Monat: September 2016

Not my day

Ich hab gerade voll Heimweh.

Vielleicht liegt es (Auch) daran dass der Mann gerade beruflich sehr eingespannt ist. Er ist vor 6 Uhr morgens weg und kommt Abends nach Hause wenn Mini laengst im Bett liegt.

Und dann ist er muede und muss schon bald wieder ins Bett weil er ja wieder frueh raus muss. Das ist verstaendlich. Aber so kommt es halt dass wir uns praktisch kaum noch sehen. Gestern haben wir kaum  15 Minuten miteinander geredet.

Vielleicht vermiss ich deshalb gerade unser altes Leben so sehr. Klar haben wir hier neue Kontakte. Aber das laesst sich nicht vergleichen. Wie auch, sowas dauert Jahre. Oder? Vielleicht kriegen es andere eher hin – ich aber nicht.

Zugegebenermassen dachte ich es waere vor allem mit Kind leichter. Aber ich kann nicht stundenlang X-fach betonen, wie suess X, Y oder Z sind. Ich kann nicht 1000-fach ueber neue Fortschritte, Schlafverhalten und Ausscheidungen reden. Was nicht heisst, dass ich mein Kind weniger lieb. Aber wie auch immer.

Es weiss jeder dass es nicht leicht ist, irgendwo anders neu anzufangen. Es gibt viele gute Tage, aber es gibt auch schlechte Tage. Tage, an denen man Heimweh hat und einfach heulen koennte. Da bringt es auch nichts, sich zu sagen dass irgendwann alles besser wird und dass es toll ist an einem Ort zu leben wo andere Urlaub machen. Was bringt dass wenn man einfach nur nach Hause will.

Diesmal kann ichs nicht mal auf meine Hormone schieben. Vielleicht bin ich gerade neben der Spur weil Mini jetzt in der Creche ist und ich mir jetzt ein neues Leben aufbauen muss und ich irgendwie planlos bin. Oder ich vermiss einfach nur den Mann.

Am liebesten wuerde ich mich jetzt von ihm troesten lassen aber der hat genug um die Ohren.

 

 

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Held

Mein Mann ist ein echter Held.

Er wollte mich heute ueberraschen und kam auf ein kurzes Fruehstueck von der Arbeit nach Hause.

Und war, wie er da ploetzlich so stand meine Rettung;-)

Gestern im Laufe des Tages, als ich in den Spiegel sah und mir  wieder mal Augenringe und blasse Haut entgegen leuchteten dachte ich Also jetzt muss du echt frueher ins Bett. Das gibts doch nicht schau mal wie du ausschaust. Das geht gar nicht.

Ich kann  nicht mal meinem Kind die Schuld fuer meine Muedigkeit geben. Wir haben  das unglaubliche Glueck ein Kind zu haben, dass praktisch von Anfang an durchschlief. Es gab zwar immer mal wieder kurze Phasen in denen gar nichts mehr funktionierte und auch wir Nachts mehrmals geweckt wurden aber im Grossen und Ganzen haben wir in Punkto Schlafen das grosse Los gezogen.

Ich geh einfach viel zu spaet ins Bett. Irgendwie hab ich auch eine Speere im Kopf die mich vor 23 Uhr gar nicht daran denken laesst ins Bett zu gehen. Und dann noch die Schlafstoerungen.

Zwar Nicht jede Nacht, aber oft genug.

Und wie es halt immer so ist, war dann heute Nacht wieder mal so eine Nacht. Ich bin erst irgendwann gegen 2 eingeschlafen. Um 5 war Mini wieder wach. Ich dachte dass wars mit der Nacht und puenktlich zur Krippe wird sie wieder muede sein und der Vormittag dort wird eine Katastrophe. Oder sie schlaeft sich dort aus und ist Nachmittags zu Hause fit fuer Action;-) Wundersamerweise schlief sie aber wieder ein, und zwar nicht bis 7 wie sonst und ich mit ihr.

Als wir dann wieder aufwachten war es exakt 8 Uhr 26. Um 9 soll Mini gefruehstueckt haben und in der Krippe sein.

Grosse Hektik brach aus, obwohl eh klar war dass wir das nie im Leben schaffen koennen.

Und dann stand da ploetzlich der Mann;-)

Er sah mich schon irgendwie schraeg an. Wahrscheinlich gaben Mini und ich aber auch echt ein schraeges Bild ab, aber nunja:-D

Mit entspanntem Fruehstueck mit dem Mann wars dann natuerlich nix. Stattdessen machte er fuer Mini Fruehstueck waehrend ich sie anzog, fruehstueckte mir ihr gemeinsam und brachte sie in die Krippe, mit nur 5 Minuten Verspaetung. Chakka.

Mein Held.

 

 

 

 

3 Wochen Krippe

Bilanz: sehr gut.

Natuerlich ist (auch) diese Krippe nicht unfehlbar und perfekt, aber welche Krippe ist dass schon. Und welche Eltern sind dass schon?;-)

Eigentlich gibt es bisher nur eine Kleinigkeit die ich nicht so toll fand, naemlich das Mini staendig ohne Pullover im Garten herumturnt. Es ist zwar fuer die Jahreszeit noch echt warm, aber Mini ist eh schon ziemlich verrotzt.

Ansonsten macht auch vor dieser Krippe Personalknappheit nicht Halt. Trotz gutem Ruf fehlt Personal. Die einzig deutsche Erzieherin hat bis zum Monatsende gekuendigt, weil die Arbeitsbedingungen in Frankreich (noch) schlechter sind als in Deutschland und deshalb. Verstaendlich also, aber auch schade dass sie geht.

Ansonsten aber ist die Krippe echt gut. Trotz wenig Personal sind die Kinder viel draussen und toben herum. Es wird viel gesungen und gespielt, und das wichtigste, es ist immer jemand fuer die Kleinen da. Die Leitung mischt sich oft unter Kinder, Eltern und Personal. Das find ich gut. Und: Es gibt einen Koch, der jeden Tag frisch kocht. Was bin ich froh, denn kochen ist echt nicht meine Staerke:-D

Die Bezugserzieherin ist nicht sauer auf mich, gluecklicherweise. Die Arme hat irgendwelchen privaten Stress der nichts mit mir zu tun hat.

Und wie geht es Mini in der Krippe? Der Abschied faellt ihr nach wie vor schwer, aber wenn wir erstmal weg sind laeuft es gut. Manchmal besser, manchmal schlechter, aber alles in allem immer besser. Wenn wir sie abholen, wirkt sie jedesmal echt ausgeglichen und froehlich. Endlich mal mehr Action als zu Hause;-)  Ausserdem isst sie ploetzlich viel besser mit Besteck. Katastrophen nach wie vor nicht ausgeschlossen, aber trotzdem:-D Ich bin echt ueberzeugt, dass ihr die Krippe gut tut.

Und wie geht es den Eltern damit? Super, ehrlicherweise.

Bisher sind es nur 3 Stunden am Tag, aber fuer uns ist es eine Riesenentlastung. Nicht, dass wir in diesen 3 Stunden bisher einfach mal nichts gemacht haetten oder so.  Die Wohnung wurde endlich mal wieder in Schuss gebracht. Es gibt scheinbar endlos viel nachzuholen was in den letzten Monaten liegengeblieben ist. Gestern waren wir dann aber trotzdem Eis essen, nur der Mann und ich. Toll wars, so zu zweit:-D

Und sonst so? Gerade jetzt merk ich mal wieder dass man es (in Deutschland) als Mutter irgendwie sowieso immer falsch macht. Laesst man sein Kind vor dem 3. Lebensjahr nicht fremdbetreuen ist man eine (faule) Glucke, geht es in die Krippe ist man eine Rabenmutter und arbeitet man nur Teilzeit damit das Kind nicht ganztags in der Krippe ist ist man Rabenmutter und faul zugleich:-D Warum dann nicht gleich Vollzeit, nebenbei das Kind selbst betreuen und nachts den Haushalt schmeissen und am besten auch noch makellos ausehen? Also echt – manchmal regt mich dieses Thema auf:-O

Wie schoen dass in Frankreich das Wort Rabenmutter gar nicht erst existiert. Muetter leben hier tatsaechlich anders. Hier ist zwar auch nicht Leben wie Gott in Frankreich, aber zumindest stehen Muetter in Frankreich weit weniger unter Druck.

 

Kitafrust

Eigentlich läufts in der Krippe ganz gut.

Der Abschied fällt Mini zwar  alles andere als leicht aber wenn ich sie nach 3 h abhole wirkt sie zufrieden und ausgeglichen. Die erzieherinnen sagen sie hört ziemlich schnell nachdem ich gehe auf zu weinen und dann ist alles gut. Mir wäre es zwar lieber sie würde überhaupt nicht weinen aber nunja.

Also eigentlich alles eher positiv.

Aber irgendwie ist was anders. Die eigentlich echt sehr nette bezugserzieherin ist nicht mehr nett sondern irgendwie komisch. Es hat schon gegen ende letzter Woche angefangen und heute fand ich es extrem.

Sie redet nur noch das nötigste mit mir und wenn auch nicht gerade nett. Ich finde sie behandelt auch Mini anders.

Liegt das jetzt einfach daran dass mini mit ihr die bevorstehende Trennung in Verbindung bringt und deshalb in Tränen ausbricht wenn sie kommt und geht sie deshalb irgendwie auf Abstand? Oder funktioniert Mini einfach nicht so gut wie französische Kinder oder hat sie private Probleme oder hab ich vielleicht was gemacht was ihr nicht gefallen hat.

Irgendwie ist die Krippe doch eher französisch als gemischt und wer weiß es schon. Vielleicht War ich unhöflich zu ihr ohne es zu merken. Ich bin zwar mit einem Franzosen zusammen aber ich hab trotzdem nicht voll den Plan betreffend französischer kultur. 😉😕Franzosen können manchesmal schon angefressen sein wenn man ihnen die Hand hinhält anstatt küssChen links und rechts oder man nur bonjour und nicht bonjour Monsieur sagt. Vielleicht hab ich also irgendwas falsch gemacht. Ich grübel😨

Oder ist nach 2 Wochen einfach sowohl für Eltern als auch die Kinder die schonfrist vorbei?  Oder hab ich für französsiche verhältnisse zu viele fragen gestellt? Aber ich mein man lässt sein kleines Kind da da frägt man doch wie es dem kind so geht oder nicht.

Nicht dass ich nicht mehr glaube dass die Krippe super ist aber es wäre mir schon lieber wenn ich wüsste warum dass jetzt so ist. Es wäre mir lieber wenn Mini bei jemandem zu lassen bei dem ich mir nicht die Frage stellen würde ob er irgendwie sauer ist oder mein Kind nicht mag. Soll ich sie jetzt fragen ob sie sauer ist oder mich oder Mini nicht mag oder was?

 

Ich hab echt gerade genug andere Probleme und einiges zu tun und stattdessen grübel ich jetzt über die Erzieherin aus der Krippe.  Gibts das.😨😨😨

 

 

 

 

Endlich

Ich bin ja eigentlich eine ziemliche Leseratte.

Zugegebenermassen les ich deutlich weniger seit Mini auf der Welt ist und kaum noch seit sie angefangen hat sich zu bewegen;-)

Aber wie gesagt eigentlich les ich gern. Vor allem im Herbst und im Winter wenn es draussen dunkel und kalt ist und der Wind pfeift oder der Regen an das Fenster prasselt und man ein gutes Buch hat – einfach toll.

Ich hab mich darauf gefreut, auch mit meinem Kind Buecher anzuschauen. In meiner Vorstellung lagen wir immer ganz gemuetlich auf dem Sofa oder im Bett und schauten Bilderbuecher an. Alles ganz harmonisch und ohne Stress:-D

Mini aber hat ganz andere Vorstellungen. Gemuetlich irgendwo still liegen ist langweilig, kuscheln wird ueberbewertet und Buecher – wozu, wenn der Hund in der Naehe ist, es Klettermoeglichkeiten gibt und  genug Dinge zu machen sind die man nicht tun soll und gerade deshalb ausprobieren will:-O

Wir schauten zwar trotzdem manchmal Buecher an, aber harmonisch ist echt was anderes:-D Mini war ja eh nie sehr interessiert und riss mir das Buch kurzerhand oft  gleich wieder aus der Hand, haute einfach wieder ab oder tat alles, ausser eben das Buch anzuschauen.  Und wenn wir dann doch mal dazu kamen, ein Buch anzuschauen, blaetterte Mini immer auf eine sehr eigenwillige Art. Immer zurueck auf die erste Seite und zugegebenermassen, immer nur die erste Seite eines Buches fand ich dann auch irgendwann langweilig;-)

Ich war schon immer ein bisschen neidisch, wenn ich von anderen hoerte wie gern X Y oder Z Buecher anschauen. X und ich haben eine ganze Stunde Buecher angeschaut. War ja soooooo schoen und so:-D Jaja.

Aber: Mini aendert sich. Vor einigen Tagen fing es an. Sie bringt uns Buecher und moechte sie tatsaechlich auch anschauen. Zuerst dachten wir, dass muss ein Irrtum sein. Sie wird doch nicht echt ein B.u.c.h. anschauen wollen?! Aber doch – sie will. Sie haute naemlich nicht gleich wieder ab und juhu – man kommt jetzt sogar ueber Seite 1 hinaus. Zwischenzeitlich hat sie ihre Liebe zu Eisbaeren wohl entdeckt, denn da landen wir jetzt meist;-)

Dann kann ich mich ja vielleicht doch darauf freuen ihr eines Tages Maerchen Abendheuergeschichten und andere tolle Buecher vorzulesen.

Und vielleicht koennen wir ja irgendwann ein Freitagabendritual einfuehren: heisser Kaba, Pizza, und ein Disneyfilm, alle zusammen auf dem Sofa. Das waere schoen.

Nein, und ich bin nicht betrunken oder fernab von gut und boese und lass deshalb das Bild kopfstehen. 😀 Ich habs echt versucht und ich bin echt zu doof. Ich kriegs einfach nicht andersrum:-(

 

2. Woche in der krippe

Leider verläuft unsere 2. Woche in der krippe nicht so gut wie die vorherige.

Unser wochenende War ziemlich actionreich und wahrscheinlich letztendlich  ein bisschen (zu) viel für mini.😞

Sie ist also eher ein bißchen müde in die neue Woche gestartet und leider hat sie sich zwischenzeitlich auch ein bisschen erkältet.

Keine idealen vorraussetzungen also.😕

Ausserdem hat sie zwischenzeitlich natürlich verstanden dass sie alleine dort bleiben soll und das möchte sie (natürlich) nicht. Ihre bezugserzieherin die sie letzte Woche toll fand will sie diese Woche gar nicht in der Nähe haben weil sie weiß das sie da ist wenn ich geh.

In der Krippe passen sie sich aber super an die aktuelle Situation an. Am Montag gab es überhaupt keine Trennung weil es einfach nicht der Moment War und heute und gestern nur eine ganz kurze. Ursprünglich sollte Mini diese Woche immer am vormittag kommen aber wenn Mini nachmittags fitter ist können wir auch nachmittags kommen. Es gibt weder feste zeiten in denen das kind da sein muss noch zwanghafte trennungen oder eine bestimmte anzahl stunden die das kind bleiben muss. Und da mini die bezugserzieherin gerade nicht mehr mag kümmern sich jetzt andere ein bisschen mehr um sie.

Ich vertrau dem Personal wirklich. Sie kümmern sich nicht nur um die Kinder sondern schauen auch wie die Eltern so klar kommen. Das finde ich gut.

So leicht ist dass nämlich nicht, vor allem dann wenn es halt nicht so läuft.

Heute zum beispiel als mini mich kurzzeitig aus den Augen verloren hat und deshalb fast geweint hAT hätte ich sie am liebsten einfach wieder mit nach hause genommen. Da hat mir schon sehr mein Herz geblutet.💔

Aber nach wie vor Bin ich mir eigentlich sicher dass die krippe Mini gut tun Wird. Sie hat sich in letzter zeit zu hause gelangweilt und letzte Woche hats ihr in der Krippe super gefallen. Zusammen mit nicht den besten vorrAussetzung und ein bisschen Angst und verkorkstheit wegen der neuen Situation ist es jetzt eben so.

Aber ich hoffe sie kommt da durch und wird sehr bald wieder gern dorthin gehen – auch ohne mich oder Papa.

 

Grosser Tag

Fuer Mini hat nun eine aufregende Zeit begonnen.

Die Krippe hat angefangen.

Wir sind erst bei Tag 3, aber bisher laeuft es gut.:-)

Diese Woche passiert(e) noch nicht viel. Man lernt die Bezugsbetreuuerin kennen, die Bezugsbetreuerin lernt das Kind kennen, einem wird nochmal die ganze Krippe gezeigt und der Tagesablauf erklaert und das Kind kann derweil die Krippe fuer sich entdecken.

Am ersten Tag war Mini noch staendig neben mir aber gestern war sie irgendwann weg. Supi.

Gestern war sie auch schon beim Gouter (Nachmittagssnack) dabei. Es gab fuer jedes Kind Yoghurt und ein Stueck selbstgebackenen Apfelkuchen. Die Kinder duerfen dort selbst essen wenn sie wollen und ich durfte feststellen, dass die anderen Kinder auch noch nicht „besser“ essen als Mini. Sah danach aus wie im Stall:—D

Danach wurde weitergespielt und waere es nach Mini gegangen waeren wir mindestens bis zum Abend geblieben. Aber wir mussten noch zum Einkaufen und irgendwann, ehrlicherweise, wollte ich raus. Ich kann nur die Betreuer/innen bewundern, ich koennte diesen Beruf dauerhaft nicht machen. Nicht ausreichend Geduld:-O

Heute Nachmittag ist Mini nun mit dem Mann da und ich hoffe es laeuft wieder so gut:-)

Jedenfalls: ich bin echt froh. Ich finde die Art der Eingewoehnung gut, ich mag unsere Bezugserzieherin und ich find es auch schoen, dass sich dort alle um die Kinder kuemmern, sogar die Koechin und die Putzfrauen. Manchmal nimmt die Koechin einzelne Kinder mit in die Kueche oder es werden Ausfluege in die Waschkueche mit der Putzfrau gemacht.

Morgen findet wenn alles gut laeuft die erste kurze Trennung statt. Als Mutter hat man wahrscheinlich immer irgendwie gemischte Gefuehle, aber: Mini ist bereit fuer die Krippe. Sie braucht andere Kinder und sie braucht mehr Action als ich ihr bieten kann, obwohl ich mir echt Muehe geb. Eins von Minis Lieblingswoertern ist Gogigogi und wie der Mann sagt Gogigogi braucht jetzt andere Gogigogis:-D Ausserdem kann sie jetzt laufen und  k.l.e.t.t.e.r.n. und in der Krippe gibt es zahlreiche Moeglichkeiten sich auszutoben. Vielleicht wird Mini mich also nicht mal sehr vermissen. Gestern jedenfalls haette ich mindestens 1 h abhauen koennen, ohne dass sie es ueberhaupt bemerkt haette.

Letztendlich bin ich auch froh, dass es keine rein franzoesische Krippe ist. Da muessen die Kinderlein dann naemlich doch (zu) schnell gut funktionieren.

Jedenfalls: ich freu mich, dass die Krippe nun losgeht. Ueberrascht bin ich auch – wo ist die Zeit hin? Wann wurde aus Mini ein Kleinkind?

Aber es ist gut wie es ist. Ich hab dann auch mal wieder Zeit an m.i.c.h. zu denken.

Vielleicht zumindest:-)

 

 

 

Von Franzosen und Fremdsprachen

Als ich meinen Mann kennenlernte, geriet mein Glaube das Franzosen generell keine anderen Sprachen als ihre eigene sprechen ein bisschen ins Broeckeln. Mein Mann spricht naemlich so ziemlich perfekt deutsch.

Dann zogen wir ins Elsass und der Glaube geriet noch mehr ins Wanken. Ich lernte einige Franzosen kennen, die mir nichts dir nichts zwischen franzoesisch und deutsch wechseln und ich mehr oder minder vor Neid erblass(t)e weil ich. will. das. auch. so. koennen:-D

Aber jetzt sind wir einige Zeit hier und der verloren gegangene Glaube ist wieder zurueck. Zumindest teilweise. Denn natuerlich gibt es Franzosen die auch andere Sprachen sprechen (wollen) und im Elsass trifft man vermeintlich viele davon.

Aber wenn man genau hinschaut wird groesstenteils eben dann doch nur in den Touristengebieten Deutsch oder Englisch gesprochen. Und, das Gesamtbild betrachtet spricht der Durchschnittsfranzose eben doch am liebsten (ausschliesslich) seine eigene Sprache. Irgendwo ja auch verstaendlich. Ich komme ja auch mit meiner eigenen Sprache nach wie vor besser zurecht als mit der des Mannes:-D

Jedenfalls: vor einiger Zeit waren wir in einer deutschen Stadt, weit entfernt von Frankreich und allem Franzoesischem.  Ehrlicherweise hab ich es wirklich genossen. Deutsche Speisekarte, deutsches Essen und ein Biergarten. Sowas gibts naemlich in Frankreich kaum. An unseren Nebentisch setzten sich letztenlich dann aber Franzosen, wie es der Zufall halt so will.

Bonjour wurde der herbei eilende Kellner begruesst und auf Franzoesisch weitergefragt was der Kellner denn empfehlen koennte und was es denn ueberhaupt alles gaebe, weil es die Speisekarte ja nur in deutscher und englischer Version gibt. Der Kellner sah die beiden ziemlich planlos an und fing mit englisch an. Daraufhin schaute widerrum das franzoesische Ehepaar ziemlich planlos den Kellner an. Ich sah mich schon die Speisekarte uebersetzten und auch ein bisschen planlos nach Woertern fuer die vielen verschiedenen Essen suchen, als der Kellner mit Erleichterung im Gesicht einem Kollegen zuwinkte, der w.a.s. f.u.e.r. e.i.n. G.l.u.e.c.k. , jahrelang in Frankreich gearbeitet hatte:-D

Kuerzlich in der Bretagne sassen an unserem Nebentisch Englaender. Eltern mit 2 Kindern. Sehr hoeflich fragte die Mutter die Kellnerin auf Englisch, was denn die verschiedenen Essen eigentlich waeren, denn die Speisekarte gab es (selbstverstaendlich) nur in franzoesischer Version. Alors, begann die Kellnerin und ratterte auf franzoesisch herunter, was die Speisekarte so hergab. Die englische Familie sah nun noch planloser aus. Je vous laisse choisir sagte die Kellnerin dann  freundlich  Ich lass sie waehlen und liess die englische Familie erstmal allein, um in Ruhe zu ueberlegen. Ziemlich planlos reimte sich die englische Familie zusammen was denn schmecken koennte und bestellte. Letztendlich assen die beiden Kinder dann fast gar nichts und auch den Eltern schmeckte es mehr schlecht als recht.

Aber so ist das eben:-D

Warum es auch den Touristen leichter machen und e.n.g.l.i.s.c.h. reden wenn es auch franzoessich gibt? Oder auch mal Schilder, Bus- Tram oder Ansagen auf Booten auf Englisch machen, damit die die kein franzoesisch koennen  auch was verstehen? Aber wo kaeme man da bloss hin, zumindest ausserhalb der a.b.s.o.l.u.t.e.n. Touristenmagneten des Landes?