Kleinkind

Angst

Mini hat eine neue Phase.
Angst heisst sie.

Zur Zeit hat das Kind vor vielem angst. Angst vor dem Mann, angst vor der Frau, angst vor spinnen angst vor dem Alleinsein und angst vor der Dunkelheit. Und spätestens seit gestern nun auch Angst zu schlafen.

Mini hat nämlich seit einer Weile öfter Albträume und gestern war es besonders schlimm.

Plötzlich schrie sie wie am Spieß stoooooop und fing an zu heulen. Ich stand senkrecht im Bett. Also echt.

Sie hat irgendwas von einem Löwen geträumt der sie fressen wollte oder so. Ich hab sie dann mit in mein Bett genommen. Sie hat gestern noch am tag immer wieder von diesem blödem Löwen gesprochen, aber das eigentliche Drama begann am abend.

Der Mann war nicht da, und der Punkt wach. Klar. Und Mini war müde, aber wegen dem Löwen. Das Kind hatte Angst, grosse angst. Zuerst wollte sie sich gar nicht ins Bett legen, dann doch aber aalllle lichter mussten an bleiben und die Tür komplett auf, dann sollte ich bleiben und das wollte ich eigentlich auch, aber der Punkt hatte keinen Bock undcwurde quengelig, irgendwann hat Mini dann wieder geheult und ich hätte am allerliebsten einfach mitgeheult weil einfach so müde und es mit dem Punkt zusammen auch nichts war.

Um 21:30 kam endlich der mann hat sich neben Mini grlegt und 2 Minuten später schlief sie dann wie ein Stein.

Was für ein fucking abend nach einem irgendwie verkorkstem tag. Ich war gestern so mit mir selbst beschäftigt und hab eher so funktioniert. Das tat mir leid aber ich bin halt leider nicht perfekt.

Und mit mini ist es gerade wirklich nicht einfach. Sie heult wegen jeder Kleinigkeit. Aber wirklich wegen jeder. Manchmal spielt sie ihre Puppe Würde sie schlagen und heult dann deshalb. Wtf, echt jetzt?

Folgen tut sie auch nur so manchmal wenn sie will und anziehen und ausziehen ist jedes mal ein Riesen Drama. Graaaa.

Ich geb zu dass meine Nerven schon ein bisschen dünn sind, so Mini mäßig. 😐

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Check

Mini geht morgen zum 1. Mal ohne Windel in die Creche.

So zu hause funktioniert das schon länger ganz gut.
Draußen, unterwegs beim einkaufen und so noch nie probiert. Hat mich irgendwie abgeschreckt, dass eine Freundin ihr Kind ziemlich undiskret in die strassburger Fußgängerzone hat pinkeln lassen.😜 muss nicht, kein Stress, bitte.

In der creche klappt das mit der Toilette auch schon ganz gut. Bisher hab ich das Kind aber trotzdem immer mit Windeln abgeliefert.

ABer jetzt ist das Kindlein soweit. Also denke ich. Die CreChe denkts auch.

Morgen also zum 1. Mal ganz ohne. Irgendwie ein komisches Gefühl. Voll der Meilenstein.

Das Kind wird plötzlich echt schnell gross.

Wechselklamotten sind aber trotzdem schon mal gepackt.😎😅

Ätsch

Mini hatte so eine gute Phase.

Alles war so leicht und schön und toll.

Ich geb es zu, ich hab es (heimlich) schon ein bisschen genossen, wenn wir Freunde trafen und es deren Kinder waren, die sich gerade traten, bissen, brüllten, sich vor Wut auf den Boden warfen, so gar nicht folgten oder quengelten. Oder oder oder.

Versteht mich nicht falsch, schadenfroh war ich nicht. Man weiß ja wie anstrengend die Trotzphase sein kann. Denn auch wenn manche Mütter tatsächlich erzählen, dass ihr Kind sowas Nieee macht und iiiiiimmer brav ist, so wirklich kann ich daran nicht glauben.😛

Jedenfalls war ich die letzten Wochen einfach froh, dass Mini dann neben mir sass und mir die goldigsten fragen stellte und es nicht ich war, die sich mit einem trotzendem Kleinkind rumschlagen durfte. Vor allem auch wegen dem Punkt. Was macht man denn wenn das eine Kind sich in aller Öffentlichkeit sonstwie aufführt und der Säugling anfängt wegen Hunger zu weinen und man halt einfach nur 2 arme hat und so?

Möglicherweise wird dieser Fall bald aktuell, weil ich schlimmes ahne. Mini war gestern nachmittag schon irgendwie bockig und heute morgen wars eine Katastrohe. ICh ahne schlimmes.
Trotzphase zurück. Ätsch🤔😲😲🤓 schöne zeit vorbei

Alltag zu 4.

Bei uns ist wieder der Alltag eingekehrt.

Der Punkt ist fast 3 Monate alt, der Mann geht seit schon einer Weile wieder in die Arbeit und so langsam sind wir angekommen im leben zu 4.🙌

Zugegebenermaßen hatte ich ein bisschen Angst vor dem Moment, allein zu sein mit den zweien. Einfach weil ich generell nicht gern allein bin, obwohl ich dass ja eh nicht bin mit zwei Kindern. 😛

Aber Mini hatte vor einer Weile eine echt krasse Phase. Eine Phase in der ich mir ein paar mal heimlich gesagt hab dass ich wohl schon komplett versagt hab, so erziehungsmässig.😂 gleichzeitig hab ich als Känguru gelebt, denn der Punkt wollte nur noch getragen werden.

Aber: beides ging vorbei. Mini ist gerade echt lieb und ausgeglichen und jetzt wo sie so viel spricht wirds auch immer lustiger.

Und der Punkt ist mit seiner Phase durch und wieder ein echt liebes ausgeglichenes pflegeleichtes KerlChen.

Seit neuestem hat er keine angSt mehr vor seinem spielebogen und liegt da voll zufrieden drunter. Er lacht wenn man bestimmte Sachen macht guckt gerne Mini und ihrer Freundin zu macht süße Geräusche, fängt an zu greifen und wird immer wacher. Mit der bauchwehphase sind wir auch durch, komischerweise seit ich aufgehört hab ihm tropfen gegen bauchweh zu geben. Hmh🤔🤔🤔 Er wacht nachts höchstens einmal auf, dass ist toll. Manchmal schlaf ich dann leider mit ihm gemeinsam wieder ein, dass finde ich irgendwie echt gefährlich, obwohl 101 Leute in meinem Umfeld sagen; dass das schon ok ist. Trotzdem. Wenn ich ihn dann zurück in sein Bett legen will kriegt er aber auch manchmal echt die krise😉 weil dass will er dann auch nicht. Tssss.

Irgendwie funktionier ich im Alltag manchmal ohne den Mann sogar besser. Weil ich weiß was ich wie machen muss damit wir gut durchkommen. Also meistens.😉 als der Mann noch da war waren wir oft viel langsamer. Tssss.

Ich hab aber kürzlich meine ehrenamtliche Arbeit wieder angefangen. Das tut echt gut, einen nachmittag pro Woche kurz mal was anderes zu machen. Ohne Kinder und nicht über Kinder reden. Ich bin irgendwie echt eine bessere Mutter, wenn ich manchmal kleine Auszeiten hab.

Man kann sagen, dass ich gerade wirklich sehr glücklich mit meinen 2 Kinderlein und dem Mann bin. ❤❤❤❤❤❤❤💕💕💕💓💓💓💓💓💓❤💙💚💙

Klar, viel zeit für anderes oder mich selbst bleibt gerade nicht. Und die wohnung schaut oft schlimm aus😛Klar, es ist anstrengend, diese kleinkindphase. Klar werd ich manchmal nervös, jobmässig. Weil ich in 2 1 /2 Jahren 2 Kinder gekriegt hab und gerade „draussen“ bin. Klar fehlt mit mein altes Leben manchmal. Aber die Zeit vergeht so schnell, gerade mit dem Punkt merk ich dass nun wirklich. Und die allermeiste zeit genieß ich unser Leben gerade genau wie es ist.💙💚💛

Und es stimmt ja auch: mit dem zweiten wird es einfacher. Man ist einfach gelassener und stellt sich weniger fragen. Also ich zumindest.

Und dass wir im Elsass nun ein stabiles Umfeld haben, macht es auch einfacher, klar. Neu zu sein mit kleinem Kind macht schon ziemlich einsam, manchmal.

Rosa Wolken und ähnliches…

Uns geht’s gut.

Wir sind super glücklich mit unserem Punkt und mit Mini auch, klar. Und sehr dankbar.

Der Punkt ist jetzt gute 5 Wochen alt und hat seine 1. U Untersuchung mit Bravour überstanden. Schon 1 kg mehr auf den Rippen und 4 cm länger ist er und auch sonst, alles gesund und munter.er hat glücklicherweise auch unsere wirklich sehr abendheuerliche Rückreise gut überstanden. Puh.

Der Punkt liebt es die zimmerPflanze, die Heizung und Rollläden anzusehen. Ach, und den duschvorhang. Den vor allem.😀 Wenn er wach ist schaut er schon sehr interessiert. Er hält auch seinen Kopf schon ziemlich gut und dreht sich bereits. Also echt. Er dreht sich. Und wenn er auf dem Bauch liegt versucht er schon vorwärts zu kommen. Kraft hat er. Einen Radar auch. Der Punkt will am liebsten immer getragen werden und wenn man doch mal versucht ihn auszutricksen merkt er das meistens sehr schnell. Tsssss. Und kolliken hat er auch seit neuestem. :-0 das ist für alle echt doof. Ich weiß nicht so wirklich was hilft. Es ist einfach schrecklich, er brüllt und brüllt und brüllt und weder die tropfen noch die hebammentricks helfen so wirklich. Tsss und kürzlich hat er es tatsächlich geschafft sich ins Gesicht zu pinkeln.😀

Der tag an dem der mann weg war war es besonders schlimm mit dem Bauchweh. . Punkt zum 1. Mal komplett unruhig und nicht beruhigbar. Mini aus der Krippe abgeholt alles super 2 Stunden später klagt das Kind über Bauchweh fängt an zu weinen und schläft kurz danach auf meinem Arm ein. 1 Stunde später wieder wach, Kind hat hohes Fieber. Wenn schon denn schon oder. Tssss. Abgesehen davon dass uns dieser Virus gerade noch gefehlt hat ist es echt schwierig wenn beide Kinder brüllen. Man kann sich halt einfach nicht zerteilen.

Tja und jetzt haben wir halt Krankenlager im Wohnzimmer inkl. Vorleseflat und voiiielen Geschichten. Ich hab heute 1001 mal die Geschichte von unserer Rückreise erzählt. Auto grau und Auto schwarz und.so.weiter. hoffentlich kriegt der Punkt nichts.

Und sonst haben wir gemalt und ich hab ein bisschen französische Grammatik gelernt und Nachrichten geschaut und Lieder gesungen und dies und das. Für mich ist es echt schwer, den ganzen tag zu hause und irgendwie unproduktiv, obwohl man ja ständig was tut. Ich hab sogar ein bisschen dschungelcamp geschaut, so richtig trashig 😮

Und rosa Wolken deshalb weil sowohl der mann als auch ich irgendwie komplett vergessen haben was es heisst einen Säugling zu haben. Ja sowas geht. Also es zu vergessen.

Und jetzt machen wir keine Ausflüge mit dem Punkt, erholen uns nicht haben keine Zeit für uns und erledigen auch nicht die 1001 Sachen die wir erledigen wollten während deren Elternzeit. Ich frag mich auf was für einer rosa Wolke der mann und ich eigentlich unterwegs waren als wir so darüber nachdachten wie die elternzeit wohl sein würde. 😂

Jetzt Zicken wir uns beide ein bisschen an, weil müde gestresst und müüüüde und fühlen uns ein bisschen eingesperrt in der Wohnung.

Tja, so ist das.

Wenn die kleine welt schwankt….

Ich hab ja schon mal geschrieben, dass es mit mini gerade nicht immer nur leicht ist…

Thema schlafen und so…katastrophe😛 und die trotzphase, klar.👻 an manchen tagen läuft es erstaunlich gut, an anderen dafür wird gnadenlos an meinen nerven gesägt.

Aber seit kurzem ist was neues dazu gekommen. Das kind weint manchmal bittere tränen, aus dem nichts heraus. Manchmal hilft es, sie dann einfach auf den schoss zu nehmen und sich ausweinen zu lassen und da zu sein. Manchmal hilft aber auch dass nicht. Da will sie ihre tränen lieber allein vergiesen. Puh.

Kürzlich hab ich mit erzieherin x und y über vielerlei und eben auch darüber geredet und beide meinen, es liegt daran dass mini nun wirklich bald grosse schwester wird und es in ihrem kleinem kopf ganz schön wanken wird gerade.

Ich denk das auch, dass es wankt. Aber sehr viel darüber nachgedacht hab ich bisher noch nicht, 1001 ratgeber hab ich auch nicht gelesen. Klar wird es schwierig und wird minis welt ebenso wie unsere erstmal auf den kopf stellen.

Aber prinzipiell ist es doch was schönes, einen bruder oder eine schwester zu haben.

Allerdings weiss mini dass ja noch nicht.😉

Und auch ich hab mir kürzlich die frage gestellt, ob ich nr. 2 genauso lieben werd wie mini. Und ob es möglich ist, immer zu 100 prozent gerecht zu sein und immer.immer.immer. fair zu bleiben. Oder ob man am ende nicht doch (heimlich) und vielleicht sogar unbewusst ein „lieblingskind“ hat.

Weil man eben auch nur ein mensch ist, oder ein kind einem ähnlicher ist oder einfach umgänglicher ist.

Aber: auch wenn es mal mit kind 1 „besser“ läuft als mit kind 2 oder umgekehrt und man gern zeitweise kind 1 oder 2 auf den mond schiessen wollen würde, ich hab mir fest vorgenommen, keinen zu bevorzugen, kein offensichtliches „lieblingskind“ zu haben und kein kind in irgendwelche schubladen zu stecken.

Manchmal passen kinder nämlich in keine schubladen und nur weil kind 1 gerade schwierig ist und kind 2 ein sonnenschein oder umgekehrt heisst das nicht, dass der jeweils eine immer schwierig und der andere immer toll ist.

Klar, fehler macht man sowieso und perfekt ist kein mensch, aber so einigermassen wird das schon gutgehen, also hoffe ich😉

In meiner familie passiert nämlich genau dass seit generationen. Geschwister werden in verschiedene schubladen gesteckt und dementsprdchend behandelt. Es gibt keinen weg aus der jeweiligen schublade raus. Aber das schubladen manchmal nicht mehr passen, daran denkt kein mensch.

Der eine kann sich anstrengen wie er will und wird immer der doofe bleiben, während der andere 1001 grenzen überschreitet und trotzdem super ist.

Schon komisch, dass die familie so verstritten ist.😉🙈 surprise.

Jedenfalls: das will ich für meine kinder nicht.

Und auch wenn minis welt gerade schwankt, sie schafft dass schon. Also hoffe ich😉

Inneres kind

Ich glaube, jeder Mensch, auch erwachsen, trägt irgendwo in sich noch sein inneres Kind mit sich herum.

Auch erwachsen und wenn der Alltag Schicksalsschläge und Probleme sich zwischen den Menschen und sein inneres Kind drängen, irgendwo ist es vergraben. Manchmal passieren wohl auch so schlimme Dinge im Leben, dass das innere Kind gar nicht mehr zu finden ist.

Auch ich dachte manchesmal, es wäre auf immer verschwunden.

Der Tod geliebter Menschen, schlimme Vertrauensbruch und andere Probleme rissen mir zeitweilig schon sehr den Boden unter den Füßen weg.

Aber auch wenn man es manchmal nicht glauben kann, das leben geht weiter, nur anders. Puzzlestücke setzen sich neu zusammen.

Klar, die Menschen die nicht mehr bei mir sind werden mir immer fehlen. Aber Mini denkt nun sie hat 2 Tanten die bei den Engeln wohnen und da sind so viele Erinnerungen.

Klar, dass ich menschen zwischenzeitlich auch schwerer vertrau, aber. Unser Leben hat sich neu zusammengesetzt und letztendlich haben die beiden Menschen die mich so hintergangen haben sich mehr selbst geschadet. So what, selber schuld.

Und heute jedenfalls, war da plötzlich wieder das innere Kind. Weil es nämlich zum 1. Mal geschneit hat heute. Und ich Schnee irgendwie magisch finde, vor allem den 1. Schnee. Wenn man morgens aus dem Fenster schaut und plötzlich ist alles weiß und irgendwie so ruhig und friedlich.

Und über diesen Moment kann ich mich noch genauso freuen wie früher schon, als Kind. Es ist einfach schön, wenn das innere Kind plötzlich vorbeischaut. Weil dann plötzlich viele andere Dinge, die eigentlich nebensächlich sind und trotzdem stressen, in den Hintergrund rücken.

Meine grossvater bspw. Begegnet seinem inneren Kind häufig. Nämlich so ziemlich jedesmal wenn er in seiner Werkstatt oder sonst wo ein paar alte schrauben in die Finger bekommt und irgendwas rumbasteln kann.😉 oder unserem ca. 70 jährigem Nachbarn, wer gebannt vor jeder Baustelle steht und zuschaut. Er hat dann jedesmal den selben Glanz in den Augen wie die meisten kleinen jungs😃

Und das wünsche ich allen Menschen, dass das kleine Kind öfter mal vorbeischaut und andere Dinge in den Hintergrund rücken.

Immer diese Phasen. ..

Mini ist ja mit ihren 2,5 Jahren im besten trotzalter. Juhu Juhu. 😀

Obwohl ich sagen muss, bis vor kurzem hatten wir wirklich eine längere Pause von der phasenzeit. Ich weiß nicht woran es lag. Vl. War sie einfach ausgeglichener, ausgeruhter oder sie hat es schlicht vergessen trotzig zu sein? 😀

Ist ja auch egal. Ich hab es jedenfalls genossen, also echt genossen. Alles war so leicht und das Kleinkind war einfach nur zuckersüß mit ihren goldigen fragen. Wie heisst der und der, war es schön hier und da und pli pla plu. Neuester satz: wir müssen heute schockolade kaufen😂. Das Kind spricht mittlerweile ziemlich viel und zwar in beiden Sprachen.

Aber: leider ist dem Kind wieder eingefallen dass es sich in der trotzphase befindet. Vl. Denkt es sich, jetzt dafür aber so richtig.

Und nun, seit einigen Tagen klappt halt so gar nichts mehr. Das Kind macht so ziemlich jedesmal das Gegenteil von dem was es soll. Es wirft sich auf den Boden, lässt sich hinterherschleifen und fallen, rennt weg (macht ja auch besonders spass wenn man schneller als die Mutter ist oder – Walfisch lässt grüssen) räumt schränke aus oder ärgert den Hund. Wuah. Oder seit neuestem. Lässt sich nicht anziehen, und zieht sich auch nicht selbst an. Heute früh gab es ein riesengeschrei weil ich die schuhbendel die sie wieder aufgemacht hat nicht nochmal gebunden hab. Tsss. Böse Mutter ich.

Aber das eigentliche Drama fing kürzlich mit dem schlafen an. Dabei klappte das so gut. Ein kurzer Film, Bücher zusammen anschauen aufzählen wer nun auch schon alles im Bett ist und gut wars. Klar, das Kind schlief nicht jedesmal sofort in 10 Sekunden ein, aber ein paar Minuten mein kleiner Finger oder der vom Mann und sie schlief.

Und jetzt? Drama Drama Drama. Oder Zirkus. Wie immer man den momentanen Zustand benennen will. Es fing vor kurzem in der creche an. Sie weigerte sich einfach, dort zu schlafen und war wohl auch jedesmal fit, bis sie abgeholt wurde. Dann machte es bäm und die quengelei begann. Weil das Kind nämlich doch müde war. Nicht schön und den nachmittag mit übermüdetem Kind rumzukriegen ist ein ziemlicher eiertanz.

Dafür ging es abends sehr schnell, was durchaus anigenehm war, widerrum😀.

Aber zwischenzeitlich schläft das Kind jetzt doch wieder und was soll ich sagen. Die Abende machen gerade echt keinen Spaß. weil sobald man was von schlafen sagt einem ein entschiedenes neeeeeeeeeein entgegengeschmettert wird. So entschieden das man innerlich schon zu zittern anfängt, sozusagen.😀😱 buhu. Weil man irgendwann einfach seine Ruhe will.
Vor 21 uhr wird das aber Grad nichts mehr. Das Kind klettert aus dem Bett, bleibt nicht liegen und dreht dann erst so richtig auf. Irgendwann kommen dann die Tränen und irgendwann dann doch der schlaf.
Aber eben erst nach so ziemlichen Drama, weil eigentlich will.das.Kind. Ja. Nicht.schlafen. tjaha.

Und ich? Ich bin nicht die perfekte Mutter und auch meine Geduld und mein empathievermögen sind irgendwann aufgebraucht. Ich bin auch sicher keine strenge Mutter, die von einem Kind erwartet das es stets pariert. A.b.e.r. Ein paar Regeln gibt es nun mal und mir auf der Nase rumtanzen lassen will ich mir auch nicht ständig. Eine Regel lautet, dass um 20 uhr Schluss ist. Klar gibt es Ausnahmen, wenn zb. Besuch aus der Heimatstadt da ist. Oder wir spät heimkommen oder dies oder das. Aber an einem normalem tag ist um 20 uhr Schluss aus ende. Weil ich auch noch was von dem abend haben will und ich eine feste Uhrzeit auch wichtig finde.

Ich gebe es auch zu, ich lese keine 1001 Ratgeber und meistens entscheidet mein bauchgefühl. Diesmal läuft es allerdings pädagogisch besonders unwertvoll, würde ich sagen. Vl. Weil diese Erkältung in Kombination mit der Schwangerschaft mich gerade ziemlich fertig macht. Oder so. Ich hab es schon mit Erpressung versucht: wenn du das jetzt machst oder wenn du brav bist darfst du x. Oder y. Oder z. Hilft aber zur Zeit mal gar nix.

Gedroht hab ich auch schon. Wenn du jetzt nicht liegenbleiben zieh ich dich an und bring dich in die CreChe. Erzieherin x wartet da auf alle Kinder die nicht schlafen wollen. Bringt aber auch nix, denn Mini hätte nix dagegen gehabt. Ja ok, gehen wir. Wtf, gibt’s dass denn? 😂😱

Ich bin Mini jetzt gar nicht böse, dass sie gerade so ist wie sie ist. Weil es eben eine phaaaaaaase ist und pli pla plu. Aber ich bin mir auch nicht böse wenn ich manchmal eben nicht die nerven hab und falsch reagier. Weil ich nämlich nicht perfekt bin und sonst ebenso wenig jemand perfekt ist.

Fremdbetreuung Kinder Frankreich/Deutschland

Man hört ja oft, dass Frankreich Deutschland in Sachen Fremdbetreuung weit voraus ist. Das Mütter schneller und einfacher in den Job zurückkommen und überhaupt, dass die Franzosen den Deutschen in Sachen Kinder weit voraus sind.
Deshalb machen die Franzosen ja dann wohl auch deutlich mehr Kinder. Ooooder?

Ich lebe jetzt schon eine ganze Weile zwischen diesen 2 Kulturen und unterschiedlichen Systemen, und ja, es stimmt.

Die französischen Mütter arbeiten eigentlich (fast) ausnahmslos alle.

Und ich gebe es zu, manchmal bin ich schon ein bisschen neidisch. Denn im Leben französischer Mütter scheint sich (gefühlt) viel weniger geändert zu haben als im Leben der meisten deutschen Mütter. Manchmal, wenn ich die französischen Mütter seh, die ihre Kinder morgens im Businessoutfit in die Creche bringen, perfekt gestylt, das Telefon am Ohr und scheinbar längst wieder im alten Leben angekommen, ja, dann will ich manchmal einen kurzen Moment mit ihnen tauschen. Weil ihr Alltag nicht (vor allem) aus Trotzanfälle, Phasen und Kinderthemen besteht. Und ja, manchmal frage ich mich auch wie sie dass machen, mit dem Vollzeitjob, dem Haushalt, der ja auch irgendwann gemacht werden muss, und dem Kind, dass zumindest Abends, Nachts und am Wochenende zu hause ist.

(Die meisten) französischen Kinder verbringen ihre Tage ab einem Alter von 3 Monaten (oft) ganztägig in der Creche. Manchmal mit einer Eingewöhnung von nur 1 Woche, weil für mehr einfach nicht die Zeit ist. Ganztägig heisst aber nicht von 8-16 Uhr, sondern oft auch von 7:30 bis 18 Uhr oder 18:30. Wenn Kinder krank sind, sind sie trotzdem (oft) in der Creche, einfach weil Ärzte nur sehr ungern krankschreiben. So funktioniert das System nämlich nicht. Für die HFM_Krankheit, Bronchitis oder Mittelohrentzündung oder auch einer Kombination aus mehreren dieser Krankheiten gibt es bspw. keine Krankmeldung, egal wie fertig das Kind ist oder ob es andere anstecken wird. Medikamente werden einfach mit in die Krippe gebracht.

In der französischen Sprache gibt es das Wort „Rabenmutter“ nicht. Keiner wird einer Frau Vorwürfe machen, weil sie ihr Kind ganztägig abgibt und Karriere macht. Keiner spricht darüber, ob es für so kleine Kinder „gut“ ist, so dermassen viel fremdbetreut zu sein, oder ob es (manche) Mütter nicht mehr stresst als dass es ihnen guttut so schnell wieder zurück in den Job zu kommen. So funktioniert eben einfach die Kultur und das System. Eine Frau, die längere Zeit zu Hause bleibt, wird als „nicht normal“ oder „faul“ angesehen. Klar gibt es Ausnahmen, und klar gibt es Mütter, die ihre Kinder länger zu Hause lassen, weil sie es sich leisten können und so wollen, aber im Grossen und Ganzen funktioniert so das System.

Vor kurzem stand ein noch sehr kleines Kind schreiend an der Eingangstür an der Krippe und weinte nach seiner Mutter, morgens um 8. Es tat mir echt leid. Am selben Abend kamen wir nochmal zufällig an der Krippe vorbei, nach 18 Uhr. Da holte der Vater dieses Kind gerade ab.

Und das sind dann wieder die Momente in denen ich kein bisschen mehr neidisch bin, denn das würde ich weder für mich und vor allem nicht für mein Kind wollen. Weil ich einfach finde, dass so kleine Kinder für so viele Stunden am Tag eigentlich nichts in einer Krippe zu suchen haben. Ganz unabhängig davon, wie gut die Krippe ist. Und ich für mich auch noch was von meinem Kind haben will.

Gammeltag

Im Elsass regnet es immer noch. Zu dem Regen sind heute auch noch sturmböen, Gewitter und weltuntergangsstimmung gekommen, weil ziemlich dunkel.

Ich mag das ja. Vl. Ist es insofern ein bisschen schade, weil sämtliche laternenumzüge ins wasser fallen, aber egal.nächstes jahr ist auch noch ein Jahr.

Dr mann ist heute den kompletten tag weg und Mini und ich machen heute einen richtigen gammeltag.

Zugegebenermaßen fällt mir sowas ja eher schwer, einfach Zuhause bleiben und „nichts“ tun. Weil mir sobald ich „nichts“ mach, Dinge in den Kopf kommen an die ich lieber nicht denken will.

Aber nie ausruhen geht auch nicht und für Mini war es zu viel. Viel zu viel.

Ich hab das Tempo schon ziemlich runtergeschraubt und deshalb heute auch der gammeltag, nur Mini und ich. Und was soll ich sagen. Es läuft. Ich kann also doch Chillen wenn ich will😄

Wir haben zusammen aufgeräumt, Musik gehört, getanzt, Suppe gekocht und sogar Kuchen gebacken.

Mini schläft gerade, ich trink Kaffee und später gehen wir raus, also falls irgendwie möglich. Eine kleine runde durch den park-mehr nicht.

Ich wünsche euch allen einen schönen sonntag🤗