Mutter

I love my child.

Mini spricht mittlerweile richtig richtig viel.

Einzelne Wörter, Wörter zusammengereiht, und auch schon ganze Sätze. Manchmal bin ich echt überrascht woher sie jetzt schon wieder dieses oder jenes Wort hat.

Und manchmal bringt sie mich echt zum Lachen.

Kürzlich hat sie so gar nicht gefolgt. So richtig gar nicht. Dem Mann ist irgendwann der Kragen geplatzt und hat geschimpft. Und was macht Kindlein. Dreht sich zu mir um, zeigt auf ihren bösen Vater und schimpft auch. Böser Papa, böser Papa. Bööööööööser Papa. 😀

Überhaupt ist gerade ständig irgendwas bös. Der Tisch an dem sie sich anhaut, die Freundin die sie ärgert, der Hund wenn er nicht macht was Mini will und. dies. und. dass.

Letzte Woche waren wir bei einer grossen Taufe eingeladen. Und ich hab schon ein bisschen Angst gehabt. Von wegen was macht Kindlein in der Kirche und so. Ich konnte auch nicht einfach gehen, weil ich nämlich eine der Taufpaten war. Zum Glück konnten wir trotzdem in einer der letzten Reihen sitzen. Aber meine Sorgen waren unbegründet. Mini hat alles echt gut gemeistert. Sie hat als einzige die Lieder mitgeträllert, und nach jedem Lied. mehr.mehr.mehr. Lieder verlangt. Ihre Puppe musste brav neben ihr auf der Bank sitzen und war „böse“ als sie runterfiel. Klar.

Irgendwann hat sie angefangen, alle Gäste aufzuzählen. „Ein Mann, eine Frau. Ein Mann, eine Frauuuuu. Ein Junge.“  Irgendwann stand der Junge vor ihr auf um ein paar Fürbitten vorzulesen. Tsssssss. “ Junge, sitzzzzzzz, Juuuuuuuuuuunge. Sitz.“ Wuah:-)

Auch beim anschliessendem scheinbar ewig nicht enden wollendem  Essen war Mini brav wie ein Engel.

Nur auf der ewig langen Heimfahrt am Abend merkte man dann wie anstrengend der Tag für so ein kleines Kind trotzdem war. Minilein war dann nämlich total überdreht und über den Punkt hinaus und konnte nicht mehr schlafen. Irgendwann schlug der Mann ihr vor, ihr was vorzusingen. Ging gar nicht. Ich durfte auch nicht. Mini beharrte unbedingt darauf, dass der Hund jetzt singen soll. 🙂

5 Minuten vor bevor wir ankamen schlief sie dann. Klar. 😉

Jedenfalls. Ich. lieb. mein. Kind. Manchmal schau ich sie an und bin einfach nur wirklich dankbar für dieses Kind. Auch wenn Kinder einen schon echt in den Wahnsinn treiben können manchesmal:—D

Krippenferien Halbzeit

Kaum zu glauben, es ist schon Mitte August. Wo rast bloss immer die Zeit hin?

Die ersten grossen Ferien, naemlich der ganze komplette August, sind also schon zur Haelfte vorbei. Gibts dass?

Erst ging das erste Krippenjahr schon so komplett schnell vorbei, und jetzt auch die Ferien. Echt jetzt?

Zeit fuer ein Fazit.

Denn, klar hab ich mich auf viel freie Zeit mit meinem Kind gefreut. Aber ein bisschen „Angst“ hatte ich auch, wie es wohl so wird, den kompletten August krippenfrei.

Und ohne grossartig wegzufahren, denn im Urlaub waren wir schon im Juni. Der Mann hat es verplant, sich rechtzeitig um Urlaub im August zu kuemmern und muss nun diesen Monat sogar noch mehr als sonst arbeiten. Nun denn, wenn schon denn schon. Klar, oder.

Aber beschweren will ich mich gar nicht, denn die ersten 2 Wochen waren wirklich schoen. Ich hab die viele Zeit mit Mini wirklich ehrlich genossen und ich merke auch, dass Mini der Urlaub und die viele freie Zeit wirklich gut tun.

Die erste Woche war sowieso irgendwie kein Problem, weil wir viel mit Minis Freundin und deren Mutter unternommen haben. Wir waren jeden Tag woanders und das Toechterlein ist jeden Abend wie ein Stein ins Bett gefallen;-)

Die zweite Woche wurde dann schon eher zur Herausforderung. Dabei war der Plan so gut. Aber Plaene sind wohl vor allem dafuer da, nicht zu funktionieren, oder? Wir bekamen naemlich Besuch aus der Heimatstadt und wollten mit dem Besuch am Wochenende noch einen Kurztrip machen, aber. Mini wurde krank. Und ich dachte doch echt 4 Wochen krippenfrei bedeutet 4 Wochen krankheitsfrei. Tssss. Aber naja. War trotzdem ein schoener Besuch, nur der Kurzurlaub fiel fuer uns eben leider aus.

Jetzt bleiben uns also noch Woche 3 und 4 und ich kann nicht in die Heimatstadt. Es geht einfach nicht, obwohl ich gerne wuerde. Aber ich will die Krippenferien geniessen, ich bin schwanger und nicht unendlich fit und wuerde ich jetzt in die Heimatstadt fahren ohne den Mann unter den Voraussetzungen waeren meine Nerven danach wahrscheinlich einfach nur angekratzt. Das ist nicht nur traurig fuer mich, weil ich die Grosseltern gern sehen wuerde sondern auch wegen den Freunden. Klar, die Freunde bieten an, dass wir einfach bei ihnen uebernachten und dass ist nett. Also echt. Und auch eine schoene Vorstellung. Aber zur Zeit bin ich einfach irgendwie ko. Ich brauch Abends mein Bad, mein Bett, meine Wohnung und meine Ruhe, so irgendwie. Vielleicht bin ich aber nicht einfach nur ko, sondern werd einfach alt, so langsam?;-O

Leider sind hier jetzt auch so ziemlich alle im Urlaub und Mini und ich dann wirklich hauptsaechlich allein. Mal sehen wie dass so wird.

Heute Vormittag waren wir schon im Park, haben Steine ins Wasser geworfen und Pferden zugeschaut und haben einen kleinen Zwischenstopp am Spielplatz gemacht.

Vielleicht gehen wir heute Nachmittag noch zum Wasserspielplatz ums Eck, oder ein Eis essen, ein paar Sachen einkaufen oder. oder. oder. Ich weiss es nicht.
Aber Mini geniesst die Ferien wirklich und ich werd mich wirklich ehrlich bemuehen, dass die naechsten 2 Wochen genauso schoen werden wie die erste Augusthaelfte.

Ich schaetz die naechsten 2 Wochen werd ich keine Probleme mit Schlafstoerungen haben sondern eher schlafen wie ein S.t.e.i.n. 😉

Kinder wollen nicht nur spielen

Es gibt ja Mütter,  die meinen ihre Kinder ständig und immer bespassen zu müssen. Die meinen man muss mit Kindern immer wahnsinnig kindgerechte Sachen machen, jeden e.i.n.z.e.l.n.e.n. Tag zum Spielplatz, immer und dauernd spielverabredungen haben und f.ö.r.d.e.r.n. Immer und überall!  1001 Kurse besuchen, und dies und dass und jenes.

Und ich? Klar will ich dass meine Tochter sich weiterentwickelt. Wir gehen auch zum Spielplatz und machen „kindersachen“ und dies und das. Ich frag mich aber nicht ständig ob sie das fördert oder nicht und 1001 Kurse haben wir auch nicht gemacht. Buh. Komischerweise ist mein Kind trotzdem nicht hinten nach😉

Und gerade in letzter zeit merk ich, dass Mini manchesmal nach der Krippe einfach ihre Ruhe haben will und braucht.  Spätestens heute habe ich wirklich gemerkt, dass es Mini gerade zu viel ist, wenn die Freunde nach der Krippe noch bis zum Abend bei uns zu Hause bleiben. Zumindest wenn es so oft ist wie in letzter zeit. Und ich versteh dass. Wenn man schon den halben Tag in der Krippe gespielt hat, braucht man irgendwann pause vom spielen.

Kinder machen auch andere Sachen glücklich. Sie müssen nicht immer und dauernd spielen. Eine meiner ersten erinnerungen ist ein einkauf  mit meiner oma. Wir fuhren mit ihrem altem jeep hörten laut ihre lieblingsmusik und weil der weg  über kopfsteinpflaster führte fühlte es sich an  als würde ich jeden moment an das autodach knallen.😀  und es ist eine tolle erinnerung, echt. Mini begleitet uns auch gern auf Ämter,  zu Banken,  geht mit dem Mann elektrogeräte jeder Art anschauen oder das Auto putzen. Oder einfach in den Park. Manche Mütter finden sowas ja echt  blöd, aber letztendlich muss es ja jeder selber wissen gell😀

Oder einkaufen. Nicht, dass es immer einfach ist mit einem Kleinkind einkaufen zu gehen. Es gab Zeiten in denen ich mit ihr alllein gar nicht mehr zum einkaufen gegangen bin, einfach weil nicht mehr möglich. Trotzphase oder autonomiephase oder wie immer man es nennen mag und so…

Aber irgendwie, ohne es verschreien zu wollen, macht die Phase gerade ein bisschen pause. Gestern hab ich sie mitgenommen und wir haben fast für die ganze Woche eingekauft, ohne Zwischenfälle. Ein echter meilenstein. Und es war schön, den nachmittag einfach nur mit ihr zu verbringen. Zugegebenermaßen hab ich mit dem schlimmsten gerechnet, als Mini an der Kasse plötzlich unbedingt runter wollte. Aber dann war sie zufrieden, weil sie die Sachen mit aufs Band legen durfte. Puh.😃

Klar will ich auch weiterhin die Freunde treffen, ich bin ja ehrlich echt froh dass es sie gibt. Nur eben ein bisschen weniger, nach der Krippe.

Erziehung und andere Katastrophen

Manchmal läuft es einfach. Da hat man das allerliebste, allerbrävste Kind auf dem ganzem Planeten. Da kann man einfach alles machen. Ganz ohne Stress. Ohne Zerreißprobe für die Nerven, sondern einfach so und alle sind zufrieden.  Da vergisst man fast, dass es auch andere Phasen gibt.

Wir durchlaufen gerade wieder eine dieser „anderen“ Phasen. Ich weiss gar nicht mehr, seit wann genau eigentlich. Irgendwann schlug es um und jetzt sind wir mittendrin.

Und was soll ich sagen. Ich bin genervt, ratlos und müde.

Also echt.

Eigentlich bin ich geduldig. Verständnisvoll. Nett. Aber irgendwann gehen auch den geduldigsten Menschen die Nerven aus. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man einfach nicht mehr kann und das Verständnis hops geht.

Mini quengelt zur Zeit wieder extrem viel. Eigentlich die ganze Zeit. Alles ist doof. Und blöd. Und schrecklich. Egal worum es geht. Sie kann sich keine 30 Sekunden  alleine beschäftigen gerade.  Konzentrieren kann sie sich auch nicht. Und sowieso ist ja eh fast alles doof.

Manchmal sage ich gefühlt den ganzen lieben langen Tag lang Nein. Weil Mini gefühlt plötzlich nur noch  Blödsinn im Kopf hat. Und würde ich nicht Nein sagen, ja, dann wäre die Wohnung wohl längst verwüstet, der Hund geflüchtet, Mini mindestens 1001 Mal auf der Strasse verunglückt oder oder oder.  Ich sag nicht gern ständig Nein, und eigentlich bin ich auch gar nicht der Typ der dauernd Nein sagt, aber was soll ich machen? Warten bis sie den Flachbildfernseher kaputt gemacht hat oder sie auf das Aquarium geklettert ist und die Fische einen Herzinfarkt haben oder kopfüber von der Rutsche gestürzt oder in den Rhein gefallen ist?

Heute Nachmittag waren wir bei der einen Freundin eingeladen, deren Tochter Minis Freundin ist. Ist eigentlich jedesmal echt schön. Heute aber nicht. Heute war es eine einzige Katastrophe. Weil das Kleinkind heute einfach komplett neben der Spur war und auch so gar nichts mehr bei ihr ankam.

Tja. Nicht schön. Echt nicht. Irgendwann packte ich Mini wieder ein  und wir gingen nach Hause.

Normalerweise verlass ich mich in Punkto Erziehung auf mein Bauchgefühl, aber auch dass ist gerade flöten gegangen. Ich bin einfach genervt und ratlos und müde  und stelle mich zwischenzeitlich auch selbst in Frage. Hat ja auch keiner gesagt, dass Erziehung leicht wäre oder? O.d.e.r.?

Um ein Kind gross zu kriegen, braucht es ein ganzes Dorf.

Ich finde, dieser Satz stimmt. Aber ich hab hier leider kein Dorf. Ich hab nicht mal mehr eine Familie und an vielen Tagen auch nicht den Mann, weil der ständig weg ist.

Wenn der Mann an Tagen wie heute mit irgendwelchen supertollen Ratschlägen ankommt, oder mir erklärt, was ich alles falsch mach, könnte ich ausflippen. Falsch. Ich flipp aus. Nicht, weil der Mann nicht vielleicht in manchen Punkten Recht haben könnte. Oder sicher hat. Ich bin nämlich nicht perfekt und dass weiss ich längst. Ich mache Fehler. Aber ich finde es ein bisschen einfach, wenn man eigentlich eh andauernd nicht da ist, schlaue Ratschläge zu verteilen. Dann hat man nämlich keine Ahnung wie es ist, wenn man tatsächlich den ganzen Tag ein ein quengelndes Kleinkind betreut und ständig Nein sagen muss.

Aber genug Frust runtergeschrieben. Es gibt so viel Schlimmeres. Und irgendwann kommt das Kleinkind ja auch wieder raus aus dieser Phase. Also hoffentlich zumindest.

 

 

 

Wieder da

Auf meinem Blog ist es in letzter Zeit ganz schön ruhig geworden. Und ich kann nicht mal genau sagen warum:-O Weil ich doch eigentlich so gerne schreibe.

Ich will dass wieder ändern. Weil ich ja wie gesagt so gerne schreibe.

Die letzten Wochen ist auch gar nicht so viel passiert.

Geändert hat sich aber trotzdem was. Ich bin nämlich wieder schwanger. Derzeit in der 8. Woche. Wenn doch hoffentlich alles gut geht, wird Mini im Dezember grosse Schwester und wir zum 2. Mal Eltern. Wir freuen uns sehr, klar.

Eigentlich geht es mir auch ganz gut. Ok, bis vor kurzem war die Übelkeit ein guter Freund und das Sofa zog mich wirklich magisch an, aber so ist dass halt. Schwanger eben. Jetzt ist die Übelkeit weg und ich bin auch weniger müde. Jetzt fühlt es sich einfach nur noch an, wie wenn ich eine grosse Blase im Bauch hätte. So Walfischmässig irgendwie;-)

Die Laune fährt auch ein bisschen Achterbahn. Also eigentlich ziemlich. Darüber freut sich vor allem der Mann;-O)

Ist bei Euch nun auch der Sommer ausgebrochen?

Ich schätze im Elsass wird es bald so richtig heiss. Diese Hitze hier…aber darüber muss ich mal einen Extrabeitrag schreiben:-)

Ich freu mich jedenfalls sehr, weil wir in weniger als 4 Wochen endlich in den Urlaub fahren! Und zwar weder in die Nähe der Heimatstadt noch nach Frankreich sondern in eins meiner Lieblingsländer Italien. Pizza, Pasta, Sonne, Strand, Meer. Juhu.

Ich hoffe sehr es geht Euch allen gut und wünsche Euch eine schöne Zeit.

Unschuldig

Mini hat sich in den letzten Monaten schon sehr verändert.

Manchmal kann man sich schon fragen, wo die Zeit eigentlich hingegangen ist? Gerade hat man noch ein 9 Monate altes Kind, dass gerade sitzen kann und plötzlich hat man ein „echtes“ Kind zu Hause.

Mini spricht mittlerweile unglaublich viel. Für mich zumindest unglaublich. Bestimmt spricht manch anderes Kind noch mehr, aber ich vergleich da nicht.

Jedenfalls spricht sie mittlerweile echt viel. Und sie singt. Teilweise singt sie ganze Liedtexte nach und überrascht mich damit immer wieder.

Aber am meisten überrascht mich manchmal immer wieder, wie unglaublich unschuldig Kinder eigentlich sind.

Gestern war wieder so ein Tag. Wir haben den Nachmittag mit einer Freundin und deren Kind in einem Park verbracht. Mit Eis und allem drum und dran. Es war wirklich ein schöner Nachmittag aber irgendwann wollte ich trotzdem heim.
Das andere Kind blieb aber noch und Minis Bereitschaft zu gehen war bei 0.
Innerlich zitterte ich schon ein bisschen, wegen Trotzphase und Wutanfall und so. Da waren immer noch viele Menschen und wer riskiert schon gern einen Wutanfall in aller Öffentlichkeit? Aber.hilft.ja.nix. Mini durfte dann noch balancieren und dies und dass. Und dann erklärte ich ihr, dass der Park jetzt auch langsam müde wird, die Blumen, der Bach und der Brunnen zum Abendessen gehen und dann alle schlafen. Und auch das andere Kind und alle anderen hier bald heimgehen. Weil der Park und die Blumen und auch die Menschen eben müde sind. Und Mini reagierte sehr verständnisvoll. Nichts mit Wutanfall. Sie verabschiedete sich brav von unseren Freunden und wünschte auch dem ganzem Park, den Blumen, dem Brunnen und den Bäumen eine gute Nacht. Wie höflich ist dass denn.-)

Abends wollte sie unbedingt noch HoppeHoppeReiter spielen. Nach dem 3. Mal wollte ich aber nicht mehr. Ich rechnete mit Protest, aber Nein.

Mini sah mich ganz ernst an und sagte dass HoppeHoppeReiter jetzt auch schläft.

🙂 Was soll man da noch sagen.

12 von 12 im April ohne Bilder. Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich frage mich gerade wieder staendig wohin denn eigentlich meine Zeit  fliesst? Weil gefuehlt staendig „nichts geschafft“ und trotzdem den ganzen Tag gerannt. Und. Aber dass nur am Rande: ich frag mich auch was mit meinem Reader los ist. Mir werden laengst nicht mehr alle der vielen tollen Beitraege angezeigt. Ich hab das Gefuehl mir geht gerade einiges durch die Lappen und ich weiss nicht wie ich das aendern kann:-///

Jedenfalls: der 12. begann schon irgendwie ein bisschen verkorkst. Weil Mini nachts staendig aufwachte. Nicht nur gefuehlt, sondern wirklich. Und ich mich zwischenzeitlich auf unserem Haus:-OOOgang wiederfand. WTF, ich dachte ich wandel seit Jahren nicht mehr schlaf? Zumindest hat mich den ganzen Tag kein Nachbar angegrinst, dass laesst hoffen;-)

Um 5 stand der Mann dann auf und ich konnte nicht mehr schlafen. Um kurz vor 7 wachte Mini dann auch auf und die Nacht war um. Sie wollte dann Tubbies schauen, und dass am liebsten sofort:-O Ich find die Telletubbies ja sowas von doof. Der Mann auch. Der Mann sagt derjenige der die „Tubbies“ erfunden hat muss ziemlich viel geraucht haben und ich glaub dass auch;-) Unsere Tochter steht aber trotzdem drauf. Nunja. Sie durfte ein bisschen schauen.

Um 7:30 gabs dann Fruehstueck und Mini brachte mich wieder mal zum Lachen. Seit ein paar Tagen sagt sie naemlich dauernd Oh la la. Und mit ganz ernster Miene Tubbies zuhause. Goldig, was Kinder in dem Alter noch alles glauben;-)

Um 8 sind wir dann in die Krippe gestartet und Minis Freude war gross, denn die beste Freundin war schon da. Von wegen Kinder in dem Alter bauen noch keine richtigen Freundschaften auf. Eine befreundete Mutter wollte noch gern Kaffee trinken gehen, aber ich hab abgelehnt, weil es einer dieser Paniktage war. Kennt Ihr die auch? An den allermeisten Tagen freu ich mich einfach ueber mein gesundes Kind und blende anderes vollkommen aus. Das ich beruflich gerade keine grossen Schritte mach bspw. Aber an anderen Tagen geht dass nicht. Da bekomm ich regelrecht Panik und ueberschuette mich selber mit Vorwuerfen, weil andere es ja auch schaffen. Oder zumindest so tun!?! Keine Ahnung.

Bis die Wohnung dann einigermassen aufgeraeumt und der Hund draussen war war es schon 10. Der Mann kam dann auf eine kurze Pause heim (gluecklicherweise) und half mir. Mir wurden fuer meine Weiterbildung naemlich Vertragsunterlagen per Email zugeschickt und die muessen ausgefuellt mit der Post zurueck. Klar, dass unser Drucker gerade jetzt den Geist aufgegeben hat, oder;-) Wir suchten ewig rum, weil wir naemlich seit kurzem ein Macbook haben, und der Stick nirgends angezeigt wurde. Irgendwann schafften es aber doch und meine Panik wurde nicht gerade kleiner, weil ich naemlich entdeckt habe, dass die schon das Projekt und den zugehoerigen Projektpartner wissen wollen. Wuaaaah. Ich habe zwar das Projekt, aber eben keinen Partner dafuer mehr. Chakuuu. Irgendwann muss ich auch noch Papiere fuer den Job den ich in 2 Wochen anfang raussuchen. Hilfe. Wir schauten dann auch noch kurz kurz kurz Bilder an, die der Mann gestern auf das Macbook ueberspielt hat. Wir haben uns in den letzten 2 Jahren doch irgendwie veraltet, finden wir:-O Und mir fiel mal wieder ein, dass ich laengst mal die Tausende ungeordneten Bilder ordnen wollte. Eigentlich will ich ja Fotoalben:-O Maaaahann.

Ich kochte dann schnell, wir assen schnell, der Mann musste zurueck in die Arbeit, ich ging einkaufen und dann musste ich auch schon einigermassen schnell zur Krippe.

Und: Mini ist da nach dem Mittagsschlaf mit hohem Fieber wieder aufgewacht. Baaeem. Fiebersaft hat sie schon bekommen. Aus dem Plan mit der befreundeten Mutter und mit dem befreundetem Kind zum Spielplatz zu gehen wurde somit nichts. Schade. Einen kurzen Spaziergang haben wir aber trotzdem noch gemacht und die befreundete Mutter konnte meine Panik ein bisschen eindaemmen. Ihr gehts naemlich auch so.

Kurz vor 18 Uhr landeten wir dann aber doch noch beim Kinderarzt weil das Fieber weiterstieg und Mini immer zerbroeselter wurde. Mittelohrentzuendung. Dank der Krippe ist mein Vokabular was Kinderkrankheiten betrifft mittlerweile Recht gross;-)

Wir sind dann noch bei der Apotheke vorbei und holten allerlei Arzeneimittel, weil das arme Kind nicht nur Mittelohrentzuendung sondern auch eine beginnende Bindehautentzuendung hat.

Gegen 20 Uhr schlief Mini ein. Selbstverstaendlich erledigte ich danach alles was es noch zu tun gab. Klar, oder. Nee, Spass. Ich machte gar nichts mehr. Einfach, weil ich platt war. Abgesehen davon, dass ich die Lieblingsserie ansah, mit einer der Freundinnen aus der Heimatstadt telefonierte und mit dem Mann geredet hab, der irgendwann gegen 21 Uhr zurueckkam. Und an 1001 Dinge hab ich auch gedacht. Zum Beispiel daran, dass sich auf den Tag genau vor 13 Jahren mein Leben komplett geaendert hat, nur dass ich und auch sonst niemand dass damals ahnen konnte. Es war der Anfang vom Ende und was soll ich sagen, manche Wunden heilen nie ganz. An eine der Freundinnen die gerade durch eine sehr schwere Zeit geht, hab ich auch gedacht.

Wieder nichts „geschafft“ in diesem Sinne also:-O Aber wenigstens hab ich mich am Abend nicht mehr selbst deshalb zerfleischt. Es ist eben gerade wie es ist. Mini ist noch so klein, wir haben hier keine Grosseltern und nix und der Mann ist beruflich so sehr eingespannt, dass der Rest praktisch fast komplett an mir haengt. Klar mach ich beruflich gerade keine grossen Spruenge. Die Situation war in diesem Sinne so nicht geplant, aber manchmal spielt das Leben eben so und es ist gut so wie es ist. Es bringt nix sich mit anderen Muettern zu vergleichen, die vielleicht mit einem 12 Monate altem Kind schon wieder an der Karriere zu basteln, aber die Grosseltern nebenan haben. Einfach, weil es nicht das gleiche ist. Genauso wenig wie meine Situation mit jemandem vergleichbar ist, der alleinerziehend ist, keine Grosseltern ums Eck hat und eben so kaempft wie er kann. Jede Situation ist anders, jeder hat andere Karten und jeder versucht mit den Mitteln die er hat das beste daraus zu machen. Mehr geht nun mal nicht. Muetter schaffen schon so viel. Wir sollten uns doch echt selbst mal mehr anerkennen.

Frohe Ostern Euch allen.

 

 

 

Rabenmutter

Ich bin eine Rabenmutter. Ja, wirklich.

Natuerlich und zum Glueck nicht im Sinne von einer Rabenmutter, die ihrem Kind nicht genug zu essen gibt, es immer in dreckigen Klamotten rumrennen laesst und es emotional vernachlaessigt. Solche Rabenmuetter und noch Schlimmere gibt es leider und das ist furchtbar.

Also, so bin ich nicht.

Warum also dann?

Gestern war Faschingsfeier in der Krippe.

Wir waren angemeldet. Nicht weil ich mich jemals darum gerissen haette  auf diese Feier zu gehen, sondern weil die Bezugserzieherin in der Woche vorher 3 Mal gefragt hat, ob wir auch kommen. Ich sagte zu, weil es sich irgendwie nicht ganz richtig angefuehlt haette, einfach Nein zu sagen. Und ich hatte auch wirklich echt vor hinzugehen. Aber bitte gemeinsam mit dem Mann! Wieso immer nur ich, oder?;-) Der Mann musste aber gestern laenger arbeiten, und wie er eben (immer) ist, fiel es ihm erst einen Tag vorher ein, mir dass zu sagen. Na vielen Dank auch.

Und was soll ich sagen. Ich wachte gestern Morgen schon irgendwie (ein bisschen) auf dem falschem Fuss auf. Hormone und so:-O Jedenfalls war meine Motivation auf diese Feier zu gehen  ziemlich bei Null. Als ich Mini in der Krippe abgab und die Bezugserzieherin nicht mehr die Bezugserzieherin war, sondern uns stattdessen Minnie Mouse empfing sank die Motivation sogar auf unter Null. Juhee.

Fasching geht mir einfach auf den Keks. Es ist einfach so. Ich kann mit verkleideten Erwachsenen einfach so gar nichts anfangen. Da kann das Kostuem noch so schick, stylisch, einfallsreich und whatever alles sein. Das ganze Jahr ueber stressen sich Erwachsene (staendig) gegenseitig, giften und feinden sich an, und dann, an Fasching – juhee- betrinken sich eben diese Erwachsene schon am fruehen Morgen, groellen rum und lassen gemeinsam die Sau raus. Häh???

Moeglicherweise versteh ich dieses Fest auch einfach nicht, weil ich nicht damit aufgewachsen bin. In der Region in Deutschland aus der ich komm wird Fasching kaum gefeiert. Aber ueberhaupt, ich will ja auch gar niemandem den Spass verderben. Jeder kann ja auf seine Weise Spass haben;-) Ist ja auch schoen.

Und gegen verkleidete Kinder hab ich auch gar nix. Wir waren sogar mit Mini auf einer Faschingsveranstaltung. Bekannte von uns wollten unbedingt da hin, und man will ja nicht so sein, und ueberhaupt wegen der Kleinen und pla…Aber was war? Mini interessierte sich nicht etwa fuer die verkleideten Menschen die da ueberall rumliefen und rumtanzten. Sie interessierte sich einzig und allein fuer meine Nase, ihre Nase die Nase vom Mann und die Nasen der Bekannten. Weil sie naemlich kurz zuvor das Wort Nase gelernt hat und es moeglichst oft sagen wollte:-D So what.

Gestern Mittag als ich Mini abholte erzaehlte Minnie Mouse auch noch, das Mini von den vielen Verkleidungen irgendwie ein bisschen eingeschuechtert war und das ganze Trara eher doof als lustig fand. Ha. Spaetestens in diesem Moment ist meine Entscheidung gefallen. Naja, ehrlicherweise ist sie schon davor gefallen. Ich entschuldigte mich bei Minnie Mouse, weil wir wegen dies und dass nicht kommen koennen. Minnie Mouse war zum Glueck nicht sauer. Bei insgesamt 60 Kindern plus Eltern macht es naemlich letztenendlich nicht den Riesenunterschied ob Mini und ich nun da sind oder nicht.

Wir gingen nach Hause und verbrachten einen ruhigen Nachmittag ganz ohne Faschingstrara. Juhee.

Gut, einen kurzen Moment hab ich mich schon gefragt. Weil ich jetzt dem Kind die Faschingsfeier vorenthalte und so. Brrr gehts noch oder was. Als die eine Freundin die eigentlich auch keine Lust gehabt hat dann doch ging weil es ja vielleicht Y gefaellt und pli pla plu…ja, da fuehlte ich mich einen klitzeklitzeklitzekleinen Moment wie eine Rabenmutter. Aber es war wirklich nur ein kleiner Moment;-)

Weil Mini Fasching dieses Jahr einfach noch an der Nase vorbeigeht. Naechstes Jahr ist das bestimmt schon ganz anders, und weil im Elsass bzw. vor allem auf der deutschen Seite Fasching gross geschrieben wird, machen wir naechstes Jahr das Trara ganz bestimmt mit. Mit Kostuem fuer Mini und allem.  Und das ist auch ok. Aber dieses Jahr hat es sich einfach angeboten Fasching einfach nochmal  zu schwaenzen:-D

Wir haben gestern auch wirklich einen schoenen Nachmittag gemeinsam verbracht. Also wenn man jetzt mal von dem buehnenreifem Wutanfall absieht, denn Mini Abends in der Badewanne hingelegt hat;-)

 

Bloedes Gefuehl

Die Franzosen ticken in Punkto Kinder, Kindererziehung und Kinderbetreuung anders als die Deutschen.

Sie gehen anders mit ihren Kindern um. Die Kinder stehen weniger im Mittelpunkt als manchesmal in Deutschland und das Kind wird eher an den Tagesablauf der Restfamilie angepasst als umgekehrt. In Frankreich wird  kaum gestillt. Waehrend man in Deutschland manchesmal doof angeguckt wird, weil man seinem Kind Pulvermilch gibt ist dass in Frankreich andersrum. Hier erntet Frau Blicke, wenn sie ihr Kind stillt.

Die Kinder kommen nicht wie der Grossteil aller Kinder in Deutschland mit 1, 2 oder 3 Jahren in die Krippe, sondern oftmals bereits mit 10 Wochen. Und in vielen oder sogar den meisten Faellen nicht 4, 5 oder 6 Stunden sondern aufwaerts. Kinderkrippen in Frankreich sind oftmals ab 7 geoeffnet und werden erst um 18:30 wieder geschlossen.

Die Frage, ob und wie lange Frau  zu Hause bleibt stellt sich nicht oder kaum. Spaetestens nach 3 Monaten ist Frau wieder im Beruf und das in den meisten Faellen Vollzeit. Keiner wird  sie deshalb als „Rabenmutter“ abstempeln. Praktisch, weils dieses Wort im Franzoesischem gar nicht  gibt:-D In Frankreich wird Frau eher doof angeschaut wenn sie mit einem 4 Monate altem Kind „immer noch“ zu Hause ist. Es stellt sich auch keiner die Frage, ob so ein frueher Krippenbesuch dem Kind mehr schadet als nuetzt. Es ist eben einfach so. Sogar ihre alte Linie haben die meisten franzoesischen Muetter  bald wieder zurueck.

Jedenfalls: mich persoenlich hat das franzoesische System bisher nie unter Druck gesetzt. Einfach weil ich eben keine Franzoesin bin;-) Es kam fuer mich nicht in Frage, mein Kind vor 1 Jahr in die Krippe zu bringen, schon gar nicht ganztags. Jedem das seine;-) Trotzdem hab ich bemerkt, dass ich mich (ein bisschen) geaendert hab. Die ersten Wochen in der Krippe dachte ich noch oftmals wenn ich die ganz Kleinen sah, dass sie mir irgendwie leidtun. Und ja, die Kinder welche in diesem Alter ganztaegig in der Krippe sind tun mir in gewisser Weise immer noch ein bisschen leid. Aber generell hab ich mich daran gewoehnt und finde nichts „schlimmes“ mehr daran.

Auf jeden Fall frug mich Minis Bezugserzieherin anfangs, wie viel Zeit wir fuer die Eingewoehnung haben und wann ich wieder zu arbeiten anfange. Ich erzaehlte ihr damals, dass ich mir erst was neues suchen muss weil wir neu hergezogen sind. Zwischenzeitlich dachte ich, sie haette das laengst vergessen. Einfach weil es so viele Kinder und Eltern sind und man manchmal was sagt und am naechsten Tag weiss es keiner mehr.

Da die Krippe einmal im Monat frueher schliesst und ich mir nicht 100 Prozent sicher war es wirklich auf die Minute zu schaffen fragte ich gestern eben diese Erzieherin was passiert wenn ich heute 5 oder 10 Minuten zu spaèt waere. Dann ist es eben so, dann soll ich anrufen, sagte sie und wenn ich will das die eine Mutter die Mini gut kennt mini schon mal mitnimmt soll ich nochmal anrufen und Bescheid geben weil sie Mini sonst nicht mitgeben duerfen.

Ich schaffte es aber heute gerade noch rechtzeitig. Die Erzieherin kam mit einem grossem Laecheln zu mir und freute sich dass ich es dann doch noch geschafft habe und  fragte ob ich denn nun wieder angefangen habe zu arbeiten.

Und zu allererstem Mal fuehlte ich mich vom franzoesischem System unter Druck gesetzt:-O Irgendwie war ich naemlich der Meinung dass weder diese noch eine andere Erzieherin noch wissen, ob ich schon wieder arbeite oder eben nicht. Ich dachte ich bring und hol mein Kind und sie meinen ich waere zwischenzeitlich in der Arbeit gewesen. Eventuell hat es mich genau deshalb auch nicht unter Druck gesetzt;-)

Ich hab der Erzieherin heute nicht ganz die Wahrheit gesagt, sondern so getan als wuerde ich schon laennngst wieder arbeiten. Wie kindisch ist dass denn :-O

Chillen

Irgendwie sind der mann und ich schon (ein  bisschen ) erledigt seit ich wieder arbeite.

Einzig und allein mini ist bei uns gersde so richtig fit.

Heute abend hingen der mann und ich wieder mal irgendwie ko auf dem sofa rum während kindelein putzmunter spielte. Und spielte. Und spielte. Und turnte. Und sang. Wie macht die das?

Die ersten wochen in der creche wàr mini abends wirklich echt erledigt. Aber jetzt? Nix mehr🤔

Der mann und ich können von so viel energie geràde nur träumen. 😄

Wir mschen in letzter zeit schon deutlich weniger. Bleiben öfter daheim, treffen weniger leute und chillen mehr.

Jedenfalls: das tolle hier ist jà, dàss man ständig die länder wechseln kann.

Und letztens fand ich in einem deutschem geschäft Kinderpunsch.🎅🎅🎅

Ich lieb kinderpunsch😊

Ich hab mehrere mitgenommen. Ist mir jetzt einfach mal egal, dass alle welt schon  wieder mit ostern beschäftigt ist.😄🐇🐇🐇

Ich trink jetzt einfach mal jeden abend ein gläßchen kinderpunsch und chill. 😁