Mutter

Arbeiten in Frankreich mit Kind

Heute war Vertragsunterzeichnung.

Der mann kam mit. Glücklicherweise hatte ich die vergangenen tage einschliesslich heute absolut keine zeit mir die frage zu stellen, wie dass wohl wirken mag.

Denn: pünktlich zum wochenende wurde mini wieder mal krank und das freudig erwartete wochenende fiel aus. 2 verabredungen mussten abgesagt werden und stattdessen lief die waschmaschine auf hochtouren. Mini hat nämlich magendarm, mit freundlichen grüssen aus der krippe.🤔 also ehrlich: so viel wäsche wie in den letzten tagen hab ich glaube ich noch nie gewaschen. Und so oft meine hände gewaschen erst recht nicht. 😉 aber hey – immerhin haben der mann und ich das ganze wochenende zusammen verbracht – das kommt nicht oft vor in letzter zeit.😄

Jedenfalls kam er heute mit. Ist ja auch ein vertrag und nicht meine sprache.

Die frau war echt nett. Netter als letztes mal eigentlich. Und alles war gut – bis sie plötzlich von 10 h pro m.o.n.a.t. sprach. Surprise surprise😜

What? Davon hat sie beim letzten mal nix gesagt. Ich bin mir ziemlich sicher es richtig verstanden zu haben. 15 h pro woche. Von anfang an.

Jetzt jedenfalls sind es 10 h pro monat😤 – erstmal. Zur probe, angeblich ist das immer so sagt sie plötzlich. Hätte man auch mal sofort sagen können oder.

wenn im 1. Monat alles gut läuft werden es  mehr stunden, ich kann wenn ich will auch auf 20 30 oder 40 hochgehen. Also hat sie zumindest gesagt.🤔

Zuerst war ich ganz schön entäuscht. Weil was will ich mit 2 h pro monat?

Der mann sieht das anders. Weil ich jetzt knapp 2 jahre mit mini zu hause war weils nicht meine sprache ist und weil wir das geld nicht ganz dringend brauchen.  1 monat langsam und dann richtig. Kleine unvorhergesehene schonfrist am anfang sozusagen. 🤔

Das gehalt ist jetzt  auch nicht mega, aber dass wusste ich schon vorher. In frankreich sind die gehälter fast immer weniger als in deutschland. Aber das ist okay.

In 2 tagen gehts los.

Und was wenn das kindlein bis dahin immer noch nicht wieder gesund ist? Dann mach ich wohl das was in frankreich viele machen. Das kind krank in die krippe bringen.😤

Glücklicherweise geht es ihr gar nicht mehr richtig schlecht. Sie ist nur noch einfach nicht ganz gesund.

Also man.wird.sehen.

 

 

 

Jobsuche mit Kleinkind

Um es kurz zu machen: zuerst mal lief es praktisch gar nicht.

Mini geht seit der zweiten Septemberwoche in die Krippe. Bis sie sich wirklich eingewoehnt hat vergingen locker 6-8 Wochen. Zwischenzeitlich war sie auch schon locker 4 Wochen krank, eher mehr. Irgendwie hofft man ja dass es beim eigenem Kind irgendwie anders ist und es nicht staendig krank wird, aber nunja. Waere ja auch zu einfach sonst, oder.

Ich fing an mich in Deutschland zu bewerben, weil der Weg tatsaechlich nicht weit ist. In meiner Branche fing ich erst gar nicht an zu suchen. Ohne Bereitschaft zu Ueberstunden und in Teilzeit kommt man da nicht weit. Bzw. erst gar nicht rein.

Macht aber nix, weil ich im Oktober sowieso eine Umschulung anfang, die so kinderfreundlich ausgelegt ist, dass das klappen muesste. Also hoffe ich.

Ich dachte deshalb einfach an irgendeinen „einfacheren“ Job oder wie immer man es nennen mag. Also bewarb ich mich. Auf manche Bewerbungen bekam ich einfach gar keine Reaktion, auf manche Absagen. Und einige Male wurde ich zum Gespraech eingeladen. Aber immer das gleiche. Entweder ueberqualifiziert oder auch hierfuer nicht flexibel genug. Und dann auch noch nur Teilzeit. Ja, was soll ich machen? Hexen vielleicht?  Ziemlich schnell stiess ich an die Grenzen von Vereinbarkeit von Beruf und Familie die in Deutschland ja angeblich gegeben ist. Denn Arbeitgeber moegen tendenziell halt einfach eher keine Muetter, erst Recht nicht Muetter von Kleinkindern. Oder vielleicht hat ihnen einfach meine Nase nicht gepasst? Oder meine Schuhe oder dies oder dass? Es wurde jedenfalls nix.

Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass ich  nicht 100 Prozent fuer einen Job gekaempft hab. Die letzten 2 Jahre waren anstrengend, und auch ohne Job ist einfach immer was zu erledigen. Wahnsinn, wirklich. Aber jeder der selbst Kinder hat, weiss dass ja.

Gestoert hat es mich trotzdem. Auch wegen dem gesellschaftlichem Druck und so. Und dem Druck den man sich irgendwo selbst macht. Auch wenn man sich immer wieder vorsagt, dass es ok ist, einfach mal zu Hause zu sein. Aber wenn man dann Blogs von manch anderen Muettern liest oder manch anderer Mutter zuhoert, die kurz nach der Geburt ihres Kindes schon so wahnsinnig viel machen und scheinbar alles ganz easy peasy ist, kommen dennoch Fragen auf. Fragen wie Liegt es einfach an mir? Bin ich zu doof? Was mach ich falsch? Warum bin ich keine solche SuperWoman? Und dass sind nur die deutschen Muetter. Von den franzoesischen will ich gar nicht erst anfangen. Die arbeiten ja praktisch sofort wieder. Was mich aber eigentlich weniger unter Druck gesetzt hat, weil ich halt einfach keine Franzoesin bin;-)

Ich fuehl mich immer noch muede von den letzten 2 Jahren, aber trotzdem bin ich nicht dafuer gemacht, „nur“ zu Hause zu bleiben. Zu Hause bleiben stresst mich und irgendwie muss ich trotzdem einfach raus.

Jedenfalls bewarb ich mich dann in Frankreich. Ohne ueberhaupt viel darueber nachzudenken, wegen Sprache und so. Mit Kind hat man ja tendenziell eh kaum noch Zeit sich ueber irgendwas den Kopf zu zerbrechen.

Der Mann schrieb die Bewerbung fuer mich und uebersetzte meinen Lebenslauf. Ich schickte die Bewerbung ab und bekam eine Woche spaeter eine Einladung zum Gespraech.

Zugegebenermassen war ich vor dem Gespraech dann doch nervoes, aber irgendwie ist dass ja auch normal. Oder?!?

Ueber das Gespraech muss ich mal seperat schreiben. Aber: ich hab den Job bekommen. Wer haette dass gedacht? Ich eigentlich nicht. Ich freue mich sehr. Angst hab ich auch (ein bisschen). Wegen Sprache und so. Es sind auch nur 15 h pro Woche. 

Aber fuer mich reicht dass fuers erste. Ich hab ja auch noch Mini und den ganzen Rest und es ist nicht meine Sprache.

Ich bin jetzt ein kleines bisschen stolz auf mich, dass das geklappt hat. Noch vor einigen Monaten haette ich mich nicht im Traum in Frankreich beworben. Viel zu viel Angst und so. Und das Tollste ist, ich kann diesen Job sogar waehrend der Umschulung weitermachen. Vorrausgesetzt es klappt alles so wie ich es mir erhoffe. Man wird sehen.

 

 

(Un)verständnisvolle mutter

Bevor man tatsächlich mutter wird hat man ja so seine eigene vorstellung davon wie es wohl so werden wird und wie man als mutter wohl so sein wird.

Eines stand für mich immer fest: ich werde i.m.m.e.r. geduldig sein. Mir zeit nehmen. Nicht ausflippen. Und verständnis zeigen. Selbstverständlich. Ist ja auch gar nicht schwer 😎

So direkt geplant hab ich dass jetzt nicht aber irgendwo in meinem unterbewusstsein war das einfach klar. Keine frage. Klar oder.😇

Dann wurde ich mutter. Hatte plötzlich tatsächlich und ganz real mein kind auf dem arm. Und war  der glücklichste mensch auf der welt. Und stellte fest dass ich keine ahnung gehabt hatte😄 ganz einfach weil man gar keine ahnung haben kann bevor man nicht wirklich 24 h 7 tage die woche für einen kleinen menschen verantwortlich ist. 👩👩👩😍

Jedenfalls: die meiste zeit funktioniert es auch ganz gut mit geduldig sein. Und verständnisvoll.

Aber immer läuft nicht immer.

Und zur zeit läuft es schon mal gar nicht. Ich lieb mein kind, wirklich. Aber zur zeit treibt meine tochter manchesmal in den wahnsinn.😇👻

Mini durchläuft nämlich gerade wieder eine phase. Und die heisst wohl mama ist doof oder so.😄

Mini quengelt und quengelt und quengelt. Ich geb sie in der krippe ab und sag das kind ist nicht besonders gut drauf. Hol sie mittags wieder ab und erfahr dass das kind durchgehend super gut gelaunt war super brav war und super gegessen hat. Dann sind wir noch nicht mal 5 meter von der creche entfernt und das kind wirft sich vor wut schon auf den boden. Juhu😀 👻

Und so gehts grad stäääändig. Sie quengelt. Sie macht irgendwie ständig dass was sie nicht soll sie ist sauer und voll genervt und macht drama. Bei mir. Mit ihrem vater läufts. Wenn wir mit jemandrm anderem unterwegs sind oder wir besuch haben läufts auch. Aber sie mit mir allein ist grad echt eine mittlere katastrophe.

Und da kommt mir meine geduld und mein verständnis doch grad echt manchesmal abhanden. Weil es mich einfach nervt wenn das kind sich zum x-ten mal auf den boden wirft wegen scheinbar nichts weint und es andauernd ein neues drama gibt.

Es ist nicht so dass ich nicht versuch nett zu bleiben. Und verständnisvoll. Und geduldig. Aber auch meine nerven sind begrenzt.

Dann schimpf ich und bin überhaupt nicht mehr geduldig. Und noch weniger verständnisvoll. Ändert aber auch nix.👻👻👻

Mini findet mich gerade einfach nur doof. Und treibt mich  in den wahnsinn, manchmal.

Wann endet diese phase wieder? Ich geh doch mal davon aus dass sie sich irgendwann wieder einkriegt. 👻

Vielleicht ist es auch schon so ein mutter -tochter ding?

Der mann hat gerade überhaupt kein problem und hat sich ziemlich gechillt mein problem angehört. Nur um dann zu sagen dass ich mich dann ja schon mal auf die pubertät freuen kann 👻 na vielen dank auch.

Wer weiss wieviel falten ich bis dahin hab😄 supi.

So viel zu immer geduldig und verständnisvoll😉

 

 

 

 

 

 

 

 

auf ein neues

mini macht zur zeit wirklich grosse spruenge. sie ist zwischenzeitlich ein richtiges kleinkind geworden und ich bin immer wieder ueberrascht.

zwischenzeitlich versteht sie beide sprachen (selbstverstaendlich nur wenn sie will😉) plappert einige woerter nach und versteht zusammenhaenge richtig gut.

papa und hund sind gerade gleichermassen ihre stars und sie steht auf lampen aller art.🚦 ausserdem hat sie endlich aufgehoert so sehr zu fremdeln. was fuer ein glueck.😊

ja und krank ist sie auch schon wieder. sie hustet wie eine alte dampflok hat immer wieder fieber und schnupfen. 🙈 es tut mir leid fuer sie. und fuer mich auch ein bisschen.

wir haben dank fast-lungenentzuendung bereits fast den kompletten dezember zu hause verbracht und jetzt schon wieder krank…echt jetzt?!

natuerlich hoert man immer wieder das kleinkinder im ersten jahr in der k.r.i.p.p.e. staendig krank werden aber irgendwie hofft man ja das es beim eigenem kind evtl. doch anders ist😉

ich will mich jetzt nicht beschweren oder jammern aber ein bisschen frustrierend ist es schon.😣

ich fuehl mich schon ein bisschen abgetrennt vom normalem leben…irgendwie ein bisschen wie auf einem anderem planeten.

waehrend ich immer mehr feststell dass ich mit kleinkind tatsaechlich keine grossen spruenge machen werde geht das leben vom mann mehr oder minder normal weiter.

ich bin ja echt alles andere als der typ   geborene hausfrau und der mann erwartet und will dass auch gar nicht.💑 trotzdem haeng  ich jetzt zu hause fest  und er arbeitet.

ich weiss nicht ob es wirklich nur daran liegt dass wir umgezogen sind mein arbeitsplatz einige hundert kilometer enfernt ist und  jetzt halt die (un)vereinbarkeit von familie und beruf bei mir angekommen ist.

es ist nicht so leicht. erst recht nicht wenn keine oma oder tante in greifbarer naehe ist wenn das kind wieder mal krank wird.

unter diesen umstaenden ist es eigentljch wahnsinn auch nur an ein 2. kind zu denken😉 aber trotz allem wahnsinn den das mit sich bringt wollen wir 2.👫

irgendwie geht die kleinkindphase sowieso schneller vorbei geht als man schauen kann und man wird wieder freier. oder?!

ich will mich die naechsten 1,5 jahre trotzdem beruflich veraendern und mir ein stueck eigenes leben zurueck schnappen.🌋🏔⛱🏝🏜🏖🏕🗻

manchmal kurz abzuhauen was anderes machen andere leute zu sehen und nur auf sich selbst schauen zu muessen – toll.😊

und jetzt ist mini halt mal wieder krank und wir werden was auch immer alles machen. 🤔

in diesem sinne: allen ein schoenes wochenende☺

 

 

 

 

 

Die Zeit vergeht

 

Frueher mal sagte eine aeltere Dame so ziemlich jedesmal wenn ich sie besuchte, dass man doch an den Kindern am allermeisten merkt wie schnell doch die Zeit vergeht. Jaja, schon Recht dachte ich mir jedesmal, schon wieder dieser Spruch. Sie war nett die alte Dame und heutzutage weiss ich wie Recht sie doch hatte.

Mini ist nun schon 17 Monate alt. Sie klatscht, tanzt, klettert, rennt, spielt Kuckuck, verstecken und vieles mehr. Sie summt staendig, vor allem Bruder Jakob.  Zur Zeit ist sie auch echt verschmust und schlaeft genau wie ihre Mutter wirklich grottenschlecht:-O  Manchmal bin ich ueberrascht wieviel sie doch schon versteht von allem was man so sagt. Sie spricht erste Woerter Mama, Papa, Ja, Non,  Delfin, Coucou, Hunger, Tétine, Tobbogan, pipi. Irgendwann dann mal muessen wir anfangen aufzupassen was wir so sagen den lieben langen Tag  weil Mini dann froehlich alles ausplaudern wird. Aber bis dahin dauert es noch ein bisschen;-) Sie kann sich wirklich kringelig lachen, isst praktisch (fast) alles, kann ein echtes Schlitzohr sein,  und kann auch schon mal richtig ausgewachsene Wutanfaelle mit allem drum und dran bekommen. Letztens fiel sie kopfueber aus der Badewanne:-O Die Haare wachsen, viele Zaehne sind schon da und sie kann schon mal eifersuechtig werden. Manchmal auf den Mann, manchmal auf den Hund und auf andere Kinder sowieso:-D Geschlossene Tueren bringen sie zum Ausflippen. Eigentlich war ja ihr erstes Wort der Name vom Hund, aber zwischenzeitlich heisst der Hund nun Aha. Kuerzlich lernten wir eine andere Hundebesitzerin kennen und weil Mini den Hund staendig mit Aha ansprach fragte die Frau irgendwann Entschuldigen Sie, Ihr Hund heisst wirklich AHa?  Ja, so ist dass. 😀

Aber auch an mir merk ich dass die Zeit echt vergeht. Ich bin immer noch chaotisch aber irgendwie doch echt erwachsen geworden. Eltern zu sein heisst Verantwortung uebernehmen in einer Weise die man sich vorher kaum vorstellen kann. Ich konnte mir aber auch nicht vorstellen dass man sein Kind so sehr lieben kann.  Ich war echt naiv, so im Nachhinein:-D  Auch im  Bezug auf andere Muetter war ich echt ahnungslos:-O Ich hatte keine einfach keine Ahnung von dem ganzen Theater welches Kind nun was wie schnell gelernt hat, wer am gesuendesten kocht wer doch einfach die beste tollste Mutter ist und wer Kind&Beruf angeblich am Besten vereinbaren kann. Von dem Drama wegen Stillen bzw. Nichtstillen will ich gar nicht erst anfangen:-D Aber wie auch immer, gluecklicherweise gibt es auch noch (ein paar) andere Muetter und an die halt ich mich.

Alles in allem bin ich im grossem und ganzen  eine ziemlich lockere Mutter. Ich kontaktier nicht sofort den Arzt wenn mein Kind einmal kurz gehustet hat oder mal 2 Tage lang einfach keinen Hunger hat oder dies oder dass. Ich hab auch keine schlaflosen Naechte wenn mein Kind irgendwas nicht kann was ein anderes angeblich schon sooooooo lang so gut macht und.so.weiter.

Dennoch macht man sich so seine Gedanken. Aktuell geht es wieder um die Krippe und dass liegt nicht an der Krippe ansich. Es ist schon so, dass Mini dass manches Mal schwer faellt. Und dass laesst sich nun auch nicht mehr einfach auf die Zaehne oder sonstwas schieben. Zur Zeit laeuft sie oft rum und ruft nach mir. Ich bin trotzdem ueberzeugt davon, dass Mini die Krippe guttut, aber eben nur bis zu einem bestimmten Grad. Es ist nicht (immer) leicht. Und generell haengt sie sowieso sehr an mir. Wenn ich da bin ist sie mutig, selbstsicher und froehlich. Bin ich nicht da ist sie unsicher und (oft) gar nicht mehr selbstsicher und froehlich. Und dass nicht nur in der Krippe. Sogar einfach mit Papa ist dass (manchmal) so und ich weiss nicht wie sich dass aendern laesst.

Kuerzlich fand ich ein altes Foto von mir, kurz vor der Schwangerschaft. Was soll ich sagen. Erscheckend:-D Damals wurde ich sogar noch manchesmal gefragt ob ich denn ueberhaupt schon 18 bin. Dass ist mir nun schon ewig nicht mehr passiert und ich glaub es kommt auch nicht wieder. Aber so ist das eben oder?

Das Leben geht so schnell und ich bin echt dankbar fuer das was ich jetzt habe.

Keinen Nerv mehr

Eigentlich wollte ich jetzt wirklich ueber Frankreich schreiben, aber wieder mal kommt es anders;-)

Vor einer ganzen Weile lernte ich eine andere Mutter kennen, ebenfalls Auslaenderin in Frankreich. Immer mal wieder haben wir uns getroffen.

Dieses Wochenende wollten wir einen Waldspaziergang machen, anschliessend in einer Huette einkehren und die Kleinen auf dem Spielplatz direkt daneben spielen lassen. Hoert sich ja eigentlich auch ganz gut an.

Aber: Betreffende Mutter hatte schlechte Laune. Also mal so richtig schlechte Laune. Und die verbarg sie auch nicht. Sie versuchte es nicht mal.

Den ganzen Weg ueber stoehnte und motzte sie. Der Weg (20 Minuten) war v.i.e.l. zu weit und zu anstrengend, der bestelle Kuchen schmeckte nicht, und ihr Kind, das auf dem Spielplatz dann auch noch rutschen wollte, ist zu schwer. In ihrem Alter (unter 30:-D) geht dass halt auch nicht mehr so, die Knochen werden ja langsam alt.

Gespraeche blockte sie praktisch alle ab. Nur ueber andere Muetter gelaestert haette sie gern. Das wollte ich aber nicht. Also redete sie eigentlich nur mit ihrem Kind in einer Sprache die ich nicht versteh.
Immer mal wieder wurden die Augen verdreht und als I- Punkt oben drauf gab es noch 1 oder 2 Spitzen gegenueber mir oder meinem Kind.

Super Ausflug, danke fuer die schoene Zeit. Irgendwie hab ich fuer mich und Mini trotzdem halbwegs einen schoenen Nachmittag daraus gemacht.
Aber ich hab mich wirklich geaergert. Der Mann und ich sehen uns gerade kaum und anstatt die Zeit mit ihm zu verbringen, durfte ich den Nachmittag mit einer motzigen Person verbringen die ganz offensichtlich mal so ueberhaupt keinen Bock hatte.

Sie haette ja auch einfach absagen koennen. Ich haette Verstaendnis gehabt und den Nachmittag liebend gerne mit dem Mann verbracht.
Sie haette auch einfach mit mir reden koennen, wenn es ihr nicht gut geht. Ich haette ihr zugehoert.
Sie haette mir auch einfach sagen koennen, dass es ihr nicht gut geht und sie nicht darueber reden will oder whatever.

Jedem geht es manchmal nicht gut. Jeder hat mal schlechte Laune. Es gibt Tage, an denen wacht man auf und wuerde am liebsten schon jemanden anschreien oder heulen oder sich die Decke ueber den Kopf ziehen bevor man ueberhaupt aufgestanden ist. FAst jeder Mensch kennt diese TAge.

Man kann zu Hause ja machen was man will. Der Mann kriegt leider auch manches Mal meine schlechte Laune ab. Aber dann entschuldig ich mich.

Aber gegenueber Menschen die man eigentlich kaum kennt, reisst man sich doch zusammen. Und wenn man das nicht kann weil die schlechte Laune einen so dermassen durchschuettelt bleibt man eben zuhause und zieht niemand anderen mit rein.

Weil ich ja sowieso Schlaefstoerungen hab konnte ich eine halbe Nacht darueber nachdenken warum mich dieses Verhalten so dermassen aufgeregt hat.

Denn ich hab fuer sowas einfach keinen Nerv mehr. Und auch kein Verstaendnsi und keine Geduld.
Vielleicht das Alter?;-O Oder zu viel verruecktes Verhalten in der eigenen Familie und einfach kein Platz mehr fuer sowas. Wer weiss es schon.

Uebrigens war der Ausflug die Idee der anderen Mutter. Und sie hat schon gefragt, wann wir den naechsten Ausflug machen. Jucheeee.

3 Wochen Krippe

Bilanz: sehr gut.

Natuerlich ist (auch) diese Krippe nicht unfehlbar und perfekt, aber welche Krippe ist dass schon. Und welche Eltern sind dass schon?;-)

Eigentlich gibt es bisher nur eine Kleinigkeit die ich nicht so toll fand, naemlich das Mini staendig ohne Pullover im Garten herumturnt. Es ist zwar fuer die Jahreszeit noch echt warm, aber Mini ist eh schon ziemlich verrotzt.

Ansonsten macht auch vor dieser Krippe Personalknappheit nicht Halt. Trotz gutem Ruf fehlt Personal. Die einzig deutsche Erzieherin hat bis zum Monatsende gekuendigt, weil die Arbeitsbedingungen in Frankreich (noch) schlechter sind als in Deutschland und deshalb. Verstaendlich also, aber auch schade dass sie geht.

Ansonsten aber ist die Krippe echt gut. Trotz wenig Personal sind die Kinder viel draussen und toben herum. Es wird viel gesungen und gespielt, und das wichtigste, es ist immer jemand fuer die Kleinen da. Die Leitung mischt sich oft unter Kinder, Eltern und Personal. Das find ich gut. Und: Es gibt einen Koch, der jeden Tag frisch kocht. Was bin ich froh, denn kochen ist echt nicht meine Staerke:-D

Die Bezugserzieherin ist nicht sauer auf mich, gluecklicherweise. Die Arme hat irgendwelchen privaten Stress der nichts mit mir zu tun hat.

Und wie geht es Mini in der Krippe? Der Abschied faellt ihr nach wie vor schwer, aber wenn wir erstmal weg sind laeuft es gut. Manchmal besser, manchmal schlechter, aber alles in allem immer besser. Wenn wir sie abholen, wirkt sie jedesmal echt ausgeglichen und froehlich. Endlich mal mehr Action als zu Hause;-)  Ausserdem isst sie ploetzlich viel besser mit Besteck. Katastrophen nach wie vor nicht ausgeschlossen, aber trotzdem:-D Ich bin echt ueberzeugt, dass ihr die Krippe gut tut.

Und wie geht es den Eltern damit? Super, ehrlicherweise.

Bisher sind es nur 3 Stunden am Tag, aber fuer uns ist es eine Riesenentlastung. Nicht, dass wir in diesen 3 Stunden bisher einfach mal nichts gemacht haetten oder so.  Die Wohnung wurde endlich mal wieder in Schuss gebracht. Es gibt scheinbar endlos viel nachzuholen was in den letzten Monaten liegengeblieben ist. Gestern waren wir dann aber trotzdem Eis essen, nur der Mann und ich. Toll wars, so zu zweit:-D

Und sonst so? Gerade jetzt merk ich mal wieder dass man es (in Deutschland) als Mutter irgendwie sowieso immer falsch macht. Laesst man sein Kind vor dem 3. Lebensjahr nicht fremdbetreuen ist man eine (faule) Glucke, geht es in die Krippe ist man eine Rabenmutter und arbeitet man nur Teilzeit damit das Kind nicht ganztags in der Krippe ist ist man Rabenmutter und faul zugleich:-D Warum dann nicht gleich Vollzeit, nebenbei das Kind selbst betreuen und nachts den Haushalt schmeissen und am besten auch noch makellos ausehen? Also echt – manchmal regt mich dieses Thema auf:-O

Wie schoen dass in Frankreich das Wort Rabenmutter gar nicht erst existiert. Muetter leben hier tatsaechlich anders. Hier ist zwar auch nicht Leben wie Gott in Frankreich, aber zumindest stehen Muetter in Frankreich weit weniger unter Druck.

 

Glueck

In letzter Zeit merk ich immer oefter dass ich an meine Grenzen komm.

Ein kleines Kind, ein fremdes Land, Familie weit weg, Freunde  weit weg, neue Leute kennenlernen, den Mann beim Jobwechsel unterstuetzen, grosse menschliche Entaeuschungen, Wohnungssuche und jetzt der Umzug.

Ich denk mir zur Zeit ziemlich oft dass ich nicht mehr kann. Manchmal schau ich in den Spiegel und denk mir Huch du sahst aber auch schon mal deutlich besser aus:-D O

Nicht das ich jemals eine Modepuppe war und nie aus dem Haus gegangen bin ohne perfekt frisiert und geschminkt und gekleidet zu sein. Nein. Jetzt gerade allerdings bin ich von Perfektion sowas von weit entfernt:-O  Und das in Frankreich, wo viel mehr auf Aussehen geachtet wird wie in Deutschland:-D Von den 9 Monaten von denen die Rede war die der Koeper braucht um seinen alten Zustand wieder zu erreichen, merk ich auch nichts. Mini wird naechsten Monat 1! Und ich hab immer noch Streifen auf dem Bauch und auf eine Waage brauch ich gar nicht zu steigen um zu wissen, dass ich n.i.c.h.t bei meinem altem Gewicht bin.:-O Nunja:-D

Trotzdem bin ich gerade gluecklich. Morgen ist Wohnungsuebergabe. Grosse Freude. Uns gehts finanziell viel besser.  Wir haben ein paar neue Bekannte und es gibt ein paar Spielgruppen zu denen ich mit Mini geh. Es tut uns beiden gut. Ich hab in der Heimatstadt ein paar wirklich gute Freunde. Mein Franzoesisch ist nicht perfekt aber auf einem gutem Weg u.n.d. wenn nun auch noch der Umzug geschafft ist und wir eine andere Organistation haben, haben wir vielleicht sogar wieder mehr Zeit fuer unsere E.h.e und uns selbst und unser Leben? Nicht das es kriselt, aber unsere Ehe blieb in letzter Zeit dann doch auf der Strecke. Dafuer war ich gestern auf Mini umso stolzer. Trotz XXL Fremdelphase hat sie gestern alle Leute in der Spielgruppe angestrahlt und mit den anderen Kindern gespielt. Das erzaehl ich aber lieber mal n.i.c.h.t. der Oma:-D  Ausserdem, und das ist das wichtigste, wir sind alle gesund.

Es passieren so viele schreckliche Dinge auf der Welt. Man muss wirklich fuer jeden Tag, an dem es einem gut geht dankbar sein.

 

 

 

 

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Fertig

Gerade ist der Mann mit Mini unterwegs. Den halben Tag.

Es gibt eigentlich genug fuer mich zu tun. Sachen, die man tun muss und Sachen die man tun will.

Und was mach ich: Nichts:-D Die letzten 2 h hab ich auf dem Sofa verbracht und n.i.c.h.t.s gemacht. So gar nichts. Vom Fernseher berieseln lassen obwohl ich eigentlich noch n.i.e. am Tag gefernseht hab.

Die letzten 5 Tage waren meine Mutter und Bruder  da.Es gab einige Ausfluege, ein Picknick in den Vogesen, viele Stunden im Park, eine Stadtbesichtigung und einen Restaurantbesuch. Schoen wars.

Die Oma war Auch fuer Mini da. Wir sind naemlich eigentilch gerade Auch mitten im Umzug.

Aber Mini haengt gerade so dermassen in der Fremdelphase fest, dass sie sich partout nicht von Oma nehmen liess. Nicht mal 2 Minuten auf den Arm. Vielleicht mal kurz spielen, aber sobald ich mal kurz ums Eck war, zack, aus. Traenen.

Mini war schon immer ein Mamakind, aber zur Zeit ist es extrem. So wirklich extrem, dass es mir (ein bisschen)  Sorgen macht. Nicht nur das Fremdeln, sondern Auch manches Mal Minis Wutanfaelle. Traenen bei (fast) jedem Nein. Kreischen und Schreien ehrlicherweise Auch:-D Der Mann, die Schwaegerin und der Schwager sagten schon mehrmals dass Mini vielleicht den Charakter von der Schwiegermutter geerbt hat, der anderen O.m.a. Ja und jeder der die andere Oma kennt hofft dass das nicht der Fall ist:—D

Und woran liegt es dass Mini so sehr fremdelt und Wutanfaelle dieser Art hat? Oder ist es normal? Grosse Ratlosigkeit.

Oder liegt es vielleicht doch daran dass ich waehrend der Schwangerschaft sehr oft sehr gestresst war? Oder daran dass nach Minis Geburt nicht alles gut war sondern Kinderintensiv, Lebensgefahr und sehr viele Kabel und Schlaeuche. Oder daran dass Mini nicht wie ich und meine Geschwister in einer Grossfamilie aufwaechst und da jeden Tag 1000 Leute sind.

Aber am Ende liegt vielleicht Auch doch nur wieder alles an dieser Phase:-D Man Weiss es nicht. Andere Dinge klappen mit Mini dafuer super. Muss Auch gesagt werden:-D

So oder so ist diese Phase anstrengend. Der Mann und ich streiten gerade vermehrt weil es irgendwie doch an den Nerven zehrt. Abends Fallen wir muede ins Bett. Nichts mit schoenem Abend im Moment:-D  Viele Leute haben uns Hilfe fuer den Umzug angeboten. Ja und was soll ich sagen: es ist nett und ich bin dankbar aber ich hab es trotzdem abgelehnt. Wir bezahlen da jemanden der uns die Sachen von A nach B schleppt und den Schrank wieder aufbaut. Das ist teuer und es ist doof. Aber manchmal muss man Prioritaeten setzen.

Und so sehr ich meine kleine Mini lieb. Ich will wieder ein kleines  Stueck weit ein eigenes Leben zurueck. Alles am Ende eine Frage der Organisation?

 

 

 

Phasenzeit heisst keine Zeit

Ich wuerde gerne ueber so vieles schreiben:

Ueber unseren Kurzurlaub im Jura, Wohnungssuche in Frankreich, boese Gedanken, Familie, Freunde, das Einleben in einer neuen Stadt – aber es geht nicht.

Mini durchlaeuft gerade wieder eine Phase und mit ihr ich:-D O

Mini fremdelt. Aber nicht nur irgendwie mal so, sondern so richtig. Sie mag am liebsten immer auf meinem Arm sein. Oder direkt neben mir auf dem Boden. An manchen Tagen kann ich mich selbst in der Wohnung keine 3 Meter so wirklich weg bewegen ohne dass sie Angst bekommt das ich sie verlasse. Entweder sie faengt an zu weinen oder sie krabbelt hinter mir her und krallt sich an meinem Bein fest.

Letzte Woche waren wir in der Heimatstadt. Alle haben sich auf Mini gefreut, und Mini Auch – allerdings eben nur aus der Ferne:-D Tja was will man machen. Es gab sogar Tage, da wollte sie nicht mal mehr bei ihrem Vater bleiben. Das setzten wir dann aber doch durch.

Mini weint gerade generell wieder mehr. Kriegt manches Mal, nein eigentlich staendig bei einem Nein regelrechte Wutanfaelle.

Ich lieb mein Kind ueber alles, aber was soll ich sagen: Im Moment bin ich ueberfordert. ratlos und ko. Meine Nerven liegen manches Mal schon irgendwie blank.

Ich Weiss manchmal nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Ich will sie ja troesten und ihr Sicherheit geben, denn das scheint sie im Moment wieder sehr zu brauchen. Das mach ich Auch. Aber gleichzeitig, in anderen Situationen bin ich gerade strenger. Ich will mir ja Auch keinen kleinen Tyrann heranziehen, der irgendwann uns und dem gesamten Umfeld auf den Wecker faellt. Damit tut man weder sich noch seinem Kind einem Gefallen.

Bisher hab ich immer auf mein Gefuehl gehoert, aber jetzt gerade? Ganz Ehrlich, mein Gefuehl sagt mir Ich. habe. keine. Ahnung. was hier noch richtig und falsch ist.

Jemand erzaehlte mir allerdings, dass es Studien darueber gibt, dass Muetter immer zu bestimmten Zeiten wegen Hilfe ankommen wuerden. Weil eben letztendlich doch  die meisten Kinderlein bestimmte Phasen durchlaufen, die die Eltern mehr oder weniger ratlos machen. Das spricht ja dann doch dafuer, dass ich nicht die einzige bin die zeitweise mit einem  komischen Gefuehl und vielen Fragezeichen im Kopf herum laeuft. Man muss aber schon sicher sein im Umgang mit seinem Kind kommt dann wieder von vielen Muettern:-D Ein Kind merkt wenn du unsicher bist.

Jahaaaaa. Das Weiss ich Auch. Aber jetzt ist es eben so. Wir muessen irgendwie durch diese  Phase die hoffentlich irgendwann Auch wieder ein Ende hat. Wenn man immer glauben wuerde, was die meisten Muetter sagen waere ich wohl tatsaechlich die einzige die diese Probleme hat:-D Warum Auch immer Muetter immer meinen, sie muessten in irgendeinerweise irgendwas beweisen.

N.a.j.a.