich bin ja ein Rückenschläfer, aber dass geht gar nicht mehr. Seitlich schlafen ist deutlich schwieriger, oder aber ich wach in der Nacht von irgendwelchen Krämpfen im Bein wieder auf, oder ich bin einfach so hellwach, oder ich muss zum Pinkeln, oder ich hab Albträume. Gerade in letzter Zeit waren 2 dabei die echt heftig waren:-O Aber ist halt so.

Ansonsten ist mein Eisenwert aber wieder im Normbereich, dass ist gut. Wenn ich Schwangerschaft 1 in Deutschland mit Schwangerschaft 2 in Frankreich vergleich, kann ich schon echt sagen dass ich in Frankreich deutlich besser betreut bin. Auch wenn es manchmal mit den vielen Kontrollen fast etwas viel ist.

Am Dienstag hab ich ein Beratungstermin beim Frauenarzt. Ich wusste es nicht, aber die Geschichte mit der Komplikation macht mir schon echt zu schaffen. Die Vorstellung, einfach wieder zu warten bis das Kind von alleine kommt macht mir Angst. Es ist nicht die Geburt an sich.

Am Besten wäre es doch einfach, der Kleine hätte es ein bisschen eilig, und kommt einfach 1-2 Wochen im Voraus.

Naja, mal sehen.

Alles in allem bin ich generell froh, wenn mein Bauch wieder mir gehört. Irgendwann mal möchte ich mich gern mal wieder als Frau fühlen, und nicht als Walfisch;-)

Geburt und so…

Irgendwann kommt der Punkt x, irgendwann kommt das Kind auf die Welt.

Gefühlt rase ich gerade sehr auf diesen Punkt zu. ICE und so;-)

Klar ist das vor allem schön. Wer will nicht endlich sein Kind auf dem Arm haben, wissen wie es aussieht und.so.weiter.

Aber langsam fange ich auch an mir Gedanken über die Geburt zu machen. Also echt. Zuerst denkt man immer man hat noch ewig zeit, und irgendwie ist jetzt ja auch immer noch ewig, aber trotzdem – ich bin dennoch irgendwie überrumpelt wie gross der Bauch zwischenzeitlich ist und dass es trotzdem nur noch ein paar Wochen sind. 😀 puh.

Aufgrund der ganz persönlichen Vorgeschichte kam früh das Thema Kaiserschnitt auf und irgendwie, als alles noch in weiter Ferne lag war für mich klar: dann wird es wohl eben ein Kaiserschnitt.

Klingt ja auch erstmal einfach. Man weiß den genauen Termin, muss keine angst vor Wiederholung der Vorgeschichte haben und so what. Alles super.

Ich Gehör auch einfach nicht zu den Frauen für die es schrecklich wäre wenn das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt käme. Am ende zählt nämlich nur eines, finde ich: Hauptsache gesund. Ich verstehe diesen Wettbewerb nicht. Warum sollen Frauen die ihr Kind normal auf die Welt gebracht haben,in irgendeiner Weise besser sein als die die ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht haben. In Frankreich ist das nicht so, aber in Deutschland dafür umso mehr, finde ich. Was jetzt nicht heisst, dass ich es gut finde wenn Frauen wie bspw. In Brasilien ihr Kind per Kaiserschnitt holen lassen, damit da unten nix weiter wird und so;-) klar sollte ein Kaiserschnitt nur gemacht werden, wenn es wirklich gründe gibt.

Jedenfalls: zwischenzeitlich schaut es so aus, als bräuchte es gar keinen Kaiserschnitt, sollte alles bleiben wie es ist. Aufgrund der vorgeschichte, weil immer noch in meinem kopf, könnte ich dann aber selber entscheiden.

Und genau das stürzt mich nun ein bisschen ins Chaos.
Natürlich weiß ich, was besser wäre, für mich und das Kind. Je näher das Thema Kaiserschnitt rückt, desto mehr schreckt es mich auch ab. Bauch aufschneiden klingt nicht mehr so genial, je näher es rückt. 5 tage kh und danach eingeschränkt und Narbe und plipla klingt auch nicht verlockend. Am ende kommt das Kind in 3 h auf die Welt, alles super und wir können wieder heim, anstatt op gedöns.

generell fand ich Minis Geburt nicht schlimm. Klar, zwischenzeitlich dachte ich ich sterbe, weil keine zeit mehr für pda, aber es stimmt, man vergisst schnell. Ich hatte aber auch Glück mir der Hebamme und der ärztin.

Im Kopf bin ich jetzt aber noch gar nicht darauf eingestellt und da bleibt immer noch die angst, dass es doch wieder zu einer Komplikation kommt.

Wahrscheinlich könnte man auch einfach vorher einleiten, aber zwischenzeitlich hab ich ausreichend horrorgeschichten zu hören bekommen, um auch davor angst zu haben. Danke dafür;-)

Ich hänge gerade ganz schön im gefühlskarussel. 😄

Kartenhaus

Gestern war es wieder mal so weit.

Alles stürzte ein wie ein Kartenhaus, fiel einfach in sich zusammen und mir ging es ziemlich elendig.

Klar, die Hormone. Aber irgendwie ist mir auch klar, dass es nicht nur die Hormone sind.

Es ist einfach zu viel passiert die letzten Jahre. Und egal was man macht, und wie sehr man sich auch bemüht, den Teil der Vergangenheit hinter sich zu lassen, der einem nicht gut tut und den man am liebsten vergessen würde, es funktioniert nicht. Irgendwann ist alles doch wieder da und stürzt ein wie ein Kartenhaus. Gestern hat es nur eine Kleinigkeit gebraucht, um alles einstürzen zu lassen. Um alte Geschichten hochkommen zu lassen, und Angst zu bekommen sie könnten sich wiederholen. Weil es eben schon so oft passiert ist.

Ich weiss ganz genau woher diese Ängste kommen. Aber ich kann mir Hunderttausendmal sagen, dass die Gegenwart nichts mit der Vergangenheit zu tun hat, und Hunderttausendmal sagen, dass die Situation vor der ich so eine Riesen Angst hab, vielleicht gar nicht passiert, und es deshalb wenig Sinn macht sich so aufzuregen, es kommt nicht mehr im Kopf an wenn die Gedanken so verrückt spielen.  Da ist einfach zu viel Angst. Auch wenn ich das manchmal ausblenden kann oder nicht merk, wenn nichts „passiert“ was mich an die Vergangenheit erinnert, ich hab längst kein Vertrauen mehr in mich selbst und in die Welt. Ich geh immer vom Schlimmsten aus:-O

Heute Nacht jedenfalls hatte ich eine richtige Panikattacke. Ich fühle mich heute wie gerädert und erstarrt.

Es wird nicht besser mit der Zeit, es wird immer schlimmer. Das macht mir auch Angst. Wenn es nur ich wäre, ok. Dann würde ich mir jetzt 5 Tage die Decke über den Kopf ziehen und es gäbe viele Tränen. Aber ich bin bald Mutter von 2 Kindern. Ich kann mir nicht einfach die Decke über den Kopf ziehen und Pause machen und darauf warten, dass ich mich erhol. Und erholen ist ja eh relativ, weil die Probleme dadurch nicht verschwinden. Und einfach ins Bett legen und heulen ist ja so oder so keine Option.

Die Psychotante hat mir schon damals gesagt, dass ich „was machen“ muss. Leider macht sie selbst keine Therapien und leider sind die Wartelisten in Deutschland lang. Ich warte immer noch. Und zwischenzeitlich hab ich zur Zeit gar keine Krankenversicherung mehr in Deutschland, sondern nur noch in Frankreich. Aber eine Therapie in Frankreich, wohl kaum. Ich glaube, sowas sollte man schon in „seiner“ Sprache machen.

Dass es so aber nicht mehr weitergehen kann, hab ich spätestens heute Nacht kapiert, als ich da so lag und darauf gewartet hab, dass die Panik doch bitte endlich kleiner wird.

Also was mach ich jetzt? Selber zahlen, obwohl dass bestimmt echt teuer ist? Einen „Wunderheiler“ aufsuchen? 😉 Ich habe einfach keine Ahnung. Wie ätzend:—(

 

Ängste

Irgendwie dachte ich, würden diese ängste irgendwann verschwinden. Manchmal sind sie solange weg, dass ich sie beinah vergess. Und dann kommen sie von einer sekunde auf die andere zurück, schlagen zu und fressen mich auf. Zumindest ein bisschen.

Und ich kann nichts dagegen machen. Egal, wie oft ich mir sag das das kindisch ist, blöd, total dämlich und dass es in der welt doch ganz andere probleme gibt, ich komm nicht raus. Ich kann nicht weglaufen. Ich kann nur warten, bis es wieder aufhört, bis die angst weggeht.

Nicht, dass ich nicht viele ängste hätte. Oder zumindest so einige😉 zum beispiel angst vor mäusen und ratten. 😀🐭🐀🐁.  Brrrrrr. Aber das ist was anderes.

Eine meiner grössten ängste ist die angst vor verlust. Angst, menschen zu verlieren. Ich hab oft darüber nachgedacht, warum ich manchmal dermassene angst hab, jemanden zu verlieren.

Natürlich weiss ich es nicht genau, aber ich schätz mein vater ist schuld. Zumindest teilweise. Irgendwann mal hat er eine andere frau kennengelernt, andere kinder gekriegt und sich nie wieder gemeldet. Danke dafür lieber vater.

Ein paar der mir nähesten menschen sind gestorben. Das hinterlässt spuren, so irgendwie zumindest.

In den letzten 3 jahren hat sich meine familie praktisch halbiert. Noch mehr verluste. Wegen sowas dummen wie streit. Bzw. Gab es eigentlich keinen streit. Plötzlich haben 2 personen, eigentlich die nächsten überhaupt, entschieden, dass sie nicht damit einverstanden sind, dass ich wegzieh. Und mir kein kind gönnen. Sie haben mich also „bestraft“, sie haben andere gegen mich aufgehetzt und irgendwann war die grenze überschritten und ich hatte nur noch eine halbe familie.

Das hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass die verlustangst weniger wurde.

Manchmal mach ich mir sorgen um den mann. Weil ihm 1001 gefährliche sachen passieren könnten. 🤔 manchmal, wenn der mann (wie so oft) zu spät kommt, krieg ich innerlich die krise. Ein bisschen zumindest.

Manchmal hab ich auch angst das anderen geliebten menschen was passieren könnte. Oder mir selbst. Weil ich gern lebe. Aber vor allem wegen mini.

Vielleicht ist das ja auch noch irgendwie normal. Es ändert sich alles wenn man ein kind hat und verantwortung für einen kleinen menschen. Man muss und will durchhalten, unbedingt. Für sein kind.

Manchmal hab ich aber auch angst um freundschaften und spätestens da hört mein verständnis für mich selbst auf.

Ich hab keine 1001 freunde, aber ich habe das grosse glück, dass ich einige gute und enge freunde hab. Dafür bin ich sehr dankbar, weil dass gerade in der heutigen zeit keine selbstverständlichkeit mehr ist.

Seit ich nur noch die halbierte familie hab, sind mir meine freunde noch wichtiger. Und seit es nur noch die halbierte familie in meinem leben gibt, hab ich manchmal  angst diese freundschaften zu verlieren.

Auch dann wenn es gar  keinen grund gibt angst zu haben. Manchmal mach ich mir plötzlich gedanken ob x oder y mich nicht mehr mögen könnte. Oder dies oder dass.

Aktuell hab ich angst, weil eine freundin plötzlich noch eine andere freundin hat und sich manchmal auch mit der trifft. Hat sie davor nie. Und ich? Ich bin nicht eifersüchtig und ich gönn es ihr. Auch ich treff mich mit anderen freunden. Aber! Manchmal kommt die angst durch. Die angst, dass die freundin die andere freundin lieber mögen könnte und ich sie dann verlier.

Wie.unglaublich.kindisch.ist.dass.denn.bitte. ich kann nur über mich selber den kopf schütteln. Wenn man mit 14 solche ängste hat, ok. Mit 20, naaaaaja.

Aber jetzt?! Ich bin verheiratet, hab eine tochter, bekomm ein 2. Kind und hab echt genug zu tun und hab solche gedanken? WTF?!?

Das hört sich jetzt sicher alles echt so ziemlich gestört an. Und verkorkst. Und blöd. Aber! Ich behalte diese gedanken alle in meinem kopf und verhalt mich ganz normal. Wirklich😀😎 zum glück hab ich diese gedanken auch nicht immer.

Nur der mann kriegt es manchmal ab. Wenn er wieder mal die zeit vergessen hat und 1 stunde zu spät ist und nicht anruft und ich mir sorgen mach…da bringt es auch nichts mehr mir zu sagen, dass der mann doch einfach ständig zu spät kommt und sich vermutlich auch nicht mehr ändern wird. Grrrr.

 

 

 

 

 

 

12 von 12 im April ohne Bilder. Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich frage mich gerade wieder staendig wohin denn eigentlich meine Zeit  fliesst? Weil gefuehlt staendig „nichts geschafft“ und trotzdem den ganzen Tag gerannt. Und. Aber dass nur am Rande: ich frag mich auch was mit meinem Reader los ist. Mir werden laengst nicht mehr alle der vielen tollen Beitraege angezeigt. Ich hab das Gefuehl mir geht gerade einiges durch die Lappen und ich weiss nicht wie ich das aendern kann:-///

Jedenfalls: der 12. begann schon irgendwie ein bisschen verkorkst. Weil Mini nachts staendig aufwachte. Nicht nur gefuehlt, sondern wirklich. Und ich mich zwischenzeitlich auf unserem Haus:-OOOgang wiederfand. WTF, ich dachte ich wandel seit Jahren nicht mehr schlaf? Zumindest hat mich den ganzen Tag kein Nachbar angegrinst, dass laesst hoffen;-)

Um 5 stand der Mann dann auf und ich konnte nicht mehr schlafen. Um kurz vor 7 wachte Mini dann auch auf und die Nacht war um. Sie wollte dann Tubbies schauen, und dass am liebsten sofort:-O Ich find die Telletubbies ja sowas von doof. Der Mann auch. Der Mann sagt derjenige der die „Tubbies“ erfunden hat muss ziemlich viel geraucht haben und ich glaub dass auch;-) Unsere Tochter steht aber trotzdem drauf. Nunja. Sie durfte ein bisschen schauen.

Um 7:30 gabs dann Fruehstueck und Mini brachte mich wieder mal zum Lachen. Seit ein paar Tagen sagt sie naemlich dauernd Oh la la. Und mit ganz ernster Miene Tubbies zuhause. Goldig, was Kinder in dem Alter noch alles glauben;-)

Um 8 sind wir dann in die Krippe gestartet und Minis Freude war gross, denn die beste Freundin war schon da. Von wegen Kinder in dem Alter bauen noch keine richtigen Freundschaften auf. Eine befreundete Mutter wollte noch gern Kaffee trinken gehen, aber ich hab abgelehnt, weil es einer dieser Paniktage war. Kennt Ihr die auch? An den allermeisten Tagen freu ich mich einfach ueber mein gesundes Kind und blende anderes vollkommen aus. Das ich beruflich gerade keine grossen Schritte mach bspw. Aber an anderen Tagen geht dass nicht. Da bekomm ich regelrecht Panik und ueberschuette mich selber mit Vorwuerfen, weil andere es ja auch schaffen. Oder zumindest so tun!?! Keine Ahnung.

Bis die Wohnung dann einigermassen aufgeraeumt und der Hund draussen war war es schon 10. Der Mann kam dann auf eine kurze Pause heim (gluecklicherweise) und half mir. Mir wurden fuer meine Weiterbildung naemlich Vertragsunterlagen per Email zugeschickt und die muessen ausgefuellt mit der Post zurueck. Klar, dass unser Drucker gerade jetzt den Geist aufgegeben hat, oder;-) Wir suchten ewig rum, weil wir naemlich seit kurzem ein Macbook haben, und der Stick nirgends angezeigt wurde. Irgendwann schafften es aber doch und meine Panik wurde nicht gerade kleiner, weil ich naemlich entdeckt habe, dass die schon das Projekt und den zugehoerigen Projektpartner wissen wollen. Wuaaaah. Ich habe zwar das Projekt, aber eben keinen Partner dafuer mehr. Chakuuu. Irgendwann muss ich auch noch Papiere fuer den Job den ich in 2 Wochen anfang raussuchen. Hilfe. Wir schauten dann auch noch kurz kurz kurz Bilder an, die der Mann gestern auf das Macbook ueberspielt hat. Wir haben uns in den letzten 2 Jahren doch irgendwie veraltet, finden wir:-O Und mir fiel mal wieder ein, dass ich laengst mal die Tausende ungeordneten Bilder ordnen wollte. Eigentlich will ich ja Fotoalben:-O Maaaahann.

Ich kochte dann schnell, wir assen schnell, der Mann musste zurueck in die Arbeit, ich ging einkaufen und dann musste ich auch schon einigermassen schnell zur Krippe.

Und: Mini ist da nach dem Mittagsschlaf mit hohem Fieber wieder aufgewacht. Baaeem. Fiebersaft hat sie schon bekommen. Aus dem Plan mit der befreundeten Mutter und mit dem befreundetem Kind zum Spielplatz zu gehen wurde somit nichts. Schade. Einen kurzen Spaziergang haben wir aber trotzdem noch gemacht und die befreundete Mutter konnte meine Panik ein bisschen eindaemmen. Ihr gehts naemlich auch so.

Kurz vor 18 Uhr landeten wir dann aber doch noch beim Kinderarzt weil das Fieber weiterstieg und Mini immer zerbroeselter wurde. Mittelohrentzuendung. Dank der Krippe ist mein Vokabular was Kinderkrankheiten betrifft mittlerweile Recht gross;-)

Wir sind dann noch bei der Apotheke vorbei und holten allerlei Arzeneimittel, weil das arme Kind nicht nur Mittelohrentzuendung sondern auch eine beginnende Bindehautentzuendung hat.

Gegen 20 Uhr schlief Mini ein. Selbstverstaendlich erledigte ich danach alles was es noch zu tun gab. Klar, oder. Nee, Spass. Ich machte gar nichts mehr. Einfach, weil ich platt war. Abgesehen davon, dass ich die Lieblingsserie ansah, mit einer der Freundinnen aus der Heimatstadt telefonierte und mit dem Mann geredet hab, der irgendwann gegen 21 Uhr zurueckkam. Und an 1001 Dinge hab ich auch gedacht. Zum Beispiel daran, dass sich auf den Tag genau vor 13 Jahren mein Leben komplett geaendert hat, nur dass ich und auch sonst niemand dass damals ahnen konnte. Es war der Anfang vom Ende und was soll ich sagen, manche Wunden heilen nie ganz. An eine der Freundinnen die gerade durch eine sehr schwere Zeit geht, hab ich auch gedacht.

Wieder nichts „geschafft“ in diesem Sinne also:-O Aber wenigstens hab ich mich am Abend nicht mehr selbst deshalb zerfleischt. Es ist eben gerade wie es ist. Mini ist noch so klein, wir haben hier keine Grosseltern und nix und der Mann ist beruflich so sehr eingespannt, dass der Rest praktisch fast komplett an mir haengt. Klar mach ich beruflich gerade keine grossen Spruenge. Die Situation war in diesem Sinne so nicht geplant, aber manchmal spielt das Leben eben so und es ist gut so wie es ist. Es bringt nix sich mit anderen Muettern zu vergleichen, die vielleicht mit einem 12 Monate altem Kind schon wieder an der Karriere zu basteln, aber die Grosseltern nebenan haben. Einfach, weil es nicht das gleiche ist. Genauso wenig wie meine Situation mit jemandem vergleichbar ist, der alleinerziehend ist, keine Grosseltern ums Eck hat und eben so kaempft wie er kann. Jede Situation ist anders, jeder hat andere Karten und jeder versucht mit den Mitteln die er hat das beste daraus zu machen. Mehr geht nun mal nicht. Muetter schaffen schon so viel. Wir sollten uns doch echt selbst mal mehr anerkennen.

Frohe Ostern Euch allen.

 

 

 

Tal der Tränen

Irgendwo las ich mal einen bericht über einen mann der nach frankreich ausgewandert ist. Inzwischen lebt er seit vielen vielen jahren in paris spricht fliessend französisch und es läuft.

Leider weiss ich nicht mehr wo ich diesen bericht gelesen hab aber etwas hab ich mir gemerkt:

Er beschrieb seine ersten 3 jahre in frankreich als tal der tränen. 

Es erzählte über fehlende sprachkentnisse, darüber dass franzosen es einem auch echt nicht leicht machen und so schon eine einfache bestellung im restaurant oftmals zur grossen herausforderung wurde und vielem anderen.

Wir sind noch keine 3 jahre in frankreich und ich durchlaufe zum glück auch kein tal der tränen.😉

Aber wenn ich an die ersten monate in frankreich zurückdenke muss ich zugeben: ja es war hart. Härter als ich dachte. Und nicht weil ich dachte auswandern wäre sonne, strand und palmen gleichzusetzen.🌴🌴🌴🍹🍹🍸🍾 schön wärs oder?😄

Trotzdem war es für mich schwieriger als gedacht. Ich hab so viel zeit in völlig anderen kulturen verbracht und es waren mit die besten zeiten meines lebens. Dann kam der umzug ins elsass und es fühlte sich erstmal nicht sehr schön an. 😉

Dabei hab ich es so viel leichter (hier) als „richtige“ auswanderer. „Mein“ land ist ums eck. Ich kann wenn ich möchte jeden tag zig-mal die grenze überqueren, kann deutsches essen essen und wieder deutsch reden wenn ich nicht mehr französisch reden will.

Und ich hab einen französischen mann. Elsass ist zwar auch für ihn fremd, aber dennoch es ist sein land. Und deshalb kümmert er sich auch um die ganzen papiere. Gezwungenermassen, denn ich wäre heillos überfordert. 👻 bei uns ist dass so: der mann hat die französische staatsangehörigkeit, ich die deutsche, mini beide, mini wurde in deutschland geboren, lebt aber in frankreich. Komplizierter geht immer, aber es war ein drama mit den ganzen papieren für krankenkasse, steuern, elterngeld,  ummeldungen von allem möglichen und.so.weiter. 🤔 so viele papiere und auch behörden blicken nicht unbedingt durch. Oder wollen nicht. Whatever. Ohne den mann wäre ich heillos untergegangen, begraben unter einem berg von papieren.😀 wahnsinn!

Warum fiel mir dieser umzug dann trotzdem schwer?

Vielleicht liegt es am alter? Ich bin keine 20 mehr und auch keine 25😟…und ich bin mutter geworden, dass lässt einen gleich zusätzlich einige jahre altern hab ich festgestellt. Zumindest manchesmal.😄 Erschreckend.

Der mann und ich haben den umzug auf vollkommen unterschiedliche art erlebt. Während er zurückkam kannte ich frankreich praktisch nicht. Dank dem mann schon ein bisschen, aber wirklich kennen, kaum.

Der mann ging wie selbstverständlich zu den ganzen behörden und hatte halt einfach voll den plan. (Klar😀). Und ich stand daneben und dachte WTF – was tu ich hier? Ich kam mir manchesmal schon ganz schön doof vor.😉. Also echt jetzt!

Von jetzt auf gleich stand ich plötzlich zwischen lauter franzosen. Die alle redeten und redeten und irgendwie fühlte ich mich doof. Weil ich mit einem franzosen verheiratet war und ja, nicht so redete wie sie.

Vielleicht hat sich das für mich auch nur so angefühlt. Aber oft genug hab ich den mund kaum aufgekriegt. Denn mein französisch aus der schule war praktisch kaum noch existent und so what. Blöd wars. Manchesmal wäre ich am liebsten weggerannt und hätte mir die decke über den kopf gezogen😨

Es hat tatsächlich  eine ganze weile gedauert bis ich selbstsicher genug war um wirklich zu sprechen und auch sprechen konnte. Obwohl ich eigentlich so gern red😀 es war echt nicht ganz leicht.

Und: ich kannte hier niemanden. Das war für mich das eigentlich schwierigste. Ich war es nicht gewöhnt, niemanden zu kennen und das heimweh nach meiner stadt und meinen freunden haute mich anfangs manchmal echt um. Das hatte nicht mal was mit frankreich zu tun sondern wäre auch in jeder anderen deutschen stadt so gewesen.😄

Und heutzutage? Wir haben freunde hier. Sprache läuft. (Meistens😀) .

Ich bin angekommen. Ohne durch ein tal aus tränen zu wandern. Vielleicht wäre dass aber anders gewesen wenn ich wirklich so  richtig in frankreich gestanden hätte? Möglich😉