Frankreich

Probleme in der Krippe

Die Krippe war so ziemlich das letzte ueber dass ich mir in letzter Zeit Gedanken gemacht hab.

Gestern, als ich kam hielt mir die eine Freundin (ein bisschen) triumphierend einen Brief unter die Nase. Du hast auch einen bekommen. Ich. hab. es. ja. die. ganze. Zeit. gesagt.!!!

Die eine Freundin ist schon laenger unzufrieden mit der Krippe, aber so richtig.  Kann sie ja auch sein. Jeder hat andere Vorstellungen und Erwartungen an die Krippe in der das Kind einige Stunden am Tag verbringt.

Ich jedenfalls bin mit der Krippe echt zufrieden. Also so wirklich. Die perfekte Krippe gibt es sowieso nicht, ebenso wenig wie die perfekten Eltern.

Klar, sie koennten n.o.c.h. mehr mit den Kindern machen. Sie haetten eventuell sagen sollen, dass der Koch, der jeden Tag frisch kocht seit Wochen krank ist und es deshalb geliefertes Essen und nix frischgekochtes gibt (man zahlt da ja auch dafuer, war echt nicht ganz korrekt), und jaaaaaaaaaha, manchmal braucht man nur die Klamotten vom Kindelein zu sehen um zu wissen was es Mittagessen gab oder das fleissig gemalt wurde. Und manchmal gehen Socken verloren. Also echt aber auch! (Alles Kritikpunkte von der einen Freundin). Auch die Feiern koennten besser sein. Joa.

Ich seh dass alles irgendwie lockerer. Weil,  dann hat das Kind halt Flecken auf den Klamotten und dann fehlen halt mal die Socken. Passiert uns zu Hause auch. Zumindest mit den Socken passiert das zu Hause  deutlich oefter als in der Krippe;-) Dann sind die Feiern halt nicht der Hit, aber es zwingt einen ja auch keiner hinzugehen oder.

Mir persoenlich ist viel wichtiger, dass mein Kind gern in die Krippe geht. Und das tut Kindelein, und zwar wirklich gern. Und dass  obwohl der Anfang alles andere als leicht war. Mini war naemlich ein absolutes Mamakind, dass gar.nirgends. anders. sein wollte, als n.u.r. bei mir. Und seit die Krippe dass geschafft hat, hat sie nun mal mein vollstes Vertrauen. Die Erzieher leisten wirklich gute Arbeit, da werd ich nicht rumjammern, wenn es mal ein einem Tag 5 Lieder weniger gibt oder?

Aber zurueck zum Brief. Die eine Freundin wartete schon draussen auf uns, als der einzig maennliche Erzieher zu mir kam. Ob ich den Brief schon gelesen hab? wollte er wissen. Hatte ich noch nicht. War ihm egal, er erzaehlte es mir einfach so.

Die Haelfte vom (verbliebenem) Stammpersonal kuendigt nun auch noch. Alle bald weg. Und dies ist auch der einzige Punkt in dem ich mit der einen Freundin einer Meinung bin: dieser staendige Personalwechsel ist nix fuer die Kleinen.

Der Erzieher ist dieser Meinung auch. Er erzaehlte und erzaehlte und erzaehlte. Und was soll ich sagen: ich kann verstehen, dass er kuendigt. Er und 8 Frauen. Damit ist der letzte Mann nun auch noch weg und das verbleibende Stammpersonal in der Minderheit:-O

Die Arbeitsbedingungen sind noch schlechter als in Deutschland. Frankreich zahlt noch weniger. Die Anforderungen sind hoeher, weil die Krippen viel laenger auf haben. Es gibt kaum Festvertraege. Fehlverhalten vom Chef. Und.und.und.

Und was bedeutet dass jetzt? Fuer Mini noch nicht so viel, denn es gehen nur 2 Erzieherinnen aus ihrer Gruppe.

Ich mach mir noch nicht die grossen Sorgen, eben weil Mini echt gern hingeht. Bleibt zu hoffen, dass der Chef sind aendert, sich die Arbeitsbedingungen aendern und sich die Situation stabilisiert und sich nicht noch verschlimmert.

Ich werd nie verstehen, warum soziale  Berufe so wenig wertgeschaetzt und so dermassen schlecht bezahlt sind. Kinder sind doch Zukunft.

 

 

Bloedes Gefuehl

Die Franzosen ticken in Punkto Kinder, Kindererziehung und Kinderbetreuung anders als die Deutschen.

Sie gehen anders mit ihren Kindern um. Die Kinder stehen weniger im Mittelpunkt als manchesmal in Deutschland und das Kind wird eher an den Tagesablauf der Restfamilie angepasst als umgekehrt. In Frankreich wird  kaum gestillt. Waehrend man in Deutschland manchesmal doof angeguckt wird, weil man seinem Kind Pulvermilch gibt ist dass in Frankreich andersrum. Hier erntet Frau Blicke, wenn sie ihr Kind stillt.

Die Kinder kommen nicht wie der Grossteil aller Kinder in Deutschland mit 1, 2 oder 3 Jahren in die Krippe, sondern oftmals bereits mit 10 Wochen. Und in vielen oder sogar den meisten Faellen nicht 4, 5 oder 6 Stunden sondern aufwaerts. Kinderkrippen in Frankreich sind oftmals ab 7 geoeffnet und werden erst um 18:30 wieder geschlossen.

Die Frage, ob und wie lange Frau  zu Hause bleibt stellt sich nicht oder kaum. Spaetestens nach 3 Monaten ist Frau wieder im Beruf und das in den meisten Faellen Vollzeit. Keiner wird  sie deshalb als „Rabenmutter“ abstempeln. Praktisch, weils dieses Wort im Franzoesischem gar nicht  gibt:-D In Frankreich wird Frau eher doof angeschaut wenn sie mit einem 4 Monate altem Kind „immer noch“ zu Hause ist. Es stellt sich auch keiner die Frage, ob so ein frueher Krippenbesuch dem Kind mehr schadet als nuetzt. Es ist eben einfach so. Sogar ihre alte Linie haben die meisten franzoesischen Muetter  bald wieder zurueck.

Jedenfalls: mich persoenlich hat das franzoesische System bisher nie unter Druck gesetzt. Einfach weil ich eben keine Franzoesin bin;-) Es kam fuer mich nicht in Frage, mein Kind vor 1 Jahr in die Krippe zu bringen, schon gar nicht ganztags. Jedem das seine;-) Trotzdem hab ich bemerkt, dass ich mich (ein bisschen) geaendert hab. Die ersten Wochen in der Krippe dachte ich noch oftmals wenn ich die ganz Kleinen sah, dass sie mir irgendwie leidtun. Und ja, die Kinder welche in diesem Alter ganztaegig in der Krippe sind tun mir in gewisser Weise immer noch ein bisschen leid. Aber generell hab ich mich daran gewoehnt und finde nichts „schlimmes“ mehr daran.

Auf jeden Fall frug mich Minis Bezugserzieherin anfangs, wie viel Zeit wir fuer die Eingewoehnung haben und wann ich wieder zu arbeiten anfange. Ich erzaehlte ihr damals, dass ich mir erst was neues suchen muss weil wir neu hergezogen sind. Zwischenzeitlich dachte ich, sie haette das laengst vergessen. Einfach weil es so viele Kinder und Eltern sind und man manchmal was sagt und am naechsten Tag weiss es keiner mehr.

Da die Krippe einmal im Monat frueher schliesst und ich mir nicht 100 Prozent sicher war es wirklich auf die Minute zu schaffen fragte ich gestern eben diese Erzieherin was passiert wenn ich heute 5 oder 10 Minuten zu spaèt waere. Dann ist es eben so, dann soll ich anrufen, sagte sie und wenn ich will das die eine Mutter die Mini gut kennt mini schon mal mitnimmt soll ich nochmal anrufen und Bescheid geben weil sie Mini sonst nicht mitgeben duerfen.

Ich schaffte es aber heute gerade noch rechtzeitig. Die Erzieherin kam mit einem grossem Laecheln zu mir und freute sich dass ich es dann doch noch geschafft habe und  fragte ob ich denn nun wieder angefangen habe zu arbeiten.

Und zu allererstem Mal fuehlte ich mich vom franzoesischem System unter Druck gesetzt:-O Irgendwie war ich naemlich der Meinung dass weder diese noch eine andere Erzieherin noch wissen, ob ich schon wieder arbeite oder eben nicht. Ich dachte ich bring und hol mein Kind und sie meinen ich waere zwischenzeitlich in der Arbeit gewesen. Eventuell hat es mich genau deshalb auch nicht unter Druck gesetzt;-)

Ich hab der Erzieherin heute nicht ganz die Wahrheit gesagt, sondern so getan als wuerde ich schon laennngst wieder arbeiten. Wie kindisch ist dass denn :-O

Arbeiten in Frankreich mit Kind

Heute war Vertragsunterzeichnung.

Der mann kam mit. Glücklicherweise hatte ich die vergangenen tage einschliesslich heute absolut keine zeit mir die frage zu stellen, wie dass wohl wirken mag.

Denn: pünktlich zum wochenende wurde mini wieder mal krank und das freudig erwartete wochenende fiel aus. 2 verabredungen mussten abgesagt werden und stattdessen lief die waschmaschine auf hochtouren. Mini hat nämlich magendarm, mit freundlichen grüssen aus der krippe.🤔 also ehrlich: so viel wäsche wie in den letzten tagen hab ich glaube ich noch nie gewaschen. Und so oft meine hände gewaschen erst recht nicht. 😉 aber hey – immerhin haben der mann und ich das ganze wochenende zusammen verbracht – das kommt nicht oft vor in letzter zeit.😄

Jedenfalls kam er heute mit. Ist ja auch ein vertrag und nicht meine sprache.

Die frau war echt nett. Netter als letztes mal eigentlich. Und alles war gut – bis sie plötzlich von 10 h pro m.o.n.a.t. sprach. Surprise surprise😜

What? Davon hat sie beim letzten mal nix gesagt. Ich bin mir ziemlich sicher es richtig verstanden zu haben. 15 h pro woche. Von anfang an.

Jetzt jedenfalls sind es 10 h pro monat😤 – erstmal. Zur probe, angeblich ist das immer so sagt sie plötzlich. Hätte man auch mal sofort sagen können oder.

wenn im 1. Monat alles gut läuft werden es  mehr stunden, ich kann wenn ich will auch auf 20 30 oder 40 hochgehen. Also hat sie zumindest gesagt.🤔

Zuerst war ich ganz schön entäuscht. Weil was will ich mit 2 h pro monat?

Der mann sieht das anders. Weil ich jetzt knapp 2 jahre mit mini zu hause war weils nicht meine sprache ist und weil wir das geld nicht ganz dringend brauchen.  1 monat langsam und dann richtig. Kleine unvorhergesehene schonfrist am anfang sozusagen. 🤔

Das gehalt ist jetzt  auch nicht mega, aber dass wusste ich schon vorher. In frankreich sind die gehälter fast immer weniger als in deutschland. Aber das ist okay.

In 2 tagen gehts los.

Und was wenn das kindlein bis dahin immer noch nicht wieder gesund ist? Dann mach ich wohl das was in frankreich viele machen. Das kind krank in die krippe bringen.😤

Glücklicherweise geht es ihr gar nicht mehr richtig schlecht. Sie ist nur noch einfach nicht ganz gesund.

Also man.wird.sehen.

 

 

 

Jobsuche mit Kleinkind

Um es kurz zu machen: zuerst mal lief es praktisch gar nicht.

Mini geht seit der zweiten Septemberwoche in die Krippe. Bis sie sich wirklich eingewoehnt hat vergingen locker 6-8 Wochen. Zwischenzeitlich war sie auch schon locker 4 Wochen krank, eher mehr. Irgendwie hofft man ja dass es beim eigenem Kind irgendwie anders ist und es nicht staendig krank wird, aber nunja. Waere ja auch zu einfach sonst, oder.

Ich fing an mich in Deutschland zu bewerben, weil der Weg tatsaechlich nicht weit ist. In meiner Branche fing ich erst gar nicht an zu suchen. Ohne Bereitschaft zu Ueberstunden und in Teilzeit kommt man da nicht weit. Bzw. erst gar nicht rein.

Macht aber nix, weil ich im Oktober sowieso eine Umschulung anfang, die so kinderfreundlich ausgelegt ist, dass das klappen muesste. Also hoffe ich.

Ich dachte deshalb einfach an irgendeinen „einfacheren“ Job oder wie immer man es nennen mag. Also bewarb ich mich. Auf manche Bewerbungen bekam ich einfach gar keine Reaktion, auf manche Absagen. Und einige Male wurde ich zum Gespraech eingeladen. Aber immer das gleiche. Entweder ueberqualifiziert oder auch hierfuer nicht flexibel genug. Und dann auch noch nur Teilzeit. Ja, was soll ich machen? Hexen vielleicht?  Ziemlich schnell stiess ich an die Grenzen von Vereinbarkeit von Beruf und Familie die in Deutschland ja angeblich gegeben ist. Denn Arbeitgeber moegen tendenziell halt einfach eher keine Muetter, erst Recht nicht Muetter von Kleinkindern. Oder vielleicht hat ihnen einfach meine Nase nicht gepasst? Oder meine Schuhe oder dies oder dass? Es wurde jedenfalls nix.

Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass ich  nicht 100 Prozent fuer einen Job gekaempft hab. Die letzten 2 Jahre waren anstrengend, und auch ohne Job ist einfach immer was zu erledigen. Wahnsinn, wirklich. Aber jeder der selbst Kinder hat, weiss dass ja.

Gestoert hat es mich trotzdem. Auch wegen dem gesellschaftlichem Druck und so. Und dem Druck den man sich irgendwo selbst macht. Auch wenn man sich immer wieder vorsagt, dass es ok ist, einfach mal zu Hause zu sein. Aber wenn man dann Blogs von manch anderen Muettern liest oder manch anderer Mutter zuhoert, die kurz nach der Geburt ihres Kindes schon so wahnsinnig viel machen und scheinbar alles ganz easy peasy ist, kommen dennoch Fragen auf. Fragen wie Liegt es einfach an mir? Bin ich zu doof? Was mach ich falsch? Warum bin ich keine solche SuperWoman? Und dass sind nur die deutschen Muetter. Von den franzoesischen will ich gar nicht erst anfangen. Die arbeiten ja praktisch sofort wieder. Was mich aber eigentlich weniger unter Druck gesetzt hat, weil ich halt einfach keine Franzoesin bin;-)

Ich fuehl mich immer noch muede von den letzten 2 Jahren, aber trotzdem bin ich nicht dafuer gemacht, „nur“ zu Hause zu bleiben. Zu Hause bleiben stresst mich und irgendwie muss ich trotzdem einfach raus.

Jedenfalls bewarb ich mich dann in Frankreich. Ohne ueberhaupt viel darueber nachzudenken, wegen Sprache und so. Mit Kind hat man ja tendenziell eh kaum noch Zeit sich ueber irgendwas den Kopf zu zerbrechen.

Der Mann schrieb die Bewerbung fuer mich und uebersetzte meinen Lebenslauf. Ich schickte die Bewerbung ab und bekam eine Woche spaeter eine Einladung zum Gespraech.

Zugegebenermassen war ich vor dem Gespraech dann doch nervoes, aber irgendwie ist dass ja auch normal. Oder?!?

Ueber das Gespraech muss ich mal seperat schreiben. Aber: ich hab den Job bekommen. Wer haette dass gedacht? Ich eigentlich nicht. Ich freue mich sehr. Angst hab ich auch (ein bisschen). Wegen Sprache und so. Es sind auch nur 15 h pro Woche. 

Aber fuer mich reicht dass fuers erste. Ich hab ja auch noch Mini und den ganzen Rest und es ist nicht meine Sprache.

Ich bin jetzt ein kleines bisschen stolz auf mich, dass das geklappt hat. Noch vor einigen Monaten haette ich mich nicht im Traum in Frankreich beworben. Viel zu viel Angst und so. Und das Tollste ist, ich kann diesen Job sogar waehrend der Umschulung weitermachen. Vorrausgesetzt es klappt alles so wie ich es mir erhoffe. Man wird sehen.

 

 

Tal der Tränen

Irgendwo las ich mal einen bericht über einen mann der nach frankreich ausgewandert ist. Inzwischen lebt er seit vielen vielen jahren in paris spricht fliessend französisch und es läuft.

Leider weiss ich nicht mehr wo ich diesen bericht gelesen hab aber etwas hab ich mir gemerkt:

Er beschrieb seine ersten 3 jahre in frankreich als tal der tränen. 

Es erzählte über fehlende sprachkentnisse, darüber dass franzosen es einem auch echt nicht leicht machen und so schon eine einfache bestellung im restaurant oftmals zur grossen herausforderung wurde und vielem anderen.

Wir sind noch keine 3 jahre in frankreich und ich durchlaufe zum glück auch kein tal der tränen.😉

Aber wenn ich an die ersten monate in frankreich zurückdenke muss ich zugeben: ja es war hart. Härter als ich dachte. Und nicht weil ich dachte auswandern wäre sonne, strand und palmen gleichzusetzen.🌴🌴🌴🍹🍹🍸🍾 schön wärs oder?😄

Trotzdem war es für mich schwieriger als gedacht. Ich hab so viel zeit in völlig anderen kulturen verbracht und es waren mit die besten zeiten meines lebens. Dann kam der umzug ins elsass und es fühlte sich erstmal nicht sehr schön an. 😉

Dabei hab ich es so viel leichter (hier) als „richtige“ auswanderer. „Mein“ land ist ums eck. Ich kann wenn ich möchte jeden tag zig-mal die grenze überqueren, kann deutsches essen essen und wieder deutsch reden wenn ich nicht mehr französisch reden will.

Und ich hab einen französischen mann. Elsass ist zwar auch für ihn fremd, aber dennoch es ist sein land. Und deshalb kümmert er sich auch um die ganzen papiere. Gezwungenermassen, denn ich wäre heillos überfordert. 👻 bei uns ist dass so: der mann hat die französische staatsangehörigkeit, ich die deutsche, mini beide, mini wurde in deutschland geboren, lebt aber in frankreich. Komplizierter geht immer, aber es war ein drama mit den ganzen papieren für krankenkasse, steuern, elterngeld,  ummeldungen von allem möglichen und.so.weiter. 🤔 so viele papiere und auch behörden blicken nicht unbedingt durch. Oder wollen nicht. Whatever. Ohne den mann wäre ich heillos untergegangen, begraben unter einem berg von papieren.😀 wahnsinn!

Warum fiel mir dieser umzug dann trotzdem schwer?

Vielleicht liegt es am alter? Ich bin keine 20 mehr und auch keine 25😟…und ich bin mutter geworden, dass lässt einen gleich zusätzlich einige jahre altern hab ich festgestellt. Zumindest manchesmal.😄 Erschreckend.

Der mann und ich haben den umzug auf vollkommen unterschiedliche art erlebt. Während er zurückkam kannte ich frankreich praktisch nicht. Dank dem mann schon ein bisschen, aber wirklich kennen, kaum.

Der mann ging wie selbstverständlich zu den ganzen behörden und hatte halt einfach voll den plan. (Klar😀). Und ich stand daneben und dachte WTF – was tu ich hier? Ich kam mir manchesmal schon ganz schön doof vor.😉. Also echt jetzt!

Von jetzt auf gleich stand ich plötzlich zwischen lauter franzosen. Die alle redeten und redeten und irgendwie fühlte ich mich doof. Weil ich mit einem franzosen verheiratet war und ja, nicht so redete wie sie.

Vielleicht hat sich das für mich auch nur so angefühlt. Aber oft genug hab ich den mund kaum aufgekriegt. Denn mein französisch aus der schule war praktisch kaum noch existent und so what. Blöd wars. Manchesmal wäre ich am liebsten weggerannt und hätte mir die decke über den kopf gezogen😨

Es hat tatsächlich  eine ganze weile gedauert bis ich selbstsicher genug war um wirklich zu sprechen und auch sprechen konnte. Obwohl ich eigentlich so gern red😀 es war echt nicht ganz leicht.

Und: ich kannte hier niemanden. Das war für mich das eigentlich schwierigste. Ich war es nicht gewöhnt, niemanden zu kennen und das heimweh nach meiner stadt und meinen freunden haute mich anfangs manchmal echt um. Das hatte nicht mal was mit frankreich zu tun sondern wäre auch in jeder anderen deutschen stadt so gewesen.😄

Und heutzutage? Wir haben freunde hier. Sprache läuft. (Meistens😀) .

Ich bin angekommen. Ohne durch ein tal aus tränen zu wandern. Vielleicht wäre dass aber anders gewesen wenn ich wirklich so  richtig in frankreich gestanden hätte? Möglich😉

 

 

 

 

 

 

To be continued

Mini ist immer noch krank.

Auch das verschriebene Antibiotika brachte nix. Immer noch Husten, immer wieder Fieber und allgemein echt angeschlagen. Das Kind ernaehrt sich seit knapp 2 Wochen nur noch von Milch und wird immer leichter:_O

Der Mann hat seit einigen Tagen endlich Urlaub, und weil wir uns in letzter Zeit kaum gesehen haben und ein Kinderarztbesuch zu zweit deutlich stressfreier ist als allein kam der Mann mit.

Ich bin ja im Grossen und Ganzen mit unserer Kinderaerztin schon  zufrieden. Es ist eine Gemeinschaftspraxis und heute landeten wir bei einer anderen Aerztin, weil „unsere“ Aerztin schon im Urlaub war. Ja, und was soll ich sagen:-O Diese Aerztin ist bei anderen Eltern teilweise gefuerchtet und ich kann das jetzt nachvollziehen… Nicht nur, das sie sich mit Mini  kaum  Muehe gab und ich sowas doof finde. Auch, weil ich nie jemanden so schnell hab sprechen hoeren, weder in Frankreich noch in Deutschland.  Es klang, als haette man bei einer (Video)kasette auf Vorspulen gedrueckt oder so. Echt. Wenn ich irgendwann mal dachte, Kinderarzt in Frankeich waere zwischenzeitlich ueberhaupt kein Problem mehr zerbroeselte diese Meinung innerhalb von nicht mal einer Minute weil ich die gute Frau in dieser Geschwindigkeit praktisch nur halb verstehen konnte.  Ja, Sprache und so…:-O Es nervt, manchmal. Diese Rueckschlaege;-)    Wie aus der Pistole geschossen feuerte sie deshalb eine Frage nach der anderen auf den Mann ab, der zwischenzeitlich ploetzlich wirkte, als wuerde er einem Kreuzverhoer unterzogen werden:-D

Minis Lunge musste dann geroengt werden, weil es dem Kind immer noch nicht besser geht. Und weil das in Frankreich in den meisten Praxen nicht gemacht wird, mussten wir durch die halbe Stadt zu einem Speziallabor. Eine einzige Massenabfertigung, aber das ist wohl heute (fast) ueberall so. Leider. Wir kamen aber trotzdem ziemlich schnell dran, weil die wohl keine Lust auf Kleinkinder haben, die bei zu langer Wartezeit eventuell das ganze Labor aufmischen;-) Danke dafuer.

Bis wir mitsamt Roentgenaufnahmen wieder in der Praxis ankamen und endlich drankamen war der Nachmittag trotzdem fast rum und wir schon irgendwie geraedert.

Mit ihrer Vorspulgeschwindigkeitsart erklaerte uns die Aerztin dann dass Mini gerade knapp an einer Lungenentzuendung vorbeischrammt und nun staerkeres Antibiotika bekommen muss:-O

Kurzerhand machte sie uns zu ihren „Assistenten“ um herauszufinden wieviel Tropfen Mini  bei was fuer einem Gewicht wie oft am Tag bekommen muss. Dieses erneute Zusammentreffen dauerte keine 5 Minuten und die Aerztin war voll zufrieden. Das ging jetzt mal echt unkompliziert und sehr schnell. Ganz so wie ich das mag.

Nunja. Irgendwie hat diese AErztin  schon eine oder zwei Schrauben locker, aber hauptsache Mini wird bald wieder gesund, dass ist das Wichtigste.

Morgen wird auch noch der Hund kastriert und kommt dann mit einem Trichter um den Kopf zurueck und den muss er dann 12 Tage tragen. Tolles Urlaubsprogramm, wuerde ich sagen;-O

 

 

 

Kind krank in Frankreich

Mini hat nun die Hand-Mund-Fusskrankheit und mit ihr die halbe Krippe.

Es fing ganz harmlos an. Noch ziemlich verschlafen entdeckte ich, dass Mini einen roten Fleck am Kinn hat und dachte einen kleinen Moment lang, so aus der Ferne, dass es Marmelade waere. Jaaha, ich war wohl noch sehr verschlafen, denn wir hatten noch gar nicht gefruehstueckt und bei uns gibts auch gar keine Marmelade.

Im Bad entdeckte ich weitere rote Punkte, aber ich dachte mir nix grossartig. Punkte halt, irgendein Ausschlag und Mini gings im Grossen und Ganzen blendend.

Direkt an der Tuer der Krippe hing ein Riesenplakat, dass mit Cher Parents begann, aber ich uebersah es. Also echt, ich weiss nicht wie ich so ein Riesenplakat uebersehen konnte. :-O

Jedenfalls dauerte es nicht lange, bis eine der Erzieherinnen zu uns kam und ich erfuhr, dass Minis rote Punkte die Hand-Mund-Fusskrankheit ist und mindestens die Haelfte der Kinder betroffen sind.

Und was heisst dass jetzt genau? fragte ich.

Die Krankheit wird ueber Speichel uebertragen und ist hochansteckend. Erwachsene trifft es aber kaum, ausser sie haben selbst ein schwaches Abwehrsystem. Kinderarzt ist unnoetig, denn der kann eh nix machen. Es gibt kein Medikament und auch keine Creme die die roten Flecken schneller verschwinden laesst. In manchen Faellen kriegen die Kleinen Fieber, sind muede und angeschlagen und essen/trinken nix mehr, wegen Blasen im Mund. Aha.

Dann nehm ich Mini wohl wieder mit, wegen Ansteckungsgefahr fuer die (noch) gesunden Kinder? Unnoetig, meinte die Erzieherin, der Virus ist eh laengst in der Krippe und macht nun die Runde. Und wenn es Mini schlechter gehen sollte, kann sie Dolipran und Mundgel bekommen und dann wird dass schon.

Ich lies Mini also da, ihr gings naemlich echt gut.

Als ich das am selben Abend der Freundin in der Heimatstadt erzaehlte war die ziemlich irritiert. H-F-M Krankheit und Mini in der Creche? I.h.r.e. Tochter musste von Krippe und Kinderarzt aus zu Hause bleiben bis alle Blasen vollstaendig abgeheilt waren, wegen Ansteckung und pliplaplu.

Ja, macht Sinn, irgendwie.

Jedenfalls ist das in Frankreich einfach anders. Kinder „duerfen“ auch krank in die Krippe kommen. Auch noch mit 40 Grad Fieber und ganz offensichtlich echt krank.

Es ist eben einfach so.  Kinder kommen in Frankreich auch meist schon mit 3 Monaten in die Krippe, oftmals den ganzen Tag.

Andere Laender andere Sitten.

Mini jedenfalls hat es ueber Nacht nun wirklich zerbroeselt.Ich hab sie  heute fast den ganzen Vormittag in der Trage durch die Wohnung getragen und sie hat geschlafen. Essen mag sie auch nicht. Heute Abend ist sie dann auch noch frontal gegen den Tisch geknallt und die Nase hat geblutet:-/ Armes Kind, nicht ihr Tag.

Wenn ich nun schon mit einem Job begonnen haette, haette ich ein Problem gehabt.

Morgen wollten wir eigentlich nach Colmar auf den Weihnachtsmarkt, aber dass wird nun auch nix. Schade.

 

 

 

 

 

 

Von Europa (un)sichtbaren Grenzen und Satellitentelefonen

Restfrankreich meint ja oft, die Elsaesser waeren gar keine wirklichen Franzosen. Und tatsaechlich haben die meisten von ihnen richtig deutsche Nachnamen.
Wenn der Mann oder ich hier unseren Nachnamen angeben weiss jeder sofort, dass wir nicht aus dem Elsass kommen sondern irgendwo anders her. Bzw. das der Mann nicht aus dem Elsass kommt und ich aber weder aus Elsass noch aus Restfrankreich komm:-D So ist dass eben.

Im Elsass besteht auch so viel Austausch. Viele Franzosen ueberqueren die Grenze um Lebensmittel und Drogerieartikel in Deutschland einzukaufen, weil viel billiger. Vor allem DM schlaegt voll ein. Egal wo man auf deutscher Seite in Grenznaehe ist, man hoert immer viel franzoesisch und umgekehrt ist es genauso. Ist in Frankreich Feiertag kommt alle Welt nach Deutschland und wenn in Deutschland alles zu ist, tummeln sich alle in Frankreich.

In denn allermeisten Geschaeften in Deutschland spricht man auch franzoesisch und in vielen franzoesischen Geschaeften kommt man auch mit deutsch durch.

Elsass hat also meinen Glauben, dass Franzosen immer nur franzoesisch sprechen ziemlich schnell wiederlegt. Manchesmal koennte man meinen Grenzen waeren hier nicht mehr existent und jeder der hier lebt wuerde staendig zwischen den beiden Laendern hin- und hergondeln.

Aber dann kommt der Alltag und bÄMm, man merkt wieder dass es doch nicht (ueberall) so ist.

Ich hab hier Deutsche kennengelernt, die schon in Grenznaehe geboren und aufgewachsen sind und trotzdem noch nie in Frankreich waren. Ich hab auch Franzosen kennengelernt die in Grenznaehe geboren wurden und noch nie einen Fuss ueber die Grenze gesetzt haben. Andere kommen einmal und finden alles so fremd oder doof oder man weiss nicht was dass sie nie wiederkommen. Eine Frau war so schockiert vom franzoesischem Strassenverkehr dass ihr erster Ausflug auch ihr letzter blieb. 😀 Kuerzlich beim Vertretungsarzt von Minis Kinderarzt sah der mich mit grossen Augen an, weil Mini ihre ersten Impfungen in Deutschland bekommen hat. IN DEUTSCHLAND SAGEN SIE??? Es ist ja nicht so, dass Deutschland jetzt wahnsinnig weit weg waere oder hier nicht ziemlich viele deutsch-franzoesische Kinder rumrennen wuerden oder wir die Impfungen in Tibet oder Mosaik machen haetten lassen aber nunja;-)

Jedenfalls; wir sind ja richtig zufrieden mit unserer Traumwohnung.
Nur vor einer ganzen Weile begann sich der Parkett an manchen Stellen nach oben zu biegen. Der Nachbar hat das gleiche Problem gehabt, erzaehlte er uns.
Der Mann rief mehrmals in der Immobilienagentur an, aber nie ging jemand ran. Er schrieb mehrere Emails, die auch nur sporadisch beantwortet wurden. Das Parkett begann zwischenzeitlich dann auch schon an einer Stelle zu brechen. Der Mann schickte ein Einschreiben und endlich ein Rueckruf.

Wissen Sie Monsieur X, Sie sind ja nie zu erreichen, fing der Makler an. Der Mann stand neben mir und verdrehte die Augen. Natuerlich war ich zu erreichen. Ich hab ihnen meine deutsche Nummer auf den AB gesprochen und per Mail geschickt weil ich gerade (hauptsaechlich) deutsche Kunden betreu, deshalb die deutsche Nummer pliplapla.
Als er auflegt ist er schon ein bisschen genervt der Mann. Gibts dass. Da redet man immer von dem Miteinander in Europa und von der grosser deutsch-franzoesischen Freundschaft und dann gibt man einmal eine deutsche Nummer raus und dann tun sie so als brauechte man dafuer ein Satellitentelefon und als wuerde die Minuten 50 Euro kosten.
Jawohl:-D Manchmal ist das so.  Und von Kundenservice haelt man vielleicht generell  auch immer weniger. Aber  nicht nur in Frankreich sondern auch in Deutschland, oder zumindest kommt mir das manches Mal so vor.

Aber egal. Zwischenzeitlich wurde der Parkett nun gerichtet und dass ist toll. Zeitweise hoerte es sich naemlich jedesmal wenn man auch nur in die Naehe der verbogenen Stellen kam an als waere eine Horde Elefanten unterwegs. Egal wieviel Muehe man sich auch gab. Mit einem Kind dass bei jedem kleinem Geraeusch wieder wach wird macht das echt S.p.a.s.s.

3 Wochen Krippe

Bilanz: sehr gut.

Natuerlich ist (auch) diese Krippe nicht unfehlbar und perfekt, aber welche Krippe ist dass schon. Und welche Eltern sind dass schon?;-)

Eigentlich gibt es bisher nur eine Kleinigkeit die ich nicht so toll fand, naemlich das Mini staendig ohne Pullover im Garten herumturnt. Es ist zwar fuer die Jahreszeit noch echt warm, aber Mini ist eh schon ziemlich verrotzt.

Ansonsten macht auch vor dieser Krippe Personalknappheit nicht Halt. Trotz gutem Ruf fehlt Personal. Die einzig deutsche Erzieherin hat bis zum Monatsende gekuendigt, weil die Arbeitsbedingungen in Frankreich (noch) schlechter sind als in Deutschland und deshalb. Verstaendlich also, aber auch schade dass sie geht.

Ansonsten aber ist die Krippe echt gut. Trotz wenig Personal sind die Kinder viel draussen und toben herum. Es wird viel gesungen und gespielt, und das wichtigste, es ist immer jemand fuer die Kleinen da. Die Leitung mischt sich oft unter Kinder, Eltern und Personal. Das find ich gut. Und: Es gibt einen Koch, der jeden Tag frisch kocht. Was bin ich froh, denn kochen ist echt nicht meine Staerke:-D

Die Bezugserzieherin ist nicht sauer auf mich, gluecklicherweise. Die Arme hat irgendwelchen privaten Stress der nichts mit mir zu tun hat.

Und wie geht es Mini in der Krippe? Der Abschied faellt ihr nach wie vor schwer, aber wenn wir erstmal weg sind laeuft es gut. Manchmal besser, manchmal schlechter, aber alles in allem immer besser. Wenn wir sie abholen, wirkt sie jedesmal echt ausgeglichen und froehlich. Endlich mal mehr Action als zu Hause;-)  Ausserdem isst sie ploetzlich viel besser mit Besteck. Katastrophen nach wie vor nicht ausgeschlossen, aber trotzdem:-D Ich bin echt ueberzeugt, dass ihr die Krippe gut tut.

Und wie geht es den Eltern damit? Super, ehrlicherweise.

Bisher sind es nur 3 Stunden am Tag, aber fuer uns ist es eine Riesenentlastung. Nicht, dass wir in diesen 3 Stunden bisher einfach mal nichts gemacht haetten oder so.  Die Wohnung wurde endlich mal wieder in Schuss gebracht. Es gibt scheinbar endlos viel nachzuholen was in den letzten Monaten liegengeblieben ist. Gestern waren wir dann aber trotzdem Eis essen, nur der Mann und ich. Toll wars, so zu zweit:-D

Und sonst so? Gerade jetzt merk ich mal wieder dass man es (in Deutschland) als Mutter irgendwie sowieso immer falsch macht. Laesst man sein Kind vor dem 3. Lebensjahr nicht fremdbetreuen ist man eine (faule) Glucke, geht es in die Krippe ist man eine Rabenmutter und arbeitet man nur Teilzeit damit das Kind nicht ganztags in der Krippe ist ist man Rabenmutter und faul zugleich:-D Warum dann nicht gleich Vollzeit, nebenbei das Kind selbst betreuen und nachts den Haushalt schmeissen und am besten auch noch makellos ausehen? Also echt – manchmal regt mich dieses Thema auf:-O

Wie schoen dass in Frankreich das Wort Rabenmutter gar nicht erst existiert. Muetter leben hier tatsaechlich anders. Hier ist zwar auch nicht Leben wie Gott in Frankreich, aber zumindest stehen Muetter in Frankreich weit weniger unter Druck.

 

Grosser Tag

Fuer Mini hat nun eine aufregende Zeit begonnen.

Die Krippe hat angefangen.

Wir sind erst bei Tag 3, aber bisher laeuft es gut.:-)

Diese Woche passiert(e) noch nicht viel. Man lernt die Bezugsbetreuuerin kennen, die Bezugsbetreuerin lernt das Kind kennen, einem wird nochmal die ganze Krippe gezeigt und der Tagesablauf erklaert und das Kind kann derweil die Krippe fuer sich entdecken.

Am ersten Tag war Mini noch staendig neben mir aber gestern war sie irgendwann weg. Supi.

Gestern war sie auch schon beim Gouter (Nachmittagssnack) dabei. Es gab fuer jedes Kind Yoghurt und ein Stueck selbstgebackenen Apfelkuchen. Die Kinder duerfen dort selbst essen wenn sie wollen und ich durfte feststellen, dass die anderen Kinder auch noch nicht „besser“ essen als Mini. Sah danach aus wie im Stall:—D

Danach wurde weitergespielt und waere es nach Mini gegangen waeren wir mindestens bis zum Abend geblieben. Aber wir mussten noch zum Einkaufen und irgendwann, ehrlicherweise, wollte ich raus. Ich kann nur die Betreuer/innen bewundern, ich koennte diesen Beruf dauerhaft nicht machen. Nicht ausreichend Geduld:-O

Heute Nachmittag ist Mini nun mit dem Mann da und ich hoffe es laeuft wieder so gut:-)

Jedenfalls: ich bin echt froh. Ich finde die Art der Eingewoehnung gut, ich mag unsere Bezugserzieherin und ich find es auch schoen, dass sich dort alle um die Kinder kuemmern, sogar die Koechin und die Putzfrauen. Manchmal nimmt die Koechin einzelne Kinder mit in die Kueche oder es werden Ausfluege in die Waschkueche mit der Putzfrau gemacht.

Morgen findet wenn alles gut laeuft die erste kurze Trennung statt. Als Mutter hat man wahrscheinlich immer irgendwie gemischte Gefuehle, aber: Mini ist bereit fuer die Krippe. Sie braucht andere Kinder und sie braucht mehr Action als ich ihr bieten kann, obwohl ich mir echt Muehe geb. Eins von Minis Lieblingswoertern ist Gogigogi und wie der Mann sagt Gogigogi braucht jetzt andere Gogigogis:-D Ausserdem kann sie jetzt laufen und  k.l.e.t.t.e.r.n. und in der Krippe gibt es zahlreiche Moeglichkeiten sich auszutoben. Vielleicht wird Mini mich also nicht mal sehr vermissen. Gestern jedenfalls haette ich mindestens 1 h abhauen koennen, ohne dass sie es ueberhaupt bemerkt haette.

Letztendlich bin ich auch froh, dass es keine rein franzoesische Krippe ist. Da muessen die Kinderlein dann naemlich doch (zu) schnell gut funktionieren.

Jedenfalls: ich freu mich, dass die Krippe nun losgeht. Ueberrascht bin ich auch – wo ist die Zeit hin? Wann wurde aus Mini ein Kleinkind?

Aber es ist gut wie es ist. Ich hab dann auch mal wieder Zeit an m.i.c.h. zu denken.

Vielleicht zumindest:-)