traurig

Sauer auf myself

Ich bin gerade echt böse auf mich selber.

Bis vor kurzem ging es mir so gut. Ich war echt glücklich.

Und dann braucht es nur 2 oder 3 kleine Situationen und ich hänge wieder in diesem Hamsterrad aus blöden Gedanken, angst und mittelschweren panikattacken fest. Am liebsten würde ich einfach meine Sachen packen und abhauen von hier.

Fast meine komplette kraft geht mir dafür flöten. Ich funktionier Grad eher. Ich kümmer mich um die Kinderlein, klar. aber ich bin so halb abwesend. Schlechtes gewissen. Ich denk nur verrückte Sachen anstatt an berufliches zu denken. Ich denk auch nicht an unsere Projekte gerade weil ich mich in diesem HamsterRad befinde.

Und ich weiß ja sogar warum ich so reagier wie ich reagier, aber ich kann den Schalter in meinem Kopf nicht umlegen. Graaa.

Ich bin so sauer auf mich dass ich nicht mal dem Mann gesagt hab warum ich gerade bin wie ich bin.

Er denkt ich bin einfach müde. Und dass bin ich auch. Unsere Nächte sind nämlich gerade grottenschlecht.

Und am tag gibt’s Grad gar keine pausen. Mini ist wieder in was auch immer einer Phase und der eigentlich so pflegeleichte Punkt durchläuft gerade den 12 Wochen Schub.

Er ist mit sich und der Welt unzufrieden schläft in der Nacht schlecht und am Tag kaum und dann auch bloß in der trage. Er will die ganze zeit auf meinen Arm und selbst da ist er frustriert.

Also nix mit decke über den Kopf ziehen gerade.

Gut dass ich jetzt zumindest was tu gegen meine Probleme. Es geht nur einfach nicht so schnell.:-/

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Loch

Irgendwie bin ich jetzt in ein ziemliches Loch gefallen.

Ich hab keine wochenbettdepression oder so. Die hatte ich zu meinem grossen Glück weder nach Minis Geburt noch nach der vom Punkt.

Trotzdem bin ich jetzt in ein Loch gefallen. Gestern schon und heute noch mehr.

Ich bin depremiert traurig und seh alles ein bisschen schwarz. Am allerliebsten würde ich mir jetzt die decke über den Kopf ziehen und weinen und mich vom Mann trösten lassen aber der hat keine Zeit. Ich auch nicht. Denn irgendwas ist immer, mit 2 Kindern. 😉

Vl. Bin ich auch einfach echt müde. Oder die Hormone. Oder ein bisschen Heimweh nach der Heimatstadt oder dies oder dass.

Oder, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin weiß ich dass es eigentlich wieder mal die verlustängste sind.

Das ist so verrückt. Ich weiß woher sie kommen und was sie mit mir machen und dass in den allermeisten Fällen nicht eintritt was ich mir ausmal.

Es ändert aber nichts…Die Angst bleibt.

Und diese Angst kann ich mir eigentlich nicht leisten. Angst ist nicht schön und macht unsicher und bremst aus. Das Leben ist zu kurz für blödsinnige Ängste wie diese.

Und wie doof ist das überhaupt:-0 ich hab 2 kleine Kinder die mich brauchen und ich mal mir wieder mal irgendwelchen komischen Dinge aus. Tssss.

Mit 16 ok, aber in meinem alter? Also hallo.

Not my day

Ich hab gerade voll Heimweh.

Vielleicht liegt es (Auch) daran dass der Mann gerade beruflich sehr eingespannt ist. Er ist vor 6 Uhr morgens weg und kommt Abends nach Hause wenn Mini laengst im Bett liegt.

Und dann ist er muede und muss schon bald wieder ins Bett weil er ja wieder frueh raus muss. Das ist verstaendlich. Aber so kommt es halt dass wir uns praktisch kaum noch sehen. Gestern haben wir kaum  15 Minuten miteinander geredet.

Vielleicht vermiss ich deshalb gerade unser altes Leben so sehr. Klar haben wir hier neue Kontakte. Aber das laesst sich nicht vergleichen. Wie auch, sowas dauert Jahre. Oder? Vielleicht kriegen es andere eher hin – ich aber nicht.

Zugegebenermassen dachte ich es waere vor allem mit Kind leichter. Aber ich kann nicht stundenlang X-fach betonen, wie suess X, Y oder Z sind. Ich kann nicht 1000-fach ueber neue Fortschritte, Schlafverhalten und Ausscheidungen reden. Was nicht heisst, dass ich mein Kind weniger lieb. Aber wie auch immer.

Es weiss jeder dass es nicht leicht ist, irgendwo anders neu anzufangen. Es gibt viele gute Tage, aber es gibt auch schlechte Tage. Tage, an denen man Heimweh hat und einfach heulen koennte. Da bringt es auch nichts, sich zu sagen dass irgendwann alles besser wird und dass es toll ist an einem Ort zu leben wo andere Urlaub machen. Was bringt dass wenn man einfach nur nach Hause will.

Diesmal kann ichs nicht mal auf meine Hormone schieben. Vielleicht bin ich gerade neben der Spur weil Mini jetzt in der Creche ist und ich mir jetzt ein neues Leben aufbauen muss und ich irgendwie planlos bin. Oder ich vermiss einfach nur den Mann.

Am liebesten wuerde ich mich jetzt von ihm troesten lassen aber der hat genug um die Ohren.

 

 

Zu viel

Gestern war es so weit. Mir wu8rde alles zu viel.

Die Frage, ob wir die Wohnung nun bekommen oder nicht. Die Tatsache, dass wir ein Kindermaedchen suchen muessen und keine Zeit haben eins zu suchen. Die Wohnung die staendig nie so ausschaut wie sie aussehen sollte.  Mini.

Mini durchlaeuft momentan wieder eine dieser Phasen. Panik sobald ich aus ihrem Blickfeld bin. Traenen ueber Traenen. Spielt man mit ihr, kann sie sich nicht konzentrieren. Alles was man ihr anbietet ist langweilig. Immer will sie dahin, wo sie nicht hin soll. Vor allem der Hund:-O  Sagt man nein, folgen wieder Traenen oder ein Wutausbruch. Sie wirkt gerade ziemlich verloren. So als wuesste sie gerade nicht mehr, was sie mit sich, der Welt oder ihrem Spielzeug anfangen soll. Und das ist ja Auch okay. Phasenzeit eben. Es wird vorbei gehen.

Seit dieser Phase komm ich zu gar nichts mehr. Jeden Tag nehm ich mir vor, zumindest Abends noch ein bisschen was zu erledigen und jeden Abend bin ich aufs Neue zu platt. Frustrierend.

Ich bin einfach staendig platt. Obwohl ich immer gern Leute treff, ist es mir im Moment sogar zu viel unsere Bekannten treffen. Waeren es echte Freunde wie die Freunde in der Heimatstadt waere es sicher anders, aber hier, jetzt, gerade, nein. Selbst die Spielgruppen lass ich gerade oft ausfallen. Mini findet Bus und Tram und andere Kinder sowieso gerade doof. Der Stress mit Bus und Bahn mit Mini auf die deutsche Seite zu gondeln und zu riskieren mit einem eh schon quengligem Kind mit einem ueberfuelltem Bus in einer Grenzkontrolle zu landen erscheint mir gerade wenig verlockend. In Frankreich gibts naemlich kaum Angebote. (Fast alle) franzoesischen Muetter arbeiten ja laengst wieder. Dann fuehl ich mich wieder schuldig, weil wir alles ausfallen lassen. Obwohl es Mini eh doof finden wuerde. Bloed.

Gestern war einer der Tage an denen der Mann so lange arbeiten musste, dass Mini laengst im Bett lag als er heimkam. Meine Laune war gestern schon den ganzen Tag langsam aber sicher Richtung Keller gerauscht.

Irgendwann kamen sie dann die boesen Gedanken, Heimweh, Frust, Wut auf alles und jeden. Ich fuehlte mich regelrecht abgeschnitten von der normalen Welt und dem normalem Leben.

Schlimm. Als der Mann dann Auch noch sagte, dass er heute keinesfalls vor 16 Uhr zuhause sein wird war es ganz aus. Traenen:-O

Manchmal erkenn ich mich selbst nicht wieder. Im Endeffekt ist das naemlich nur 1 h laenger als er sowieso arbeiten muss. 1 h ist nichts. Aber gestern erschien es mir einfach nicht aushaltbar.

Ich Weiss gar nicht, was mich mehr daran erschrickt. Dass ich seit Minis Geburt viel naeher am Wasser gebaut bin oder die Tatsache dass ich zu Hause sitz und auf meinen Mann warte. So wollte ich nie werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontaktabbruch II

Kürzlich brach ich ja den Kontakt zu den 2 Menschen aus der Familie ab, die mir am nächsten waren und denen ich am meisten vertraute.

Es war klar, dass es nicht einfach werden würde. Wir gehören weiterhin zur gleichen Familie. Davor kann man nicht weglaufen.

Aber es ging mir gut mit dieser Entscheidung. So gut wie es einem eben nach einer solchen Entscheidung gehen kann.

Bis gestern. Gestern war Breakdown. Ich hätte einfach nur noch heulen können. Zur Zeit verbring ich ein paar Tage in der Heimatstadt und es lief irgendwie schon von Anfang an darauf hinaus, dass ich irgendwann an diesem Punkt ankommen würde. Dabei war  alles gut. Zeit mit Freunden. Zeit mit der Familie. Aber dann sagt jemand was über X oder Y und es trifft mich. X und Y machen Dinge so, dass ich sie mitbekommen muss. Dinge, die mich treffen. X und Y intregieren weiterhin gegen mich.

Und dann war es irgendwann da, das Gedankenkarussell. . Meine Familie bemüht sich sehr. Sie lieben mich und Mini und Minis Papa. Sie machen viel für uns und wenn wir hier sind wird sich sehr gekümmert. Sie sind auf meiner Seite. Aber beschützt hat mich trotzdem niemand. Alle haben schweigend zugesehen, wie alles nur immer schlimmer wurde und ich immer fertiger war. Selbst als Mini auf die Welt kam, hat keiner die beiden gepackt und gesagt dass es reicht. So ist meine Familie. Man schweigt. Probleme werden nicht thematisiert und ich bin nicht die erste die darunter leidet.

Es verletzt mich, dass X und Y mich so kaputt machen konnten und niemand irgendwas sagte. Dass X und Y alle Feiertage hier verbringen und ich und Mini und Minis Papa alleine feiern. Oder bei Freunden. Mini wird keine grossen Familienfeste erleben und nicht so aufwachsen wie ich. Das macht mich am meisten fertig.

Diese Familienfeste sind doch eh total bescheuert sagt der Teil der Familie der seit Jahren allein feiert. Ja, dass mag sein. Aber es ist immer noch was anderes ob man die Entscheidung nicht hinzugehen freiwillig trifft  oder ob man keine Wahl mehr hat. Du hast doch uns. Leb dein Leben und lass die einfach. Du. hast. uns. sagen meine Freunde. Dass weiss ich. Und ich bin dafür unendlich dankbar. Ich bin immer für dich da. Du hast mich und Mini und wir lieben dich. Wir sind jetzt eine eigene Familie sagt mein Mann und ich liebe ihn noch mehr weil er wirklich immer für mich da ist und ich ihn und Mini über alles lieb.

Ich weiss dass alles. Das wir jetzt eine eigene Familie sind und dass ich meine Freunde hab und dass ich mein Leben leben muss. Aber manchmal fühl ich mich einfach dermassen kaputt. Gestern kam der Punkt an dem ich dachte, ich könnte es nicht mehr ertragen weiterhin von X und Y zu hören. Einen kurzen Moment dachte ich ernsthaft darüber nach, den Kontakt zur ganzen Familie abzubrechen, damit es endlich aufhört. Aber am Ende würde ich Menschen, die ich liebe verletzen und verlieren. Das will ich auch nicht.

Und jetzt? Ich weiss es nicht. Mein eigenes Leben leben. Irgendwann heilen Wunden, hoffentlich.

 

 

Zwangsprostitution in Frankreich/Deutschland

Wenn man hier um einige (viele) Ecken geht, kommt man zu einem bewaldetem Gebiet.

Mein Mann hat mich gleich am Anfang vor diesem Wald gewarnt. Er hatte von einem Bekanntem nichts gutes ueber diesen Wald gehoert und ich musste ihm versprechen, nicht dorthin zu gehen.

Irgendwann bin ich aber doch dort gelandet.  Es war ein warmer schoener Tag, es waren viele Menschen unterwegs, mit Hunden, mit Kindern, zum Sport. Da war nichts bedrohliches oder komisches an diesem Wald. Ich war dann also nicht nur einmal, sondern mehrmals da. Irgendwie war das Versprechen, nicht dorthin zu gehen, nicht mehr sehr praesent in meinem Kopf.

Gestern war kein schoenes Wetter, aber da der Hund ja trotzdem raus muss und das Kind quengelig war packte ich beide und wir gingen wieder zu diesem Wald.

Niemand da ausser uns und der Weg den wir normalerweise nehmen war wegen eines umgestuerzten Baumes gesperrt.

Wir nahmen einen anderen Weg und landeten unvermittelt direkt nach einer Kurve auf dem Zubringer zu einer Schnellstrasse. Und da standen 3 Prostituierte, alle mit weniger als mit nichts bekleidet, alle ganz offensichtlich sehr fertig, irgendwie unter Drogen und kaputt. Wir starrten einander ein paar Sekunden ziemlich bloed an. Irgendwann sagte eine No place for you .  No. Sorry. Ich war in diesem Moment so ueberrascht, dass mir nichts besseres einfiel und drehte um. Wir waren kaum um die Kurve rum als ich keine 15 Meter neben dem Weg eine weitere Prostituierte sah die gerade mit einem Freier beschaeftigt war. Bzw. andersrum. Ich wollte nur noch  weg. Da wo Zwangsprostitution ist ist meist der zugehoerige Zuhaelter nicht weit. Und geht es nicht meist her mit Drogen- und Waffenhandel?

Man weiss, dass es Menschenhandel und Zwangsprostitution in Europa gibt und das es wahrscheinlich viel oefter stattfindet, als wir alle es uns vorstellen koennen.

Man weiss, dass viele von diesen Frauen aus armen Laendern kommen, dass viele von einem besserem Leben traeumten, dachten sie wuerden als Bedienung, Kellnerin oder was auch immer arbeiten, aber nicht DASS. Oder sie wurden von der Familie verkauft, weil es einfach kein Geld mehr gab. Oder oder oder.

Hier gibt es einige Strassen, wie bestimmt in jeder Stadt. Es sind  immer Prostituierte da, bei Wind und Wetter. Jeder weiss dass es verboten ist. Die Polizei kommt manchmal und nimmt die Frauen mit. Dann ist eine Weile Ruhe. Aber letztendlich dauert es nie lange bis die Frauen wieder da sind.

Das ist einfach grausam und traurig. Das tut im Herzen weh. Wie gerne wuerde man diese Frauen retten, aber wie denn, wenn es nicht einmal die Polizei schafft. Und das mitten im „zivilisierten“ Europa. Man will gar nicht wissen, was fuer Maenner dass  sind die zu solchen armen Frauen gehen.

 

Alles anders als geplant

Eigentlich sollte / wollte ich heute mit meinem Kind in meine Heimatstadt fahren.

Urspruenglich sogar schon gestern Abend, aber wie immer waren wir viel zu spaet dran. Zuerst waren wir noch in der Spielgruppe. Dann einkaufen. Danach ein Spaziergang mit dem Hund. Anschliessend stellte ich fest, dass ich die meisten Klamotten die ich mitnehmen wollte noch ungewaschen in der Waesche, bzw. nass auf der Waescheleine hingen. Nunja:-D Wieder einmal ueber mich selbst geaergert…

Jedenfalls: weil meine Kleine auch quengelig war und ich muede, entschied ich, die Abfahrt auf heute frueh zu verschieben. Aber auch daraus wurde dann nichts, weil meine Kleine, die schon seit 2 Tagen blass um die Nase war, ueber Nacht krank wurde. Bzw. aus ein bisschen kraenklich wurde nun wirklich erkaeltet.

Also sind wir nun immer noch hier, und der Besuch in der Heimatstadt wurde bis auf weiteres verschoben.

Normalerweise freu ich mich immer so sehr auf diesen Besuch. Diesmal aber irgendwie nicht so wirklich.

Meine beste Freundin erlitt  eine Fehlgeburt. Ein absolutes Wunschkind, auf dass sie lange Zeit gewartet hatte. Wir haben lange telefoniert. Es war schwer. Man kann nicht wirklich helfen. Nur da sein.

Eine andere Freundin hilft gerade ihrem Exfreund (dem Vater ihres Kindes) durch einen Alkoholentzug. Der Kerl stuerzte komplett ab, nachdem er aus seiner Firma herausgemobbt wurde. Ich finds toll, dass sie ihm hilft, nach allem was war. Nachdem er sie mehr oder minder ueber 1 Jahr komplett haengen liess.

Irgendwie haben gerade alle so viele Probleme. Und man muss nur den Radio andrehen, die Zeitung lesen oder den Fernseher anmachen. Noch mehr Probleme. Schlimme Probleme. Gestern in den Nachrichten. Bilder von ertrunkenen Fluechtlingskindern. Eines im Alter von meinem eigenem Kind. Ich haette einfach nur heulen koennen.

Momentan bin ich in einer komischen Stimmung:-O Vielleicht hab ich gerade auch einfach nur Heimweh. Ich vermiss unser altes Leben.

Vielleicht sinds auch nur die gemeinen Hormone.

Aber das geht vorbei. Probleme wie diese, Hormone und gelegentliches Heimweh sind Luxusprobleme im Anbetracht dessen was gerade auf der Welt passiert. Was meiner Freundin passierte.

Weihnachtsstress, Viren und blanke Nerven

Eigentlich ist es ja schon fast wieder zu spaet, um noch ein Frohes neues Jahr zu wuenschen, aber ich mach es jetzt trotzdem mal! An allen die dass hier lesen, ein frohes und gesundes und glueckliches neues Jahr 2016. Auf das alle eure Traeume in Erfuellung gehen!!!

Leider lesen hier ja noch nicht sehr viele mit. Irgendwie muss ich mich nun doch mal genauer damit befassen, wie Blogs und soziale Medien und all das, wovon ich nicht viel Ahnung hab, funktioniert, aber dass ist wieder eine andere Geschichte:-D

 

Der Grund warum ich jetzt erst schreib, ist dass Weihnachten dieses Jahr bei uns echt stressig war. Bzw. die Tage vor Weihnachten:-O

Zuerst wurde die Kleine krank. Sie hatte sich einen Virus aus der Spielgruppe geholt, in die wir nun 1 Mal die Woche gehen. Keine 3 Tage spaeter began sie zu erbrechen und Samstag Abend war es dann soweit dass sie gar nichts mehr bei sich behielt und wir in der Notaufnahme landeten.

Mit den von der Aerztin verschriebenen Mittelchen erholte sie sich gluecklicherweise auch einigermassen. Kaum aber ging es ihr besser, begann S. am Abend ueber Uebelkeit zu klagen. In der Nacht erbrach er dann das 1. Mal und am naechsten Morgen hatte ihn der Virus dann auch schon umgehauen. Er lag fuer die naechsten Tage komplett flach und so verbrachte ich meine Zeit damit mein krankes Kind und meinen Mann zu pflegen und zu hoffen, dass ich selbst nicht ebenfalls bald ueber der Toilettenschuessel haengen wuerde.

Gluecklicherweise blieb ich aber gesund, und auch S. und die Kleine erholten sich.

Zeitgleich bekam ich aber starke Unterleibsschmerzen. Ich ging einmal und auch ein zweites Mal zum Arzt, aber der stellte nichts fest. Im Gegenteil, er meinte ich bilde mir dass alles nur ein und war echt grob. Einige Tage spaeter ging ich dann aber nochmal zum Arzt, weil es einfach nicht besser wurde. Es wurde eine Unterleibsentzuendung festgestellt und dieser Arzt meinte, wenn es nicht in den naechsten Tagen heilt muss ich ins Krankenhaus:-O

Das war einen Tag vor Weihnachten. Leider gehoere ich nicht zu den Menschen, die ihre Weihnachtsgeschenke 3 Monate im Voraus besorgen. Im Gegenteil. Und dass obwohl ich mir jedes Jahr gelobe, es beim naechsten Mal besser zu machen:-D

Also stand ich am 24. ohne ein einziges Geschenk da und  fuhr mit meiner kleinen zu Auchan. Natuerlich war die Hoelle los. Ich war bei weitem nicht die einzige die noch rumrannte und Geschenke zusammensuchte und sowieso. Franzosen lieben essen und erst Recht an Weihnachten! :_D   ich war echt sauer auf mich selbst, dass ich nun am 24. einmal mehr rumhetzte um noch irgendwelche Geschenke zu finden, noch dazu mit einem 7 Monate altem Kind auf dem Arm. Ich hoerte foermlich die Stimmen meiner Familie in meinem Kopf hammern. Wie kann man nur SO chaotisch sein??? :-OD

Letztendlich fand ich aber sogar einigermassen passende Geschenke und als ich wieder nach Hause kam war S. bereits da und ueberraschte mich mit roten Rosen. Das war schoen.

Nachmittags machten wir einen langen Spaziergang mit der Kleinen und dem Hund. Es war echt seltsam bei 20 Grad und insgeheim dachte ich daran, dass eine Palme dieses Jahr als Weihnachtsbaum tatsaechlich passender gewesen waere als eine Tanne:-D Anschliessend gingen wir noch Kaffee trinken und die kleine Zwergin sass zum ersten Mal in einem Hochstuhl was ihr sehr gut gefiel:-D

Zu Hause machten wir dann Bescherung. Die Kleine fands toll. So viele Geschenke, ein Weihnachtsbaum und viel Geschenkpapier. Das Geschenkpapier kam natuerlich besser an als die Geschenke selbst:-D

Bis die Kleine im Bett lag gings mir auch noch einigermassen gut. Aber danach ging es rapide abwaerts. Unser Weihnachten war schon ok, aber es jemals ohne die ganze Familie zu verbringen haette ich mir noch vor 2 Jahren nie vorstellen koennen. Das vergangene Jahr hat so ziemlich alles kaputt gemacht und an Tagen wie diesen damit klarzukommen ist noch schwieriger. Wir waren zwar auch bei Freunden die ebenfalls einen kleinen Sohn haben und deren Eltern eingeladen, aber wir hatten uns entschieden zu Hause zu bleiben. Irgendwie waren meine Nerven ohnehin wegen der Geschichte mit dem Krankenhaus ziemlich angesaegt und irgendwann heulte ich einfach nur noch. Zum Glueck hab ich einen sehr lieben Mann:-O

 

Gluecklicherweise aber heilte die Entzuendung dann ohne Krankenhaus.