Beruf

12 von 12 im April ohne Bilder. Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich frage mich gerade wieder staendig wohin denn eigentlich meine Zeit  fliesst? Weil gefuehlt staendig „nichts geschafft“ und trotzdem den ganzen Tag gerannt. Und. Aber dass nur am Rande: ich frag mich auch was mit meinem Reader los ist. Mir werden laengst nicht mehr alle der vielen tollen Beitraege angezeigt. Ich hab das Gefuehl mir geht gerade einiges durch die Lappen und ich weiss nicht wie ich das aendern kann:-///

Jedenfalls: der 12. begann schon irgendwie ein bisschen verkorkst. Weil Mini nachts staendig aufwachte. Nicht nur gefuehlt, sondern wirklich. Und ich mich zwischenzeitlich auf unserem Haus:-OOOgang wiederfand. WTF, ich dachte ich wandel seit Jahren nicht mehr schlaf? Zumindest hat mich den ganzen Tag kein Nachbar angegrinst, dass laesst hoffen;-)

Um 5 stand der Mann dann auf und ich konnte nicht mehr schlafen. Um kurz vor 7 wachte Mini dann auch auf und die Nacht war um. Sie wollte dann Tubbies schauen, und dass am liebsten sofort:-O Ich find die Telletubbies ja sowas von doof. Der Mann auch. Der Mann sagt derjenige der die „Tubbies“ erfunden hat muss ziemlich viel geraucht haben und ich glaub dass auch;-) Unsere Tochter steht aber trotzdem drauf. Nunja. Sie durfte ein bisschen schauen.

Um 7:30 gabs dann Fruehstueck und Mini brachte mich wieder mal zum Lachen. Seit ein paar Tagen sagt sie naemlich dauernd Oh la la. Und mit ganz ernster Miene Tubbies zuhause. Goldig, was Kinder in dem Alter noch alles glauben;-)

Um 8 sind wir dann in die Krippe gestartet und Minis Freude war gross, denn die beste Freundin war schon da. Von wegen Kinder in dem Alter bauen noch keine richtigen Freundschaften auf. Eine befreundete Mutter wollte noch gern Kaffee trinken gehen, aber ich hab abgelehnt, weil es einer dieser Paniktage war. Kennt Ihr die auch? An den allermeisten Tagen freu ich mich einfach ueber mein gesundes Kind und blende anderes vollkommen aus. Das ich beruflich gerade keine grossen Schritte mach bspw. Aber an anderen Tagen geht dass nicht. Da bekomm ich regelrecht Panik und ueberschuette mich selber mit Vorwuerfen, weil andere es ja auch schaffen. Oder zumindest so tun!?! Keine Ahnung.

Bis die Wohnung dann einigermassen aufgeraeumt und der Hund draussen war war es schon 10. Der Mann kam dann auf eine kurze Pause heim (gluecklicherweise) und half mir. Mir wurden fuer meine Weiterbildung naemlich Vertragsunterlagen per Email zugeschickt und die muessen ausgefuellt mit der Post zurueck. Klar, dass unser Drucker gerade jetzt den Geist aufgegeben hat, oder;-) Wir suchten ewig rum, weil wir naemlich seit kurzem ein Macbook haben, und der Stick nirgends angezeigt wurde. Irgendwann schafften es aber doch und meine Panik wurde nicht gerade kleiner, weil ich naemlich entdeckt habe, dass die schon das Projekt und den zugehoerigen Projektpartner wissen wollen. Wuaaaah. Ich habe zwar das Projekt, aber eben keinen Partner dafuer mehr. Chakuuu. Irgendwann muss ich auch noch Papiere fuer den Job den ich in 2 Wochen anfang raussuchen. Hilfe. Wir schauten dann auch noch kurz kurz kurz Bilder an, die der Mann gestern auf das Macbook ueberspielt hat. Wir haben uns in den letzten 2 Jahren doch irgendwie veraltet, finden wir:-O Und mir fiel mal wieder ein, dass ich laengst mal die Tausende ungeordneten Bilder ordnen wollte. Eigentlich will ich ja Fotoalben:-O Maaaahann.

Ich kochte dann schnell, wir assen schnell, der Mann musste zurueck in die Arbeit, ich ging einkaufen und dann musste ich auch schon einigermassen schnell zur Krippe.

Und: Mini ist da nach dem Mittagsschlaf mit hohem Fieber wieder aufgewacht. Baaeem. Fiebersaft hat sie schon bekommen. Aus dem Plan mit der befreundeten Mutter und mit dem befreundetem Kind zum Spielplatz zu gehen wurde somit nichts. Schade. Einen kurzen Spaziergang haben wir aber trotzdem noch gemacht und die befreundete Mutter konnte meine Panik ein bisschen eindaemmen. Ihr gehts naemlich auch so.

Kurz vor 18 Uhr landeten wir dann aber doch noch beim Kinderarzt weil das Fieber weiterstieg und Mini immer zerbroeselter wurde. Mittelohrentzuendung. Dank der Krippe ist mein Vokabular was Kinderkrankheiten betrifft mittlerweile Recht gross;-)

Wir sind dann noch bei der Apotheke vorbei und holten allerlei Arzeneimittel, weil das arme Kind nicht nur Mittelohrentzuendung sondern auch eine beginnende Bindehautentzuendung hat.

Gegen 20 Uhr schlief Mini ein. Selbstverstaendlich erledigte ich danach alles was es noch zu tun gab. Klar, oder. Nee, Spass. Ich machte gar nichts mehr. Einfach, weil ich platt war. Abgesehen davon, dass ich die Lieblingsserie ansah, mit einer der Freundinnen aus der Heimatstadt telefonierte und mit dem Mann geredet hab, der irgendwann gegen 21 Uhr zurueckkam. Und an 1001 Dinge hab ich auch gedacht. Zum Beispiel daran, dass sich auf den Tag genau vor 13 Jahren mein Leben komplett geaendert hat, nur dass ich und auch sonst niemand dass damals ahnen konnte. Es war der Anfang vom Ende und was soll ich sagen, manche Wunden heilen nie ganz. An eine der Freundinnen die gerade durch eine sehr schwere Zeit geht, hab ich auch gedacht.

Wieder nichts „geschafft“ in diesem Sinne also:-O Aber wenigstens hab ich mich am Abend nicht mehr selbst deshalb zerfleischt. Es ist eben gerade wie es ist. Mini ist noch so klein, wir haben hier keine Grosseltern und nix und der Mann ist beruflich so sehr eingespannt, dass der Rest praktisch fast komplett an mir haengt. Klar mach ich beruflich gerade keine grossen Spruenge. Die Situation war in diesem Sinne so nicht geplant, aber manchmal spielt das Leben eben so und es ist gut so wie es ist. Es bringt nix sich mit anderen Muettern zu vergleichen, die vielleicht mit einem 12 Monate altem Kind schon wieder an der Karriere zu basteln, aber die Grosseltern nebenan haben. Einfach, weil es nicht das gleiche ist. Genauso wenig wie meine Situation mit jemandem vergleichbar ist, der alleinerziehend ist, keine Grosseltern ums Eck hat und eben so kaempft wie er kann. Jede Situation ist anders, jeder hat andere Karten und jeder versucht mit den Mitteln die er hat das beste daraus zu machen. Mehr geht nun mal nicht. Muetter schaffen schon so viel. Wir sollten uns doch echt selbst mal mehr anerkennen.

Frohe Ostern Euch allen.

 

 

 

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Bloedes Gefuehl

Die Franzosen ticken in Punkto Kinder, Kindererziehung und Kinderbetreuung anders als die Deutschen.

Sie gehen anders mit ihren Kindern um. Die Kinder stehen weniger im Mittelpunkt als manchesmal in Deutschland und das Kind wird eher an den Tagesablauf der Restfamilie angepasst als umgekehrt. In Frankreich wird  kaum gestillt. Waehrend man in Deutschland manchesmal doof angeguckt wird, weil man seinem Kind Pulvermilch gibt ist dass in Frankreich andersrum. Hier erntet Frau Blicke, wenn sie ihr Kind stillt.

Die Kinder kommen nicht wie der Grossteil aller Kinder in Deutschland mit 1, 2 oder 3 Jahren in die Krippe, sondern oftmals bereits mit 10 Wochen. Und in vielen oder sogar den meisten Faellen nicht 4, 5 oder 6 Stunden sondern aufwaerts. Kinderkrippen in Frankreich sind oftmals ab 7 geoeffnet und werden erst um 18:30 wieder geschlossen.

Die Frage, ob und wie lange Frau  zu Hause bleibt stellt sich nicht oder kaum. Spaetestens nach 3 Monaten ist Frau wieder im Beruf und das in den meisten Faellen Vollzeit. Keiner wird  sie deshalb als „Rabenmutter“ abstempeln. Praktisch, weils dieses Wort im Franzoesischem gar nicht  gibt:-D In Frankreich wird Frau eher doof angeschaut wenn sie mit einem 4 Monate altem Kind „immer noch“ zu Hause ist. Es stellt sich auch keiner die Frage, ob so ein frueher Krippenbesuch dem Kind mehr schadet als nuetzt. Es ist eben einfach so. Sogar ihre alte Linie haben die meisten franzoesischen Muetter  bald wieder zurueck.

Jedenfalls: mich persoenlich hat das franzoesische System bisher nie unter Druck gesetzt. Einfach weil ich eben keine Franzoesin bin;-) Es kam fuer mich nicht in Frage, mein Kind vor 1 Jahr in die Krippe zu bringen, schon gar nicht ganztags. Jedem das seine;-) Trotzdem hab ich bemerkt, dass ich mich (ein bisschen) geaendert hab. Die ersten Wochen in der Krippe dachte ich noch oftmals wenn ich die ganz Kleinen sah, dass sie mir irgendwie leidtun. Und ja, die Kinder welche in diesem Alter ganztaegig in der Krippe sind tun mir in gewisser Weise immer noch ein bisschen leid. Aber generell hab ich mich daran gewoehnt und finde nichts „schlimmes“ mehr daran.

Auf jeden Fall frug mich Minis Bezugserzieherin anfangs, wie viel Zeit wir fuer die Eingewoehnung haben und wann ich wieder zu arbeiten anfange. Ich erzaehlte ihr damals, dass ich mir erst was neues suchen muss weil wir neu hergezogen sind. Zwischenzeitlich dachte ich, sie haette das laengst vergessen. Einfach weil es so viele Kinder und Eltern sind und man manchmal was sagt und am naechsten Tag weiss es keiner mehr.

Da die Krippe einmal im Monat frueher schliesst und ich mir nicht 100 Prozent sicher war es wirklich auf die Minute zu schaffen fragte ich gestern eben diese Erzieherin was passiert wenn ich heute 5 oder 10 Minuten zu spaèt waere. Dann ist es eben so, dann soll ich anrufen, sagte sie und wenn ich will das die eine Mutter die Mini gut kennt mini schon mal mitnimmt soll ich nochmal anrufen und Bescheid geben weil sie Mini sonst nicht mitgeben duerfen.

Ich schaffte es aber heute gerade noch rechtzeitig. Die Erzieherin kam mit einem grossem Laecheln zu mir und freute sich dass ich es dann doch noch geschafft habe und  fragte ob ich denn nun wieder angefangen habe zu arbeiten.

Und zu allererstem Mal fuehlte ich mich vom franzoesischem System unter Druck gesetzt:-O Irgendwie war ich naemlich der Meinung dass weder diese noch eine andere Erzieherin noch wissen, ob ich schon wieder arbeite oder eben nicht. Ich dachte ich bring und hol mein Kind und sie meinen ich waere zwischenzeitlich in der Arbeit gewesen. Eventuell hat es mich genau deshalb auch nicht unter Druck gesetzt;-)

Ich hab der Erzieherin heute nicht ganz die Wahrheit gesagt, sondern so getan als wuerde ich schon laennngst wieder arbeiten. Wie kindisch ist dass denn :-O

Job und kind

Ich schrieb ja schon dass es läuft mit dem job.

Und in dem sinne dass ich mit dem job zurechtkomm und dass es mit der sprache passt stimmt dass auch. Klar, es gibt sie, die WTF MOmente.😄 es gibt halt einfach themen zu denen mir die wörter fehlen. Aber im grossen und ganzen: läuft. Ich hab wshrscheinlich in den letzten 4 wochen mehr wörter gelernt als normalerweise in 3 monaten oder so.😀

Ich hab auch einige nette leute kennengelernt und ja, es tut mir echt gut wieder zu arbeiten. Es ist ein schönes gefühl auch mal wieder anders gebraucht zu werden.

Aber es gibt leider auch ein aber.

Denn: es wurden zwar dann plötzlich doch mehr stunden (gut!!!) Aber nicht am stück. An diese möglichkeit hab ich im vorfeld gar nicht gedacht🤔

An manchen tagen arbeite ich also  2 oder 3 h und an anderen nur 1. Oder 1 h in der früh und eine mittags. Das ist ja gar nichts könnte man meinen.

Und einerseits stimmt dass auch.

Andrerseits bleibt sich der stress in der früh gleich. Man steht früher damit man das kind halbwegs stressfrei und nicht zu spät in der krippe abgeben kann. Man muss mit dem auto durch die ganze stadt wegen manchmal, ja 1 h. Dafür gehen (manchmal) ziemlich viele nerven und vor allem zeit drauf. Zeit die nicht bezahlt wird, denn bezahlt wird nur die tatsächliche arbeitszeit. Die paar cent die zum benzin beigesteuert werden sind kaum erwähnenswert.

Der mann muss nun früher los und kommt später heim weil er den bus nehmen muss. Das ticket kostet geld. An den tagen an denen ich mini vor 8 in die krippe bring muss  ich eine zusätzliche stunde krippengebühr bezahlen.

Ich bin also jeden vormittag auf achse und hetz von a nach b. Und ansich wäre dass ja auch noch irgendwie okay, wenn es sich denn finanziell lohnen würde.

Aber nee. Weil weder der stundenlohn überragend ist, noch ich tatsächlich auch nur halbwegs so viel arbeite wie ich unterwegs bin.

Selbst wenn ich beide augen zudrücke, es lohnt sich nicht.😕

Weder finanziell noch sonstwie. Es ist erst woche 4 und dieses ständige unterwegs sein an 5 tagen pro woche schlaucht mich schon jetzt.😟

Mit einem kleinem kind zu hsuse arbeiten zu gehen ist sowieso schon anstrengend genug und sollte sich dann zumindest lohnen.

Ich werd mir wohl irgendwas anderes suchen müssen.Bringt einfach nix so. 😦😩😦 blöd gelaufen😲😔😔😔

Einen schönen euch🦄🦄🦄🦄🐦🐦

 

 

9 Monate

Gerade schlaeft mein kleines grosses Kind.

Eigentlich muesste ich die Wohnung aufraeumen. Dringend!!! Wir sind gestern Abend erst aus meiner Heimatstadt wiedergekommen. Die Liste was ich heute also alles tun muesste ist riesig, vor allem weil wir morgen schon wieder fuer 5 Tage Besuch kommen. Und man ja auch niemandem zumuten will, im Chaos zu uebernachten.:-D Aber sei es drum.

War sehr schoen bei mir zu Hause. Viel Zeit mit den Grosseltern verbracht, meine Mutter mehrmals gesehen, die Geschwister und die Freunde. Viele Haende fuer mein Kind. Es ist jedesmal toll. Und gleichzeitig sehr anstrengend, weil es noch weniger 5 Minuten Ruhe gibt, als hier. Aber das macht nichts.

Mein kleines grosses Kind ist nun schon 9! Monate alt. Wie die Zeit vergeht. Und was das Kind in letzter Zeit alles gelernt hat. Aus dem ewigen durch die ganze Wohnung rollen wurde ploetzlich allein hinsetzten und nun krabbeln. Der Hund ist nun staendig auf der Flucht, weil mein Kind immer dahin will wo der Hund gerade ist.:-O Man (ich) ist also nur noch am Hinterherrennen:-D Ploeztlich kann sie sich alleine hochziehen, spricht die ersten Woerter und zu allem was so passiert, kommt ein „Oh“ oder „Ui“. 😀 Wahnsinn. Aus dem kleinem Mini das anfangs alles verschlief und kaum weckbar war, wurde ein MiniMensch, der ploetzlich sehr genau weiss was er will und auch was er nicht will. Will Mini irgendwas nicht: Gebruell. Passt was nicht: Gebruell. Nein, du darfst nicht an meinen Haaren ziehen: Gebruell. Aber auch regelrechte Lachflashs wenn irgendwas lustiges passiert. 😀  Aber warum sagten eigentlich alle zu mir, die ersten 3 Monate waeren die schlimmsten? Da schlief das Kind ja noch dauernd am Tag. Das ist jetzt anders. Aber: dafuer duerfen wir Nachts wieder durchschlafen. Das ist echter Luxus:-D

Zu Beginn der Elternzeit, bzw. waehrend der Schwangerschaft dachte ich ernsthaft, ich koennte in diesem Jahr Wunder was alles machen. Ein neues Hobby, franzoesisch viel besser lernen, besser kochen lernen. Nunja:-D Naiv, denk ich mich jetzt.  Nicht weil mein Kind in irgendeiner Weise komplizierter waere als andere, sondern weil es eben einfach ein Kind ist und einem in diesem erstem Jahr viel, um nicht zu sagen einiges oder sogar alles abverlangt wird.

Es gab zwar in den letzten 9 Monaten ein paar Abende in einer Bar mit Freunden, wenn Papa und Kind alleine zu Hause geblieben sind und viele viele viele schoene Momente. Wir sind keineswegs die ganze Zeit zu Hause gesessen. Trotzdem verbringt man mit einem Kind zwangslaeufig mehr Zeit zu Hause. Man wird von 0 auf 360 in eine Kinderwelt katapultiert, die man (ich) sich vorher einfach nicht vorstellen kann.

Die letzten 9 Monate war ich also fast ausschliesslich Mutter. Nicht, dass ich „vorher“ staendig perfekt gestylt war oder so, aber jetzt manchmal. Naja.  Es wird gar nicht mehr so sehr darauf geachtet, was man anhat, hauptsache man sieht nicht, was das Kind zum Mittagessen hatte:-D Ja und irgendwo las ich auch mal, dass ein Koerper nach der Schwangerschaft nochmal 9 Monate braucht, um wieder den „Vorher“ Zustand zu erreichen. Joa. Da war ich wohl auch nachlaessig. Viel weniger Sport als zuvor kombiniert mit viel Rumsitzten und gern mal noch und noch eine Schockolade hat seine Spuren hinterlassen. Nicht das ich „fett“ geworden waere, nein. Aber ich fuehl mich nicht mehr wohl. Der Plan nicht shoppen zu gehen, sondern zu warten bis alles wieder passt, wurde kurzfristig ueber Bord geworfen. Man kann ja nicht ewig in den gleichen 5 Klamotten rumrennen:-D

Unsere Ehe hat sich irgendwie veraendert. Davor noch grossspurig geredet, uns wird es nicht so gehen, aber natuerlich hat sich was geaendert. Wir sind Eltern geworden.  Diese Tatsache wirft so ziemlich alles durcheinander. 😀

Ich wohn in einem anderem Land  und hab kaum was davon mitbekommen. Ich hab noch nicht mal gross darueber nachgedacht, weil einfach so vieles andere im Vordergrund stand.

Ich muss mir um meinen Beruf Gedanken machen. Wir sind umgezogen, die Zeit vergeht schnell und irgendwann muss ich mir was neues suchen, mit Kind.

9 Monate. Mein Kind geht ab naechsten Monat 2 Mal pro Woche in die Creche.

Es wird also Zeit das momentane Leben zu veraendern. Mutter sein, aber auch noch irgendwie noch ein eigenstaendiges Leben haben. Geht das? Man wird sehen.

Und jetzt ist mein kleines grosses Kind schon wieder wach und wir werden gemeinsam versuchen, das Chaos in der Wohnung zu beseitigen:-D

 

 

55 Stunden Creche pro Woche

Kuerzlich trafen wir uns mit einem (franzoesischem) Paerchen, dass wir vor einigen Monaten kennengelernt hatten und deren Kind. (ebenfalls fast 8 Monate alt).

Deren Kind ging bereits mit 3 Monaten 40 H / Woche in die Creche.

In Frankreich ist das nicht ungewoehnlich. Das System hier funktioniert ganz anders, Elterngeld in diesem Sinne gibt es nicht und auf diese Weise koennen/duerfen/muessen Muetter schnell zurueck in den Job.

Nach einigen Monaten hier weiss ich aber nun, dass viele Eltern, sofern die Moeglichkeit vorhanden, ihre Kinder laenger zu Hause behalten.

Bei betreffendem Paar besteht die Moeglichkeit ebenso. Der Mutter ist der Job wichtiger, sagt sie. Seit sie nun wieder Vollzeit arbeitet, wird die Kleine morgens um 7:30 Uhr abgegeben und abends um 18:30 abgeholt. Also die Oeffnungszeiten der Creche voll ausgenutzt.

Und wie laeuft dass dann? Morgens schnell aus dem Bett holen, eine Flasche, anziehen. Ab zur Creche. Abends aus der Creche abholen, umziehen, eine Flasche, ab ins Bett erzaehlt die Mutter.

Und der Vater: Meine Eltern haben ein immenses Problem damit dass das Kind in dem Alter schon so viel fremdbetreut wird. Aber ich seh da kein Problem. Da kann sie mit anderen Kindern spielen. Und die Mutter dazu: Ja wofuer gibts denn auch KinderbetreuungLetztens haben wir uns beide einen Tag freigenommen. Das Kind haben wir trotzdem in die Creche gebracht. Mit der Kleinen kann man ja nicht mehr als 3 Geschaefte machen. Sie zuckt die Achseln. Manche schauen uns schon bloed an, weil unser Kind jeden Tag so lang da ist. (in Frankreich)

Aha. Gesagt hab ich nicht viel dazu.  Jeder muss ja fuer sich selbst und fuer sein Kind entscheiden, was das Beste ist, welche Lebensweise am Besten zu der momentanen Lebenssituation passt was moeglich ist und was einem wichtig ist.

Leid getan fuer das Kind hat es mir trotzdem. Ich denke in diesem erstem Lebensjahr braucht ein Kind in erster Linie seine Eltern. Und egal wie gut die Erzieherinnen sein moegen, egal wieviel Muehe sie sich geben, sie koennen einem Kind nie die Liebe entgegenbringen, die es von seinen Eltern bekommen sollte. Sie koennen dem Kind auch nicht die Aufmerksamkeit geben, die es vielleicht braeuchte. Und wenn ich daran denk, dass ich nach 8 Stunden Arbeit schon geschafft bin und  heim will und Ruhe brauch, frag ich mich wie dass alles dann auf das Kind wirken muss.

Dabei bin ich niemand der sein Kind „ueberbehuetet“ oder dafuer bin, dass ein Kind bis zu seinem 3. oder gar 6. Lebensjahr zu Hause sein sollte. Ab April kommt mein eigenes Kind 2 Mal die Woche 3 Stunden in die Creche. Einfach weil wir hier einfach gar keine Familie haben, die mir die Kleine mal kurzzeitig abnehmen koennte.

Ehrlicherweise muss ich auch zugeben, dass ich die Frau in gewisser Weise einen Moment lang ein kleines bisschen beneidet habe. Natuerlich fehlt mir manches Mal die Arbeit, die „Erwachsenenwelt“. Natuerlich ist es auch schoen, schicke Klamotten anzuhaben und nicht den ganzen Tag Gefahr zu laufen, das demnaechst wieder Kinderkotze darauf landet:-D

Aber: mir persoenlich ist es das nicht wert. Ich lieb mein Kind und ich geniess die Zeit mit der Kleinen. (was widerrum nicht heisst dass man den ganzen Tag auf Wolke 7 schwebt:-D Es ist anstrengend, keine Frage. )Aber auch so schoen zu erleben, wie aus einem Neugeborenem langsam ein Kind wird. Mitzubekommen, wie es sich entwickelt. Jeden Tag die Fortschritte, die es macht zu sehen und auch (Hilfe:-O) festzustellen, dass das Kind, das eben noch ein hilfloses Neugeborenes war, ploetzlich Wutanfaelle bekommt, wenn es was nicht darf oder kriegt. 😀

Ich (fuer mich) kann sagen, dass ich kein Kind bekommen hab, um es nach wenigen Wochen den ganzen Tag fremdbetreuen zu lassen. Natuerlich haengt dass immer davon ab, ob man die Moeglichkeit hat, ueberhaupt 1 Jahr zu Hause zu bleiben.

Und natuerlich freu ich mich auch wieder auf die Arbeit. Was mir allerdings gleichzeitig Angst macht, weil ich noch ueberhaupt nicht abschaetzen kann, wie das funktieren soll.