Muede

Einer dieser Morgen

Heute.

Es gibt Morgen, da laeuft es einfach.

Wenn das Kind einen weckt, fuehlt man sich (mehr oder minder) ausgeschlafen. Man kriegt beim Blick in den Spiegel keinen Schrecken und idealerweise schaut die Wohnung einigermassen pasabel aus.

Das Kind ist gut gelaunt und beschaeftigt sich allein, bis man das Fruehstueck hergerichtet hat. Man hat sogar Zeit, sich ohne sich uebermaessig zu beeilen  und alle 2 Minuten nach einem schreiendem Kind schauen zu muessen fertig zu machen. Man kann die Nachrichten hoeren und in Ruhe einen (warmen) Kaffee trinken.  Das Kind laesst sich bereitwillig anziehen und auch beim Fruehstueck laeuft es. Kein ganzer Teller der mit Inhalt auf den Boden gekippt wird und kein Essen in den Haaren vom Kind oder auf der eigenen Kleidung. Und alles ohne Wutanfall. Wenn man Glueck hat, verlaeuft der Tag genauso gut wie er begonnen hat.

Heute war kein solcher Morgen:-D Mini verlegte die Aufwachzeit kurzfristig von 6 Uhr auf vor halb sechs.

Anstatt mich in irgendeiner Weise ausgeschlafen zu fuehlen, fuehlte ich mich krank. Heute Morgen haette ich Geld gegeben, wenn mir jemand gesagt haette ich koennte jetzt und den ganzen Tag im Bett bleiben oder in der Badewanne oder auf dem Sofa. Viel Geld:-D

Mini war ganz offensichtlich auch nicht fit. Sie rieb sich die Augen und kraenkelt auch so vor sich hin. Also wagte ich zu hoffen, dass wir vielleicht doch noch weiterdoesen koennten, kurz zumindest. Aber nix da. Das ganze endete im Gebruell und nunja. Das wars mit der Nacht, wir standen auf.

Ich raeumte halt dann rum und Mini quengelte. Weil sie sich ja nicht gut fuehlt und die Zaehne und pli pla pla. Auf dem Arm bleiben wollte sie nicht. Auf dem Boden, allein, auch nicht. Allein spielen, nee. Buecher mir anschauen – geht gar nicht. Und mit ihr spielen wollte ich (um 6 Uhr morgens) nicht. Boese boese Mutter:-D

Also quengelte sie, waehrend ich mich anzog, waehrend ich sie anzog waehrend ich das Fruehstueck machte und natuerlich auch waehrend dem Fruehstueck. Zwischenzeitlich hatte sie auch noch einen Wutanfall, weil ich ihr verboten habe, eine Vase umzureissen.  Um 9 Uhr morgens fuehlte ich mich bereits geraederter als manches Mal nach einem kompletten Arbeitstag. Supi.

Wir gingen dann mit dem Hund in den Park und danach auf den Spielplatz ums Eck. Fast 2 Stunden und was soll man sagen. Es hat geholfen. Grosse Freude, endlich kein quengeliges Kind mehr.

Auf dem Rueckweg schlief Mini (beinah) im Kinderwagen ein. Ich habs ihr aber sehr egoistisch einfach verboten und sie wachgehalten obwohl ihr wirklich sehr die Augen zufielen. Gemein.

Aber haette ich sie schlafen lassen und haette ich es vielleicht sogar noch geschafft, sie schlafend in ihr Bett hochzutragen, waere sie spaetestens nach 5 Minuten wieder wach gewesen. Es ist immer so. Und das waere dann auch gemein gewesen:-D

Und so schlaeft Mini nun in ihrem Bett und ich hab auch noch was davon.

 

Schoenes Wochenende

Zur Zeit komm ich kaum zum Bloggen, obwohl ich so viele Texte im Kopf hab:-( Irgendwie einfach keine Zeit.

Und selbst das Lesen anderer Blogs gestaltet sich gerade schwierig. Ich versuchs, Abends im Bett. Aber manchmal ist die Muedigkeit einfach uebermaechtig und ich wach mitten in der Nacht wieder auf, mit dem Laptop neben mir im Bett:-D Nichts mehr mit Schlafstoerungen gerade.

Wir haben immer noch viel Stress. So viel, dass ich staendig das Gefuehl hab, dass mir alles ueber den Kopf waechst und mir die Kontrolle schon lange abhanden gekommen ist. Wir brauchen irgendwie ein anderes Zeitmanagement:-O

Aber es gibt trotz Stress auch viele schoene Momente.

Letzte Woche war ich (seit langem) in der Heimatstadt. Irgendwie war es heilsam, Zeit mit den Grosseltern zu verbringen und mit der besten Freundin zu quatschen. Mini war trotz Backenzaehnen gut drauf und hat (juhu) ihre Fremdelphase ueberwunden.

Freitag Abend war ich wieder zu Hause wo der Mann schon wartete. Irgendwie hatte ich gehofft, dass wir e.n.d.l.i.c.h mal wieder einen schoenen Abend verbringen koennten. Aber obwohl die Autobahnen trotz Ferien recht leer waren und ich gut durchkam und Mini nicht mal aufwachte als ich sie vom Auto in ihr Bett trug war ich danach einfach ko. Der Mann war auch muede von der Arbeitswoche und letztendlich lagen wir kaum im Bett als das wir schon schliefen. Nunja:_D

Samstag Vormittag war der Mann mit Mini unterwegs und ich raeumte auf. Nachmittags kamen Bekannte von uns mit gleichaltrigem Kind. Mini fands toll;-) Es war ein schoener Nachmittag. Aber nach 5 Tagen in der Heimatstadt ohne ein Wort franzoesisch gehoert oder gesprochen zu haben,,,nunja.  Es gibt (immer noch) viel zu tun.

Abends kam ein Teil der Verwandschaft her. Seit heute Mittag sind sie wieder weg und wir haben mit Mini und dem Mann noch einen langen Spaziergang gemacht.

Und leider ist das Wochenende nun schon wieder um.

 

Glueck

In letzter Zeit merk ich immer oefter dass ich an meine Grenzen komm.

Ein kleines Kind, ein fremdes Land, Familie weit weg, Freunde  weit weg, neue Leute kennenlernen, den Mann beim Jobwechsel unterstuetzen, grosse menschliche Entaeuschungen, Wohnungssuche und jetzt der Umzug.

Ich denk mir zur Zeit ziemlich oft dass ich nicht mehr kann. Manchmal schau ich in den Spiegel und denk mir Huch du sahst aber auch schon mal deutlich besser aus:-D O

Nicht das ich jemals eine Modepuppe war und nie aus dem Haus gegangen bin ohne perfekt frisiert und geschminkt und gekleidet zu sein. Nein. Jetzt gerade allerdings bin ich von Perfektion sowas von weit entfernt:-O  Und das in Frankreich, wo viel mehr auf Aussehen geachtet wird wie in Deutschland:-D Von den 9 Monaten von denen die Rede war die der Koeper braucht um seinen alten Zustand wieder zu erreichen, merk ich auch nichts. Mini wird naechsten Monat 1! Und ich hab immer noch Streifen auf dem Bauch und auf eine Waage brauch ich gar nicht zu steigen um zu wissen, dass ich n.i.c.h.t bei meinem altem Gewicht bin.:-O Nunja:-D

Trotzdem bin ich gerade gluecklich. Morgen ist Wohnungsuebergabe. Grosse Freude. Uns gehts finanziell viel besser.  Wir haben ein paar neue Bekannte und es gibt ein paar Spielgruppen zu denen ich mit Mini geh. Es tut uns beiden gut. Ich hab in der Heimatstadt ein paar wirklich gute Freunde. Mein Franzoesisch ist nicht perfekt aber auf einem gutem Weg u.n.d. wenn nun auch noch der Umzug geschafft ist und wir eine andere Organistation haben, haben wir vielleicht sogar wieder mehr Zeit fuer unsere E.h.e und uns selbst und unser Leben? Nicht das es kriselt, aber unsere Ehe blieb in letzter Zeit dann doch auf der Strecke. Dafuer war ich gestern auf Mini umso stolzer. Trotz XXL Fremdelphase hat sie gestern alle Leute in der Spielgruppe angestrahlt und mit den anderen Kindern gespielt. Das erzaehl ich aber lieber mal n.i.c.h.t. der Oma:-D  Ausserdem, und das ist das wichtigste, wir sind alle gesund.

Es passieren so viele schreckliche Dinge auf der Welt. Man muss wirklich fuer jeden Tag, an dem es einem gut geht dankbar sein.

 

 

 

 

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Fertig

Gerade ist der Mann mit Mini unterwegs. Den halben Tag.

Es gibt eigentlich genug fuer mich zu tun. Sachen, die man tun muss und Sachen die man tun will.

Und was mach ich: Nichts:-D Die letzten 2 h hab ich auf dem Sofa verbracht und n.i.c.h.t.s gemacht. So gar nichts. Vom Fernseher berieseln lassen obwohl ich eigentlich noch n.i.e. am Tag gefernseht hab.

Die letzten 5 Tage waren meine Mutter und Bruder  da.Es gab einige Ausfluege, ein Picknick in den Vogesen, viele Stunden im Park, eine Stadtbesichtigung und einen Restaurantbesuch. Schoen wars.

Die Oma war Auch fuer Mini da. Wir sind naemlich eigentilch gerade Auch mitten im Umzug.

Aber Mini haengt gerade so dermassen in der Fremdelphase fest, dass sie sich partout nicht von Oma nehmen liess. Nicht mal 2 Minuten auf den Arm. Vielleicht mal kurz spielen, aber sobald ich mal kurz ums Eck war, zack, aus. Traenen.

Mini war schon immer ein Mamakind, aber zur Zeit ist es extrem. So wirklich extrem, dass es mir (ein bisschen)  Sorgen macht. Nicht nur das Fremdeln, sondern Auch manches Mal Minis Wutanfaelle. Traenen bei (fast) jedem Nein. Kreischen und Schreien ehrlicherweise Auch:-D Der Mann, die Schwaegerin und der Schwager sagten schon mehrmals dass Mini vielleicht den Charakter von der Schwiegermutter geerbt hat, der anderen O.m.a. Ja und jeder der die andere Oma kennt hofft dass das nicht der Fall ist:—D

Und woran liegt es dass Mini so sehr fremdelt und Wutanfaelle dieser Art hat? Oder ist es normal? Grosse Ratlosigkeit.

Oder liegt es vielleicht doch daran dass ich waehrend der Schwangerschaft sehr oft sehr gestresst war? Oder daran dass nach Minis Geburt nicht alles gut war sondern Kinderintensiv, Lebensgefahr und sehr viele Kabel und Schlaeuche. Oder daran dass Mini nicht wie ich und meine Geschwister in einer Grossfamilie aufwaechst und da jeden Tag 1000 Leute sind.

Aber am Ende liegt vielleicht Auch doch nur wieder alles an dieser Phase:-D Man Weiss es nicht. Andere Dinge klappen mit Mini dafuer super. Muss Auch gesagt werden:-D

So oder so ist diese Phase anstrengend. Der Mann und ich streiten gerade vermehrt weil es irgendwie doch an den Nerven zehrt. Abends Fallen wir muede ins Bett. Nichts mit schoenem Abend im Moment:-D  Viele Leute haben uns Hilfe fuer den Umzug angeboten. Ja und was soll ich sagen: es ist nett und ich bin dankbar aber ich hab es trotzdem abgelehnt. Wir bezahlen da jemanden der uns die Sachen von A nach B schleppt und den Schrank wieder aufbaut. Das ist teuer und es ist doof. Aber manchmal muss man Prioritaeten setzen.

Und so sehr ich meine kleine Mini lieb. Ich will wieder ein kleines  Stueck weit ein eigenes Leben zurueck. Alles am Ende eine Frage der Organisation?

 

 

 

Zu viel

Gestern war es so weit. Mir wu8rde alles zu viel.

Die Frage, ob wir die Wohnung nun bekommen oder nicht. Die Tatsache, dass wir ein Kindermaedchen suchen muessen und keine Zeit haben eins zu suchen. Die Wohnung die staendig nie so ausschaut wie sie aussehen sollte.  Mini.

Mini durchlaeuft momentan wieder eine dieser Phasen. Panik sobald ich aus ihrem Blickfeld bin. Traenen ueber Traenen. Spielt man mit ihr, kann sie sich nicht konzentrieren. Alles was man ihr anbietet ist langweilig. Immer will sie dahin, wo sie nicht hin soll. Vor allem der Hund:-O  Sagt man nein, folgen wieder Traenen oder ein Wutausbruch. Sie wirkt gerade ziemlich verloren. So als wuesste sie gerade nicht mehr, was sie mit sich, der Welt oder ihrem Spielzeug anfangen soll. Und das ist ja Auch okay. Phasenzeit eben. Es wird vorbei gehen.

Seit dieser Phase komm ich zu gar nichts mehr. Jeden Tag nehm ich mir vor, zumindest Abends noch ein bisschen was zu erledigen und jeden Abend bin ich aufs Neue zu platt. Frustrierend.

Ich bin einfach staendig platt. Obwohl ich immer gern Leute treff, ist es mir im Moment sogar zu viel unsere Bekannten treffen. Waeren es echte Freunde wie die Freunde in der Heimatstadt waere es sicher anders, aber hier, jetzt, gerade, nein. Selbst die Spielgruppen lass ich gerade oft ausfallen. Mini findet Bus und Tram und andere Kinder sowieso gerade doof. Der Stress mit Bus und Bahn mit Mini auf die deutsche Seite zu gondeln und zu riskieren mit einem eh schon quengligem Kind mit einem ueberfuelltem Bus in einer Grenzkontrolle zu landen erscheint mir gerade wenig verlockend. In Frankreich gibts naemlich kaum Angebote. (Fast alle) franzoesischen Muetter arbeiten ja laengst wieder. Dann fuehl ich mich wieder schuldig, weil wir alles ausfallen lassen. Obwohl es Mini eh doof finden wuerde. Bloed.

Gestern war einer der Tage an denen der Mann so lange arbeiten musste, dass Mini laengst im Bett lag als er heimkam. Meine Laune war gestern schon den ganzen Tag langsam aber sicher Richtung Keller gerauscht.

Irgendwann kamen sie dann die boesen Gedanken, Heimweh, Frust, Wut auf alles und jeden. Ich fuehlte mich regelrecht abgeschnitten von der normalen Welt und dem normalem Leben.

Schlimm. Als der Mann dann Auch noch sagte, dass er heute keinesfalls vor 16 Uhr zuhause sein wird war es ganz aus. Traenen:-O

Manchmal erkenn ich mich selbst nicht wieder. Im Endeffekt ist das naemlich nur 1 h laenger als er sowieso arbeiten muss. 1 h ist nichts. Aber gestern erschien es mir einfach nicht aushaltbar.

Ich Weiss gar nicht, was mich mehr daran erschrickt. Dass ich seit Minis Geburt viel naeher am Wasser gebaut bin oder die Tatsache dass ich zu Hause sitz und auf meinen Mann warte. So wollte ich nie werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auszeit II

Montag ist letzter Pruefungstag.

Die Pruefungen laufen so la la:-/ Irgendwie ist das einfach nur bloed. S. hat da wirklich viel Zeit und Energie reingesteckt. Unser Kind hat vor allem die letzten Wochen deutlich weniger Zeit mit seinem Vater gehabt. Und ich widerrum hatte dadurch praktisch gar keine Zeit mehr fuer mich.

Da troestet es auch nicht, dass man die Pruefung in 2 Monaten wiederholen kann und es bei den anderen nicht besser ausschaut. Aber was will man machen.:-/

Sei es drum. Wir haben heute einen Ausflug nach Freiburg gemacht. Und was soll ich sagen. Es hat echt gut getan mal raus aus dem Elsass zu kommen:-D

Es ist fast ein Jahr her, unser letzter Italienurlaub. Damals war ich schon ziemlich schwanger und ziemlich fertig. Nichts mit langem Flanieren durch die kleinen Hafenorte, stundenlangen Spaziergaegen am Strand oder gar ein Barbesuch am Abend:-D Zu ko fuer alles. Baden gabs auch nicht, weil noch zu kalt. Trotzdem war es ein toller Urlaub.

Fuer mich und meinen Mann ist das schon eine extreme Umstellung. Sozusagen von 150 auf Null. Wir sind so viel gereist, haben so viele Laender und Orte gesehen und nun: totaler Stillstand. Aber ich will mich nicht beschweren:-)

Jedenfalls waren wir heute dann in Freiburg. Einfach nur durch die Stadt gelaufen, einen Kaffee in der Sonne getrunken und den Tag genossen. Nachmittags waren wir noch in diesem Biergarten auf dem „Berg“, von welchem man einen super Blick ueber Freiburg hat. Sogar unser Kind war echt brav. Nur irgendwann kam die Langweile und der folgte ein Wutanfall:-D Aber auf dem Arm war dann (gluecklicherweise)  alles wieder gut und jeder der vorbeiging wurde angestrahlt.

Irgendwie schon seltsam: Man faehrt eine Stunde mit dem Auto und ist in einer komplett anderen Umgebung mit einer komplett anderen Stimmung. Frueher dachte ich immer, in Freiburg zu leben waere schoen. Ich finds immer noch schoen da, aber irgendwie, die Stimmung. Alles sehr ernst und irgendwie streng. Aber vielleicht auch nur Einbildung.

Oder aber der Frankreicheffekt: in Frankreich rennen ueberall Kinder rum, schreien, spielen, toben. Keiner sagt was. Alles laut. Nicht nur die Kinder:-D

In Freiburg ist es viel leiser. Man sieht viele junge Leute, aber wenige Kinder. Zumindest sah ich heute kaum Kinder. Vielleicht war es dass was mich irritiert hat.

Trotzdem: ein echt schoener Tag!

 

„Nur 5 Minuten Ruh“

„Nur 5 Minuten Ruh“ ist ein Kinderbuch, welches mir/uns frueher oft von meiner Mutter, meinen Grosseltern usw…vorgelesen wurde.

Es handelt von einer Elefantendame, Mutter mehrerer kleiner Elefantenkinder, die sich so sehr nach 5 Minuten Ruhe sehnt.

Jetzt, wo ich selbst Mama bin, seh ich dieses Buch ploetzlich aus einer komplett anderen Perspektive:-D 5 Minuten Ruhe haben nun eine ganz andere Bedeutung.

Zur Zeit macht S. seine Weiterbildung. Wenn alles gut geht besteht er in weniger als einer Woche alle Pruefungen und wir haben monatlich deutlich mehr Geld zur Verfuegung.

Ich find es gut dass er dass macht, da es uns letztendlich allen zu Gute kommt und es auch wichtig ist, sich beruflich weiterzuentwickeln.  Es ist klar dass ich ihn unterstuetze und ihm einiges abnehm. Das heisst auch, dass ich unser Kind momentan praktisch komplett alleine hab.

Ich lieb mein Kind ueber alles. Ich verbring gern Zeit mit ihr. Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich an machen Tagen zwischenzeitlich doch sehr kaputt bin.

Vor allem an Tagen, an welchen das Kind quengelig ist, oft weint, mit nichts zufrieden ist, sich nicht konzentrieren kann und irgendwie alles doof ist. Zur Zeit kommt das wieder haeufiger vor. Kuerzlich fiel mir wieder das Buch Oje ich wachse in die Haende. Mein Kind steckt momentan also wieder in einer Phase. Als ich die betreffenden Seiten ueber betreffende Phase las, war es als wuerde jemand exakt mein Kind beschreiben:-D Ist ja auch ok. Vielleicht kommen ja auch noch die Zaehne oder auch nicht. Wer weiss dass schon.

Aber manchmal, wenn ich mit meinem Kind in der Stadt unterwegs bin und Grossmuetter mit ihren Enkeln seh werd ich schon manchmal ein kleines bisschen neidisch, ehrlicherweise. 😀

Die Mutter von S. kann nicht auf unser Kind aufpassen. Sie ist gesundheitlich nicht in der Verfassung. Meine Mutter ist weit weg. Wir sehen uns 1, 2 Mal im Monat. Dann kuemmert sie sich  auch immer ganz lieb um ihr Enkelkind. Das ist schoen.

Aber ich hab mein Kind bisher nie allein da gelassen. Nicht dass ich nicht wollen wuerde. Aber mein Kind kaempt schon jedesmal in irgendeiner Weise aufs Neue mit dem Ortswechsel.

Wie wuerde es also reagieren, wenn ich einfach weggehen wuerde? Wo sie sowieso schon sehr an mir haengt und auf mich fixiert ist. Oder trau ich meinem Kind einfach zu wenig zu?

Wenn meine Mutter, ihr Mann oder eine Freundin dann hier her kommt, bieten sie auch immer an, mal auf unser Kind aufzupassen. Bisher hab ich dass immer abgelehnt. Irgendwie erschien es mir unhoeflich einfach mit S. wegzugehen und unseren Besuch  alleine zu lassen.

Trotz Muedigkeit und manchmal angekratzter Nerven hatten wir einige schoene Tage in meiner Heimatstadt. Viele meiner Freunde gesehen, viel Zeit mit der Familie verbracht und jeden Tag Matrazenlager mit meinem Kind und meinem kleinem Bruder (10) im Gaestezimmer 😀

Abends haben wir immer gemeinsam mein Kind ins Bett gebracht. Danach ein paar Spiele mit den Grosseltern gespielt und anschliessend heissen Kaba geschluerft und einen Kinderfilm angeguckt. Irgendwie gut:-D

 

Alles anders als geplant

Eigentlich sollte / wollte ich heute mit meinem Kind in meine Heimatstadt fahren.

Urspruenglich sogar schon gestern Abend, aber wie immer waren wir viel zu spaet dran. Zuerst waren wir noch in der Spielgruppe. Dann einkaufen. Danach ein Spaziergang mit dem Hund. Anschliessend stellte ich fest, dass ich die meisten Klamotten die ich mitnehmen wollte noch ungewaschen in der Waesche, bzw. nass auf der Waescheleine hingen. Nunja:-D Wieder einmal ueber mich selbst geaergert…

Jedenfalls: weil meine Kleine auch quengelig war und ich muede, entschied ich, die Abfahrt auf heute frueh zu verschieben. Aber auch daraus wurde dann nichts, weil meine Kleine, die schon seit 2 Tagen blass um die Nase war, ueber Nacht krank wurde. Bzw. aus ein bisschen kraenklich wurde nun wirklich erkaeltet.

Also sind wir nun immer noch hier, und der Besuch in der Heimatstadt wurde bis auf weiteres verschoben.

Normalerweise freu ich mich immer so sehr auf diesen Besuch. Diesmal aber irgendwie nicht so wirklich.

Meine beste Freundin erlitt  eine Fehlgeburt. Ein absolutes Wunschkind, auf dass sie lange Zeit gewartet hatte. Wir haben lange telefoniert. Es war schwer. Man kann nicht wirklich helfen. Nur da sein.

Eine andere Freundin hilft gerade ihrem Exfreund (dem Vater ihres Kindes) durch einen Alkoholentzug. Der Kerl stuerzte komplett ab, nachdem er aus seiner Firma herausgemobbt wurde. Ich finds toll, dass sie ihm hilft, nach allem was war. Nachdem er sie mehr oder minder ueber 1 Jahr komplett haengen liess.

Irgendwie haben gerade alle so viele Probleme. Und man muss nur den Radio andrehen, die Zeitung lesen oder den Fernseher anmachen. Noch mehr Probleme. Schlimme Probleme. Gestern in den Nachrichten. Bilder von ertrunkenen Fluechtlingskindern. Eines im Alter von meinem eigenem Kind. Ich haette einfach nur heulen koennen.

Momentan bin ich in einer komischen Stimmung:-O Vielleicht hab ich gerade auch einfach nur Heimweh. Ich vermiss unser altes Leben.

Vielleicht sinds auch nur die gemeinen Hormone.

Aber das geht vorbei. Probleme wie diese, Hormone und gelegentliches Heimweh sind Luxusprobleme im Anbetracht dessen was gerade auf der Welt passiert. Was meiner Freundin passierte.