Heimat

On the road

Der Punkt ist jetzt gute 4 Wochen alt und wir sind schon eine ganze Weile unterwegs. On the road sozusagen.😄

Zugegebenermaßen, ein bisschen verrückt ist es schon sowas mit einem neugeborenEM zu machen, aber lohnen tut es sich trotzdem.

Allerdings halte ich fürs nächste mal gleich fest dass wir Koffer brauchen. So richtig ordentliche. Denn alles einfach nur in eine Reisetasche zu „schmeissen“ bereut man schnell. Es dauert nämlich nicht lange bis alles durcheinanderfliegt und man nix mehr findet🤔

Die erste Woche haben wir in der Heimatstadt verbracht und was soll ich sagen…Auch wenn ich nicht mehr oft da bin, diese Stadt wird immer meine Heimatstadt bleiben. So viele Erinnerungen usw…irgendwie hat man es einfach in den Knochen.

Wir haben bei den (ur)grosseltern übernachtet und die haben sich echt sehr gekümmert. Sie haben jeden tag gekocht und dies und dass. Wenn man sonst immer alles selber machen muss ist das echt toll. Aber nach toller war es überhaupt zeit mit ihnen zu verbringen, klar. Leicht ist es trotzdem nicht, denn der eine teil der restfamilie hetzt immer noch gegen mich, aber dieses mal konnte ich das zum Glück ausblenden. Juhee. Vl. Komm ich ja doch irgendwann noch darüber hinweg.

Ich hab auch die meisten Freunde gesehen. Das tat echt gut. Es ist jedesmal das gleiche mit der HeimatstadT. Jedesmal angst das niemand zeit hat und am ende werden es viel zu viele Verabredungen und ich bin ko. 😂 aber es war einfach schön alle wieder zu sehen.☺

Danach sind wir zu den groselten väterlicherseits weitergefahren und last but Not least sind wir jetzt in tschechien. Es gibt hier echt leckeres essen einen indoorspielbereich und verschiedene wellnessangebote Sauna whirlpool usw. Und so billig. Man kann sich hier wunderbar beschäftigen und dass ist auch gut so. Es schneit nämlich so dermassen viel dass rausgehen selbst mit Mini schwierig ist.

Von dem wellnessbereich hab ich ja leider noch nix aber der mann profitiert.😄 zeit für uns beide bleibt hier zwar auch nicht, aber wir haben 2 kleine Kinder…So what.
Es ist einfach schwierig, denn der Punkt ist immer am wachesten wenn Mini schlafen geht. Tjaha. Und wenn der Punkt dann auch schläft schlafen wir auch…weil echt müde.

Aber ansonsten reist es sich mit dem Punkt echt gut. Er schläft einfach sehr viel und ist eigentlich meistens zufrieden. Er will immer noch am liebsten getragen werden und das Bauchweh hält sich dank bauchwehtropfen in grenzen.

Langsam wird er wacher schaut immer aufmerksamer fängt an mit den Augen richtig zu folgen und macht erste Geräusche. Ausserdem hat er sich tatsächlich schon zweimal gedreht. Wenn er auf dem Bauch liegt versucht er schon zu robben und kommt auch langsam voran. Tsssss. Ausserdem werden schon die 1. Hosen und strampler wieder zu klein. Geht echt schnell.
Die Nächte sind verschieden…Manchmal schläft er durch und manchmal ist er ständig wach…egal wie lang er am tag wach oder auch nicht wach war. Es kommt also wie es kommt, a.b.e.r. Ich fühle mich manchesmal nach einer guten Nacht fertiger als wenn ich ständig wach war. Ich bin s wohl einfach nicht mehr gewöhnt gut zu schlafen. Tjahaaa.

Und ansonsten tut Mini sich schon schwer zur zeit. Ehrlichwrweise hab ich es mir leichter vorgestellt. Aber ist halt so und irgendwann rennt es sich hoffentlich wieder rin.

Wochenende 22/23. Juli ohne bilder🌏🌎🌍

Irgendwie hab ich gerade das Bedürfnis,  Wochenenden aufzuschreiben und so irgendwie festzuhalten. In gewisser Weise zumindest😉 denn die Zeit einfach mal kurz anhalten wenn es besonders schön ist kann man ja leider nicht.

Wir hatten aber auch Glück,  der Mann hatte schon am Freitag frei und so hatten wir sogar einen tag mehr.

Wir sind seeeehr früh aufgestanden damit wir schon um Punkt 7 am Labor sein konnten. Blutabnahme für Nr.  2. In Frankreich muss man dafür nämlich ins Labor.  Mini wurde derweil von einem älterem Ehepaar bespasst. Danach machten wir uns auf den weg in Richtung Heimatstadt und wir hatten doppeltes Glück.  Kein Stau trotz viel Verkehr und das Kind schlief bis kurz vor der Heimatstadt, also fast bis Mittag.  Unglaublich. 😀 so eine entspannte fahrt hatten wir ewig nicht mehr. 🚘

Nachmittags waren wir mIT den grosseltern im Biergarten. Das war echt schön und auch ein bisschen traurig. Die grosseltern werden einfach immer älter und älter und älter und ich würde die Momente mit ihnen am liebsten festhalten.

Abends war ich mit der besten Freundin Pizza essen. Nur wir beide. Man glaubt nicht wie gut das manchmal tut.  Nur wir beide, keine Männer,  keine Kinder.  Endlich mal wieder quatschen und einfach gaaaaanz in Ruhe essen und ein kleines bisschen über die Männer lästern😃

Am Samstag haben wir fast den ganzen tag mit meiner Mutter,  deren mann, dem geschwisterlein und den grosseltern verbracht. Zuerst hier und da und dann auch in einem Biergarten.  Biergärten fehlen in Frankreich einfach, also echt.  Die zeit mit der Familie war wirklich echt schön, und ich fand es gar nicht mehr s.o.o.o. schlimm, dass es nur noch die halbe Familie ist. Es gab da auch einen Spielplatz und Mini hatte sichtlich Spaß. Sie war ja auch der Star an diesem Tag.

😉

Abends war ich mit dem besten freund in unserer früheren stammkneipe. Alte Zeiten und so.😀 wir haben wirklich eine zeit lang viel viel viel zeit in dieser Kneipe verbracht. Damals waren wir beide Singles und hatten noch s.o. V. I.e.l. Zeit ohne es zu wissen😀

Am Sonntag war ich mit Mini und der einen Freundin plus Kind frühstücken und nachmittags mit der anderen Freundin plus deren Kind und Mini unterwegs. Die grosseltern haben wir auch noch gesehen.

Und abends mussten wir dann schon wieder zurück. Nach besuchen in der Heimatstadt bin ich meistens ein bisschen ko, aber bisher hat sich das fast immer gelohnt.

Wenn man plötzlich alles in Frage stellt…

Auswandern ist nicht nur Sonne, Strand, Palmen und Meer. Es bedeutet nicht, dass man den ganzen Tag Cocktails schlurfend in einer Hängematte liegt und sich des Lebens erfreut. Man weiss dass.

Ich wusste es. Naja, gut – eventuell dachte ich es wäre ein bisschen so. Also nicht mit Palmen und allem drum und dran. Aber ich dachte, glaubte, hoffte es wäre irgendwie leichter.

Der Mann und ich waren immer schon viel im Ausland. Monate, Jahre. Es gibt einige Ecken auf der Welt, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Orte in Afrika, Orte in Asien, eine bestimmte Region in Italien und ein bisschen auch Kanada.

Dann zogen wir ins Elsass. Aber nicht weil uns diese Region irgendwie sehr am Herzen lag oder wir schon immer davon geträumt haben, mal im Elsass zu leben. Ehrlich gesagt kannte ich das Elsass kaum. Es war in aller erster Linie eine berufliche Entscheidung die uns hierhergebracht hat. Und klar, das Elsass ist schon toll, wenn einer aus Deutschland kommt und der andere aus Frankreich. Denn keiner muss wirklich auf „sein“ Land verzichten. Man kann einfach hin- und herspringen, in Deutschland zum Einkaufen gehen oder auch in Frankreich. Ganz wie man will. Und auch für Kinder ist dass toll. Sie wachsen einfach in beiden Welten auf.

Die ersten Monate im Elsass waren eine ziemliche Katastrophe. Denn das mit dem Job vom Mann funktionierte nicht so, wie es sollte. Ziemlich viel ging schief, und da standen wir dann. Als frischgebackene Eltern ein Traum;-)

Und auch das mit den neuen Freunden dauerte. Ich dachte nämlich mit kleinem Kind findet man sofort 1001 neue Freunde. Aber nein. Weil ich nämlich nicht die Mutter bin, die Stundenlang in einer Gruppe zusammensitzen und über Stilleinlagen und Co. sprechen kann.

Aber letztlich wandte sich doch alles zum Guten. Der Mann steht beruflich nun sogar besser da als zuvor und wir haben Freunde gefunden. Wir haben uns im Elsass eingelebt. Also alles supi, oder?

Ja. Aber kürzlich passierte es mir trotzdem, dass ich plötzlich alles wieder komplett in Frage stellte. So richtig komplett. Ich wollte zurück in die Heimatstadt, am allerliebsten sofort. Evtl. waren auch ein bisschen meine Hormone daran Schuld:-) Aber letztendlich kennt dieses Gefühl wohl fast jeder, der nicht mehr da lebt wo er herkommt und verwurzelt ist.

Manchmal will man einfach w.e.g.

Die eine Freundin, mit der wir hier sehr viel machen, war den ganzen Monat nicht da. Das war irgendwie doof. Besuch aus der Heimatstadt war da. Wir waren in der Heimatstadt. Und was soll man sagen. Die Freunde aus der Heimatstadt bleiben eben die einen Freunde. Die Heimatstadt bleibt die Heimatstadt.

Und auch wenn ich das Elsass mag und die Vorteile hier wirklich wirklich schätze und eigentlich wirklich zufrieden bin. Elsass ist mir bis heute nicht ans Herz gewachsen. Obwohl Strasbourg eine tolle Stadt ist. Obwohl der Schwarzwald und die Vogesen direkt ums Eck sind und. und. und. Vielleicht mag ich einfach die Alpen lieber. Und den Bayrischen Wald. Vielleicht ist mir das Elsass einfach zu deutsch, zu sauber, zu geordnet und die Dörfer zu herausgeputzt. Die elsässische Kultur interessiert mich einfach nicht. Wuhuuu.

Ich weiss es nicht.

Mittlerweile haben sich meine am liebsten sofort Fluchtgedanken wieder gelegt. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine Hormone wieder im Griff hab;-) Oder dass die eine Freundin wieder da ist. Oder an unserem Bald-Urlaub.

Aber eines ist ganz sicher: wir werden nicht unser ganzes Leben im Elsass verbringen.

Alles anders als geplant

Eigentlich sollte / wollte ich heute mit meinem Kind in meine Heimatstadt fahren.

Urspruenglich sogar schon gestern Abend, aber wie immer waren wir viel zu spaet dran. Zuerst waren wir noch in der Spielgruppe. Dann einkaufen. Danach ein Spaziergang mit dem Hund. Anschliessend stellte ich fest, dass ich die meisten Klamotten die ich mitnehmen wollte noch ungewaschen in der Waesche, bzw. nass auf der Waescheleine hingen. Nunja:-D Wieder einmal ueber mich selbst geaergert…

Jedenfalls: weil meine Kleine auch quengelig war und ich muede, entschied ich, die Abfahrt auf heute frueh zu verschieben. Aber auch daraus wurde dann nichts, weil meine Kleine, die schon seit 2 Tagen blass um die Nase war, ueber Nacht krank wurde. Bzw. aus ein bisschen kraenklich wurde nun wirklich erkaeltet.

Also sind wir nun immer noch hier, und der Besuch in der Heimatstadt wurde bis auf weiteres verschoben.

Normalerweise freu ich mich immer so sehr auf diesen Besuch. Diesmal aber irgendwie nicht so wirklich.

Meine beste Freundin erlitt  eine Fehlgeburt. Ein absolutes Wunschkind, auf dass sie lange Zeit gewartet hatte. Wir haben lange telefoniert. Es war schwer. Man kann nicht wirklich helfen. Nur da sein.

Eine andere Freundin hilft gerade ihrem Exfreund (dem Vater ihres Kindes) durch einen Alkoholentzug. Der Kerl stuerzte komplett ab, nachdem er aus seiner Firma herausgemobbt wurde. Ich finds toll, dass sie ihm hilft, nach allem was war. Nachdem er sie mehr oder minder ueber 1 Jahr komplett haengen liess.

Irgendwie haben gerade alle so viele Probleme. Und man muss nur den Radio andrehen, die Zeitung lesen oder den Fernseher anmachen. Noch mehr Probleme. Schlimme Probleme. Gestern in den Nachrichten. Bilder von ertrunkenen Fluechtlingskindern. Eines im Alter von meinem eigenem Kind. Ich haette einfach nur heulen koennen.

Momentan bin ich in einer komischen Stimmung:-O Vielleicht hab ich gerade auch einfach nur Heimweh. Ich vermiss unser altes Leben.

Vielleicht sinds auch nur die gemeinen Hormone.

Aber das geht vorbei. Probleme wie diese, Hormone und gelegentliches Heimweh sind Luxusprobleme im Anbetracht dessen was gerade auf der Welt passiert. Was meiner Freundin passierte.