Baby

Ich müde…Er nicht

Oder: wieviel Schlaf braucht ein 4 Monate altes Kind? ??

Der Punkt ist ein super pflegeleichtes und superliebes kerlchen.

Er ist eigentlich fast immer gut drauf und für jeden Spaß zu haben. Also fast für jeden zumindest;-)

Und irgendwie wird er echt schnell gross. Er kommt mir schon vor wie ein halbes Kleinkind und so verhält er sich auch. Der will tatsächlich dauernd sitzen, dabei sollte er dass doch eigentlich gar nicht.

Ja die zeit vergeht so so so schnell.

Aber eigentlich wollte ich was über die schlafgewohnheiten vom Punkt schreiben.

Ich darf mich nicht beschweren, denn der Punkt schläft durch. Bzw. Stimmt das gar nicht mehr ganz, denn irgendwann nachts wandert er dann doch zu mir ins Bett gerade.

Aber alles in allem schläft er so von 20 uhr bis 8. Mit einer Unterbrechung gerade. Super ist dass.

Aber tagsüber schläft der Punkt kaum. Also wirklich kaum.

Hier und da mal kurz 20 Minuten, aber das war s dann. Und dass auch nur auf mir, vl. Mal im Wagen oder kurz in der trage. Aber es dauert nie lang bis es bling macht und der Punkt wieder wach ist und bereit für whatever ist.

Der Punkt ist wirklich brav, aber manchmal ist dass schon echt anstrengend.

Und überhaupt…Sollte der nicht trotzdem noch am tag Schlafenn? Mini ist bald 3 und schläft nachts genauso lang und d.i.e. schläft mittags trotzdem.

Und generell…Mini konnte in dem alter ewig in der trage oder im Wagen schlafen.

Der Punkt aber hält davon aber nicht viel und er scheint auch tatsächlich nicht mehr Schlaf zu brauchen. Er ist hier deren mit Abstand futtert gerade 😛

Planlos nochmal

Ich bin gestern schon wieder einfach eingeschlafen…gibt’s dass😲😜

Der tag gestern war irgendwie total planlos.

Ich bin nicht vor sondern mit den Kindern aufgestanden (1. Fehler) , habe am abend vorher keine Klamotten hergerichtet (2. Fehler ) und (3. Fehler) , es stand noch Geschirr vom Vortag herum. Wuah.😀 Mini war auch noch ein bisschen bockig, der Punkt nicht so gut drauf, weil schnupfen und man kann es sich ja denken.

Wir kamen schon mal sehr verspätet in der Krippe an. Fand Mini blöd, weil Frühstück schon vorbei. Und in der creche schmeckts halt besser als Zuhause. Tssss.

Eigentlich wollte ich gestern so einiges erledigen, aber wir waren einfach zu spät dran dann.

Also haben der Punkt und ich einen kleinen Spaziergang gemacht und sind heim.

VollChaos vom Frühstück, überhaupt in der ganzen Wohnung.

Als wir Mini wieder von der creche abgeholt haben hab ich gleichzeitig echt viel gemacht (Punkt getröstet, getragen, getröstet, usw…), aufgeräumt, gekocht. Muss ja auch mal sein.

Die Wohnung sah aber halt trotzdem chaotisch aus, und der Punkt halt einfach angeschlagen. Normalerweise lacht er mittlerweile echt viel wenn man weiß wie, aber gestern ging nichts.

Der nachmittag war irgendwie genauso planlos. Mini durfte ein bisschen fernsehen und hat modenschau gespielt (voll das Mädchen) und ich hab mich mal für 1 h abgeseilt.

ABend s die Freundin versetzt mit der ich telefonieren wollte, weil einfach platt.
Das.ist schon doof, man hat das Gefühl nichts geschafft zu haben, obwohl man ja eigentlich. Viel gemacht hat. Und dann konnte ich nicht mal einschlafen. Tssss.

Aber, dass wollte ich eigentlich gestern abend dann schon schreiben. Gestern hab ich total viel geschafft. Und das tut dann echt gut, finde ich

Fremdbetreuung Kinder Frankreich/Deutschland

Man hört ja oft, dass Frankreich Deutschland in Sachen Fremdbetreuung weit voraus ist. Das Mütter schneller und einfacher in den Job zurückkommen und überhaupt, dass die Franzosen den Deutschen in Sachen Kinder weit voraus sind.
Deshalb machen die Franzosen ja dann wohl auch deutlich mehr Kinder. Ooooder?

Ich lebe jetzt schon eine ganze Weile zwischen diesen 2 Kulturen und unterschiedlichen Systemen, und ja, es stimmt.

Die französischen Mütter arbeiten eigentlich (fast) ausnahmslos alle.

Und ich gebe es zu, manchmal bin ich schon ein bisschen neidisch. Denn im Leben französischer Mütter scheint sich (gefühlt) viel weniger geändert zu haben als im Leben der meisten deutschen Mütter. Manchmal, wenn ich die französischen Mütter seh, die ihre Kinder morgens im Businessoutfit in die Creche bringen, perfekt gestylt, das Telefon am Ohr und scheinbar längst wieder im alten Leben angekommen, ja, dann will ich manchmal einen kurzen Moment mit ihnen tauschen. Weil ihr Alltag nicht (vor allem) aus Trotzanfälle, Phasen und Kinderthemen besteht. Und ja, manchmal frage ich mich auch wie sie dass machen, mit dem Vollzeitjob, dem Haushalt, der ja auch irgendwann gemacht werden muss, und dem Kind, dass zumindest Abends, Nachts und am Wochenende zu hause ist.

(Die meisten) französischen Kinder verbringen ihre Tage ab einem Alter von 3 Monaten (oft) ganztägig in der Creche. Manchmal mit einer Eingewöhnung von nur 1 Woche, weil für mehr einfach nicht die Zeit ist. Ganztägig heisst aber nicht von 8-16 Uhr, sondern oft auch von 7:30 bis 18 Uhr oder 18:30. Wenn Kinder krank sind, sind sie trotzdem (oft) in der Creche, einfach weil Ärzte nur sehr ungern krankschreiben. So funktioniert das System nämlich nicht. Für die HFM_Krankheit, Bronchitis oder Mittelohrentzündung oder auch einer Kombination aus mehreren dieser Krankheiten gibt es bspw. keine Krankmeldung, egal wie fertig das Kind ist oder ob es andere anstecken wird. Medikamente werden einfach mit in die Krippe gebracht.

In der französischen Sprache gibt es das Wort „Rabenmutter“ nicht. Keiner wird einer Frau Vorwürfe machen, weil sie ihr Kind ganztägig abgibt und Karriere macht. Keiner spricht darüber, ob es für so kleine Kinder „gut“ ist, so dermassen viel fremdbetreut zu sein, oder ob es (manche) Mütter nicht mehr stresst als dass es ihnen guttut so schnell wieder zurück in den Job zu kommen. So funktioniert eben einfach die Kultur und das System. Eine Frau, die längere Zeit zu Hause bleibt, wird als „nicht normal“ oder „faul“ angesehen. Klar gibt es Ausnahmen, und klar gibt es Mütter, die ihre Kinder länger zu Hause lassen, weil sie es sich leisten können und so wollen, aber im Grossen und Ganzen funktioniert so das System.

Vor kurzem stand ein noch sehr kleines Kind schreiend an der Eingangstür an der Krippe und weinte nach seiner Mutter, morgens um 8. Es tat mir echt leid. Am selben Abend kamen wir nochmal zufällig an der Krippe vorbei, nach 18 Uhr. Da holte der Vater dieses Kind gerade ab.

Und das sind dann wieder die Momente in denen ich kein bisschen mehr neidisch bin, denn das würde ich weder für mich und vor allem nicht für mein Kind wollen. Weil ich einfach finde, dass so kleine Kinder für so viele Stunden am Tag eigentlich nichts in einer Krippe zu suchen haben. Ganz unabhängig davon, wie gut die Krippe ist. Und ich für mich auch noch was von meinem Kind haben will.

Schoenes Wochenende

Zur Zeit komm ich kaum zum Bloggen, obwohl ich so viele Texte im Kopf hab:-( Irgendwie einfach keine Zeit.

Und selbst das Lesen anderer Blogs gestaltet sich gerade schwierig. Ich versuchs, Abends im Bett. Aber manchmal ist die Muedigkeit einfach uebermaechtig und ich wach mitten in der Nacht wieder auf, mit dem Laptop neben mir im Bett:-D Nichts mehr mit Schlafstoerungen gerade.

Wir haben immer noch viel Stress. So viel, dass ich staendig das Gefuehl hab, dass mir alles ueber den Kopf waechst und mir die Kontrolle schon lange abhanden gekommen ist. Wir brauchen irgendwie ein anderes Zeitmanagement:-O

Aber es gibt trotz Stress auch viele schoene Momente.

Letzte Woche war ich (seit langem) in der Heimatstadt. Irgendwie war es heilsam, Zeit mit den Grosseltern zu verbringen und mit der besten Freundin zu quatschen. Mini war trotz Backenzaehnen gut drauf und hat (juhu) ihre Fremdelphase ueberwunden.

Freitag Abend war ich wieder zu Hause wo der Mann schon wartete. Irgendwie hatte ich gehofft, dass wir e.n.d.l.i.c.h mal wieder einen schoenen Abend verbringen koennten. Aber obwohl die Autobahnen trotz Ferien recht leer waren und ich gut durchkam und Mini nicht mal aufwachte als ich sie vom Auto in ihr Bett trug war ich danach einfach ko. Der Mann war auch muede von der Arbeitswoche und letztendlich lagen wir kaum im Bett als das wir schon schliefen. Nunja:_D

Samstag Vormittag war der Mann mit Mini unterwegs und ich raeumte auf. Nachmittags kamen Bekannte von uns mit gleichaltrigem Kind. Mini fands toll;-) Es war ein schoener Nachmittag. Aber nach 5 Tagen in der Heimatstadt ohne ein Wort franzoesisch gehoert oder gesprochen zu haben,,,nunja.  Es gibt (immer noch) viel zu tun.

Abends kam ein Teil der Verwandschaft her. Seit heute Mittag sind sie wieder weg und wir haben mit Mini und dem Mann noch einen langen Spaziergang gemacht.

Und leider ist das Wochenende nun schon wieder um.

 

Deshalb

Man hoert immer wieder, dass Menschen, sobald sie Eltern sind weniger oft zu sich nach Hause einladen sondern sich lieber woanders treffen.

Und kuerzlich verstand ich zum ersten Mal so richtig warum dass so ist:-D

Eigentlich bin ich was Chaos anbelangt recht tolerant. Ich bin da grosszuegig mit mir selbst und mit meiner Umwelt.

Lieber schaut die Wohnung noch ein, zwei oder drei Tage laenger chaotisch aus und wir verbringen einen schoenen Nachmittag und noch einen und noch einen. Bis man letztendlich den Punkt erreicht an dem man es nicht mehr ignorieren kann und sich aegert dass man nicht frueher was getan hat, weil…wie schauts denn nur wieder aus jetzt:-O

Aber seit Mini da ist hat sich was geaendert.

Mit kleinem Kind verbringt man zwangslaeufig deutlich mehr Zeit in der Wohnung als zuvor. Und man mag nicht glauben, wie viel schneller eine Wohnung dreckig wird, wenn man sich viel darin aufhaelt.

Ich weiss nicht ob ich was falsch mach oder ob es nicht doch einfach normal ist. Frueher hab ich deutlich weniger geputzt und es war trotzdem sauber. Jetzt putz ich praktisch dauernd in irgendeiner Weise hinterher, und trotzdem.Das Ergebniss ist einfach nie lange sichtbar und von den Waeschebergen und dem Spielzeug dass dauernd herumliegt mag ich gar nicht erst reden:-O

Ich bin immer noch tolerant, aber ich muss zugeben – einige Male hat es mich kurzzeitig  schon (fast) aus der Fassung gebracht. Etwa wenn ich morgens die Wohnung geputzt und aufgeraeumt hab und alles gut aussah und es Abends wenn der Mann zuruckkommt schon wieder ausschaut wie Harry und ich die Gedanken des Mannes fast schon hoeren kann. Hier schauts aber aus. 😀

Jedenfalls: Wenn die Freunde aus der Heimatstadt herkommen oder die Familie dann ist mir das egal. Sie kennen mich. Sie wissen, dass ich schon immer eher chaotisch war und wenn Mini halt mit ihrer Broeselhand irgendwo hingebroeselt hat oder Flecken gemacht hat, Ist halt so.

Kuerzlich aber hab ich einige unserer neuen Bekannten zu uns eingeladen.

Es war Wochenende und der Mann liess mich an diesem Tag (danke danke danke) ausschlafen.  Es war 11 als ich aufwachte und weit nach 12 als wir mit Fruehstuecken fertig waren. Die Bekannten waren bis 15 Uhr angekuendigt. ich bekam Panik.

Deren Wohnungen sind naemlich tadellos. Kein Staubkorn und nix. Ich putzte und ordnete, obwohl es noch nicht viel zu ordnen gibt. Da stehen einfach noch zu viele Umzugskartons. Ich war ehrlich gestresst. Am liebsten haette ich eine Sms geschrieben, ob wir uns vielleicht nicht doch lieber im Cafe treffen koennten?:-D Wie bloed, sich selbst so unter Druck zu setzten.

Letztendlich schrieb ich keine Sms, die Bekannten kamen, fanden die Wohnung toll und es war ein schoener Nachmittag. Zum ersten Mal hatte ich das Gefuehl sowas wie angekommen zu sein in unserem neuem Leben. Es hat sich also dann letztendlich doch noch gelohnt, jemanden eingeladen zu haben.

In Zukunft werd ich mich aber nicht mehr so stressen. Man hat ein kleines Kind, man ist gerade umgezogen, dann schauts halt chaotisch aus.

 

 

Fertig

Gerade ist der Mann mit Mini unterwegs. Den halben Tag.

Es gibt eigentlich genug fuer mich zu tun. Sachen, die man tun muss und Sachen die man tun will.

Und was mach ich: Nichts:-D Die letzten 2 h hab ich auf dem Sofa verbracht und n.i.c.h.t.s gemacht. So gar nichts. Vom Fernseher berieseln lassen obwohl ich eigentlich noch n.i.e. am Tag gefernseht hab.

Die letzten 5 Tage waren meine Mutter und Bruder  da.Es gab einige Ausfluege, ein Picknick in den Vogesen, viele Stunden im Park, eine Stadtbesichtigung und einen Restaurantbesuch. Schoen wars.

Die Oma war Auch fuer Mini da. Wir sind naemlich eigentilch gerade Auch mitten im Umzug.

Aber Mini haengt gerade so dermassen in der Fremdelphase fest, dass sie sich partout nicht von Oma nehmen liess. Nicht mal 2 Minuten auf den Arm. Vielleicht mal kurz spielen, aber sobald ich mal kurz ums Eck war, zack, aus. Traenen.

Mini war schon immer ein Mamakind, aber zur Zeit ist es extrem. So wirklich extrem, dass es mir (ein bisschen)  Sorgen macht. Nicht nur das Fremdeln, sondern Auch manches Mal Minis Wutanfaelle. Traenen bei (fast) jedem Nein. Kreischen und Schreien ehrlicherweise Auch:-D Der Mann, die Schwaegerin und der Schwager sagten schon mehrmals dass Mini vielleicht den Charakter von der Schwiegermutter geerbt hat, der anderen O.m.a. Ja und jeder der die andere Oma kennt hofft dass das nicht der Fall ist:—D

Und woran liegt es dass Mini so sehr fremdelt und Wutanfaelle dieser Art hat? Oder ist es normal? Grosse Ratlosigkeit.

Oder liegt es vielleicht doch daran dass ich waehrend der Schwangerschaft sehr oft sehr gestresst war? Oder daran dass nach Minis Geburt nicht alles gut war sondern Kinderintensiv, Lebensgefahr und sehr viele Kabel und Schlaeuche. Oder daran dass Mini nicht wie ich und meine Geschwister in einer Grossfamilie aufwaechst und da jeden Tag 1000 Leute sind.

Aber am Ende liegt vielleicht Auch doch nur wieder alles an dieser Phase:-D Man Weiss es nicht. Andere Dinge klappen mit Mini dafuer super. Muss Auch gesagt werden:-D

So oder so ist diese Phase anstrengend. Der Mann und ich streiten gerade vermehrt weil es irgendwie doch an den Nerven zehrt. Abends Fallen wir muede ins Bett. Nichts mit schoenem Abend im Moment:-D  Viele Leute haben uns Hilfe fuer den Umzug angeboten. Ja und was soll ich sagen: es ist nett und ich bin dankbar aber ich hab es trotzdem abgelehnt. Wir bezahlen da jemanden der uns die Sachen von A nach B schleppt und den Schrank wieder aufbaut. Das ist teuer und es ist doof. Aber manchmal muss man Prioritaeten setzen.

Und so sehr ich meine kleine Mini lieb. Ich will wieder ein kleines  Stueck weit ein eigenes Leben zurueck. Alles am Ende eine Frage der Organisation?

 

 

 

Surprise

Am Vatertag hab ich ja ziemlich mit meinem Mann gestritten. Da wir eh schon dabei waren hab ich ihm Auch noch an den Kopf geknallt dass er mich kaum noch ueberrascht. Was eigentlich kindisch ist weil ich ihn Auch kaum noch ueberrasch. Seit Mini da ist um genau zu sein. Einfach keine Zeit mehr:-D

Der Mann nahm sich das aber trotzdem zu Herzen. Wir fahren in die Vogesen und gehen wandern sagte der Mann. Die Vogesen sind nicht das hoechste Gebirge und ich freute mich.

Wir stellten uns keinen Wecker, denn normalerweise weckt uns Mini zeitig auf. Samstag pennte Mini aber bis 8;30 und wir mit. Also war es bereits 10 bis wir loskamen und 10;30 bis wir getankt hatten und bei Super U ankamen um uns was fuers Picknick zu kaufen. Dieser Laden ist riesig. Keine Schilder und nix, alles wie im Labyrinth:-O Eine halbe Ewigkeit bis man alles zusammengesucht hat. Wieder einmal stellten wir fest, dass wir manches Mal wirklich selber Schuld sind, dass wir gestresst sind. Nicht weil wir ein kleines Kind haben sondern weil wir einfach chaotisch sind. N.a.j.a. Einsicht soll ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung sein:-D

Der Ort  den der Mann ausgesucht hat war nicht mehr weit, er nahm mit Mini und ich die Tasche mit dem Picknick und den Hund.

Und dann wanderten wir. Das Ziel hiess Lac Forlet und der Weg war wirklich schoen. Wir wanderten ueber Almen auf denen Kuehe grasten und sich sonnten, Blumen bluehten und je hoeher wir kamen desto schoener wurde Auch die Aussicht.

Und wir kamen tatsaechlich immer hoeher. Nix mit Vogesen sind nicht SO hoch, fuer mich sind sie definitiv hoch genug:-D Mehrmals haette ich am liebsten gesagt ich hoer auf.  Alle Kondition die da mal war ist weg:-O Halleluhja. Der Mann traegt Mini und schaut nicht mal so aus als waere ihm irgendwie warm und ich lass mich fast schon vom Hund hinterherschleifen und komm trotzdem kaum nach:-D Als der Mann mir Auch noch sagte dass ich rot wie eine Krabbe ausschau war meine Laune kurzzeitig im Keller. Danke. In Frankreich ist man naemlich nicht rot wie eine Tomate sondern rot wie ein Krabbe. Wie schoen, danke fuer die Info:-D

Letztendlich kamen wir dann aber doch am Lac Forlet an und der Weg hat sich gelohnt. Ein schoener Gebirgssee und kaum Leute da. Was will man mehr?

Wir picknickten also und liessen es uns gut gehen. Mini fands Auch toll. Sich ueberall hinzustellen ist seit neuestem die Lieblingsbeschaeftigung. Und die Mutter nicht aus den Augen zu lassen. Sobald ich weggeh wird gebruellt. Keine Ahnung ob das der kurze Ausflug in die Creche war oder wieder eine Phase ist.

Jedenfalls war es eine schoene Ueberraschung und auf dem Rueckweg hatte der Mann dann mehr Probleme als ich:-D Runtergehen macht mir naemlich gar nix aus, im Gegensatz zu ihm.:-D

Schade, Bild einfuegen funktioniert leider nicht.

 

Eingewoehnung Creche

Eigentlich sollte eine Creche/Kita ja da sein um die Eltern zu entlasten und der Mutter zu ermoeglichen wieder zu arbeiten.

Heute war Minis erster Tag und was soll ich sagen:-O. Ich fuehl mich kein bisschen entlastet. Eher sehr muede, genervt und ratlos.

Irgendwie hatte ich ja schon nach der Adaption kein gutes Gefuehl mehr.

Und heute war von dem ehemals gutem Gefuehl gar nichts mehr uebrig.

Wie war der erste Tag? Mini und ich gingen da hin. Mini war ausgeschlafen und gut drauf, ideale Vorraussetzungen also.

Ich war kaum angekommen und hatte Mini abgesetzt als die Erzieherin schon sagte. Ok, dann sehen wir uns in 15 Minuten. Sie hatte schon am Freitag was von nach 5 Minuten wieder gehen gesagt. Kann man nicht noch ein bisschen bleiben? Sie kennt sich hier ja noch gar nicht aus und sie kennt euch nicht. Vielleicht koennten wir es so machen, dass ich erstmal bleib? Sie muss dass nicht von heute auf morgen lernen, wir haben Zeit. Nein. Nichts mit Bleiben. Auch nicht nur um die Ecke gehen. Raus aus dem Gebaeude. Kinder weinen halt am Anfang und irgendwann beruhigen sich alle. Dann weinen sie halt erstmal. Egal.

Ich ging, obwohl ich eigentlich nicht gehen wollte. 15 Minuten. Die Creche liegt in einer ruhigen Seitenstrasse, das Fenster war auf und Mini bruellte und bruellte:-O Und was soll ich sagen. Man liess sie halt einfach bruellen. Nix mit Troesten:-O

15 Minuten spaeter bekam ich mein voellig verheultes Kind zurueck. Hmh, sagte die Erzieherin. Ein paar Mal hat sie aufgehoert zu weinen. Aber meistens hat sie gebruellt. Ist halt so. Morgen dann 30 Minuten. Tschuess. Ich schaute ziemlich bloed. Sie hat so geweint:-O Ja, ja dass ist normal. Man muss da optimistisch bleiben. Die Erzieherin zuckte die Achseln und wandte sich demonstrativ ab. Zeit zu gehen hiess dass.

Eine andere sagte noch Die hat heute bestimmt nicht ausreichend geschlafen. Die ist doch total muede. Und die 3. : Vielleicht ist es Auch die Sprache. Die sprichst doch Deutsch mit ihr.

Ja, ich sprech deutsch mit Mini. Minis Vater spricht aber franzoesisch mit ihr. Daran liegts doch nicht. Auch nicht an der Muedigkeit. Was denken die sich eigentlich? Vielleicht liegts daran, dass das Kind Panik bekommen hat weil sie sich hier absolut nicht auskennt und euch nicht kennt?:-O

Vielleicht klingt es gemein, aber diese 3 Erzieherinnen wirken alle nicht wie die Hellsten. Keine von ihnen ist aelter als 25 und alle 3 wirken als saessen die da eben ihre Zeit ab bis sie nach Hause duerfen.

Die 3 haengen auf dem Sofa rum, die Kinder krabbeln irgendwo plan- und ziellos rum. Irgendwie wirken die Kinder wie bestellt und nicht abgeholt. Heute war herrliches Wetter. Keine Kinder im Hof, Auch nicht als wir 2 Stunden spaeter nochmal zufaellig dort vorbeikamen.

Ich Weiss nicht was ich machen soll. Ich bin eigentlich niemand, der am ersten Tag hinwirft. Ich bin Auch keine Helikoptermutter die ihrem Kind nichts zu traut.

Zugegebenermassen war dieser Krippenplatz Auch eher fuer mich als fuer Mini. Mini faengt regulaer im September mit der richtigen Krippe an. Eine Krippe, die zweisprachig laeuft und einen wirklich guten Ruf hat. Es war fuer mich  Weil ich in letzter Zeit zunehmend echt ko bin. Es ist nicht leicht, wenn man keine Familie in der Naehe hat die einem das Kind ab und an mal abnehmen kann. Seit das Kind krabbelt und sich ueberall hochzieht – Stehen neue Lieblingsbeschaeftigung seit kurzem:-D – ist es, obwohl man sich ueber die Fortschritte des Kindes sehr freut noch anstrengender. Manches Mal denk ich mir abends ich kann nicht mehr.  Echt. Nix mit 1 Jahr Elternzeit ist einem Jahr Urlaub mit seinem Kind gleichzusetzen:-D Ich brauch aus vielerlei Gruenden wirklich  ein bisschen Zeit fuer mich und ab und zu eine Pause.

Aber dafuer Mini dort reinwerfen? Mein Herz sagt Nein, auf keinen Fall.  Meine Freundinnen sagen nein. Meine Mutter Auch.

Was soll ich denn bloss machen?

Und mein Mann? Mit dem kann ich nicht darueber reden, zum ersten Mal. Wir koennen immer ueber alles reden aber nun koennen wir zum ersten Mal nicht darueber reden. Er ist enttaeuscht. Es hat ihn viel Zeit gekostet, diesen Platz zu finden und die Papiere fertig zu machen. Ich hab keine Ahnung ob er mich versteht oder nicht. Maenner:-O

Wie bloed dass alles ist:-(

 

Kinderkrippe in Frankreich

Ich bin irgendwie nicht so gut drauf.

Ganz sicher Auch deshalb, weil ich gerade Schlafstoerungen hab. Es gibt zur Zeit kaum eine Nacht, in der ich mehr als 5 h schlaf. Meist weniger. Langsam geht das an die Substanz. Ich bin echt fix und alle und ich finde, so sehe ich Auch aus:-OD Naja.

Generell war die Woche anstrengend und schwierig. Der Mann war viel in der Arbeit, der Vermieter zahlt seit Jahr und Tag keine Steuern und wir durften deshalb einen ganzen Nachmittag auf dem Finanzamt rumhaengen um abzuklaeren, dass wir die Miete nun an den Staat und nicht mehr an den Vermieter Zahlen. Wir haben naemlich Post bekommen und kuemmert man sich da nicht schnell drum, macht man sich selbst strafbar:-O Supi.

Ausserdem muessen wir umziehen. Das Haus wird naemlich zwangsversteigert. Nicht, dass wir nicht umziehen wollen. Unbedingt wollen wir umziehen:-D Bedeutet aber halt Auch sehr viel Stress alles in allem.

Aber: heute haengen meine Gedanken an der Creche:-O

Mini haette ja schon Anfang April anfangen sollen und inzwischen ist fast Mai.  Erst brauchte eine anderes Kind laenger fuer die Eingewoehung, dann war die Erzieherin, die die Eingewoehnung macht krank und dann war Streik in Frankreich.

Alles in allem war Mini heute also erst das 2. Mal da. Das erste Mal war Vorgespraech und Mini war hauptsaechlich im Buero der Leitung. Heute war Adaption.

Als die Leitung uns erklaerte, wie die Adaption so funktioniert, hoerte sich das supertoll an. Heute war La directrice aber nicht da und das Personal…nunja:-D Es machte die Dinge eben auf ihre Art. Keiner da drin war boese, im Gegenteil, die waren alle nett. Aber irgendwie kuemmerte sich Auch keiner direkt um die Kinder. Die hingen einfach so rum. Aber ok, Mini und ich waren ja Auch nur 30 Minuten da. Deshalb kann ich ja nicht beurteilen was sie mit den Kindern so machen den ganzen Tag.

Ich musste noch ein paar Fragen zu Mini beantworten und die Erzieherung nahm Mini einmal auf den Schoss. Mini ist allerdings erkaeltet und war heute irgendwie fertig. Sie wollte nicht spielen, die anderen Kinder kennenlernen oder die Umgebung entdecken.  Nach 35 Minuten waren wir wieder draussen. Mehr ist Adaption naemlich nicht. Und am Montag soll Mini nun schon das erste Mal 15 Minuten alleine da bleiben. Und dann jeden Tag laenger. Und das verkorkst mich. Klar, 15 Minuten sind eigentlich nichts. Sagte mir heute Auch meine kinderlose Freundin. Sie muss es doch Auch lernen oder. Und das stimmt ja Auch. Aber Mini ist nicht daran gewoehnt, ohne ihre Eltern irgendwo zu sein. Sie kennt dass nicht. Und dann soll ich sie gleich am ersten „richtigen“ Tag allein da lassen, obwohl sie weder die Leute noch die Umgebung kennt:-O Die bekommt doch Panik. Ich an ihrer Stelle wuerde jedenfalls Panik kriegen.

Klar, die Mutter muss positiv an die Sache rangehen. Aber wenn ich dass nicht gut finde? Du kannst ja noch 5 Minuten bleiben. Danach gehst du und dann schauen wir.

Nach 5 Minuten?  Schau, dieses Maedchen hat ewig  zur Eingewoehnung gebraucht. Wochenlang hat sie nur geweint. Aber jetzt ist alles gut. sagte die Erzieherin und zeigte auf ein ungefaehr 2 – jaehriges Maedchen, dass sich an eine Puppe klammerte und verloren im Eck stand.  Schoen, wenn sie findet dass alles gut ist. Aber ich finde nicht, dass das Maedchen ausschaut, wie wenn alles gut waere. Die Erzieherin zeigt auf ein anderes Maedchen, gerade 4 Monate alt geworden. Sie ist den ganzen Tag da drin. Je kleiner die Kinder sind, desto besser. Dann verstehen sie noch nichts. Aber ist es nicht im erstem Jahr besonders wichtig fuer ein Kind bei den Eltern zu sein? Bindungsaufbau und so…

Schick dein Kind bloss nie in Frankreich in den Kindergarten oder in die Schule! Das franzoesische System ist viel zu streng. sagten mir schon vor Ewigkeiten einige Personen aus meinem direktem Umfeld. Damals gab ich nicht viel drauf, aber ploetzlich schaut es anders aus:-O Ich will nicht das mein Kind in ein System gepresst wird dass mir vielleicht nicht gefaellt.

Der Mann reagierte auf meine Verkorkstheit mehr genervt als verstaendnisvoll. Er war schliesslich Auch in der Creche gewesen, und hat er etwa einen Schaden davon getragen?Und ueberhaupt ER haelt nichts von dem deutschem System „Das Kind ist der Koenig“. Plapla. Ich Auch nicht, aber egal.

Wir ticken, was das Kind anbelangt halt  unterschiedlich. Er sehr franzoesisch und ich irgendwie deutsch. Wo Auch immer dass noch hinfueheren mag:-D

Oder Steiger ich mich jetzt masslos in  was rein was gut ist wie es ist? Auch moeglich:-DO

 

 

Sturz

Gestern ist es passiert.

Mini legte den 1. richtigen Sturz hin. Einen kurzen Moment umgedreht, Kaffee eingeschenkt und zack, das Kind liegt auf dem Boden.

Kopfueber aus dem Hochstuhl gefallen.

Sie hat erst angefangen zu weinen als ich sie aufgehoben hab. Nicht lang, nur  kurz und Auch nicht sehr, wenn man bedenkt, dass sie gerade abgestuerzt ist.

Irgendwie war ich geschockter als sie:-O Nachdem Mini getroestet war, rief ich erstmal alle ebenfalls nicht mehr kinderlosen Freundinnen an. Muss ich Mini zum Kinderarzt bringen? fragte ich sie alle obwohl mir laengst klar war, dass ich Mini letztendlich auf jeden Fall zum Arzt bringen wuerde.

Das tat ich dann Auch. Der Mann musste von der Arbeit weg und seine Versichertenkarte zum Kinderarzt bringen. In Frankreich sind Kinder naemlich mit auf eine der Karten der Eltern versichert und in diesem Fall ist es seine Karte. Dort bekam er mit wie die Chefin gerade am Telefon eine Mutter niedermachte die 2 Mal einen Termin abgesagt hatte. Inzwischen sind wir lange genug in dieser Gemeindschaftspraxis um zu wissen, dass man diese Aerztin besser nicht veraergern sollte:-D Und genau bei der sollte ich spaeter mit Mini vorbei. Ich hab mir schon Sorgen gemacht dass du auf die und ihre schlechte Laune faellst und sie dich Auch fertig macht und du mir heute Abend sagst dass mein Volk boese ist und du nicht mehr in Frankreich leben kannst sagte mein Mann mir am Abend. 😀

Jedenfalls: Mini war echt gut gelaunt als wir in der Praxis ankamen. Wir mussten eine halbe Stunde warten und sie lachte und lachte und lachte. War echt suess:-D

Mini wurde gruendlich untersucht. Alles ist gut. Sie soll 2 Tage genau beobachtet werden. Wenn sie nicht ploetzlich irgendwie wegdriftet oder erbricht ist alles gut. Gluecklicher, dankenswerterweise!!! Und die Aerztin war nett:-) Auch kein Vortrag, weil Mini aus dem Hochstuhl gefallen ist oder sonstwas.

Und was soll ich sagen. Der Sturz ist meine Schuld. Ich hab Mini nicht festgebunden. Und es war, ehrlicherweise Auch nicht das erste Mal:-O

Ich war mir einfach sicher, dass ein Kind aus diesem Stuhl nicht einfach so rauskommt und schon gar nicht wenn ich 2 Meter daneben steh und mich keine 20 Sekunden umdreh. Ich Weiss nicht wie sie das gemacht hat, ich kann es mir nicht erklaeren. Man schnallt Kinder IMMER und AUSNAHMSLOS an, wuerden mir jetzt bestimmt die allermeisten Muetter sagen. Und sie haben Recht.

Hab ich ein schlechtes Gewissen? Ja, hab ich.  Es wird nicht wieder passieren und ich bin heilfroh, dass Mini nichts passiert ist.

Und was lern ich noch daraus. Ich bin weit davon entfernt eine perfekte Mutter zu sein. Ich werd Auch nie eine  perfekte Mutter sein. Niemand kann perfekt sein. Man kann nur versuchen eine gute Mutter zu sein und ich denk dass bin ich im grossem und ganzem. Wenn ich nicht gerade mein Kind nicht im Hochstuhl anschnall. Aber sowas passiert einem nur einmal:-O Es tut mir leid Mini.