Erbrechen

Samstagabend- Notaufnahme

Diese Woche lief so ganz anders als erwartet.

Urspruenglich wollte ich vieles:

Mit der Kleinen ins Babycafe, mir endlich Weihnachtsgeschenke ausdenken, sie kaufen, basteln, bestellen was auch immer. Wie jedes Jahr hab ich noch kein einziges :-O Und wie jedes Jahr werde ich mir wieder schwoeren, naechstes Jahr ganz bestimmt frueher damit anzufangen. Und wie jedes Jahr weiss ich auch schon jetzt, dass ich naechstes Jahr um diese Zeit wohl genauso dasteh. Aber gut:-D Ausserdem sollte es an Weihnachten ja sowieso nicht vorrangig um Geschenke gehen. Egal also, wird schon noch.

Die Woche begann schon damit, dass mein Zwerg von Sonntag und Montag nicht gut schlief und wir beide am naechsten Morgen so fertig waren, dass ich beschloss, nicht ins Babycafe zu gehen. Dafeur schafften wir es 2 Tage spaeter zu einer Krabbelgruppe, zu der ich uns angemeldet hatte. War auch echt schoen. Die Kinder dort sind schon ein bisschen aelter und es gab sogar Programm (singen, sprechende Puppe, Weihnachtsrunde). Meiner Kleinen hat es super gefallen. Sie war total neugierig und hat darueber sogar vergessen, dass sie eigentlich um diese Zeit muede ist. Ja und haette mir jemand jemals gesagt, dass ich an so einer Veranstaltung teilnehmen wuerde und es mir auch noch gefallen wuerde, haette ich dass niemals fuer moeglich gehalten:-D Huch.

Jedenfalls: meine Kleine hat sich da irgendeinen Virus geholt. Seit gestern Mittag erbricht sie staendig. Sie wirkt nicht total krank, aber auch nicht sehr fit und da sie letzentlich schliesslich gar nichts mehr bei sich behalten hat, begannen wir uns Sorgen zu machen. N. rief in der Kindernotaufnahme von Strasbourg an und 30 Minugten spaeter fuhren wir dann durch die halbe Stadt.

Ich stellte mir vor, dass wir mindestens 2-5 Stunden wuerden warten muessen und sah mich schon mit meinem armen Kind im Krankenhaus uebernachten.

Zu meiner Ueberraschung und auch Erleichterung war die Notaufnahme aber eine ganz normale Wohnung und ausser uns war keiner da. Wir kamen gleich dran und die Aerztin war sehr nett.

Nun weiss ich, dass es in Frankreich normal ist keine Arzthelfer oder Sekretaerinnen zu haben. Man gibt die Karte direkt dem Arzt. Bluttests etc…muss man in unabhaengig arbeitenden Laboren machen lassen.

Mein Kind hat jetzt ein Medikament bekommen, dass weiteres Erbrechen verhindert und wir durften sie wieder mit nach Hause nehmen. Hoffentlich ist sie bald wieder gesund. Und ich bin schon wieder ein kleines bisschen stolz auf mich (sehr neues Gefuehl:-D) Ich sprech schon ganz gut, dafuer dass ich doch eigentlich nicht sprechen kann.

Der Ausflug in die Notaufnahme hat 50 Euro gekostet, aber dass ist es mir wert. Ich haette mir sonst die ganze Nacht Sorgen gemacht.

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